Warum es so wichtig ist, die Vater-Sohn Beziehung zu stärken

Eine gute Vater-Sohn-Beziehung – davon träumst Du, seitdem Du weißt, dass es ein Junge wird. Richtig? Doch wie schaffst Du es ein gutes Verhältnis aufzubauen? Und noch wichtiger – wie erhältst Du die gute Beziehung durch schwierige Phasen wie Pubertät und Co.? Darum geht es in diesem Artikel. Du erhältst 9 erprobte Tipps, die Dir dabei helfen eine gute Beziehung zu Deinem Sohn zu haben.

Wenn man starke und liebevolle Männer heranwachsen sehen möchte, muss man die Grundlagen dafür schaffen, damit aus diesen kleinen Jungen später einmal auch wirklich starke und liebevolle Männer werden können. Das gelingt am einfachsten, wenn sie sich an entsprechenden Vorbildern orientieren können.

Oft höre ich von besorgten und zermürbten Eltern: „Vater und Sohn streiten ständig!“ Das kann sich glücklicherweise in vielen Fällen sehr verbessern, wenn Ihr ein paar Tipps zum Umgang zwischen Vater und Sohn beherzigt und Euch gegebenenfalls Hilfe in einem individuellen Coaching holt. Ich lege Euch 9 wertvolle Tipps im Umgang mit Euren Jungs ans Herz, mit denen ich gute Erfahrungen gemacht habe

1. Nimm am Leben Deines Sohnes teil!

Jeder Mensch möchte gesehen werden. Jungen sehnen sich nach Wertschätzung und Anerkennung von ihren Vätern. Dieses Bedürfnis kann niemals durch eine Ersatzbefriedigung wie ein Geschenk ersetzt werden, egal wie großartig es sein mag.

Organisiere das Leben um ihn und Dich herum nicht nur, sondern beziehe ihn mit ein, sei offen für das, was ihn gerade beschäftigt! Lerne seine Peergroup kennen, frag dich und ihn was für deinen Sohn gerade wichtig ist und…, zeig ihm deinen Respekt. Du kannst ihm auch sagen, wie Stolz du auf ihn bist, wenn es passt.

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2. Nimm die Emotionen Deines Sohnes ernst und hilf ihm bei der Einordnung!

Weinen, schreien, toben – es gibt immer einen Grund. Oft erkennen wir diesen Grund nicht gleich. Wenn Deinem Kind aber regelmäßig gesagt wird, dass das, was es empfindet nicht richtig oder sogar Blödsinn ist, kann es kein Selbstvertrauen aufbauen. Damit wird die Gefühlsregulation immer schwieriger. Für die Vater Sohn Beziehung und für sämtliche sonstigen Beziehungen Deines Sohnes kann das problematische, langwierige Folgen haben.

3. Respektiere die Grenzen Deines Sohnes!

Es ist wichtig zu akzeptieren, dass auch Kinder und Jugendliche Bedürfnisse haben, die nicht einfach übergangen werden dürfen, nur weil wir Erwachsenen denken, dass es anders gerade besser für sie ist. Für eine gute Vater-Sohn-Beziehung ist es wichtig, dass Du das Bedürfnis Deines Sohnes genauso wichtig nimmst, wie Dein eigenes und dass Ihr auf dieser Basis einen für beide annehmbaren Kompromiss findet. Nur wenn wirkliche Gefahr droht oder in einzelnen Ausnahmefällen, ist es ratsam, von Deinem Sohn ein Verhalten einzufordern, das der grundsätzlichen Augenhöhe zwischen Sohn und Vater entgegensteht. Die vermeintliche Macht der Eltern, ist nicht dazu da, mit ständigen Grenzüberschreitungen unsere Kinder gefügig zu machen. Im schlimmsten Fall entsteht der Supergau: der Sohn hasst den Vater. Ist die Vater-Sohn-Beziehung kaputt, so ist ein Neuanfang wesentlich schwieriger, aber nicht unmöglich.


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4. Keine Strafen!

Strafen sind nach wie vor weit verbreitet und werden von Generation zu Generation vom Vater zum Sohn weitergegeben. Doch Strafen sind schädlich für die Vater-Sohn-Beziehung! Dein Sohn lernt dadurch nicht etwa das „richtige“ Verhalten, sondern er kuscht aus Angst vor den negativen Folgen für ihn. Versetze Dich an dieser Stelle in Dich als Kind: Wie hast Du Dich während oder nach einer Bestrafung gefühlt? Oder wie fühlt es sich für Dich an, nachdem Du Deinen Sohn bestraft hast? Möchtest Du darauf Eure Vater Sohn Beziehung aufbauen? Besser sind da unmittelbare Konsequenzen, die direkt das Verhalten deines Sohnes betreffen. Im Positiven und im Negativen. Dein Sohn braucht Grenzen, an denen er sich orientieren kann.

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5. Lass aus Langeweile Kreativität entstehen!

Die meisten Kinder brauchen nicht ständig neue Spielsachen oder ein Animationsprogramm. Lass Deinen Sohn selbst suchen und entscheiden. Erst wenn Dein Sohn lernt Langeweile anzunehmen und sie zu nutzen, kann daraus Kreativität entstehen. Du kannst dabei sein und mitmachen, wenn er Dich dazu einlädt. Mach Dir bitte immer wieder bewusst, was für ein Wunder es eigentlich ist ein Kind zu haben, wie viel Eigenes schon da ist und wie vieles noch in ihm schlummert!

6. Entschuldige Dich!

Wenn Du Dich Deinem Sohn gegenüber mies verhalten hast, etwas falsch gemacht hast oder sonst wie gestresst warst: Nutze die nächste Gelegenheit, um Dich aufrichtig zu entschuldigen! Dein Sohn merkt auf diese Weise, dass er ernst genommen wird und dass auch Du als Erwachsener manchmal gestresst oder wütend oder traurig bist, dass es jedoch völlig okay ist, diese Gefühle zuzulassen und sie zu zeigen. Dein Sohn lernt auf diese Weise, wie er bei sich selbst besser Gefühle wahrnehmen kann, wie ein konstruktiver Umgang mit diesen Emotionen aussehen kann und was es heißt, Verantwortung für sich und seine Handlungen zu übernehmen. Es ist wichtig, dass Männer Gefühle zeigen können, sonst setzen sich die Probleme zwischen Vater und Sohn über weitere Generationen fort.

7. Achte auf Dich und die Stimmungslage!

Jeder der Kinder hat weiß, dass es sehr schwierig sein kann, seinem Kind gegenüber liebevolles Verhalten zu zeigen, wenn man erschöpft, genervt oder am Limit ist. Ruhepausen und ein Ausgleich, beispielsweise in Form von Sport, sind für Dich und Dein gesamtes Umfeld wichtig. Versuche sie einzurichten. Berufliche oder private Belastungen dürfen nicht die wertvolle und knappe Zeit mit Deinem Sohn negativ beeinflussen. Du solltest sie lösen, bevor sie Eure Beziehung beeinträchtigen. Kinder spüren Stimmungen schon sehr früh. Deine negativen Gefühle übertragen sich, so sehr Du Dich auch bemühst sie zu verstecken. Außerdem kann dein Sohn mit deinen Problemen eh nichts anfangen. Sie verunsichern ihn nur, weil er glaubt etwas tun zu müssen aber dazu gar keine Möglichkeit hat.

8. Trage die volle Verantwortung für Eure Vater-Sohn-Beziehung!

Wenn Du bemerkst, dass Ihr eine krankhafte Vater-Sohn-Beziehung habt und dass es immer wieder ähnliche, ungünstige Abläufe gibt, dann übernimm die Verantwortung und überprüfe sorgfältig, ob und was Du verändern kannst, damit es besser wird. DU trägst als Vater die Verantwortung für die Qualität Eurer Beziehung! Wesentliches kannst Du nur verändern, wenn Du anfängst, an Dir selbst zu arbeiten. Das kann auch bedeuten, dass Du Dir/Euch Unterstützung holst, um die Schwierigkeiten anzugehen, damit es Euch zusammen besser geht.

9. Lebe das Vorbild!

Verhalte Dich wie das Vorbild, dass Du selbst gern gehabt hättest oder glücklicherweise sogar hattest! Wachse jeden Tag selbst ein wenig als Vater, wenn Du über dieses Vorbild nachdenkst. Lass Deinen Sohn so oft es geht spüren, wie wichtig er Dir ist! Und sage es ihm.

Manchmal gerät die Vater-Sohn-Beziehung aus unterschiedlichen Gründen in eine Schieflage, mit der sich Vater und Sohn gleichermaßen unwohl fühlen. Dann kann es sehr hilfreich und bereichernd sein, bewusst Zeit miteinander zu verbringen, gemeinsam eine Auszeit vom Alltag zu nehmen und beispielsweise einen gemeinsamen Urlaub zu verbringen, ein starkes Abenteuer zu erleben mit viel Zeit für Gespräche und Nähe. Das kann entweder in einer Gruppe sein oder nur zu zweit, mit professioneller Begleitung.

Linktipp: Vorbilder als Orientierung – Chance oder Gefahr

Und jetzt?

Nur weil Du der Vater bist, hast Du kein Erbrecht auf Respekt, Anerkennung und Liebe. Wie mit allen Menschen darfst Du es Dir erarbeiten und verdienen. Auch eine gute Vater-Sohn-Beziehung ist Arbeit. Mal mehr und mal weniger.

Wenn Du erkennst, dass Du aktiv an der Beziehung zwischen Dir und Deinem Sohn zu arbeiten, hast Du schon einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht?

Welchen der 9 Tipps wirst Du ab morgen in die Tat umsetzen?

anton wieser

Anton Wieser

Ich heiße Anton Wieser und bin in Kitzbühel geboren. Ich bin stolzer Vater von zwei fantastischen Kindern – unserer Tochter Lily und unserem Sohn Max. Zusammen mit meiner wundervollen Frau und den Kids lebe ich im malerischen Kitzbühel in Tirol.

Damit Kinder mit ihren Vätern eine tolle Zeit verbringen können, habe ich manners.com ins Leben gerufen. Eine Eventplattform für Väter und ihre Söhne.


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