Erziehung richtig hinbekommen

Lässt Du Dein Kind fernsehen?

Lässt Du Dein Kind fernsehen?

Oh mein Gott, wirklich?

Dann kennst Du sie bestimmt. Diese entsetzten Über-Eltern mit Ihren piepsigen Stimmen, wie sie Dich aufgeregt belehren wollen:

„Was, Dein Kind darf fernsehen? Aber das macht dick, dumm und gewalttätig! Also bei uns läuft der Fernseher nur wenn die Kinder schlafen und Titel, Thesen, Temperamente kommt.“.

Dazu dieser Blick. Verständnislos, fast schon entsetzt als sähen sie dabei zu wie Du Dein Kind eine steile Klippe herabstößt.

Aber ist Fernsehen wirklich schädlich? Was ist dran an all diesen Vorurteilen? Haben die Über-Eltern vielleicht doch recht?

Darum geht es in diesem Artikel. Ist Fernsehen gut oder schlecht, wie viel ist überhaupt gut und was kann man lassen.

Du lässt Dein Kind fernsehen – musst Du ein schlechtes Gewissen haben?

Wenn Dich heute jemand fragen würde ob Fernsehen für Deine Kinder eher gut oder eher schlecht ist, was würdest Du antworten?


Wie bekomme ich das mit der Erziehung richtig hin?

Lerne wie Du Dir einen Erziehungskompass baust, der Dich sicher durch alle Phasen Deines Vaterlebens manövrierst. 


Eher schlecht, oder?

Genau das hätte ich auch geantwortet. Ohne exakt zu wissen, warum. Wir sind darauf eingeschossen, das Fernsehen mit etwas Schlechtem zu verbinden – wer kann es uns bei dem Programm verübeln. Urteilen wir vorschnell?

Studien zu dem Thema gibt es genügend. Es wurde untersucht, inwieweit der TV-Konsum mit Fettleibigkeit in Verbindung steht. Ob es ein Zusammenhang zwischen Fernsehen und Gewalt gibt und ob es wirklich dumm macht TV zu.

So viel dazu, es gibt keine nachgewiesenen Zusammenhänge, dass der TV Konsum negative Einflüsse auf das Körpergewicht, die Gewalttätigkeit oder die Intelligenz eines Kindes hat.

Linktipp: Bildschirmzeit für Kinder; wie Du sie richtig nutzt [und davon profitierst]

Das ist jetzt aber kein Grund, sofort ins Wohnzimmer zu laufen und den Fernseher einzuschalten. Denn Nachteile hat das Fernsehen sehr wohl.

Wenn Dein Kind vor dem Fernseher sitzt, kann es nicht mit Dir sprechen. Die Eltern-Kind-Kommunikation leidet sehr darunter. Ein US-Experte hat ermittelt, dass pro Stunde TV Konsum die Eltern-Kind-Kommunikation um fast 800 Worte reduziert wird. Das ist gerade im Kleinkindalter eine Menge und nicht gut. Durch die Kommunikation mit Dir und Deiner Frau erweitert Dein Kind sein Vokabular und trainiert seine kognitiven Fähigkeiten, etwa Aufmerksamkeit, Kreativität, Argumentation und Vorstellungskraft.

Gibt es auch positive Einflüsse des Fernsehens auf meine Kinder?

Ich kenne Eltern, die haben keinen Fernseher in der Wohnung. Nicht einen. Und das heute wo doch jeder 4. Haushalt zwei oder sogar mehr TV-Geräte hat.

fernsehstatistik
Quelle: Statista

Verpassen diese Kinder etwas, wenn sie so ganz ohne Fernseher aufwachsen?

Medienvertreter und einige Eltern mit schlechtem Gewissen sind überzeugt, der TV Konsum würde das Vokabular der Kinder ausbauen.

Marie Evans Schmidt von der Harvard Medical School in Boston (USA) sagt, „Fernsehen ist für die geistige Entwicklung von Kindern bis zwei Jahren nicht hilfreich“.

Das also nicht. Dennoch können Deine Kinder beim fern sehen etwas lernen, vorausgesetzt Du bringst es ihnen bei.

Das Stichwort heißt Medienkompetenz.

Kindheit ist heute Medienkindheit. Internet und Fernsehen und all die Endgeräte, die den Zugang zu beiden Medien kinderleicht machen, üben eine unglaubliche Faszination auf Kinder aus. Würdest Du sie lassen, verbrächten sie einen halben Tag und mehr im Internet oder vor dem Fernseher. Und genau das müssen Kinder heute von uns lernen. Was ist die richtige Dosis und wann ist es genug.

Das Medium TV oder Internet darf nicht im Zentrum des Lebens stehen. Es gehört dazu und man verbringt ein wenig Zeit damit, doch es ist ein Zeitvertreib am Rande und nicht ständiger Teil des Lebens.

Ab welchem Alter fernsehen und wie lange?

Doch wie viel ist genug und wie alt sollte Dein Kind sein? Ich habe gerade Frau Evans Schmidt von der Harvard Medical School zitiert. Sie sagt Fernsehen für Kinder unter zwei Jahren sei nicht hilfreich, schädlich aber offensichtlich auch nicht.

In Deutschland gibt es die Empfehlung der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, Kinder erst mit 3 Jahren langsam an das Medium TV heranzuführen.

Eine halbe Stunde am Tag kannst Du Dein Kind demnach ohne Sorge fernsehen lassen. Jedoch zählt auch, ob Du Dein Kind mit dem iPad spielen lässt etc. .

Soweit die Theorie.

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber unsere Kinder haben schon etwas früher begonnen fernzusehen. Meiner kleinen Tochter zum Beispiel konnte ich es die letzten Monate vor ihrem dritten Geburtstag nicht verbieten sich zu Ihrem vierjährigen Bruder zu setzen, während er morgens seine Folge Caillou schaute.

Auch was die Dauer anbelangt, liegen wir etwas über der Empfehlung. Morgens dürfen unsere Kinder Ihr Kinderprogramm vor dem Kindergarten schauen und abends läuft das Abendprogramm rund um den Sandmann. In Summe kommen wir vielleicht auf eine Stunde. Am Wochenende erlauben wir den Kindern auch einen Film zu schauen wie Cars oder Madagaskar. Rechnest Du das zusammen, kommen so eineinhalb oder zwei Stunden zusammen.

Welche Sendungen eignen sich für mein Kind?

Was hatten unsere Eltern früher ein leichtes Leben! Es gab drei Programme. Kinderprogramm lief, wenn überhaupt morgens, gegen Nachmittag und abends zum Sandmann. Alles andere war für uns langweilig und überhaupt kein Diskussionspunkt.

Sonntags hörte mein Fernsehtag auf, wenn die Sendung mit der Maus zu Ende war und ich das Sofa mit meinem Vater tauschte, der dann den Presseclub schaute.

Heute, bei der Angebotsfülle dutzender verschiedener Sender und Kinderprogramme rund um die Uhr haben wir es viel schwieriger. Hast Du noch einen Überblick darüber, welche Sendungen es gibt und ob diese für Dein Kind empfehlenswert sind?

Ich lange schon nicht mehr. Meine Frau und ich kennen alle Sendungen, die unsere Kinder schauen, denn wir haben uns alle selbst angeschaut. Mein Fazit ist, es gibt heute richtig gut gemacht Kindersendungen, die für Kinder interessant sind und bei dem sie sogar etwas lernen können.

Ein Beispiel: die Lieblingssendung meines Sohnes, Feuerwehrmann Sam. Der Feuerwehrmann rettet Menschen aus gefährlichen Situationen, in die sie sich durch Fehlverhalten gebracht haben. Mein Sohn kommt regelmäßig zu mir und erklärt mir, was er nicht tun darf, weil es gefährlich ist, zum Beispiel mit unseren Streichhölzern spielen.

Unsere Lieblingssendungen

Als kleine Orientierung habe ich Dir die Lieblingssendungen unserer Kinder aufgelistet.

  • Die Sendung mit dem Elefanten
  • Kleiner roter Traktor
  • Caillou
  • Wikie
  • Briefe von Felix
  • Sandmännchen
  • Gustavs Welt
  • Bob der Baumeister
  • Benjamin Blümchen
  • Die Biene Maya
  • Chuggington
  • Feuerwehrmann Sam
  • Die Oktonauten
  • Timmy, das Schäfchen

Alle diese Sendungen sind für Kinder von 0 bis 3 aus meiner Sicht geeignet.

Programmberatung durch flimmo.de

Eine weitere gute Orientierung bei der Frage, welche Sendungen für Dein Kind geeignet sind, gibt Dir das Internetportal flimmo.de der Programmberatung für Eltern e. V.. Dort kannst Du nach den Sendungen suchen, Dir anzeigen lassen, wo welche Sendung wann läuft und für welches Alter sie geeignet ist.

Mein Fazit

Fernsehen ist nicht schädlich für Kinder. Es kommt darauf an, dass wir den Kindern den richtigen Umgang mit dem TV und mit Medien allgemein beibringen. Dabei hilft es, den Fernsehkonsum zu begrenzen, also nicht den ganzen Tag die Flimmerkiste eingeschaltet zu haben, ohne jedoch mit der Stoppuhr danebenzusitzen.

Die empfohlenen Zeiten mögen etwas niedriger liegen als das bei den meisten Familien der Realität entspricht, es sind aber relativ gute Richtwerte.

Wie bei allen Erziehungsfragen ist auch die Regelung des Fernsehkonsums eine Frage des gesunden Menschenverstands und Bauchgefühls. Redet Dein Kind nur noch von Fernsehfiguren, ist es ein sicheres Anzeichen dafür, den Fernsehkonsum herunterzufahren.

Fernsehen ist ein tolles Medium, um den Tag abwechslungsreich zu gestalten und kein Parkplatz für Kinder. Wenn Du das beherzigst, brauchst Du Dich um den Fernsehkonsum Deines Kindes nicht zu sorgen.

Wie viel sehen Deine Kinder im Schnitt fern und was läuft bei Euch am meisten?

Und jetzt?

Ich hoffe, der Artikel konnte Dir eine Orientierung geben, wie Du Dich in Punkt Fernsehkonsum in Zukunft verhalten möchtest. Wenn Du mehr solcher Inhalte haben möchtest, die Dir praktische Tipps für Dein Papa Leben geben, dann ist der papa campus vielleicht etwas für Dich. Im papa campus bekommst Du einmal im Monat eine E-Mail mit geballten Tipps und Tricks rund um Themen, die auf Deine Situation als Papa abgestimmt sind. Klicke hier, um Dich kostenfrei beim papa campus anzumelden.


Folgst Du mir schon per eMail?

Wenn Dich Themen rund um das Vaterleben interessieren, dann folge meinem Newsletter.
Ich durchforste für Dich über 100 Websites & Blogs und schicke Dir 1x im Monat eine E-Mail mit den interessantesten Inhalten. Mehr dazu

    3.8 4 Stimmen
    Artikel Bewertung
    Abonnieren
    Benachrichtige mich bei

    Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

    34 Kommentare
    Am meisten bewertet
    Neueste Älteste
    Feedback
    Alle Kommentare
    Gast
    Nina
    5 Jahre zuvor

    Der Artikel ist ja nun schon älter, möchte meine Meinung aber trotzdem auch nochmal darunter schreiben. Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie man das Medium Fersehen so verteufeln kann. Es ist doch sicherlich indiskutabel, dass die Dosis ausschlaggebend ist. Klar, wenn man selbst für sich keinen Fernseher besitzt, dann erübrigt sich die Diskussion. Wir selbst haben kein „normales“ Fernsehprogramm, nur Netflix und Kika Mediathek. Wir suchen also auch konkret aus. Die Dauer der Fersehens hängt von diversen Faktoren ab. Zum Beispiel im Winter, wenn wir alle angekränkelt zu Hause rumhängen, dann ist auch mal mehr drin. Im Sommer sind wir nach dem Kindergarten meist unterwegs oder spielen einfach draußen im Garten, dann vergehen auch mal mehrere Tage ohne Fersehen. Vor dem Kindergarten ist bei uns zum Beispiel tabu, bei uns findet das in der Woche eher mal ne halbe Stunde vor dem Abendessen statt. Aber da findet jeder seinen Weg. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass wenn ich mich 11 Stunden am Tag mit meinem Kind auseinandersetze, dann wird ihm 1 Stunde vor dem Ferseher sicherlich nicht schaden oder das Gefühl geben, dass ich keine Lust hätte, mich mit ihr zu spielen/sprechen etc. Dass natürlich auch das 2. Kind schneller etwas sieht, weil das 1. Kind schon schauen darf, ist glaube ich unvermeidbar. Ich denke, solange Eltern sich aktiv mit den Gedanken über den Medienkonsum ihrer Kinder beschäftigen, finden sie auch die richtige Lösung für ihre eigene Familie…egal wie sie aussieht. Das Problem ist, wenn man sich einfach keine Gedanken macht…

    Gast
    5 Jahre zuvor
    Antworte  Nina

    Absolut Deine Meinung. Es kommt auf die Mischung an. Natürlich gibt es Eltern, die ihre Kinder vor dem TV parken, damit sie ihre Ruhe haben. Das finde ich nicht in Ordnung. Aber wenn die Kids mal Ihre Lieblingssendung schauen, gibt es da nichts gegen zu sagen.

    […] mehr der Fall). Zahlreiche Wissenschaftler haben sich mit der Thematik befasst und auch Blogger wie Andreas Lorenz haben zum Fernsehkonsum geschrieben. Allgemein heißt es da bis 2 Jahren bis zu 15 Minuten, […]

    Gast
    Corina
    6 Jahre zuvor

    Mein Sohn ist etwas über 2 Jahre alt und möche relativ oft Fernsehen. Darf er natürlich nicht so viel wie er gerne würde 😉 er hat auch schon etwas vor 2 angefangen mit kürzeren Sendungen. Mittlerweile muss ich aufpassen, dass es nicht mehr als 15 Minuten werden, wir haben aber auch Ausnahmen, mal mehr, mal weniger. Ansonsten ist es mit Bewegung aktuell sowieso etwas schwer, denn Sohnemann möchte am liebsten die ganze Zeit alleine mit seinen „Männchen“ spielen 🙂 sehr viel Phantasie der Kleine. Er redet übrigens schon 7-8 Wort-Sätze…also sprachlich negative Auswirkungen kann ich bisher nicht feststellen 😉

    Gast
    Florian
    6 Jahre zuvor

    Mein Kind guckt seit es 2,5 ist. Anfangs ca. 15 Minuten, jetzt ein Jahr später bis zu 30 Minuten/Tag. Es gibt aber auch Tage ohne Fernsehen.
    Es wird stets gemeinsam geguckt. Kind ist eher ängstlich und so kann man im Zweifelsfall anhalten und darüber reden.
    Es gibt auch nur Konservenware. Also vorher aufgezeichnete Sendungen bestimmter Reihen (Timmy das Schäfchen, Caillou). Dazu kommt ab und zu mal ’ne DVD mit kurzen Episoden aus der Bücherei.

    Gast
    7 Jahre zuvor

    Hallo Online-Papa,

    vielen Dank für deine Worte. Da ich vor Kurzem mit meinem noch sehr kleinen Kind eine Folge Teletubbies geschaut habe, habe ich mir einige deiner Gedanken auch gemacht. Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich (noch) kein schlechtes Gewissen haben muss. Schließlich sind auch Eltern nur Menschen und nicht perfekt!

    Viele LG aus Essen
    Ruhrmama

    Gast
    7 Jahre zuvor

    Ich sehe es ja ein bisschen anders. Die gelisteten Sendungen sind – soweit ich das sehe – alles regelmäßige Sendungen ohne wirklichen Bildungsfaktor und in der Summe eine ganze Menge – ganz besonders wenn man bedenkt, dass es nur die Lieblingssendungen sind (einige Sandmännchen sind vielleicht ganz nett – aber auch da sind manche Sendungen echt eine Zumutung, was man leider vorher natürlich nicht weiß)
    Und ehrlich gesagt ist der Großteil des Kinderprogrammes einfach mal Schund.
    Und neben den schädlichen Faktoren durch das Medium an sich kommt dadurch einfach noch der Schaden durch das Programm. Ein paar Kritikpunkte habe ich dazu (leider recht umfangreich, da etwas komplizierter) auf meiner Seite zusammengefasst: http://mintiki.de/4-1/de
    Viele Grüße

    MINTiKi

    Gast
    7 Jahre zuvor

    Unsere Tochter wird bald 2 und außer einer Fernsehphase im Frühjahr verzichten wir noch komplett auf den Fernseher. Der Grund damals: unsere Tochter musste inhalieren (häufige Bronchitis) und hat sich mit Händen und Füßen gewehrt, und da musste dann Kika helfen. Fühlte sich aber nicht so gut an.
    Ein Urlaub in der Fränkischen Schweiz ohne Fernsehanschluss hat das ganze dann beendet, seitdem geht das Inhalieren auch ohne Bewegtbild – dafür mit Vorlesen. Wann wir wieder mit dem Fernsehen beginnen würden, ist noch nicht klar. Bei einem Kind hat man da aber sehr wahrscheinlich noch eine Wahl.
    Die Faszination Bildschirm lässt sich aber nicht abstreiten, ich muss heute noch lachen, wenn ich an den begeisterten Blick meiner Tochter denke, die im Dunkeln, im Bett liegend, mit dem Smartphone ihrer Mutter spielt und dabei nur vom Display-Licht beleuchtet wird. 🙂

    Gast
    misspe
    8 Jahre zuvor

    das man immer wieder argumente pro fernseher finden kann, auch wenn studien belegen, dass es schlecht sein „kann“ zu „viel“ fern zu sehen, betrachte ich schon als absurt. so viel einsatz muesstest du wenn es darum geht ob obst schadet, oder draussen zu spielen nicht zeigen, da es definitiv auf der hand laege.
    ich besitze zuhause auch keinen fernseher. habe noch nie einen besessen. ich finde heutzutage genuegt ein laptop mit internet um sich geziehlt medienkonsum auszusetzen.
    als kind durft ich auch nur sesamstrasse und danach noch sandmann schauen, was damals insgesamt nur eine halbe stunde betraf, danach wurde ohne diskussion abgeschaltet.
    bist du schon mal die frage so angegangen, dass dein kind 30 stunden mindestens im monat vor der glotze sitzt und sich berieseln laesst (am wochenende sind es manchmal 2 stunden pro tag? wtf?!?!)

    meiner meinung nach ist fernsehen die bequemste moeglichkeit sein kind zu beschaeftigen, also einfach nur ein vorteil fuer die eltern. klar kann ein kind in einer familie, wo ihm zu wenig aufmerksamkeit entgegen gebracht wird, ihm zu wenig im „echten“ leben vorgelebt wird, zu viel in der stube gehockt wird, von fernsehen und seinen scheinwelten profitieren, aber ich gehe mal stark davon aus, dass du dich und deine familie nicht dazu zaehlst 😉

    mein sohn wird auch irgendwann fernsehen, aber definitiv nicht solange ich es verhindern kann, das heisst ich werde es ihm einfach nie ANBIETEN. ich rechne deshalb erst ab der schulzeit mit dem vermehrten bedurefnis nach der glotze. dann kommt die medienkompetenz mit ins spiel…
    …und nicht schon von 0-3 (wtf…..!)

    dass dein sohn etwas von dem fiktiven feuerwehrmann lernt ist denke ich auch nicht zu hoch zu werten. irgendwann wird er trotzdem kokeln 😉 ernsthaft: ich denke dass es ein schoenerer lerneffekt gewesen waere, haettest du es mit ihm zusammen erkundet… nur zu diesem beispiel.

    ps.: zu dem kommentar von marc shake:
    ich waere froh wenn mein sohn so sensibel wird, dass ihm so etwas wie hanni und nanni zu spannend ist. ist dir schonmal aufgefallen, wie abgestumpft die kinder heutzutage sind? mach mal augen auf. und nicht erst bei indiana jones… ausserdem ist jedes kind anders. sesibilitaet zeugt halt auch von einer bluehenden fantasie, was ja mehr als wuenschenswert ist, finde ich.

    Gast
    Vollzeitvater
    8 Jahre zuvor

    Ich hatte mich vor kurzem in meinem Blog ebenfalls diesem Thema gewidmet, „vollzeitvater.de/medienerziehung-fuer-u3-kinder/“. Die Aussagen der Sozialpädagogen halte ich ebenfalls für nicht realitätsnah, die meisten der Serien oben, habe ich auch schon mit meinem Sohn angesehen.

    Gast
    Thomas
    8 Jahre zuvor

    Ich finde es wichtig, dass man die Kinder nicht alleine vor dem Fernseher parkt. Ansonsten ist es bei uns ähnlich wie ganz oben beschrieben. Manchmal morgens vor dem Kindergarten eine Caillou und abends das Sandmännchen. Kommt dann auf maximal eine Stunde pro Tag, wobei das nicht jeden Tag so ist.

    Fernsehen kann schaden, muss aber nicht 😉

    Gast
    Boas
    8 Jahre zuvor

    Hallo

    Das Problem an der Sache ist eher, dass es Eltern gibt die den Fernseher zum „ruhigstellen“ nutzen.
    Damit das Kind ja nicht fragt ob man mit ihm spielt, nach draussen gehen oder sich irgendwie mit ihm beschäftigen muss.
    Das das falsch ist ist wohl klar. Der Fernseher ist hier nur das einfachste Mittel.

    Wenn man sich mit seinen Kindern beschäftigt, sich für sie interessiert, Zeit mit ihnen verbringt, mit ihnen redet und ihnen zuhört, ist es in meinen Aufgen auch ok wenn sie sich (oder man sich mit ihnen zusammen) mal hier mal da eine Folge anschauen dürfen. Natürlich muss man drauf achten was sie schauen und auch fähig sein Konflikte einzugehen wenn es zu viel wird.

    Je nachdem was man sieht kann das auch das Gesprächsthemen erweitern, interessen wecken und helfen das eigene Kind besser kenne zu lernen. Immerhin sieht man auch Dinge die man in Echt vielleicht nicht sehen würde.

    Unser Junge sieht gern Yakari und ist seitdem sehr interessiert mehr über Tiere zu erfahren, sie nachzuspielen. Ausserdem hat er hier sich das erste mal bewusst mit Themen wie Mut und Tapferkeit auseinander gesetzt und versucht jetzt auch immer wenn er mal Nasentropfen bekommen muss ganz Tapfer zu sein.

    Aus Gesellschaftlicher Sicht ist es aber schwer so etwas zu transportieren. Eigenverantwortung zu übernehmen , auch selbst nachzudenken, sein Kind wirklich zu beobachten ist schwerer als einfach zu sagen „TV aus“ und somit nicht massentauglich.

    Gast
    8 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,

    vielen Dank für die Anregungen. Unsere Kinder sind fast 7, 4 und 8 Monate. Im Groben und Ganzen gehe ich sehr konform mit deinen Schilderungen. Die Vokabel »Bildschirmzeit« fand ich sehr gut, da unsere beiden großen auch ab und an Wii spielen und man das auch neben Fernsehen und Internetkonsum dazurechnen sollte.
    Ich gehe heute Abend zu einem Vortrag zu genau diesem Thema und werde mich dann mit dem Outcome hier nochmal zurückmelden.

    Schöne Grüße,
    Daniel

    Gast
    9 Jahre zuvor

    Ich kenn das „andere“ Extrem von Bekannten. Die haben eine 9-jährige Tochter, die Eltern keinen Fernseher. Jetzt war die Tochter bei einer Freundin und die wollten sich „Hanni und Nanni“ angucken. Ja, diesen komischen schlechten deutschen Internats-Quark. Die Filmvorführung musste abgebrochen werden, weil es dem Kind zu „gruslig“ war.

    WTF? Der Film ist ab 6. Ich bin nur froh, dass die Freundin sich nicht „Monster House“ von uns ausgeliehen hat.

    Bei uns ist das so: Wir haben zwar HD-TV-Kabelmegasuperpremium-Pakete, gucken aber eigentlich nur abends ohne die Kids fernsehen. Wenn die Kinder fernsehen wollen, dann gibt’s ne DVD/BluRay. Und davon haben wir so einige. Über 150 Filme aus dem Hause Disney/Pixar/Dreamworks für Kinder und dann halt noch die üblichen Klassiker von denen die meisten ja ab 12 sind (Jurassic Park, Harry Potter)

    Schlimm ist, wenn man sein eigenes verklärtes Bild eines Filmes hat und den dann mit Junior gucken will, nur um dann festzustellen, dass die DVD „ungeschnitten“ ist, während man selbst als Kind die TV-Version gesehen hat. War schon übel, zu sehen, wie brutal Indiana Jones tatsächlich ist. War das erste mal, dass ich nen Film zwischendruch ausgemacht habe 😉

    Gast
    Chris(luxuskruemel.de)
    9 Jahre zuvor

    Als generell würde ich das Fernsehen auch nicht verteufeln, doch muss man je nach Altersgruppe der Kinder schon gewaltig aufpassen was da gerade über den Schirm flimmert. Zuviel Fernsehen macht unkreativ und was noch viel viel schlimmer ist, die meisten Kinder zu ADHS Monstern, mal überspitzt ausgedrückt.
    Im Ernst, es kommt auf das richtige Maß und die richtigen Sendung im Bezug auf die jeweilige Altersgruppe an und dann kann eigentlich nicht viel schief gehen.
    Meine fünfjährige zum Beispiel darf am Tag(Abends) 20 Minuten Fernseh schauen, allerdings machen wir das dann zusammen falls fragen zur Sendung aufschlagen. Diese 20 Minuten langen ihr vollkommen bislang, es ist ihr sogar manchmal zu lange, je nachdem wie anstregend der Tag war.
    Ein „gesundes“ Maß müssen Eltern für ihre Kinder schon selbst finden, doch wenn die Eltern selbst kein Maß haben wie sollen sie es dann ihren Kindern gescheit beibringen.

    Gast
    PAPAEGO
    9 Jahre zuvor

    Nun, es gibt schon recht zahlreiche Studien, die die Schädlichkeit des Fernsehkonsums belegen. Man muss sie halt nur auch lesen…
    Grundsätzlich stellt sich aber doch die Frage, warum fernsehen überhaupt sein muss. Das Leben ohne Fernseher ist doch eigentlich recht spannend, unterhaltsam und bildend.
    Naja, nun gehöre ich zu diesen „Übereltern“, die keinen Fernseher im Haushalt haben. Nicht wegen des Kindes, sondern weil einfach nur Schwachsinn läuft – für die Kinder genauso wie für die Erwachsenen. Allerdings rede ich da anderen Eltern nicht wirklich rein, das muss schon jeder mit sich allein ausmachen. Ob es hilft, sich bei diesen Überlegungen selber zu belügen, sei dahin gestellt. Anderen Eltern den Fernsehkonsum für ihre Kinder als unbedenklich zu verkaufen ist allerdings doch eher fragwürdig.

    Gast
    PapaOnline
    9 Jahre zuvor
    Antworte  PAPAEGO

    Sorry, ich hoffe Du hast Dich mit der kleinen Übertreibung und der Spitze auf die „Übereltern“ nicht zu sehr angesprochen und auf den Schlips getreten gefühlt.

    Natürlich muss jeder selbst entscheiden wie er sein Kind erzieht. Was ich schreibe sind ausdrücklich meine Meinungen und Ansichten und ich versuche hier niemandem etwas zu „verkaufen“ oder etwas schön zu reden oder zu „belügen“.

    Was die Studien anbelangt habe ich natürlich einige gelesen. Mein Fazit ist, es gibt Studien die belegen das TV Konsum schlecht sein kann, doch alle konzentrieren sich immer auf „übermäßigen“ TV Konsum. Das betrifft in der Regel Haushalte, bei denen der Fernseher den ganzen Tag über läuft und bei dem Kinder nichts anderes tun außer fern zu sehen, im Internet daddeln oder Videospiele zocken. Andere Studien sagen, dass ein negativer Einfluss nicht zu belegen ist…

    Für mich gehört es dazu meinen Kindern den Umgang mit den heutigen Medien beizubringen. Ihnen zu zeigen wie sie sie sinnvoll nutzen können und gleichzeitig dabei die Ausgewogenheit mit anderen Aktivitäten zu unterstreichen.

    Das ist auch der Punkt den ich mit diesem Artikel gemacht habe.

    Gast
    Corina
    6 Jahre zuvor
    Antworte  PapaOnline

    Ich würde hier gerne hinzufügen, dass es kaum wissenschaftliche Studien geben kann die nachweislich einen Kausalzusammenhang zwischen Fernsehkonsum und möglichen LangzeitFolgen herstellen können. Diese Studien sind alles Korrelationsstudien, die Zusammenhänge darstellen. Also zum Beispiel hat man die Aussage, dass Kinder die viel ferngesehen haben sich später schlechter konzentrieren können. Hieraus DARF man jedoch nicht automatisch schließen, dass hier der Fernsehkonsum ursächlich ist. Da könnten viele andere Faktoren die nur mit der angegebenen Fernsehzeit gemeinsam auftreten die spätere Konsequenz bedingen. Oder Eltern geben den Medienkonsum nicht zufällig an oder aber Kinder die bereits früh Aufmerksamkeitsprobleme haben werden öfter vorm Fernseher „geparkt“. Von einer direkt beobachtbare Folge auf das Fernsehen direkt hab ich noch nicht gelesen…
    Ich finde den Artikel weder „verteufelnd“ noch verharmlost er irgendwas. Top! 🙂 liest man selten sowas

    Gast
    petibå
    9 Jahre zuvor

    noch ein Nachtrag….eine Langzeitstudie zeigt: Fernsehen wirkt sich nachteilig für Kinder aus. http://archpedi.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=383160

    Gast
    PapaOnline
    9 Jahre zuvor
    Antworte  petibå

    Danke für die Erwähnung der Studie.
    Ich will hier nicht als der TV-Verteidiger rüberkommen aber:

    Diese Studie sagt,
    – das in Amerika der Fernseher zum Dauerbedudler geworden ist und die meisten Eltern die Empfehlung von weniger als 2 Stunden TV-Konsum bei unter 2-jährigen gar nicht kennen und deutlich überschreiten
    – das sich „hoher“ TV Konsum negativ auf die kindliche Entwicklung auswirken „kann“
    – das es für die kindliche Entwicklung der kognitiven Fähigkeiten und des Bewegungsapparates nicht gut ist ein Kind vor dem Fernseher zu „parken“
    – das TV sogar gut sein kann für Vorschulkinder wenn nicht zu lange und das Richtige geschaut wird

    Das nur der Vollständigkeit halber.

    Gast
    petibå
    9 Jahre zuvor
    Antworte  PapaOnline

    aufgrund der hohen Anzahl von pädagogischen Programmen sind die Amerikaner bekannt für ihren hohen BIldungsgrad:-) es ist ja gerade erwiesen, dass die Kinder aus den Familien, die akademische Prägungen haben und sich somit viel unterhalten etc und bei denen der TV Konsum massiv eingeschränkt ist, die Kinder sind die dort dann die höheren Bildungsabschlüsse machen… Gerade in den USA ist der Bildungsgrad extrem gekoppelt an den TV Konsum. Zucker „kann“ zu Diabetes führen…. Ab WANN genau der schädliche Grad erreicht ist, ist sehr individuell. Aus diesem Grund versucht man ja als Eltern den Zuckerkonsum extrem einzuschränken. Parken heißt es bereits nach 30 min TV, wenn den ganzen Tag in der Wohnung oder im Minigarten herumgehoppelt wurde (etwas überspitzt 🙂 Während es sicherlich noch nicht „parken“ bedeutet, wenn ein Kind 3 Stunden im Wald herum gerannt ist und etliche Kilometer abgelaufen. Die schlechten kognitiven Fähigkeiten der Kinder heute, sind ja keine Einbildung. Das ist ganz ganz sicher dem TV Konsum geschuldet.

    Gast
    petibå
    9 Jahre zuvor

    Die Frage ist doch eher: auf welche Zeiten kommt ihr pro Tag wenn ihr zusammen rechnet:

    – Draußen sein

    – Geschichten hören (Vorlesen)

    – Bewegung generell

    – Spielzeit mit anderen Kindern

    – Spielzeit alleine

    Wenn man also rechnet:

    mindestens 2 Std draußen sein

    1 Std Vorlesen oder Erzählen

    5 Stunden Bewegung

    2 Std Spielzeit mit anderen Kindern

    2 Std Spielzeit alleine

    Dann kommt man bereits auf 10-12 Std….. Dann kommt noch Essen etc hinzu…. Wo nehmt ihr dann noch 2 Std Fernsehzeit her? Bei 10 Std ist die Draußenzeit schon mit eingerechnet. dh nur 5 Stunden wirkliche Bewegung. Das ist nicht sehr viel für ein vier Jahre altes Kind. Nimmt man einfach diese Zeiten als Maßstab dann kann man sich das Fernsehen sparen.

    Noch ein kleiner Nachtrag zur Medienkompetenz: was heißt das für dich genau? Irgendwie störe ich mich am Begriff Kompetenz in Bezug auf TV. Welche Kompetenz ist das? Und wie hilft sie einem im Leben weiter? Oder habe ich einfach etwas missverstanden?

    Gast
    PapaOnline
    9 Jahre zuvor
    Antworte  petibå

    Wir hatten ja gestern schon eine sehr angeregte Diskussion auf Twitter darüber. Aber hier noch einmal etwas ausführlicher.

    Ich stimme Dir völlig zu und ich denke das wird in dem Beitrag auch deutlich, dass es darauf ankommt was man den ganze Tag über so treibt. Das schließt für mich fernsehen nicht aus.

    Was die Summe Deiner Zeitrechnung anbelangt passt das nicht ganz. Während die Kinder 2 Stunden draußen sind und auch während sie spielen bewegen sie sich. Diese Positionen alle einzeln aufzusummieren kommt, aus meiner Sicht nicht hin.

    Zum Thema Medienkompetenz. Kinder müssen lernen mit den verschiedenen Medien klar zu kommen um nicht später einer Sucht zu erliegen (es gibt Fernsehsucht genau wie es Online-Sucht gibt). Medienkompetenz heißt für mich, zu verstehen das es das Fernsehen und auch das Internet als Angebot gibt. Sie sollen erleben was es dort gibt aber auch das es begrenzt zu nutzen ist.

    Wir machen das, in dem wir den TV nur zu bestimmten Zeiten und Sendungen einschalten und danach wieder ausmachen. Wir Erwachsene machen das so und den Kindern haben wir es auch so beigebracht. Mein Sohn macht z. B. nach seiner Folge Feuerwehrmann Sam am Samstag den TV ohne Aufforderung aus.

    Aus meiner Sicht ist es wichtig dies den Kindern zu vermitteln. Ihnen den Zugang zu ermöglichen – denn es ist nicht alles schlecht – während man ihnen beibringt sich selbst auf das zu begrenzen was man wirklich möchte. So haben sie keinen „Heißhunger“ darauf und können dosiert damit umgehen.

    Ist wie Schokolade, wenn Kinder nie welche bekommen, futtern sie so viel es geht wenn sie mal Zugang dazu haben. Bekommen sie aber regelmäßig ein Stückchen, lernen sie das sie dazu gehört und können sie dosiert konsumieren.

    Gast
    petibå
    9 Jahre zuvor
    Antworte  PapaOnline

    Hmmm das Beispiel hinkt sehr 🙂 es ist ja deutlich erwiesen, dass die Wirkung von Zucker und Gewöhnung an Zucker genau andersherum verläuft. Und mal im Ernst: Zucker gewohnte Kinder lassen Sie mit einer Dose Süssigkeiten alleine und glauben im Ernst sie würden nicht alles aufessen? Das wäre sehr sehr ungewöhnlich und medizinisch kaum erklärbar. Auch wenn die Eltern noch so sehr dosieren. Aber ich habe natürlich Ihren Punkt verstanden. Jedoch ist es beim TV auch nicht gesagt, dass entwöhnte Kinder wenn sie einmal schauen plötzlich eine Such entwickeln. Sucht bekämpft man nun erwiesenermaßen nicht mit dem süchtigmachenden Agens, auch nicht in dosierter Form.

    Bezüglich der Zeiten, natürlich sollen Kinder fast konstant den ganzen Tag in Bewegung sein.. ein vierjähriges Kind kann durchaus 10 km pro Tag laufen. Heute tut das so gut wie kein Kind mehr. Kommt dann noch die Fernsehzeit dazu, dann wird wertvolle Bewegungszeit verloren. Oder eben Geschichtelesezeit oder oder… das war es ja auch, was die TV Studien feststellen. Die Kinder bewegen sich generell viel zu wenig und zu wenig draußen und dann sitzen sie zusätzlich noch vor dem TV.Und natürlich ist der Einfluss geringer, wenn die Kinder in einem durch und durch gesunden Haushalt aufwachsen. Wenn die Kinder sowieso schon kritische Bewegungswerte haben, ist auch eine halbe Stunde TV die on top kommt schädlich. Meine Frage ist immer: wenn die Studien eher einen schädigenden Einfluss feststellen (und wann genau ein schädigender Einfluss eintritt bei meinem Kind ist ja sehr individuell und wie genau feststellbar?) oder maximal neutral, dann lässt man es doch lieber. Ich verstehe es auch, wenn Eltern sagen: heute muss ich die Kinder vor den Fernseher setzen, weil ich einfach kaputt bin und meine Ruhe benötige oder krank bin oder oder… Genau wissend, dass es nicht die beste Lösung ist. Jedoch es als „lehrreich“ oder sinnvoll zu betrachten, das besagt nun wirklich überhaupt keine Studie und man belügt sich ziemlich selber. Ansonsten ist es natürlich jedem selber überlassen und ich würde niemanden verurteilen. http://kindgerechtblog.wordpress.com/2012/10/28/medien-ein-sprachtrainer/

    Gast
    9 Jahre zuvor

    So ganz modern rechnet man ja in Bildschirmzeit – quasi die Summe aus dem ganzen Medienzeug, das auf das Kind so einregnet. Wir beschränken die Bildschirmzeit sehr stark, und reißen uns da auch am Riemen. Immerhin sind wir ja Vorbilder 🙂

    Gast
    PapaOnline
    9 Jahre zuvor
    Antworte  Marc

    Das mit der Bildschirmzeit kannte ich noch nicht – macht aber Sinn.

    Wenn Du sagst, Ihr beschränkt die Bildschirmzeit „sehr stark“, was bedeutet das konkret?

    Gast
    9 Jahre zuvor
    Antworte  PapaOnline

    Unsere Kleine ist viereinhalb, und sie sieht an den meisten Tagen überhaupt nicht fern. Im Wochendurchschnitt (irgendwelche Disney-DVDs eingerechnet) kommen wahrscheinlich etwa 20-30 Minuten am Tag zusammen. Mehr wird’s schon auch mal – z.B. wenn wir uns ausgiebig Familienfotos ansehen oder so.

    Gast
    8 Jahre zuvor
    Antworte  Marc

    Hi Marc,
    Ich finde, die Zeit um Familienfotos anzuschauen darfst du dann nicht mehr zu der Bildschirmzeit rechnen, denn dann ist das Tablet ja nur das Medium (wie früher das Fotoalbum) und es gibt angeregte Diskussionen und Erklärungen. Die Eltern-Kind-Kommunikation, die oben genannt ist, leidet dort ja nicht, sondern wird sehr angeregt.
    Gruß,
    Daniel

    Gast
    Peter
    9 Jahre zuvor

    Also wir kommen auf einen Schnitt von ca 1,5 Stunden pro Tag. Am Wochenende etwas mehr als unter der Woche.
    Am beliebtesten sind die Sendungen ‚Feuerwehrman Sam‘, ‚Bob der Baumeister‘, ‚Caillou‘ und vor allem ‚Jonalu‘. Praktischerweise habe ich diese Serien auf meinem NAS gespeichert, damit man nicht vom TV-Programm abhängig ist 😉

    Gast
    PapaOnline
    9 Jahre zuvor
    Antworte  Peter

    Danke für Dein Feedback Peter.
    Wie alt sind denn Deine Kinder?

    Gast
    Peter
    9 Jahre zuvor
    Antworte  PapaOnline

    Mein Sohn ist vor kurzem drei Jahre alt geworden.
    Aber er guckt schon länger regelmäßig fern. Mindestens seit dem er 2,5 war.
    Und das nächste Kind ist noch unterwegs 😉

    Gast
    Peter
    8 Jahre zuvor
    Antworte  PapaOnline

    So, nun ist mein Sohn fast 4 1/2 Jahre alt.
    Ab und zu kommt er noch auf den Schnitt von 1,5 Stunden – je nachdem, wann er morgens aufwacht und noch das Frühprogramm mitnehmen kann 😉

    Was mir aber aufgefallen ist, dass Fernsehen an sich zunehmend unwichtiger geworden ist.
    Er guckt zwar noch sehr gerne, aber er fordert es nicht mehr so stark.
    Und wenn der Fernseher läuft, kommt es häufig vor, dass er sich dann doch auf einmal mit anderen Sachen beschäftigt.

    Eine Empfehlung habe ich noch für euch:
    „Tiger Daniel“
    Ist noch relativ neu, aber sehr schön gemacht.

    34
    0
    Meinungen? Feedback? Schreib einen Kommentarx