Die Vater Definition – was für ein Vater möchtest Du sein?

Für die Vater Definition antwortet Dir das Internet mit „männliches Elternteil“. Wenn etwas mehr suchst, dann ist dieser Artikel für Dich. Es geht darum, wie Du für Dich herausfindest was für eine Art von Vater Du sein möchtest.

Wenn Du eine Sache in Deinem Leben besonders gut machen möchtest, dann ist es das Vatersein – oder?

Doch wie machst Du es „richtig“? Wer definiert was richtig, was falsch ist. Wo fängt gut an und wie viel ist gut genug?

Es gibt einen Trick, wie Du das „richtig“ für Dich, ganz schnell herausfinden kannst.

Wie? 

Denke daran, wie das Ergebnis sein soll.

Wenn Du etwas bauen möchtest, fängst Du dann einfach an Holz zu zuschneiden, Latten zusammen zu schrauben und diese mit Farbe anzumalen?

Oder machst Du Dir erst ein Bild davon wie das, was Du bauen möchtest, einmal aussehen soll?

Wahrscheinlich eher letzteres und das ziemlich genau. Mit Zeichnung, exaktem Maßstab und vielleicht sogar mit einem Computer Modell.

Jeder, der etwas erfolgreich schaffen möchte, hat eine Vorstellung davon, wie das Ergebnis aussehen wird. Der bekannte Autor Steven Covey bezeichnet das „Ende im Kopf haben“ als einen der 7 Wege zur Effektivität. Sein Buch ist übrigens (völlig zu Recht, wie ich finde) eines der meistgelesenen Bücher über Produktivität.

Finde Deine Vater Definition mit „Reverse Engineering“

Die Methode, die dahinter steckt schimpft sich zu neudeutsch Reverse Engineering. Also etwas rückwärts aufbauen. Das ist ziemlich blöd übersetzt, ich habe aber keine bessere Übersetzung gefunden (sollte Dir was einfallen, poste es bitte als Kommentar).

Was super technisch klingt, ist ganz simpel und lässt sich super dafür verwenden Deine Vater Definition zu erstellen. Wenn Du weißt, wie das Ergebnis aussehen soll, kannst Du den Weg vom Ziel bis zum Startpunkt rekonstruieren. Was sind die verschiedenen Meilensteine? Was muss passieren?

vatersein Reverse engineering

Die eine Frage über das Vatersein, die Du Dir stellen musst

Klingt bis hierhin alles ganz logisch, oder?

Wie Du dieses Reverse Engineering auf Deine Vater Definition anwendest, verrate ich Dir jetzt – und es ist gar nicht so kompliziert, wie es sich vielleicht anhört. Im Grunde genommen, musst Du Dir nur eine einzige Frage stellen:

Wie soll mich mein Kind als Vater in Erinnerung behalten? 

Keine Angst, es ist keine dieser Übungen, wo Du Dir Deine eigene Beerdigung vorstellen und überlegen sollst, was die Leute an Deinem Grab über Dich sagen oder denken.

Stell Dir viel lieber vor, dass Du mit Deinem Kind oder Deinen Kindern in 20-30 Jahren gemütlich bei einem Abendessen in kleiner, familiärer Runde sitzt. Es gibt Steak ein schönes Glas Rotwein und Ihr plaudert angeregt. Dabei kommt das Gespräch auf Erziehung und Du holst Dir bei diesem Gespräch Feedback, wie Deine Kinder Dich als Vater fanden und was ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist.

vatersein Erinnerungen

10 Dinge, an die sich meine Kinder über mich als Vater erinnern sollen

Ich mache gerne den Anfang und verrate Dir was ich mir wünsche, an das sich meine Kinder erinnern:

  1. Er ist immer für uns da. Ich arbeite viel und bin längst nicht so viel zu Hause, wie ich gerne sein würde. Dennoch möchte ich immer für meine Kinder da sein, wenn sie mich brauchen. Ich glaube nicht, dass ich dafür immer persönlich vor Ort sein muss. Ich möchte meinen Kindern immer die Gewissheit vermitteln, dass sie mit allem zu mir kommen können. Immer und jederzeit.
  2. Er ist ein gefühlvoller, liebender Vater. In unserer Familie darf jeder seine Gefühle zeigen. Wir legen sehr viel wert darauf, dass wir uns gegenseitig unsere Liebe zeigen. Nicht nur, wenn das Licht aus ist. Wir sagen uns regelmäßig, dass wir uns lieben. Das machen meine Frau und ich vor den Kindern. Wir sagen unseren Kindern aber auch immer, wie sehr wir sie lieben. Ich finde manchmal schockierend, wie selten das gemacht wird. Machst Du das regelmäßig?
  3. Er ist ein Vater, mit dem wir sehr viel Spaß haben. Ich kenne Männer, die gehen zum Lachen in den Keller. Ich möchte nicht die autoritäre Respektsperson sein. Ich habe sehr gerne viel Spaß mit den Kindern. Wir lachen und machen Quatsch zusammen aber ohne den Respekt zu verlieren. Ich möchte auf der anderen Seite dabei nicht der beste Freund meiner Kinder sein. Im Moment schaffe ich es ganz gut die Linie zu ziehen. Sie wissen was Spaß ist und wann ich dann auch mal wieder ernsthaft bin.
  4. Er hat mir gute Werte vermittelt. Ich empfinde das Vatersein als einzigartige Chance die Welt zu verändern. Was sich jetzt unglaublich geschwollen und pathetisch anhört, meine ich ganz ernst. Wir erziehen die nächste Generation von Menschen, die unseren Planeten bevölkert. Du und ich können unseren Kindern Werte vermitteln, die wir in dieser Welt heute vermissen oder die zu kurz kommen. Damit haben wir die Chance etwas zu verändern.
  5. Er ist mein Vorbild. Das ist wahrscheinlich eines der schwierigsten Vorhaben. In den kommenden Jahren – gerade ab der Pubertät – wollen Kinder alles sein aber nicht wie ihre Eltern. Dabei möchte ich nicht, dass sie mich kopieren oder in meine Fußstapfen treten. Mir würde es reichen, wenn sie meine Lebenseinstellung und Weltansicht als Richtungsweiser für ihren eigenen Standard sehen. Oder sich zumindest davon inspiriert fühlen.
  6. Er ist ein toller Ehemann für meine Mutter. Das wichtigste, dass ein Vater tun kann ist, die Mutter seiner Kinder zu lieben“. Dieses Sprichwort hat irgendetwas mit mir gemacht, denn es hat sich zu einer Art Leitspruch für mich entwickelt. Wenn mir das weiterhin gelingt und ich damit die Einstellung meiner Kinder zu Beziehungen prägen kann, bin ich sehr stolz.
  7. Er hat sich Zeit für uns genommen. Auch wenn ich nicht so viel zu Hause bin, wie ich es vielleicht sein möchte, nehme ich mir möglichst viel Zeit für die Kinder. Besonders am Wochenende oder auch abends gehört meine Zeit nur den Kindern. Das sind ganz bewusste Phasen, in denen ich nichts anderes mache. Ich hoffe, dass ich das richtig mache. Dass sie später nicht das Gefühl haben werden, dass ich nicht genug Zeit mit ihnen verbracht habe.
  8. Er hat uns ein gutes Leben ermöglicht. Geld ist sicher nicht alles. Wir schwelgen nicht im Reichtum aber wir können uns einiges leisten und darauf bin ich stolz. Ich freue mich mit ihnen tolle Urlaube zu verbringen, schöne Dinge zu erleben und auch schöne Dinge zu haben. Natürlich kann ich nicht sicher sein, dass das immer so weitergeht. Ich kann aber mein bestes dafür geben und das tue ich – jeden Tag.
  9. Er hat mich auf den richtigen Weg gebracht. Das Elternhaus ist die Startrampe fürs Leben und ich möchte eine möglichst lange, steile Startrampe sein, von der sie mit viel Schwung in ihr eigenes Leben starten können. Dazu gehört nicht in erster Linie darauf zu achten, dass sie besonders gute Noten haben. Vielmehr gilt es sie da zu unterstützen wo ihre Stärken liegen. Ihnen zu helfen das zu finden, was ihnen Spaß macht.
  10. Er hat mich meine Fehler machen lassen. Kein Vater, auch nicht, sieht gerne dabei zu, wie ein Kind fällt oder einen Fehler macht. Doch ich habe Fehler gemacht und daraus gelernt. Auch wenn Fehler in dem Moment nie toll sind, ich bereue keinen einzigen. Ohne all diese Fehler, wäre ich heute nicht der, wer ich bin. Ausserdem sorgen Fehler für die besseren Geschichten.

Deine eigene Vater Definition

Dein Leben als Vater ist, wie so vieles, viel leichter wenn Du weißt wo Du hin willst.

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Ich hoffe, ich konnte Dir mit der Frage, die Du Dir selber stellen darfst, einen kleinen Wegweiser aufstellen. Dass Dir dieser Artikel hilft, für Dich herausfinden kannst, was Deine Vater Definition ist. Mir gefällt die Idee, irgendwann meinen Kindern diesen Blogartikel zeigen zu können. Mit Ihnen darüber zu diskutieren, welche dieser 10 Dinge eingetroffen sind und welche vielleicht nicht ganz.

vatersein weg

Und jetzt?

Wie sieht Deine Vater Definition aus? Wie möchtest Du, dass Dich Dein Kind in Erinnerung behält? Beteilige Dich an der Diskussion und helfe anderen Vätern dabei Ihre Ziele zu definieren. Ich würde mich sehr freuen, wenn Du ein oder zwei Deiner Ziele in den Kommentaren hier im Blog oder gerne auch in unserer privaten Facebook Community posten würdest.

Setz Dich aber auf jeden Fall an diesem Wochenende hin und überlege Dir für Dich, was es ist. Schreibe es Dir auf und wer weiß, vielleicht holst Du diesen Zettel ja irgendwann in 30 Jahren beim Abendessen raus und gehst ihn mit Deinen Kindern durch.

Letzte Aktualisierung am 22.06.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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