Angst vor Klassenarbeiten: 12 Tipps gegen Prüfungsangst bei Kindern

Fast-Pubertäts-Phase Erziehung richtig hinbekommen
von Andreas

Obwohl es normal ist, dass Kinder vor Prüfungen nervös sind, kann Prüfungsangst bei Kindern zu schwerwiegenden emotionalen und körperlichen Problemen führen. In diesem Artikel erfährst Du, was Prüfungsangst ist, was sie bewirken kann und wie Du sie gemeinsam mit Deinem Kind erfolgreich bekämpfst. Du erhältst 12 Tipps, die Du anwenden kannst, um Deinem Kind zu helfen, die Angst vor Klassenarbeiten zu überwinden.

Was ist Prüfungsangst?

Prüfungsangst ist ein emotionales Problem, das viele Kinder haben.

Es kann dazu führen, dass sie sich unter Druck gesetzt fühlen, wenn sie an Prüfungen teilnehmen. Dieser Druck kann sich in verschiedenen Formen zeigen, wie Nervosität, Zittern, Ängste, Vermeidungsverhalten und sogar Panikattacken.

Die Symptome sind von Kind zu Kind unterschiedlich. Sie haben in den allermeisten Fällen, einen negativen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit.

Prüfungsangst: Wie und warum entsteht sie?

Es ist wichtig zu verstehen, wie und warum Prüfungsangst entsteht, um sie besser bekämpfen zu können.

Prüfungsangst kann auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein, darunter äußere Faktoren wie Prüfungsbedingungen, Zeitdruck und schlechte Leistungsvergleiche sowie innere Faktoren wie mangelndes Selbstvertrauen oder mangelndes Wissen.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass Prüfungsangst in manchen Fällen auf andere psychische Probleme zurückzuführen sein kann, wie Depressionen oder Angststörungen.

Daher ist es wichtig, dass Eltern und Lehrer die Symptome beobachten, um Prüfungsangst von Muffensausen unterscheiden zu können.

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Wie bekomme ich das mit der Erziehung richtig hin?

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Symptome: Wie zeigt sich Prüfungsangst?

Prüfungsangst äußert sich ganz unterschiedlich.

Übliche Zeichen sind Nervosität, Zittern, Unruhe, Angstzustände, Konzentrationsschwäche, Vermeidungsverhalten hin zu richtigen Panikattacken.

Einige Kinder können sogar in einen Zustand des „Blackout“ geraten, in dem sie sich nicht mehr an das erinnern können, was sie gelernt haben.

Prüfungsangst Test: Leiden Sie darunter?

Um herauszufinden, ob Dein Kind an Prüfungsangst leidet, gibt es im Internet verschiedenen Tests.

Diese Tests fragen die üblichen Symptome ab. Ein solcher Test kann Dir helfen, die Symptome Deines Kindes zu identifizieren und zu verstehen, wie schwerwiegend die Angst ist.

Linktipp: Prüfungsangst-Test: Wie viel Angst hat Dein Kind?

Extreme Prüfungsangst: Nichts geht mehr!

In schweren Fällen von Prüfungsangst kann es zu einem sogenannten „Blackout“ kommen.

Dein Kind hat plötzlich das Gefühl, dass es die Antworten auf Fragen, die es normalerweise weit, nicht mehr weiß. Stress kommt auf und der Druck wächst und wächst. Teilweise führt ein Blackout sogar zu Nervenzusammenbrüchen bei Klausuren und Prüfungen.

Ein Blackout bei einer Klassenarbeit oder Prüfung kann eine sehr belastende und beängstigende Erfahrung für Dein Kind sein. Als Vater kannst, Du Dein Kind unterstützen, in dem Du es auffängst.

Es ist wichtig, dass Dein Kind weiß, dass ein Blackout kein Indikator für seine Intelligenz oder Fähigkeiten ist und dass es nicht seine Schuld ist.

Auswirken von Prüfungsangst auf das Verhalten Deines Kindes

Prüfungsangst kann sich auf das Verhalten Deines Kindes auswirken.

Wenn Dein Kind an Prüfungsangst leidet, kann es dazu führen, dass es sich zurückzieht und nicht mehr an schulischen Aktivitäten teilnimmt. Es kann auch dazu führen, dass das Kind versucht, Prüfungen zu vermeiden oder schlechte Leistungen erbringt.

Oft führt dies in einen regelrechten Teufelskreis. Durch die schlechten Noten sinkt das Selbstvertrauen und führt zu noch mehr Ängsten vor den nächsten Arbeiten.

Panische Prüfungsangst? Ein bisschen Stress ist gut.

Stress vor Prüfungen und Arbeiten gehört dazu.

Ein gesundes Maß an Stress kann bei Prüfungen hilfreich sein. Wenn es jedoch zu viel Stress gibt, kann es zu einer Prüfungsangst kommen, die schwerwiegende Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit hat.

Hier ist Fingerspitzengefühl von Euch als Eltern gefragt, aber auch der Dialog mit den Lehrern hilft. Wenn Du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt, nutze die Möglichkeit, Dich mit den Lehrern Deines Kindes abzustimmen, um einzuschreiten und den Teufelskreis schon früh zu durchbrechen.

Tipps, wie Du Dein Kind bei Prüfungsangst unterstützen kannst

Als Vater möchtest Du, dass Dein Kind stark und zuversichtlich in die nächste Klassenarbeit starten kann, ohne von Prüfungsangst geplagt zu werden.

Daher habe ich hier 12 Tipps gesammelt, wie Eltern ihren Kindern helfen können, die Angst vor Klassenarbeiten zu überwinden. Diese Tipps sollen Dir helfen, die Prüfungsangst Deines Kindes zu erkennen und zu behandeln, damit es gestärkt in die nächste Klassenarbeit starten können.

Realistisch bleiben: Überfordere Dich nicht

Als erster Tipp möchte ich Eltern raten, realistisch zu bleiben und ihren Kindern nicht zu viel zuzumuten.

Kinder müssen nicht perfekt sein, und es ist wichtig, ihnen zu vermitteln, dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Wenn Kinder sich unter Druck gesetzt fühlen, kann dies zur Prüfungsangst führen.

Daher ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben und Kinder nicht zu überfordern.

Auf die Prüfung vorbereiten

Ein weiterer Tipp ist, dass Du Deinem Kind hilfst, sich auf die Prüfung vorzubereiten.

Die Noten Deines Kindes sind dabei nicht der Maßstab nehmen. Hilf Deinem Kind seine Fähigkeiten zu entwickeln, indem Du es ermutigen, zu lernen und zu üben. Wenn der Einsatz stimmt, aber das Ergebnis noch nicht, bestätige Dein Kind, darin, dass es auf dem richtigen Weg ist.

Du kannst Dir Zeit nehmen, um mit Deinem Kind zu sprechen und ihm Tipps geben, wie es sich auf die Prüfung vorbereiten kann.

Wie gehen Mama und Papa mit Ängsten um?

Deine Vorbildrolle ist auch beim Thema Angst gefragt.

Wie gehst Du mit Deinen Ängsten um? Eltern können ihren Kindern beibringen, wie sie sich auf Prüfungen vorbereiten, wie sie Stress und Angst reduziert und wie sie sich selbst motivieren.

Du kannst gemeinsam mit Deinem Kind Atemübungen machen, um die Angst vor Prüfungen zu reduzieren.

Gib Deinem Kind ein positives Beispiel und unterstütze Dein Kind, wenn es Ängste hat.

Während der Prüfungsvorbereitung

Eltern können ihren Kindern auch bei der Prüfungsvorbereitung helfen.

Du kannst Deinem Kind beibringen, wie es effektiv lernt und sich auf Prüfungen vorbereitet. Die Vorbereitung muss weniger aufwendig ausfallen, wenn Dein Kind aktiv im Unterricht mitmacht. Daher solltest Du Deinem Kind diese Verbindung klarmachen und es ermutigen, in der Schule aktiv zu sein.

Nicht nach Fehlern suchen, sondern nach Lösungen

Wenn etwas mal nicht klappt, ist es wichtig nach Lösungen zu suchen, anstatt nach Fehlern.

Statt ihre Kinder zu kritisieren oder zu verurteilen, sollten Eltern ihnen helfen, Lösungen zu finden, um ihre Prüfungsangst zu überwinden. Du kannst Deinem Kind beibringen, wie es selbstbewusst und positiv an Prüfungen herangeht – die Einstellung kann es sich im Idealfall von Dir abschauen.

Sich selbst Mut machen

Eine Fähigkeit, die Dein Kind sein ganzes Leben lang gebrauchen kann, ist, sich selbst Mut machen zu können.

Du kannst Dein Kind unterstützen, positive und selbstbewusste Gedanken zu entwickeln. Zeig ihm, wie es seine Stärken und Fähigkeiten nutzt. Und auch den Umgang mit Rückschlägen zu lernen, ist eine wichtige Erfahrung.

Bei Rückschlägen, kommt es zuerst auf Deine Reaktion an.

Reagierst Du negativ, wird es für Dein Kind noch schlimmer als es ohnehin schon ist. Gehst Du locker mit einer schlechten Note um, analysierst mit Deinem Kind wertfrei, woran es gelegen hat, kann auch Dein Kind besser mit der Note umgehen.

Das vermeidet unnötigen Druck vor der nächsten Arbeit.

Auf eine ausgewogene Tagesstruktur achten

Generell ist es wichtig darauf zu achten, dass Dein Kind eine ausgewogene Tagesstruktur hat.

Besonders vor Prüfungen ist ausreichend Schlaf wichtig. So fühlt es sich am Tag der Arbeit fit und kann die volle Leistung abrufen.

Die Bausteine eines gesunden Lebens sind natürlich auch bei der Prüfungsvorbereitung wichtig.

Achte auf eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung an frischer Luft. So ist Dein Kind ausgeglichen und kommt auch in schwierigeren Prüfungsphasen nicht unter Druck.

Linktipp: Leistungsdruck in der Schule – haben wir das Maß verloren?

Frühzeitig mit der Vorbereitung beginnen und Pausen einplanen

Prüfungsangst entsteht nicht selten durch mangelnde Vorbereitung.

Hilf Deinem Kind bei der Organisation. Beginnt frühzeitig mit der Vorbereitung und plant Pausen ein. Es ist wichtig, dass Kinder lernen, wie man effizient und diszipliniert lernt, um Stress und Angst zu reduzieren.

Leite Dein Kind an und hilf ihm bei der Strukturierung und systematischen Planung des Lernpensums.

Linktipp: Endlich Hausaufgaben ohne Stress – mit dieser simplen Technik klappt es

Positiv denken

Bring Deinem Kind bei, positiv zu denken.

Wir Eltern können unseren Kindern helfen, positive und selbstbewusste Gedanken zu entwickeln, indem wir ihnen beibringen, wie sie ihre Stärken und Fähigkeiten nutzen.

Entspannungsübungen

Bring Deinem Kind Entspannungsübungen bei.

Das können kleine Atemübungen oder kurze Meditationen sein. Diese können Deinem Kind helfen, die Angst vor Klassenarbeiten zu reduzieren, Stress abbauen, entspannen und helfen den Kopf freizubekommen.

Ein Lernmantra motiviert

Studiere mit Deinem Kind ein Lernmantra ein.

Ein Lernmantra ist ein Satz, den Kinder sich immer wieder vorsagen, um sich selbst zu motivieren und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Entwickele gemeinsam mit Deinem Kind ein Lernmantra, das ihm hilft, sich selbst zu motivieren und die Angst vor Prüfungen zu reduzieren.

Achte darauf, dass das Lernmantra positiv und selbstbewusst ist, z. B. „Ich kann/schaffe, das“ und regelmäßig sowie vor Prüfungen gemeinsam laut ausgesprochen wird.

Prüfung simulieren

Eine echte Möglichkeit die Prüfungsangst zu reduzieren, ist es Prüfungen zu simulieren.

Nehmt Euch die Hausaufgaben oder Übungsaufgaben vor und setze ein Zeitlimit. Dies hilft Deinem Kind, sich auf die Prüfung vorzubereiten, indem es erlebt, was es erwarten kann, und hilft, keine Angst vor der Situation zu entwickeln.

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