Ist unser Leben ohne Kinder „sinnlos“?

Ich kann mir ein Leben ohne Kinder heute nicht mehr vorstellen und habe dadurch einen ganz anderen Blick auf mein vorheriges Leben gewonnen. Dies ist kein Angriff auf Menschen, die keine Kinder wollen oder aus bestimmten Gründen keine Kinder bekommen können. Es handelt sich um eine Reflexion meiner Gedanken.

Nach der Pubertät ist „Vater werden“ die nächste Große Veränderung, die ein Mann im Leben durchmacht.

Durch ein Kind verändert sich das Leben gewaltig. Ich meine jedoch nicht die Entbehrungen und zwangsläufigen Einschränkungen, die viele der Horrorgeschichten vom Vater sein beinhalten. Ich meine die Veränderungen, die Du an Dir selbst feststellst, wenn Du Vater geworden bist.

Menschen ohne Kinder verstehen Eltern nicht

Bei mir war das früher nicht anders. Wenn ich gehört habe über was sich die Väter alles Gedanken gemacht haben… „Mensch wie kann man nur so viel Aufheben um Kleinigkeiten machen?

Männer, die keine Kinder haben können nicht nachvollziehen warum ein Papa auf Wolke 7 schwebt, weil sein Kind gerade der ersten Schritt gemacht, den ersten halbwegs verständlichen Laut gebrabbelt haben oder der erste Zahn durchkommt.

Männer (und Frauen) ohne Kinder können es nicht nachvollziehen, warum Du nicht völlig ausrastest wenn Dein Kind mehrere Nächte in Folge statt zu schlafen nur herumschreit.

Das soll nicht heißen, dass diese Menschen gefühllos oder kaltherzig sind. Es fehlt Ihnen einfach der Zugang, die Erfahrung im Umgang mit dem eigenen Kind. Das ist etwas, dass man niemandem erklären kann – man muss es erleben.

Es gibt einen schönen Sketch von Michael Mittermaier (einst bekennender Kinderhasser und heute selbst liebender Vater). In diesem Sketch wurden all diese Eltern auf den Arm genommen, die mit blutunterlaufenen Augen durch die Welt marschieren und den Leuten erklären,


Wie bleibe ich trotz all dem Papa sein weiterhin “ich”?

Lerne wie Du „Du“ bleibst so dass Du für Deine Kinder ein Vorbild sein kannst.


„wenn Dein Kind Dich aber einmal anlacht, wirst Du für alles entschädigt“.

Früher lag ich selbst am Boden vor lachen. Heute weiß ich – er hat Recht.

Wie bedeutungslos war unser Leben ohne Kinder

Wenn ich sage, „nach der Pubertät, ist das Vater werden die nächste große Entwicklungsstufe für den Mann“ ist das sicherlich ein wenig überspitzt doch im Kern wahr.

Was passiert in und nach der Pubertät? Jungs wollen Mädchen kennenlernen (und das gerne so nah wie möglich), Geld verdienen, sich coole Sachen davon kaufen und Party machen.

Diese Ziele verändern sich über die Jahre nur in Ihren Ausmaßen, im Grund bleiben sie aber gleich. Ein tolleres Auto, ein besseres Handy, eine größere Wohnung, ein eigenes Haus, schöner Urlaub, … Erst ein Kind wirbelt Dein Leben durcheinander und ordnet Deine Zielsystem im Leben neu.

Linktipp: Was Väter wissen müssen – die eine Sache (4 Väter berichten)

Wenn Du Dir Deine Ziele heute als Vater einmal anschaust, wirst Du feststellen, dass sich viel geändert hat. Natürlich hätten wir immer noch gerne viel Geld, ein schönes Haus, usw. Doch unser Leben dreht sich nicht mehr um diese egozentrischen Bedürfnisse. Mittelpunkt unseres Lebens sind unsere Kinder, unsere Familie. Wenn ich heute den Wunsch habe ein größeres Haus zu haben, dann um meiner Familie ein schöneres Leben zu ermöglichen.

Ich hatte neulich ein Schlüsselerlebnis, welches mich auch dazu bewogen hat, diesen Beitrag zu schreiben. Wir saßen mit ein paar, absichtlich kinderlosen, Freunden zusammen und ich lauschte ihrer Unterhaltung. Meist ging es darum, welchen Shoppingexzess man hinter sich gebracht hatte, wie doof die Verkäuferin war, was die Sachen gekostet haben. Es ging darum wer sich auf der letzten Party den Abschuss gegeben hat und dabei total peinlich war, etc.

Als ich da so saß, kam ein gewisses Mitleid für die Leute am Tisch in mir auf. Ich dachte bei mir wie viel sinnvoller sich mein Leben anfühlt, seit dem ich Vater bin.

Prioritätenverschiebung oder Spießigkeit?

Ich habe früher genau so gelebt. In der Woche habe ich viel gearbeitet, um eine möglichst schnelle, steile Karriere zu machen und viel Geld zu verdienen. Von dem Geld habe ich mir schöne Sachen geleistet und am Wochenende gefeiert bis es krachte. So habe ich jahrein- jahraus gelebt und ich fand mein Leben super.

Früher bin ich gerne mit meinen Jungs in den Urlaub gefahren. Heute hat ein Urlaub ohne Familie einen faden Beigeschmack und macht nur halb so viel Spaß.

Durchzechte Nächte waren 2-3 mal pro Monat angesagt. Heute ist es eher die Seltenheit, denn ich verbringe lieber Zeit mit meinen Kindern und meiner Frau.

Wenn ich dann mal losgehe, halte ich mich oft deutlich mehr zurück als früher und gehe zeitig nach Hause, um am nächsten Tag fit zu sein und die Zeit mit meinen Kindern zu genießen.

Ich habe mich weiterentwickelt – so fühlt es sich zumindest an.

Der eine oder andere mag mich jetzt für etwas spießig (vielleicht sogar für total spießig) halten, obwohl es nicht ganz so extrem ist, wie es sich anhört. Und wenn schon, für mich haben sich die Prioritäten im Leben geändert und ich führe heute ein sinnvolleres Leben als früher. Spießig hin oder her, ich bin glücklich mit meinem Leben.


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    Erna Vonbrül
    1 Jahr zuvor

    Jaja, Kinder sind das einzig Sinnstiftende im Leben. Sie heben das Lebensglück in nie geahnte Höhen. Ein nicht enden wollender Quell der Erfüllung. Ironie off. Machen wir uns doch nichts vor: Wir lieben unsere Kinder – das ist vor allem einem Cocktail aus Bindungshormonen zu verdanken. Und das ist auch der Grund, warum wir sie aushalten. Jahrelang 24/7 das Geschrei, die versch…sorry Windeln, andauernd Krankheiten, der Spagat zwischen Kinderbetreuung und Arbeit, eigene Interessen – vergiss es, wenn du dich wirklich um deine Kinder kümmerst, hast du dafür keine Zeit. Ich denke mit Schaudern an die unzähligen Stunden auf dem Spielplatz mit anderen Muttis, bei deren Themen ich mich sehr nach den „oberflächlichen Kinderlosen“ gesehnt habe, die ein echtes eigenes Leben haben. Doch, doch, ich liebe meine drei Jungs. Hat man mal Kinder, gibt man sie nicht mehr her. Mein Herz geht sichtlich über, wenn ich ein Gute Nacht Bussi von ihnen bekomme (vielleicht vor Hoffnung, dass sie jetzt mal wirklich ins Bett gehen UND dort bleiben). Kommen sie mit einer Zeichnung von der Schule nach Hause, wähne ich schon einen Picasso unter meinen Sprösslingen. Kinder füllen das Leben mit vielen schönen Dingen und mit vielen schwierigen auch. Gerade das „Funktionieren“ in Kiga und Schule birgt so seine Tücken. Alles was meinen Kindern zustößt, spüre ich zu 100% mit. Es ist einfach nicht nur alles besser mit Kindern und erst jetzt hat das Leben einen Sinn. (Finde ich persönlich traurig, wenn man für seinen Lebenssinn Kinder braucht, aber bitte, jeder wie er meint.) Nicht zu unterschätzen sind auch die Spannungen, die sich zwischen den Eltern ergeben. Corona war / ist auch nicht ohne. Was ich sagen möchte: Es gibt nicht den einen richtigen Lebensentwurf. Viel entscheidet der Zufall oder meinetwegen das Schicksal. Die Kunst ist, aus dem, was einem gegeben ist, das beste zu machen.

    Gast
    Anni
    3 Jahre zuvor

    Ich habe zwei Kinder und erlebe das alles vollkommen anders als der Autor. Vorher war mein Leben schön und erfüllt und jetzt ist es das auch. Mit Freunden, die – noch oder endgültig – keine Kinder haben, treffe ich mich sehr gerne. Dann hat man mal andere Themen als die Kinder! Bei uns ist das nicht nur Shopping, sondern alles Mögliche. Gegen ein gelegentliches Pläuschchen übers Shoppen spricht aber auch nichts! Deswegen ist doch niemand gleich oberflächlich.
    Wozu diese Kategorisierung von Menschen in Kinderlose und Eltern? Das Leben ist sooo vielfältig. Es gibt so viel zu entdecken und gerade von Menschen, die ein ganz anderes Leben führen als man selbst, kann man so viel erfahren und auch lernen. Kein Lebensmodell ist besser oder schlechter als das andere…
    Daher verstehe ich nicht, was die Abwertung Kinderloser in einigen Kommentaren und im Artikel überhaupt soll.

    Gast
    Tharsilla
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    „ls ich da so saß, kam ein gewisses Mitleid für die Leute am Tisch in mir auf. Ich dachte bei mir wie viel sinnvoller sich mein Leben anfühlt, seit dem ich Vater bin.“

    Überhaupt nicht abwertend… nein, nein… total neutral
    Nur weil Du früher und Deine kinderlosen Freunde offenbar ihre Zeit hauptsächlich mit Party und Shoppen verbracht haben/verbringen, gilt das nicht für alle ohne Kinder.
    Wie unten jemand schrieb: „Er war vorher schon ein karriergeiler, Konsumorientierter Egoist. Dem es nur wichtig war durch gekaufte teuere Sachen andere Leute zu beeindrucken.
    Anscheinend besteht auch sein Bekanntenkreis aus solchen Leuten.“

    Mein Bekanntenkreis tut und tat das nicht, egal ob es Eltern oder Kinderlose sind.

    Danke an Anni für diesen Kommentar.

    Gast
    Elfe
    4 Monate zuvor
    Antworte  Tharsilla

    Der Autor schrieb doch wie es sich für ihn ANFÜHLT! Das ist nicht abwertend, da keine Feststellung sondern nur Ausdruck von Gefühlen. Erst Lesen, dann Meckern!
    Sicherlich gibt es viele Seiten. Und mit Sicherheit auch „Kinderlose“, die „Eltern“ GEFÜHLT abwerten.

    Im Großen und Ganzen empfinde ich diesen Text als sehr emotional. Der Autor stellt seine Gefühle sehr gut dar, weshalb ich keine Grundannahmen verurteilen werde (welcher „Seite“ auch immer).

    Ich denke, dass ich erst sagen kann ob ein Leben mit oder ohne Kinder besser und erfüllter ist, wenn ich mir beide Seiten angesehen habe. Das ist meine Meinung. Und selbst dann ist es immernoch die Wahrnehmung jedes Einzelnen…

    Und damit Namaste

    Gast
    Elfe
    4 Monate zuvor
    Antworte  Andreas

    Ich finde, dass du genau deine Wahrnehmung sehr gut dargestellt hast….
    Und was wäre diese Welt nur, wenn alle einer Meinung wären? XD

    Gast
    Peter
    3 Jahre zuvor

    Na, bitte. Ich musste bei dem Artikel als kinderloser doch etwas lachen. Diese Arroganz ist faszinierend, wenn man bedenkt, dass die ganze Analyse auf dem eigenen egomanen Verhalten aufbaut. Vom Text ausgehend glaube ich ihnen gerne, dass sie Kinder gebraucht haben um aus dieser Gedankenwelt auszubrechen, auch wenn es eher zu einer Prioritätenverschiebung auf wenige nahe Personen kam. Allerdings gibts es unzählige Personen die ihr Leben lang bereits für andere da sind, unzählige Interessen haben, sich für andere einsetzen usw., aber das scheinen sie wohl nicht zu verstehen. Dafür hat das persönliche Wachstum durch die Kinder dann wohl doch nicht gereicht.

    Gast
    Seisenberger
    3 Jahre zuvor
    Antworte  Peter

    genau, daß hab ich mir auch gedacht. Er war vorher schon ein karriergeiler, Konsumorientierter Egoist. Dem es nur wichtig war durch gekaufte teuere Sachen andere Leute zu beeindrucken.
    Anscheinend besteht auch sein Bekanntenkreis aus solchen Leuten. Das ein Leben sinnvoll sein kann ohne Kinder und ohne Konsum, kommt in seiner Welt gar nicht in Frage.

    Gast
    tina
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Seisenberger

    ich muss schon sagen, Ihr Intellekt lässt echt zu wünschen übrig. alles in gut und böse einteilen, wer sind Sie eigentlich? Als ob alle kinderlosen Karriere und Geld haben…sind Sie neidisch darauf , weil Sie sich nur hinter Ihren Kindern verstecken. Die armen Kinder müssen ganz schön viel hermachen, für Sie, Ihre Unzufriedenheit…also glücklich geht anders und heisst leben und leben lassen…und nicht so verbittert wie Sie sich anhören.

    Gast
    Kyril
    1 Jahr zuvor

    Hallo, Stammleser werde ich hier nicht, wenn der Autor glaubt, der erste wichtige Schritt nach der Pubertät sei für einen Mann das Vaterwerden.
    Ich bin auf einiges stolz, was ich seitdem geschafft und geleistet habe – für mich und andere. Sich nur fortpflanzen zu müssen, weil sonst nichts Sinn macht und weil man ja sein Erbgut an süße kleine Wesen weitergeben muss, scheint mir viel oberflächlicher als viele kinderlose Lebensentwürfe. Ich hoffe, der Schreiberling ist mittlerweile erwachsener und reflektierter geworden.

    Gast
    Helen
    1 Jahr zuvor
    Antworte  Kyril

    Habe jetzt alle Kommentare durch und musste vor allem bei der Stelle im Beitrag lachen, wo der Autor schreibt „will ein größeres Haus für meine Kinder kaufen“. Wenn die mal in der Pubertät sind, haben die eventuell weder Bock auf den supercoolen Familyurlaub, noch auf irgendwelche Dad Gadgets oder freuen sich über irgendeine teure Anschaffung. Dass eine vierköpfige Familie mehr und vor allem ausreichend Platz braucht, als ein Pärchen zu zweit, ist einfach selbstverständlich. Und dieses Selbstverständlichkeit kann dann natürlich wieder eine gute Motivation bei der Arbeit sein.

    Gast
    Olaf
    1 Jahr zuvor

    Nunja, jedem sei gegönnt, was ihn erfüllt. Ich meinerseits habe weder jemals den Wunsch nach eigenen Kindern verspürt, noch fehlen sie mir. Das haben auch 5 Damen letztlich einsehen müssen, die versuchten, mich von der Vaterschaft zu überzeugen. Nun bin ich 51, führe ein entspanntes und sorgenfreies Leben. Im Gegensatz zu einer Vielzahl von Bekannten, die nach ihrer ruinösen Scheidung nur noch mit Flachmann zum Briefkasten gehen. Nein, tauschen mit denen wollte ich nicht. Und auch heute interessieren mich Kinder: null. Also, alles richtig gemacht. Anmerkung: die Schreibe des Verfassers des Hauptartikels lässt eine gesunde Neutralität überaus stark vermissen. Alles Gute.

    Gast
    Marina Schmitz
    1 Jahr zuvor

    Dieser Moment wenn man bereits nach den ersten Zeilen aussteigt, weil der Autor von seinen “Reflexen” erzählt.

    Gast
    sandra
    2 Jahre zuvor

    Dieser Artikel ist ein riesengroßer Schlag ins Gesicht für alle Paare, die gerne Kinder hätten, aber trotz medizinischer Unterstützung keine bekommen. Solche Paare nehmen oft jahrelang eine immense psychische, physische und finanzielle Belastung auf sich. Und im Gegensatz zu Menschen, die „ganz normal“ Kinder bekommen, sind diese Menschen gezwungen, sich mit der Frage nach dem Sinn des Lebens tatsächlich und tiefgehend auseinanderzusetzen (weil eben kein Kind da ist, das praktischerweise die Antwort liefert).
    Kinderlose Menschen daher pauschal als oberflächlich darzustellen, zeugt von Unreife, Empathielosigkeit und einem äußerst eingeschränkten Blick auf die Welt.

    Gott sei Dank bin ich nicht die Erste, die hier kritisch kommentiert. Je nachdem, wie man auf diesen Artikel gestoßen ist, kann er unglaublich traurig machen und ich hoffe, dass möglichst wenig Kinderlose ihn lesen…

    Gast
    Sebastian
    1 Jahr zuvor
    Antworte  sandra

    Sorry, was für ein Quatsch. Es geht doch ausdrücklich um freiwillig Kinderlose. Ich kann nachvollziehen, dass man in solch einer Situation (die mir für die betroffenen unendlich Leid tut) sehr dünnhäutig wird.

    Aber deshalb hat trotzdem ein Papa das Recht, sich über das Vatersein zu freuen und dies auch mitzuteilen.

    Gast
    Kris
    1 Jahr zuvor
    Antworte  Sebastian

    Ich denke, wenn du nicht in der Situation bist, kannst du nicht entscheiden, ob das Quatsch ist oder nicht.
    Und das hat auch nichts mit Dünnhäutigkeit zu tun. Bei uns ist es z.B.so, dass wir keine Kinder bekommen können und Texte, in denen steht, unser Leben wäre jetzt weitaus weniger lebenswert und sogar ‚bedeutungslos‘, die finde ich einfach sehr unsensibel.
    Und das hat auch überhaupt nichts damit zu tun, dass man sich als Vater nicht freuen darf. Wir haben viele Freunde, die Kinder haben, und ich finde es total schön, wenn sie darin aufgehen, und höre mir super gerne deren Geschichten an. Aber keiner davon würde ihr Leben (und damit ja irgendwie auch unseres) vor Kindern als bedeutungslos bezeichnen.
    Warum kann man nicht einfach sein aktuelles Leben genießen ohne sein Leben davor irgendwie schlecht zu machen?
    Und nur zur Info, unser Leben besteht keineswegs aus oberflächlichen Parties, Exzessen und Shopping Orgien 😉
    Wertvolles Leben, tiefgründige Freundschaften und sinnvolle Aufgaben, die gibt es auch bei Paaren ohne Kinder, Oberflächlichkeiten gibt es auf beider Seiten gleichermaßen. ´Egozentrische Bedürfnisse‘ gibt es auch auf beiden Seiten gleichermaßen.
    Vielleicht einfach seinen Lebensweg genießen ohne den anderen zu bewerten.

    Gast
    Elfe
    4 Monate zuvor
    Antworte  Kris

    Ich habe auch keine Kinder und leide tiefste Qualen mit der Gewissheit, ohne Kinder leben zu müssen. Aber ich kann zwischen den Zeilen lesen und lege nicht jedes Wort auf die Goldwaage….
    und hier auch nochmal: der Autor schreibt hauptsächlich von seinen Empfindungen und nicht vom Ist-Zustand der Leben anderer! Hier findet keine Feststellung statt, dass das Leben der anderen „kinderlosen“ Mitmenschen bedeutungsloser sei! Oft wird betont, dass es sich so anfühlt als ob. Und das ist kein Angriff….wo kommen wir denn hin, wenn man seine Gefühle nicht mehr äußern darf?….

    Gesegnet sein all eure Worte
    Namaste

    Gast
    Elfe
    4 Monate zuvor

    Danke für deine Worte! Und Glückwünsche für die erneuerten und überarbeiteten Lebensziele 🙂 Ich finde deinen Text sehr gut ausgedrückt. Es kam auf jeden Fall an, was du vermitteln wolltest denke ich. Aber so wie es in den Kommentaren aussieht, empfindet das nicht jeder so. Das tut mir leid, aber gehört auch dazu. Was wäre die Welt nicht ohne die Spaltung von Meinungen? 🙂

    Also nochmal dankeschön 🙂

    Gast
    Sternenpapa
    8 Monate zuvor

    Leider kann ich die Ansichten des Autors durchaus verstehen und ich freue mich für jeden, dem dieses Glück vergönnt ist. Meine Tochter ist vor ca. 2Wochen am errechneten Geburtstermin verstorben und am 21.02 still geboren worden. Ich habe mich so auf meine Tochter gefreut, dass Kinderzimmer renoviert, mir ausgemalt wie ich sie aufwachsen sehe, ihr alles beibringen kann und die Welt zeigen kann. Stattdessen bleibt die Erinnerung nur in Form von Bildern und Fußabdrücken erhalten und ich hatte ein süßes, totes Mädchen in den Armen gehalten. Ich kann momentan keinen echten Sinn mehr im Leben erkennen

    Gast
    Nene
    1 Jahr zuvor

    Ich wurde ungeplant schwanger, stand aber unter gesetzlicher Betreuung. Meine Voraussetzung an das Jugendamt war, meinen Sohn monatlich sehen zu dürfen, da ich ihm nicht das Gefühl geben wollte,
    ungeliebt und verstoßen gewesen zu sein. Dennoch sollte er über das Modell der offenen Adoption geschützte Familienverhältnisse sowie Zugang zur optimalen Bildung erhalten, mich aber dennoch stets als kleine Stütze im Rücken. Interessant finde ich, daß die Leute es teilweise bei Erzählungen, schlimmer finden wenn ich sage der Kleine lebt beim Papa, aus finanziellen Gründen. Ich gehe ungern damit hausieren, daß er nun bei Adoptiveltern ist, zwei sehr nette Leut, im Übrigen..sind mir sehr dankbar für den Kleinen. Er wird in diesem Jahr
    9, hat vor einem Jahr erfahren wer die nette Tante N. eigentlich ist.. fand er Woooowwww.. ????so flexibel mein kleiner Mann. Aber eine Mutter, die aus finanziellen Gründen getrennt vom Vater lebt, scheint offenbar in den Augen vieler eine Rabenmutter zu sein. Der finanzielle Erfolg spielt jedoch eine große Rolle, heutzutage mehr denn je. Ich bin selbstständig (habe einen Deko-Shop).

    Im Übrigen eine Bekannte von mir, ebenfalls Mutter, war absolut fasziniert davon, als ich(sie kennt meine Eltern, bin gut situiert aufgewachsen) von meinem dementen Vater enterbt wurde (er starb auch daran, hatte jahrelang Depressionen und am Ende sog. Streukrebs) und nicht aus allen Wolken fiel. Also, von wegen Party und Exzesse.. habe in meiner Jugend nie einen Club oder eine Disko betreten. Und ich meine NIE. Ich habe Angst vor solchen Locations, schon beim am Eingang vorbei laufen, spürt man die Aggressivität der Partygäste. Solche Leute sollten verhüten, defintiv.
    Die meisten glühen vor, soweit ich weiß, ich sehe da nur ‚Betrunkene und Kinder sagen stets die Wahrheit ‚ unter Hemmungs-Senkern, siehst du den wahren Charakter einer Person. Ich werde zum Beispiel leicht albern, je voller ich bin und schlafe murmelnd ein. Wenn ich mir dann meine oben erwähnte Freundin unter Alkohol ansehe und dies mit der nüchternen T. vergleiche sowie ihr Erziehungsstil, dann fällt mir eine Parallele auf.. nämlich entspannt im Alltag und Wochenends ohne Kinder, wir sind dann aber maximal in einem Irish Pub, wo eher die intellektuelle Elite feiert, ebenso zur Zeit der Entstehung dieses Artikels wohl auch und oder gerade die Hipster, zu denen Sie lieber Autor auch zählen, so lese ich das. Ich weiß nur, daß man auch an den persönlichen Prioritäten gut erkennt, woran man an einem Menschen ist. Und ich bin in diesem Pub vielleicht ein zwei mal im Jahr, ansonsten ja wir Bösen, wir gehen dann auch mal zusammen shoppen.. denn ich trinke selten. Hab auch mal 3 Jahre komplett auf Alkohol verzichtet, einen Führerschein besaß ich nicht, bis Anfang des Jahres. Der Bus fährt bis zu meiner Arbeit, Laden auf und Geld verdienen.. Zu Kind und Kegel fährt die Bahn.. für Möbel und Sushi gibt es Lieferdienste, lebe in der Stadt und dafür hab ich zwei Beine, die gut funktionieren. Aber theoretisch bin ich kinderlos.

    Aber ich stelle die Bedürfnisse meines Sohnes (Bildung, Lebensqualität) über die der Meinen. Wenn ich solche besseren RTL Assi Kandidaten (kein Brennpunkt hier, aber solche Leute gibt es auch bei uns) bei uns in der Mainzer Fußgängerzone latschen sehe, mit ihren KnatschKids, lautstark rumbrüllend, dann denke ich mir, ebenso sähe das wohl heute bei mir aus. Überforderung ist das Ende.

    Habe auch zwei Hunde(sind also viel Outdoor unterwegs, seit 7 Jahren denselben Partner, wohnen auch zusammen(nicht der Kindsvater) aber ich wollte nie Kinder haben. Das eine Knuffel reicht mir. Wenn er bei uns Wochenends zu Besuch ist(habe das Umgangsrecht, in Absprache mit dem Jugendamt) machen wir was, immer was Neues besichtigen. Manchmal kommt er auch über die Ferien, dann fährt man z.B. nach Belgien(jetzt natürlich nicht, weil Quarantäne aber wir skypen).

    Gast
    2 Jahre zuvor

    Ich denke, es ist nur logisch, dass Menschen ohne Kinder, das Leben mit Kind so nicht nachvollziehen können. & das ist völlig Urteilsfrei.
    LG, Richard & Hugo vom https://www.vatersohn.blog/

    Gast
    Franziska
    3 Jahre zuvor

    Ich kann mich Susanns und den anderen kritischen Kommentaren nur anschließen. Der Artikel ist arrogant und verletzend – sei es nun Menschen gegenüber, die keine Kinder haben wollen, oder keine Kinder haben können. Ich wusste beim Lesen nicht, ob ich lachen oder heulen sollte. Mir – 44, weiblich, ungewollt kinderlos – habe zwar schon einige Male gelesen, Frauen ohne Kinder wüssten nicht, was ihnen entgangen sei. Jedoch nicht in dieser Form.

    Ja, das mag sein, dass ein eigenes Kind (für einige Menschen) die schönste Erfahrung im Leben ist, und es tut auch weh, auf ein Kind verzichten zu müssen. Denn ich beispielsweise habe mein gesamtes Leben inclusive Berufswahl und Wohnort darauf ausgerichtet, einmal eine große Familie zu gründen. Als schließlich klar war, dass der Traum nicht mehr in Erfüllung gehen wird, habe ich begonnen, ehrenamtlich mit Kindern zu arbeiten. Ich habe in Afrika Kinder unterrichtet und lebe heute in Lateinamerika, wo ich ebenfalls als Lehrerin in einem Elendsviertel tätig bin, eine Hilfsorganisation aufzubauen helfe und – mein großer Traum – selbst ein SOS-Kinderdorf ins Leben zu rufen.

    Mein Leben bestand nie – in Worten NIE – aus Kohle machen und Party. Es bestand daraus, ein Nest zu bauen und meine kranken Eltern zu pflegen. Zu reisen, zu studieren und mich weiterzubilden. Ja, ich glaube gerne, dass es ein fantastisches Gefühl sein muss, wenn das geliebte Kind einen neuen Zahn bekommt.

    Es ist aber auch ein tolles Gefühl, wenn man kleine, verängstigte Wesen sieht, die nach und nach Selbstbewusstsein erhalten, und einen Plan für die Zukunft entwickeln. Wenn plötzlich ein kleiner Rabauke, der die prekäre Situation in seiner Familie durch Aggression und kindliche Arroganz kompensiert, plötzlich ganz vorsichtig deine Hand nimmt und dich fragt, wo du denn gestern gewesen bist. Und er die Erfahrung machen darf, dass er auch diese Seite ausleben darf. Ich denke, dass es seine Eltern noch nicht einmal mitbekommen haben, als er zahnte. Und davon gibt es nicht wenige.

    Ich weiß nicht, was der Autor für ein oberflächliches Leben geführt hat, wenn er sagt, dass sein Leben durch das Kind erst Sinn bekommen habe. Ich persönlich erlebe mein Leben als sehr sinnvoll, auch ohne eigenes Kind, und auch wenn ich ausgesprochen traurig darüber bin, dass – zumindest genetisch – von mir nach meinem Tod nichts mehr bleiben wird. Dennoch denke ich, dass ich eine kleine Spur hinterlassen haben werde, und nicht nur in einem Menschen, sondern hoffentlich in so einigen. Und ja – ich denke, ich kann mich sogar in Eltern hineinversetzen, in die Liebe, in die Anstrengung und in die Freude. Doch zu behaupten, dass das Elternsein per se dem Leben erst „viel, viel mehr“ Sinn verleiht, ist schlichtweg verallgemeinender Unsinn. Freiheit im höheren Alter bedeutet, sich selbst entwickeln zu können, man betrachtet die Welt um sich herum mit anderen Augen, lebt vielleicht einen anderen, aber dafür seinen eigenen Traum.

    Und auch wenn ich in einem anderen Kommentar das Gegenteil gelesen habe: Nein, darin können sich Eltern ebenfalls nicht hineinversetzen, denn sie haben zwar das Alleinsein erlebt, jedoch nicht mit der Erfahrung, die das Leben mit den Jahren mit sich bringt. Doch das alles kann man vielleicht auch nicht nachvollziehen, wenn man erst ein Kind benötigt, um sich von einem pubertären Shopping- und Partyleben zu lösen, und darüber hinaus nichts anderes kennengelernt hat.

    Gast
    Sandra Borger
    3 Jahre zuvor
    Antworte  Franziska

    Ein sehr interessanter und sinnvoller Beitrag liebe Franziska, den ich mit Begeisterung gelesen habe. Ihre Leistung, ihr Engagement und Einfühlungsvermögen ist meiner Meinung nach dem Einsatz einer Mutter gleich- wenn nicht sogar höher zu stellen. Es sind nicht einmal ihre eigenen Kinder, die sie mit Hingabe annehmen und fördern. Davor habe ich den größten Respekt, denn dazu ist nicht jede/r in der Lage. Kinder in die Welt setzen kann einfach sein, wie man sieht, sich kümmern und erfreuen an ihnen. Aber fremden Kinder mit genauso viel Liebe erziehen, das soll ihnen jemand mal nachmachen. Ich ziehe den Hut vor Ihnen! Für mich , als selbst Kinderlose, sind sie ein Vorbild! Gott segne Sie und ihre Arbeit!

    Gast
    Anni
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Franziska

    Liebe Franziska,

    ich wünsche Dir ebenfalls alles Gute für Deine bewundernswerte und wertvolle Arbeit. Du hast geschrieben, dass Dir gesagt wurde, dass Du etwas verpasst hättest, weil Du keine Kinder hast. Aber wer diese Erfahrung gemacht hat, hat dafür eben andere Erfahrungen nicht gemacht. Ich denke, es hat jeder zwangsläufig irgendwas verpasst, denn man kann ja nicht alles erleben. Es ist echt eine Frechheit, wenn Dir da irgendwer blöd kommt.
    Ich bewundere Dein Engagement und die Tiefe Deiner Erkenntnisse!

    Gast
    sun
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Franziska

    Danke Franziska

    Gast
    Susann
    3 Jahre zuvor

    Ich empfinde diesen Artikel als eine Frechheit, der nicht veröffentlicht gehört. Du kannst noch tausendmal von dir geben, dass es sich um deine Sicht auf die Dinge handelt, aber der fade Beigeschmack, der beim Lesen des Artikels entsteht, bleibt bestehen.
    Ein Leben ohne Kinder ist also sinnlos und weniger lebenswert? Kinderlose sind geldgeil, wissen nichts über das Leben und brauchen dein Mitleid? Das ist es, was dein Artikel aussagt und das kommt den Leuten in den Sinn, die das hier lesen.
    Es stimmt, dass kinderlose Menschen nicht nachvollziehen können, wie es ist Kinder zu haben. Aber Menschen mit Kindern können auch nicht nachvollziehen, wie es ist keine Kinder zu haben. Das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere, sondern einfach nur anders.
    Ich kann keine Kinder bekommen und möchte im Moment auch keine. TRotzdem ist mein Leben lebenswert und schön, weil ich es mir so gestalte. Es sind nicht alle Menschen in der Lage, Kinder zu bekommen und viele, die Kinder haben, sollten keine haben. Nicht alle Eltern rasten nicht aus, wenn sie keinen Schlaf bekommen. Viele lassen ihren Unmut darüber an anderen, auch an den Kindern aus. Du stellst Menschen mit Kindern auf eine höhere Stufe als die ohne Kinder. Dabei scheinst du nicht mal das nötige Feingefühl zu besitzen, diesen Artikel wieder zu löschen und dich dafür zu entschuldigen. Was glaubst du, was Menschen, die ungewollt kinderlos sind, denken, wenn sie das hier lesen? Die denken dann, dass sie ein glückliches und erfülltes Leben führen können. Du verhälst dich wie die Mobber aus der Schulzeit, die noch als Erwachsene ihre Taten verharmlosen und es ignorieren, dass andere Menschen wegen ihnen jahrelang in Therapie gegangen sind. Du schreibst hier in nettem Ton und sehr unterschwellig, dass Menschen mit Kindern die einzigen sind, deren Leben lebenswert ist und dass alle anderen keine Ahnung haben. Du bist genau wie meine Nachbarin, die es bereut Kinder bekommen zu haben, und mir ständig sagen muss, dass ich doch keine Probleme hätte, weil ich ja niiiiiie Kinder haben werde und dass mein Leben als chronisch kranke Frau, die jeden Tag Schmerzen hat, ja der Inbegriff des Paradieses sei. Nur dass du eben ohne drauf setzt, dass mein Leben sowieso nie so lebenswert wie deines sein kann und dass ich in den Tag hinein lebe und nur an meine Karriere und an Shopping denke.

    Gast
    tina
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    lieber Andreas, das Leben ist lang….es können auch noch viele Tiefschläge dich ereilen…mal sehen ob du dann auch Lust auf solch eine Arroganz von oben herab hast. Es kann noch sehr viel passieren…schon morgen kann dein Leben anders sein als heute…man sollte nicht so lauthals brüllen und angeben, mit seinem Glück, abgesehen davon, die die am lautesten brüllen ist letztlich am wenigstens dahinter…also pass schön auf, dass alles bleibt wie es ist und dich kein Tiefschlag ereilt, der deine Arroganz ganz schnell runter holen kann. Ich bin froh, dass ich meine Kinder weltoffen und tolerant erziehen, denn deine Eltern haben das wirklich bei dir versäumt. Du kommst sehr arrogant und Egoman rüber, und nicht herzlich und kinderlieb, eher streitsüchtig irgendwie. Unsympathisch halt

    Gast
    S Rossoberg
    4 Jahre zuvor

    Hm… ja. Liest sich tatsächlich etwas abwertend für Kinderlose wie mich (w, 36)

    Die Frage ist doch die nach dem Standpunkt. Denn genauso wie ich die Erzählungen von Shopping-Exzessen hohl finde, geben mir die Erzählungen von den ersten „Machenschaften“ der Kinder auf der Toilette eher: NICHTS!

    Ich glaube, es spielt da weniger eine Rolle, ob man Kinder hat oder nicht (denn ich kenne durchaus sehr unengagierte und desinteressierte Eltern), sondern eher, wo Leidenschaft dahinter steckt.

    Ob es jetzt um die Unterstützung des Kindes beim Sport geht oder um ein Sozialprojekt eines kinderlosen Singles – wichtig ist doch letztendlich, wofür man brennt!

    Gast
    Hans
    5 Jahre zuvor

    Ich möchte einmal zwei Aussagen aus dem Artikel herausgreifen und diskutieren:

    „Nach der Pubertät ist „Vater werden“ die nächste Große Veränderung, die ein Mann im Leben durchmacht.“ (ganz zu Beginn des Artikels, später noch einmal und als „ein wenig überspitzt, aber im Kern wahr“ bezeichnet) sowie „Ich habe mich weiterentwickelt, während andere in der Post-Pubertätphase stecken geblieben sind.“ (gegen Ende des Artikels).

    Pauschaler, stereotyper und auf sich selbst fixierter geht es nicht. Neben den Unfruchtbaren, die sich in den neueren Kommentaren zu Wort melden, gibt es Andere, die nicht Vater werden und dennoch auch nach der Pubertät große Veränderungen durchmachen:

    – Homosexuelle
    – Priester
    – Behinderte
    – Erbkranke und HIV-infizierte, die sich entscheiden, ihre Krankheit nicht weitergeben zu wollen
    – Menschen, die nicht den richtigen Partner finden

    Das ist sicherlich nicht abschließend. Alle diese Menschen können ihren Weg finden, sich verändern und weiterentwickeln, ob männlich oder weiblich. Nicht jedes Leben verläuft geradlinig, und gerade auf den krummen Bahnen kann man wachsen. Soviel zu diesen Aussagen.

    Hans

    Gast
    Annika
    5 Jahre zuvor

    Lieber Andreas,

    zuerst habe ich mich durch Deinen Artikel angegriffen gefühlt. Ich kann leider keine Kinder bekommen. Nach Deinen Aussagen ist mein Leben sinnlos und ich bin ein oberflächlicher Mensch, der nur oberflächliche Themen kennt. Ich werde aber trotzdem weiterleben 🙂

    Man muss Deinen Artikel eben so lesen, dass DEIN Leben erst durch Deine Kinder einen Sinn bekam, und dass DU so lange in der Pubertät feststecktest, bis Deine Kinder kamen, und dass DU ohne Deine Kinder für Dich keine Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung gesehen hast. Das ist eigentlich traurig.

    Aber es gibt auch für Kinderlose einen Sinn im Leben. Und man kann auch als kinderloser Mensch sehr viel für die Gesellschaft tun – sich sozial engagieren, einen guten Job machen und ein guter Kollege sein, sich politisch engagieren oder für den Tierschutz, ein guter Freund sein und ein guter Partner. Das ist schon ganz schön viel!

    Schade, dass Dein Artikel die eigentlich unnötige Kluft zwischen Kinderlosen und Eltern weiter verstärkt hat – wie man an den Kommentaren sieht.

    Du sagst, Du möchtest polarisieren. Aber vor Allem pauschalisierst Du. Deine Aussagen sind so undifferenziert, dass es mich nicht wundert, dass viele sich hier getroffen fühlen.

    Es ist unfair, sich wie Du wegen des eigenen Glücks über Andere zu stellen. Was hättest Du gemacht, wenn Du keine Kinder bekommen könntest? Adoption und Pflege sind kein einfacher Weg! Hättest DU Dir dann das Leben genommen???

    Gast
    Annika
    5 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Hallo Andreas,

    Ich halte die Aussage, dass sich Dein bisheriges Leben sinnlos anfühlt, jedoch auch für gefährlich – auch wenn Du das retrospektiv beurteilst und vielleicht vor der Zeit mit den Kindern nicht so empfunden hast. Es ist nicht die Aufgabe von Kindern, unserem Leben einen Sinn zu geben. Das ist mir durch meine eigene Geschichte klar geworden. In jeder menschlichen Beziehungen ist meiner Erfahrung nach sehr wichtig, auch mit sich ganz allein zufrieden zu sein – auch wenn man die anderen Menschen nicht missen möchte. Nur so gibt es Freiheit. Und es wird auch eine Zeit geben, in der die Kinder flügge werden und aus dem Haus gehen. Dann sollten sie sich frei fühlen und wissen, dass es den Eltern trotzdem gut geht.

    Ich verstehe durch Deinen Kommentar jetzt besser, wie Dein Artikel gemeint war. Im Artikel selbst kommt meiner Meinung nach etwas Wichtiges nicht so recht herüber: Dass Du nämlich DEIN EIGENES Leben AUS DER RETROSPEKTIVE als weniger erfüllt beurteilst als Dein derzeitiges Leben mit Deinen Kindern. Gerade der Abschnitt, in dem Du von Deinen Freunden schreibst, hört sich stark nach einem generellen Abstempeln aller Kinderlosen als sinnentleerte, etwas dämliche Kreaturen an, da Du nur dieses eine Beispiel nennst und es nachfolgend nicht relativierst. Lediglich die Kaltherzigkeit lässt Du nicht auf den Kinderlosen sitzen.

    Auch die Aussage „Kinderlose verstehen Eltern nicht“ ist sehr überspitzt. Ich verstehe Eltern auch, ich gebe mir große Mühe, mich in sie hineinzuversetzen, und es kommt wirklich selten vor, dass ich etwas mal nicht nachvollziehen kann. Es ist sehr wichtig, da eben nicht zu polarisieren, sondern offen zu bleiben.

    Noch etwas: Da Du erwähntest, dass es bei Euch nicht auf Anhieb „geklappt“ hat – hattet Ihr denn da einen Plan B?

    Viele Grüße
    Annika

    Gast
    Annika
    5 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Nun, böse gemeint war es vielleicht nicht, aber es ist hier nicht zielführend, mich als „Nicht-Verstehen-Könnende“ einfach abzuqualifizieren.

    Ich möchte hier ergänzen, dass Du offenbar ungewollt Kinderlose nicht verstehst. Eine solche Aussage wie „Du verstehst das eh nicht“ verletzt unsere Gefühle. Und Du gibst doch weiter oben an, das nicht zu wollen.

    Natürlich ist es Deine Entscheidung, welche Werte für Dich wichtig sind. Aber wenn ich mich in die Rolle eines Kindes hineinversetze, möchte ich nicht die Aufgabe haben, Sinnstifter zu sein.

    Ein cooler Papa, zu dem ich aufschauen könnte, wäre für mich einer, der auch ohne Kinder einen Sinn im Leben sieht.

    Gast
    Libby
    5 Jahre zuvor

    Lieber Andreas,

    ich bin seit etwa 7 Jahren ungewollt kinderlos und Dein Artikel war für mich, ehrlich gesagt, ein Schlag ins Gesicht.

    Ein sinnloses Leben… Meinst Du wirklich? Glaubst Du nicht, dass man seinem Leben auch auf andere Weise einen Sinn geben kann?

    Ich bin kein liebloser, oberflächlicher Mensch. Ich liebe meine Familie – eben meine Eltern, Geschwister, Tanten und Onkel und Cosuins, ich liebe natürlich meinen Mann und ich liebe auf eine gewisse, etwas andere Art, auch meine Freunde und deren Kinder. Ich engagiere mich sozial, um nicht in meiner eigenen Trauer zu versauern.

    Es ist sehr hart, damit klarzukommen, dass sich unser sehr grundlegender Lebenstraum und großer Wunsch nicht erfüllt hat und auch nicht mehr erfüllen wird. Auch Adoptieren ist heutzutage nicht gerade einfach – in meiner Stadt gibt es zwei Adoptionen im Jahr. Wir überlegen, Pflegekinder aufzunehmen. Aber das ist etwas ganz Anderes – diese Kinder haben schon Eltern und eine Vorgeschichte, und es sind häufig keine Säuglinge mehr. Leibliche Kinder werden wir wohl nie haben.

    Bei allem Respekt muss ich doch sagen, dass ich finde, dass Du etwas mehr nachdenken solltest, ehe Du mein Leben und das Leben all der anderen ungewollt Kinderlosen (immerhin jedes 7. bs 10. Paar in Deutschland) als sinnlos abstempelst.

    Viele Grüße
    Libby

    Gast
    R W
    5 Jahre zuvor
    Antworte  Libby

    Möchte und kann mich der Meinung nur anschließen! Wie arogant, diese Schwarz-Malerein,als gebe es nur exzentrische und egoistische kinderlose Menschen. Statt mal uzu übelegen, wie Gott sei Dank in diesem Aretikel, dass nicht alle Kinderlosen gewollt kinderlos sind, trägt der Hinweis auf Sinnlosigkeit eiones kinderlosen LOebens zur Diffamierung und Ausgrenzung Kinderloser bei. Als kinderlose Frau, die daran ihr Keben zu tragen hat, bin ich empört über eine derartige Arroganz. Ist es nicht viel egoistischer und selbstbezogener, nur daran zu denken, sich selbst fortzupflanzen und alles daran zu setzen, das zu realisieren, was auch völlig natürlich und gottgegeben ist ist, ohne daran zu denken, wie sehr andere Menschen, denen das nicht möglich ist, darunter leiden? Es sind doch, wie alles im Lben im Übrigen, nicht alle gleich! Das gilt im Übrigen auch für diejenigen, die Kinder haben.

    RW

    Gast
    Kinderlos
    5 Jahre zuvor

    Wow – kinderlose Paare haben ein sinnloses Leben?
    Was befähigt dich zu so einer Aussage?
    Hast du mal gefragt warum sie kinderlos sind? Was weißt du wirklich über sie – vielleicht funktioniert es nicht, vielleicht haben sie schon jahrelange hormonbehandlungen hinter sich, zig fehlgeschlagene versuche, fehlgeburten etc.

    Du bist nie in den schuhen des anderen gegangen!

    Und nur dein Lebensmodell ist das richtige?!? Ich hoffe dass du deine Kinder weltoffener erziehst.

    Gast
    Marc
    6 Jahre zuvor

    Na das ist doch mal ne Diskussion 🙂 habe selbst zwei Kinder, verstehe aber nicht, wie v.a. kinderfreie Menschen zT hier angegangen werden. Soll doch jeder so leben, wie er es meint. Kenne tolle Menschen mit und ohne Kinder, kenne unglückliche oder doofe Menschen mit und ohne Kinder, das gleiche gilt für Menschen mit und ohne Hund oder Auto. Wenn jemand happy ist, weil sein Kind ihn anlächelt, weil er das Kind beim Entwickeln begleiten kann, einen familiären Freund hat und durch sein Kind Liebe empfängt, ist das fein. Bude vollpinkeln und vollkotzen fand ich noch nie toll. Wenn jemand sich gut fühlt, weil er einen tollen Freundeskreis hat, der ihm Anerkennung und Freude zollt oder in seinem Beruf happy ist, sich mit Reisen, Lesen, Sport oder Forschung die Welt erschließt oder andere unterstützt, ist das auch schön – unabhängig ob Kind oder nicht. Ich bin mir sicher, dass es diverse Wege gibt, glücklich zu sein (und darum geht es doch ???), mit und ohne Kind. Wer meint, nur oder wesentlich aufgrund seiner Kinder wahre Zufriedenheit zu erfahren, kann natürlich so denken, und das mag für diese Person auch das Richtige sein. Das heißt aber nicht, dass dies anders nicht geht. Ob man wirklich eigene Kinder haben muss, um die damit auch einhergehenden Belastungen zu verstehen, scheint eher für eine Frage des eigenen Erfahrungsschatzes und die Fähigkeit, sich in andere zu versetzen; das alles kann man auch bei Geschwistern, Freunden etc erfahren. Und andere deswegen zu diskreditieren und mit Stereotypen zu belegen, deutet darauf hin, noch nicht über alle Möglichkeiten nachgedacht zu haben oder diese auszublenden.

    Die letzt Frage ist, wieso schreibt man das eigentlich hier alles ?

    Gast
    Martina
    6 Jahre zuvor

    Liebe Alle,

    ich denke das Wichtigste ist, zu erkennen, dass wir nicht alle gleich sind. Manche Menschen hatten bis zum Erwachsenenalter so viele Schwierigkeiten mit sich und ihren Beziehungen rundherum, dass sie einfach nur froh sind, ein ruhiges, stabiles Leben zu führen und zu große Angst dieses durch Überforderung beim Kindergroßziehen wieder zu verlieren. Da ist es doch gut, dass sie keine Kinder bekommen müssen. Für andere wiederum ist Kinder zu bekommen, genau das Richtige um diese Schwierigkeiten später mal auszugleichen.

    Wieder andere finden nie ihre Erfüllung im Beruf und suchen sich über das Großziehen von Kindern ihre Aufgabe im Leben! Gut so!

    Viele Menschen, die ihren (auch den nahen Verwandten und Freunden) erzählen, sie möchten keine Kinder, können in Wahrheit vielleicht gar keine bekommen. Andere wieder haben einen Sozialberuf und fühlen sich dermaßen gut erfüllt damit, dort zu helfen, wo es dringend gebraucht wird, dass sie lieber diesen Weg weitergehen. Und, und , und ….

    Es gibt so viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Geschichten und unterschiedlichsten Motiven Kinder zu bekommen oder eben auch keine zu bekommen, das macht uns Menschen doch aus!
    Wir haben glücklicherweise die Wahlmöglichkeit in unserer Gesellschaft und Kultur. Wir dürfen entscheiden wie wir leben möchten.

    Es gibt vermutlich immer gute Gründe für solche Entscheidungen und oft kennen wir sie in Wahrheit gar nicht. Leben und leben lassen würde ich sagen.

    Dass es natürlich nicht einer Tatsache entspricht, dass kinderlose Menschen nur shoppen gehen, keinen Sinn im Leben haben und im Grunde nicht daseinsberechtigt sind möchte ich an dieser Stelle trotzdem noch erwähnen. Das war doch eine sehr oberflächlich betrachtete Anschauungsweise.

    Gast
    Ria
    6 Jahre zuvor

    Hallo,

    ich habe den Artikel gelesen und möchte gerne auch etwas dazu sagen.

    Ich bin eine Frau und habe mich für eine Leben ohne Kinder entschieden. Ich bin 30 verheiratet und mein Mann teilt mit mir die gleiche Meinung.
    Ich möchte Euch einfach mal meine persönliche „Pro und Kontra“ Liste nennen und wieso ich mich entschieden habe keine Kinder zu bekommen: Bitte nimmt mir die Liste nicht übel. Meine Meinung ist den Wunsch ein Kind zu bekommen muss von Herzen kommen und nicht von einer Liste entschieden werden! Der Wunsch ist mir jedoch bis heute noch nie aufgekommen. Ich sehe Kinder, finde diese süß, empfinde jedoch nichts dabei.

    Pro:
    – Neues Leben / aufregendes Leben, viel Action.
    – Babys sind einfach süß (ob Mensch, ob Tier)
    – Man hat bestimmt viel zu lachen wenn Kinder sich z.B. versprechen.
    – Im Alter ist es schön zu wissen man hat Kinder und vielleicht irgendwann Enkelkinder und bleibt nie allein
    – Man kann seinem eigenen Kind die schönen Dinge im Leben zeigen und es für vieles begeistern.
    – Man kann so richtig sagen: Man ist eine Familie. Zu zweit bleibt man eigentlich immer „nur“ ein Paar.

    Kontra:
    – Schwangerschaft, falls man Wochenlang nur am k**** ist (ist für mich aber überhaupt kein starkes Kontra-Argument.) Aber der Körper verändert sich eher zum Nachteil (evtl. Schwangerschaftsstreifen) und viele berichten von extremen Gefühlsschwankungen.
    – Die Geburt und Schmerzen (auch wenn vergänglich wohl das schlimmste und schmerzhafteste Erlebnis) – für viele auch das schönste, aber ich denke dann eher in dem Moment wenn das Baby heraus kommt (und nicht die evtl. stundenlange Wehen)
    – Ängste wie: Wird das Kind gesund zur Welt kommen?
    Meine Ängste sind begründet weil viele von meinen Freunden am Start schon Probleme hatten. Eine Freundin hätte die Geburt fast nicht überlebt, tagelang Intensivstation, großer Blutverlust weil die Ärzte etwas übersehen hatten und falsch gehandelt haben. Von einer anderen Freundin wurde das erste Kind relativ früh operiert weil der Schließmuskel nicht funktioniert hatte. Das zweite Kind muss jetzt auch operiert werden weil es ein Herzfehler hat.
    Bei einer anderen Freundin hat das Kind extreme Probleme mit dem sprechen. schon 5 Jahre alt und kann immer noch nicht mehr als mal einen Satz sagen. Und dieser ist schon oft falsch und unverständlich (Trotzdem regelmäßigen Übungen beim Logopäden).
    Somit ist die Sorge für mich schon berechtigt ob wirklich alles so gut läuft.
    – Das Leben verändert sich komplett. Man bekommt oft mit wie die Beziehung drunter leidet. Mama ist total fixiert auf den Kleinen und Papa fehlt oft die Aufmerksamkeit der Frau. Und unter sehr guten Freunden habe ich auch schon mitbekommen, dass die Zweisamkeit immer weniger vorkommt (wenn Ihr wisst was ich meine)… Es dreht sich alles nur noch um das kleine Wesen. Und wenn ich mit Freundinnen unterwegs bin und eine davon ist Mama, dann wird auch öfters aufs Handy geschaut und angerufen ob wirklich alles ok ist. Und wenn das Baby dann zu viel schreit oder nicht richtig isst, dann geht’s auf den schnellsten Weg nach Hause… Man ist einfach total abhängig von dem kleinen. Kann ich ja schon verstehen, weil der kleine einfach total abhängig von den Eltern ist. Aber für mich ist der ganze Alltag damit einfach nur ein Stress. Und wenn ich dann noch Mütter sehe die sich selbst aufgeben. Nicht mehr schminken. Immer dicker werden. Zum Glück bekommen das einige in den Griff noch auf sich zu achten. Aber oft kommt es mir vor als würde man sein eigenes Leben opfern für das Leben des Kindes.
    – Die Welt heutzutage. In den Nachrichten hört man nur noch schlechtes. Das einzig positive sind dann eher die Wetterberichte (wenn überhaupt – das Wetter spinnt ja auch immer mehr…). Kinder werden entführt, umgebracht. Kinder werden oft ziemlich extrem gemobbt. Entweder man gehört dazu und ist assi drauf und macht andere Kinder fertig oder man gehört zum Opfer. Wenn ich manchmal so junge Mädchen sehe wie diese rumlaufen… da kommen die mir mit 10 schon vor wie eine ****. Also Eltern gibt es da. Und wie frech öft Kinder sind. Die Zeit wo man sich Guten Tag sagt sind leider sowieso schon längst vorbei. Aber zugeben muss jeder. Die Welt ändert sich vom schlechten zum schlimmeren. Man möchte sein eigenes Kind doch am liebsten vor allem bösen schützen. Und diese Belastung. Dieser Druck… warum ist das Kind noch nicht zu Hause, ist was auf dem Weg passiert? Es dreht sich alles nur noch darum. Das schlimmste muss es sein, sein eigenes Kind zu verlieren. Ich würde so gut es geht versuchen mein eigenes Kind mit einer Moral zu erziehen und das man auch bitte und danke sagen muss usw. aber wenn die Mehrheit immer schlimmer wird, wird es auch immer schwieriger sein Kind so zu erziehen. Immerhin sind diese selbst mal in der Schule jeden Tag und haben einen Freundeskreis. Klar muss man das immer im Auge behalten, aber mal Hand aufs Herz. Ich selbst habe als Jugendliche nicht immer alles meinen Eltern erzählt. Man hat dann halt irgendwann sein eigenes Leben und möchte selbst Entscheidungen treffen. Erst mit der Zeit im Altern muss man sich eingestehen „Ja, meine Eltern hatten wirklich nicht so unrecht“. Da muss halt jeder durch und das kommt bestimmt ziemlich oft vor. Aber wie gesagt. Ich finde Generation zu Generation wird es einfach schlimmer. Wenn schon Kinder einen Erwachsenen erstechen oder anzünden oder tot prügeln. Man kann zwar selbst seine Kinder erziehen aber man kann nichts an dem Verhalten anderer Kinder oder der Erziehung andere Menschen beeinflussen. Da muss das Kind eben durch. Aber dann sind die Sorgen im Leben um das Kind berechtigt und haben eigentlich nie ein Ende… von Schulabschluss zur Ausbildung zum Job. Ungewollte Schwangerschaft. Egal wie gut eine Erziehung ist. Passieren kann alles und man kann nicht alles böse von den eigenen Kindern fern halten. Und das ganze würde mich einfach viel zu verrückt machen. Das finde Punkte auf die ich wirklich nicht neidisch bin.
    – Geldsorgen. Ich arbeite zwar und mein Mann gut und wir verdienen relativ gut und besitzen schon seit einigen Jahren ein Haus mit schönen Garten. Aber wenn ich an Kindern denke macht man sich auch da sorgen ob das Geld überhaupt reicht. Man will sein Kind ein schönes Leben bieten. Manche Eltern übertreiben es und schenken ihren Kindern alles was nur geht. Ist bestimmt nur gut gemeint, aber wie soll man da noch mithalten? Man möchte auch nicht das das eigene Kind eifersüchtig ist oder traurig. Ich finde weniger ist manchmal mehr und man soll sich über Kleinigkeiten freuen müssen und nicht das ganze Kinderzimmer voller Spielzeuge vollgestopft haben. Am Anfang sind die Kosten noch eher gering (Windeln, Babyaustattung, Kleidung, Kinderzimmer). Aber je größer die Kinder werden desto mehr kommt an Ausgaben. Das Kind wächst stetig und braucht immer wieder neue Kleidung. Natürlich will man auch, dass das Kind anständig rumläuft und nicht gerade mit den billigsten Sachen. Wenn andere Kinder in der Schule schon Markenklamotten tragen. Man kann verstehen, dass das Kind da gerne mithalten würde. Später sind das noch die Gründe für Mobbing. Dann Schulausflüge. Klar wird es auch mehr an den Ausgaben für Essen und Trinken usw. Da reicht das Kindergeld oft nicht aus für alles. Und wenn ich sehe das jetzt schon 8 Jährige ein IPhone haben. Da kann ich nur den Kopfschütteln. Die Kinder heutzutage werden immer verwöhnter. Und oft rackern sich Eltern einen ab um dem Kind das alles zu ermöglichen. Das finde ich schrecklich. Ich möchte nicht nur für mein Kind Leben. Ich gehe so schon höchstens 1 mal im Jahr in Urlaub. Wenn Kinder da sind muss man eher Urlaubsziele suchen die für die Kinder passend sind damit diese auch was erleben. Und man kann nur zu den Ferienzeiten buchen.
    – Alter und Kinder. Wenn man alt ist stellt man sich oft eine schöne große Familie vor. Die Kinder sind immer für einen da, haben selbst Kinder und man ist umgeben von einer glücklichen Familie und hat nie die Sorge allein zu sein wie vielleicht kinderlose Paare.
    Aber mal ganz ehrlich. Soll das der Grund sein wieso man Kinder auf die Welt setzt? Als „Altersversicherung“. Das sich dann jemand kümmert? Schön wenn das klappt! Aber ich kenne viele Fälle wo es nicht so ist. Kinder können vor einem sterben. Kinder können in ein anders Land ziehen und man hat vielleicht nur 1x im Jahr Kontakt. Kinder können im Alter einfach nicht besonders an den Eltern interessiert sein. Sie haben Ihr eigenes Leben und haben einfach nicht so oft Zeit für die Eltern. Das sehe ich oft. Eine Freundin von mir hat Eltern für die es selbstverständlich war, dass sie sich mindestens 1x die Woche meldet. Mindestens! Und das man öfters spontan vorbei kommt und mit dem Eltern einfach zusammensitzt. Aber ganz ehrlich. Diese Zeiten in denen Man jeden zweiten Tag mit den Eltern verbringt und vielleicht sogar zusammen in einem Haus wohnt ist vorbei. Kinder haben oft ihr eigenes Leben und sind so beschäftigt, dass sie einfach keine Zeit haben Ihre freie Zeit ständig beiden Eltern zu verbringen. Und wie oft werden dann die Älteren in ein Altersheim abgeschoben weil Kinder einfach keine Zeit/Lust haben sich selbst darum zu kümmern.

    Ich finde das man oft sehr hohe Erwartungen an die eigenen Kindern setzt. Man kann Kinder zwar so gut es geht erziehen, aber eine Garantie wird man nie haben das es ein Leben lang hält. Die Kinder entwickeln sich in Ihrem Leben weiter und werden von soo vielen Dingen geprägt. Schule, Arbeit, Freunde, Partner und die stetige Entwicklung in dieser Welt. Ich finde man kann auf jeden Fall kinderlos glücklich werden. Und ganze ehrlich. Kein Elternpaar würde jemals zugeben, dass die Kinder ein Fehler waren. Und ich kann mir auch nicht ganz vorstellen das wirklich jeder glücklich ist als Elternpaar. Kinder sind nicht automatisch immer ein Segen.
    Wenn für einen Kinder einfach zum leben gehören, sollen diese doch so machen. Wenn Paare das Leben zusammen einfach genießen und nicht diese Verantwortung übernehmen wollen, sollen diese das einfach auch so machen und glücklich werden. Und mir ist aufgefallen das ich in meinem Bekanntenkreis nicht die einzige bin, die sich ein Leben ohne Kinder wunderschön vorstellt. Wieso nicht die Welt kennen lernen und reisen? Wieso nicht das Geld, dass man spart für sich ausgeben? Muss man denn gleich ein Egoist sein? Eltern nehmen das Argument gerne „Kinderlose Paare sind Egoisten“. Aber gleichzeitig sehe ich Eltern die sich dann ein neues Auto leisten wie damit angeben wird. Man hat ja Kinder UND kann sich das trotzdem leisten. Und diese Angeberei “ Was mein Kind nicht schon alles kann“ kann auch echt auf die nerven gehen. Ich finde der Konkurrenzkampf zwischen Müttern welches Kind denn schon weiter ist mit der Entwicklung und was das eigene Kind ja sooo toll kann echt anstrengend. Also so wunderschön und scheinheilig ist das Leben mit Kindern auch nicht. Ich finde Eltern versuchen das alles auch oft zu überspielen. Aber was soll man machen. Wenn man einmal Kinder hat, dann hat man die auch ein Leben lang.

    Aber Argumente wieso ein Leben ohne Kinder viele nicht glücklich macht kann ich genauso gut verstehen.

    Deswegen:
    Ich finde kinderlose Paare können ein genauso schönes Leben haben wie Paare mit Kindern. Und ich finde kinderlose Paare können ein genauso deprimierendes oder trauriges Leben haben wir Paare mit Kindern.

    Also ich für mich brauche keine Kinder in meinem Leben. Aber ich freue mich riesig mit meinen Freunden und Familie mit wenn Nachwuchs kommt. Solange alle mit Ihren Entscheidung glücklich im Leben sind ist doch alles super!

    Und noch als Schussinfo. Ich werde oft gefragt wieso bei uns kein Nachwuchs kommt. Ich werde da nie herablassend und nenne auch fast nie meine Argumente, da ich die Eltern einfach nicht verletzten möchte. Ich sage in der Regel einfach nur „Im Moment noch nicht“.
    Man weiß ja nie… Aber hier im Internet ist man ja anonym und nach dem Artikel kann man auch mal Kontra geben – finde ich.

    Kinder zu bekommen muss einfach ein echter Herzenswunsch sein. Für einen muss alles negative einfach unwichtig sein und man muss es einfach wollen! Es werden leider viel zu viele Kinder vernachlässigt oder falsch erzogen oder überhaupt nicht erzogen. Lieber ganz sicher und bewusst für Kinder entscheiden und dann auch viel Freude damit haben und wirklich sein Herz da hineinlegen als nur mit der Gesellschaft mitgehen zu wollen weil es einfach so gehört und danach vielleicht unglücklich sein oder noch schlimmer sein Kind vernachlässigen. Die Kinder können dafür am wenigsten. Und ich finde jedes Kind soll eine wundervolle Kindheit erleben mit viel Liebe in der Erziehung und glücklichen Eltern. Das ist mein Standpunkt.

    Gast
    Capri
    3 Jahre zuvor
    Antworte  Ria

    Junge Junge, wenn alle solche pessismisten wie du wären, gäbe es die menschheit nicht mehr. was für lapidare kontrapunkte. ich stimme dir zu, das es gut so ist, dass du dich gegen kinder entschieden hast. besser für alle.

    Gast
    FluxWild
    1 Jahr zuvor
    Antworte  Capri

    Konträre Meinung zu äußern und Argumente für Gegenentwürfe zu verfassen sind völlig legitim. Auch emotionale Standpunkte zu vertreten gehören zu einer kultivierten Diskussion dazu. Das gilt für die Userin Ria, als auch für Capri und für alle anderen.

    Und daher ist es traurig wieviel Verachtung und Hass in den drei Zeilen von Capri stehen. Wenn es anders gemeint sein sollte, dann ist die Ausformulierung äußerst schlecht gewählt. Aber das es „besser für alle“ ist, dass sich jemand nicht fortpflanzt, impliziert deutlich, dass hier Verachtung für ein Lebensmodell empfunden wird und dieser Typus von Mensch in unserer Gesellschaft nicht willkommen ist.

    Insbesondere wenn sich Ria viel Zeit nimmt und äußert ausführlich ihre Beweggründe darlegt, zeugt es von extremer Antipathie nicht auf den tatsächlichen Inhalt einzugehen, sondern, in einem Subtext verpackt, eine recht schlimme Beleidung auszusprechen.

    Reflektierte und sachlich arguemntierende Menschen wie Ria tun dieser Gesellschaft gut. Der Gegenentwurf der „Haudrauf-Polemik“ ist nicht nur ohne Wert, es ist sogar schädlich.

    Wenn es hier ohnehin um den Sinn des Lebens geht, ist mein Appell: Seit empathisch, mitfühlend und menschlich. Egal ob mit oder ohne Nachwuchs. DANN habt ihr euren Teil getan.

    Danke an Ria für ihren Beitrag.

    Gast
    Nico
    6 Jahre zuvor

    Aus einigen Kommentaren geht hervor, dass der Beitrag so ziemlich den Nagel auf den Kopf trifft: Kinderlose verstehen Eltern (und Blogger) mit Kindern nicht :-). Wenn dir die Kleinen den Teppich vollkotzen, das Bett vollpullern, die Tapete mit Lippenstift bemahlen oder nachts schreiend aufwachen, weil der Schrank wie ein Monster aussieht, und dich dennoch mit einem einfachen Lächeln zutiefst glücklich machen, dann wird einfach mal alles andere im Leben nichtig – egal ob Haus, Auto, Urlaub, Party, Einkäufe und was sonst noch. Nichts davon macht so glücklich, aber vielleicht ist es auch besser, dass das die Kinderlosen nicht verstehen.

    […] Ist unser Leben ohne Kinder “sinnlos”?  “Papa-Online” zum Zweiten: Ein paar Gedanken dazu, dass nach der Pubertät ist “Vater werden” die nächste große Veränderung ist, die ein Mann im Leben durchmacht. […]

    Gast
    Juli
    6 Jahre zuvor

    Hi Andreas!
    Nach längerer Zeit habe ich mich wieder mal hier her „verirrt“ und den Artikel nochmal gelesen… Mein anderer Kommentar hat nach wie vor Gültigkeit, aber Erlebnisse der letzten Zeit haben in mir die Frage aufgeworfen: Stecken überwiegend Männer ohne Kinder tatsächlich für immer in der post-pubertären- Phase fest? Ich bin auf mehrere Exemplare gestoßen, auf die passt dein Artikel 1 zu 1! *rolleyes*
    Bei Frauen scheint es anders zu sein -zumindest in meiner sozialen Umgebung, aber die arbeiten auch fast alle in sozialpädagogischen Berufen mit Familien und Kindern- das ist vielleicht nicht so repräsentativ? 😉

    Gast
    Lea
    6 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,

    da Du in Deinem Artikel diesen Satz geschrieben hast:

    „Meist ging es darum, welchen Shoppingexzess man hinter sich gebracht hatte, wie doof die Verkäuferin war, was die Sachen gekostet haben.“

    wird es Dich sicher überraschen zu lesen, dass eine Verwandte von mir, 50+ und mit drei erwachsenen Kindern, ihre Freizeit gerne damit verbringt, exzessiv einzukaufen und sich gelegentlich auch über das Verhalten von Verkäuferinnen oder Kundinnen echauffiert. Noch mal zu Erinnerung: Sie ist Mutter.

    Auch das ist möglich: Wenn die Kinder erwachsen und aus dem Haus sind, fehlen manchen die Aufgaben in Leben.

    Diese Überschrift finde ich so interessant wie traurig:
    „Wie bedeutungslos war unser Leben ohne Kinder“
    denn Du rechtfertigst damit den Sinn Deines Leben nur durch die Existenz von Kinder. Alles was vor Deiner Vaterschaft stattgefunden hat, hat demnach keine Bedeutung mehr für Dich. Das finde ich schade.

    Zu Deinem Satz aus einem Kommentar:
    „Ich denke jedoch, dass fast alle, die sich gegen Kinder entscheiden, es später bereuen werden – auch wenn sie es nicht zugeben.“
    Da wär ich mir mal nicht so sicher. Es gibt auch das umgekehrte Phänomen. Ich empfehle Dir hierzu die Arbeit „Regretting Motherhood“ der Soziologin Orna Donath.

    Gast
    Mark
    6 Jahre zuvor

    Hi,

    interessanter Artikel.

    Ein anderes Thema wäre mal, soll man überhaupt noch Kinder bekommen?

    Ich bin zwar sehr für Kinder, habe selber noch keine, aber wenn man die ganzen Einschränkungen sieht bin ich nicht mehr so überzeugt.

    Wenn ich dann Paare mit Kindern sehe, wie sie mit den Kindern umgehen, wie eine Sache und kein Lebewesen, und dann ständig streiten (Sehe diese Leute immer wieder!) denke ich, die Zeit hätten sie vielleicht besser anders genutzt.
    Ist aber auch etwas unfähr den Kleinen gegenüber.

    Vor einigen Jahren hatten wir nicht so viel verdient, was sich vor kurzem verändert hat, aber trotzdem immer noch nicht genug.
    Doch dann sieht man andere aus dem HIV Bereich, die dann 2 bis 4 Kinder haben, finde ich das schon sehr heftig.

    Aber irgendwas läuft mittlerweile nicht mehr ganz so rund….

    Gruß
    Mark

    Gast
    (andere) Nicole
    6 Jahre zuvor

    Inhalt aufgrund von Verstößen gegen den Kommentarkodex gelöscht.

    Gast
    Muriel
    7 Jahre zuvor

    PS 2: Im Übrigen sind 50% der Eltern in unserem Bekanntenkreis nach der Einschulung der Kinder geschieden… vor lauter Glück nehme ich an?!?
    Die andere Hälfte jammert, daß das Geld nicht mehr reicht und der „geplante“ Karrieresprung irgendwie nicht klappt hat bzw. sich vor Arbeitslosigkeit fürchten und Erziehungsdifferenzen die Ehe belasten.

    Gast
    Muriel
    7 Jahre zuvor

    Wie wäre es mit „kinderfrei“, ich finde es auch anmaßend, als „unvollständig/defizitär“ eingestuft zu werden, weil man ohne Kinder lebt… Vllt. sollten Eltern mal die Kinder fragen, ob sie mit ihren Eltern wirklich zufrieden/glücklich sind!? An den Enkeln erkennt man, ob die Kinder richtig erzogen wurden… vorher würde ich gar nicht mit meinen Kindern prahlen!

    Es gibt genauso viele Eltern, die aus egoistischen Gründen Kinder haben wie Menschen, die aus egoistischen Gründen keine haben.

    In unserem Bekanntenkreis werden kinderfreie Ehepaare jedenfalls nur noch als kostenlose Babysitter und Geschenktanten/onkel angesehen, für die Kontaktpflege ist auf ein mal keine Zeit mehr so bald Kinder da sind. Freundschaften sind plötzlich überflüssig, Familie ist ja sooo viel besser und wertvoller als alte Freunde…

    Noch was zu Party machen: ich hatte weder in der Jugend noch heute Zeit und Geld für solche Eskapaden, sondern habe mir sehr früh sehr viele Gedanken über das Leben, seinen Sinn und seine Unberechenbarkeiten gemacht und unendlich viel gelesen und bin deswegen zu dem Schluß gekommen, daß es schwierig genug ist, für sich die richtigen Lebensentscheidungen zu treffen und die Verantwortung für ein Kind eine viel zu komplexe und schwierige Aufgabe ist.

    PS Ich denke, daß vielen u.a. der richtige Partner für eine Familie fehlt, weil diese zu viele Altlasten (Familienvergiftung) aus ihrer Herkunftsfamilie mit sich schleppen, von der wirtschaftlichen Unsicherheit/Druck im Berufsleben ganz abgesehen!

    Gast
    7 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,

    super Antwort auf das sehr stark im Ton vergriffene Komentar von Barney. Trotz Kinder haben wir natürlich auch Kinderlose Paare als Freunde und pflegen diese auch.

    Aber natülrich sind mir mehr mit Paaren zusammen die auch Kinder im ähnlichen Alter wie unseres haben, so können die Kids auch zusammenspielen. Ich bin einfach froh das mein Sohn einen „Best Buddy“ hat mit dem er schön spielen kann während wir Eltern dabei sein können (mit Kaffe *gg)

    Grüße

    Gast
    Nicole
    7 Jahre zuvor

    Zum Artikel: Zu platt, zu pauschal, voller Allgemeinplätze. Der Autor ist nicht imstande, Punkt und Komma an den richtigen Stellen zu setzen, und das ist auch im übertragenen Sinn zu verstehen. Etwas mehr Sorgfalt in der Wortwahl wäre wünschenswert. So lassen sich auch Empörungswellen und persönliche Gegenangriffe vermeiden.

    Tja, wer austeilt, muss auch einstecken können, lieber Andreas! Wie wäre es denn einfach mit: „Tut mir leid, ich wollte nicht den Lebensentwurf anderer Menschen bewerten und diese durch unglückliche Wortwahl verletzen!“? – So richtig einsichtig klingst du in deinen Antworten nämlich nicht.
    Nicole

    Gast
    Nicole
    7 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Hallo Andreas,
    … dann brauchst du dich aber auch nicht über die Reaktionen zu empören.
    War es dir nicht möglich, deine Meinung kundzutun, ohne dabei gleich alle der Gattung ‚Kinderlos gewollt‘ über einen Kamm zu scheren?
    Formulierungen wie: „Nicht selten erlebe ich …“, oder „Ich habe es häufiger erlebt …!“, oder „Es drängt sich der Eindruck auf, dass VIELE ungewollt Kinderlose …“
    Damit umgehst du Pauschalisierungen und kannst zu Recht behaupten: „Ich sage keineswegs, dass alle gewollt Kinderlosen so sind, sondern, dass ich es eben oft so und nicht anders erlebt habe. Wenn du anders bist, dann freue ich mich darüber. Dir einen schönen Tag noch.“ – Nur mal so zum Vorschlag.
    Vielleicht achtest du bei zukünftigen Texten etwas mehr auf solche Feinheiten, dann wird auch niemand unabsichtlich verletzt oder zur Widerrede provoziert und du kannst dich entspannt zurücklehnen, weil dich wirklich keine Schuld an anderer Leute Lesart trifft. Es sei denn, für dich sind WIRKLICH alle gewollt Kinderlosen oberflächlich, egozentriert und konsumsüchtig, um die Leere in sich auszufüllen. Mmh?
    Gruß
    Nicole

    Gast
    Nicole
    7 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Hallo Andreas,
    dann ist ja alles klar. Im Übrigen hatte ich nie im Sinn, dir vorzuschlagen, den aktuellen Block zu ändern. Das wäre ja auch Quatsch. Ich finde es nur schade, dass du meinst, PROFIL hätte etwas mit ‚frei nach Schnauze schreiben‘ zu tun.
    Ich persönlich halte es für keinen Gewinn, wenn jeder undifferenziert alles niederschreibt, was ihm in den Sinn kommt. Eine kontroverse Meinung ist okay. Aber du streitest bei anderen Kommentatoren ja ab, dass du dieses und jenes so rabiat gemeint hast, wie es klang. Jetzt ist meine Lesart, dir ist Wurscht, wen du alles vor den Kopf stößt und dass dein Geschriebs klar das widerspiegelt, was du denkst. Und auch, dass du deinen Kurs nicht überdenken möchtest.
    Das ist natürlich legitim, wenn deine Wahrnehmung so absolut ist, auch (zukünftig!) so undifferenziert zu formulieren. Schade nur für jene, denen du damit Unrecht tust. Und schade für dich, auf den diese Haltung kein gutes Licht wirft. Alles Gute.

    Gast
    Frank
    3 Jahre zuvor
    Antworte  Nicole

    Nicole, du kritisierst Andreas für seine Schreibfehler und bist nicht einmal in der Lage das Wort „Blog“ korrekt zu schreiben. In seinem BLOG kann er sehr wohl frei nach Schnauze reden, dafür gibt es einen Blog! Man merkt doch, dass hier die kinderlosen viel mehr und rabiater schreiben, als Eltern. Warum wohl,… ihr habt langeweile und meint wirklich zu allem euren Senf geben zu müssen. Vor allem diese „Ich reg mich auf“-Kultur ist langsam zum Ko…

    Gast
    Juli
    7 Jahre zuvor

    Ja, es gibt egozentrische Menschen- ob sie nun Kinder haben oder keine. Ich erlebe jeden Tag beide Sorten: Kinderlose, die sich tierisch genervt von Kindern fühlen und sich alles nur um ihr eigenes Ich dreht- und Familien, die sich nur über Windeln, schlafen lernen, Geigenunterricht ihrer Kinder definieren und Monologe darüber führen. Dem gegenüber stehen Familien, die sich auch über andere Dinge mit Kinderlosen (hört hört!) unterhalten und gerne mal über den „Familientellerrand“ schauen, sowie (freiwillig) Kinderlose, die Spaß und Interesse haben an „Familienthemen“ und Familien im Freundeskreis unterstützen (z.B. Babysitten, der (bald) frischgebackenen Mama bei der Wäsche oder dem Putzen helfen). So ist es in meinem Freundeskreis zumindest. Die Welt ist nicht immer nur schwarz und weiß- vielleicht sollte der Autor seinen Freundeskreis überdenken? Oder anstatt das Negative in ihnen mal die positiven Seiten sehen? Ich hoffe dass es dort noch mehr Gemeinsamkeiten gibt als alte Party und Saufgeschichten? Meiner Erfahrung nach haben solche Bekanntschaften meist eh ein kurzes Verfallsdatum.
    Wir sollten alle aufhören uns in Kategorien einzuteilen, sondern einander annehmen und unterstützen!

    Ich habe für meinen Teil weder Probleme mich mit Eltern zu unterhalten (auch über Kinderthemen), noch mich in ihre Sorgen und Interessen einzufühlen. Meiner Meinung nach ist man entweder emphatisch, oder man ist es nicht. Dafür muss man nicht zwangsläufig Mutter oder Vater werden (wobei Ausnahmen natürlich wie immer an der Tagesordnung sind 😉 ) – ich kenne viele nach wie vor narzisstisch veranlagte Eltern. Diese Leute werden auch nicht durch ein Kind geändert.
    Ich bin selbst gewählt Kinderlos (habe mich mit Herz und Seele beruflich dem Wohle fremder Kinder gewidmet) und bewundere Eltern, die täglich Beruf, Familie und „Paar-sein“ jonglieren! Ich ziehe meinen Hut vor Euch!

    Gast
    Muriel
    7 Jahre zuvor
    Antworte  Juli

    dem kann ich mich nur anschließen…
    hier gibt es kein LIKE-Symbol ;o)

    Gast
    Juli
    7 Jahre zuvor
    Antworte  Muriel

    Danke!

    Gast
    MS
    7 Jahre zuvor

    Der Autor ist nicht spießig, sondern überheblich und selbstgefällig, ohne jeglichen Respekt für andere Lebensentwürfe und ohne die Fähigkeit, über den eigenen Horizont hinaus zu denken. Ich hoffe, seine Kinder können eines Tages einmal über diese Selbstbeweihräucherung hinaus wachsen, denn während ich als Kinderloser die Gefühle für die Kinder voll nachvollziehen kann, habe ich null Verständnis für die elitäre Selbstdarstellung des Erzeugers.

    Gast
    Selten
    7 Jahre zuvor

    Erst einmal ist der Artikel gar nicht so schlecht gelungen.
    Es gibt aber auch andere Situationen im Leben, wo sich die Lebensziele ändern können. Ich habe mich mit 18 selbständig gemacht und besitze heute Haus, Garten, Pool. kann mit meiner Frau 2 mal im Jahr verreisen und wenn wir Lust haben nehmen wir die Kinder von unseren Freunden und wenn sie nerven, geben wir sie wieder ab:) Wie du siehst ist das alles einen Ansichtssache. Meine Frau sind super glücklich im Leben und genau das sollte das ziel für jeden Menschen sein. Für seine Träume leben, glück in den kleinen Dingen sehen und vor allem vieles tun damit es anderen auch so geht. Ich würde es bevorzugen einen Artikel zu schreiben, wo man Elten eventuelle Tipps gibt, wie sie mit den verschiedensten Situationen besser zu Recht kommen. Denn nerven tut mich das Geheule als Mitmensch manchmal schon. Ich habe ja auch noch ein Recht auf Leben 🙂

    Gast
    Juli
    6 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Schön gesagt! 🙂

    Gast
    Baumkuchen
    8 Jahre zuvor

    “…was führt Ihr eigentlich für ein sinnloses Leben, dass sich mit solchen Nichtigkeiten beschäftigt.“ Ist eine unfreundliche Verkäuferin etwa eine größere Nichtigkeit, als eine vollgeschissene Windel? Das wirst selbst Du nicht mit „Ja“ beantworten, oder?

    Gast
    Andreas
    8 Jahre zuvor
    Antworte  Baumkuchen

    Hallo „Baumkuchen“
    ich würde Deine Frage gerne beantworten, verstehe aber Deinen Punkt nicht ganz.

    P.S.:
    würde mich freuen, wenn Du mit Deinem Klarnamen kommentierst, dann können andere Leser Dich vernünftig ansprechen http://papaonlinecom.wpengine.com/kommentarkodex/

    Gast
    christine
    8 Jahre zuvor

    Wow, ich habe selten einen so schlechten und überheblichen Artikel gelesen. Einseitig, klischeehaft und total unreflektiert um nicht sogar zu sagen komplett abgehoben und egoistisch. Andere Menschen mit einem anderen Lebensweg so dermassen schlecht zu machen und die eigen Entscheidung hinzustellen wie wenn man anderen damit komplett überlegen wäre zeigt von wenig bis gar keinen Charakter. Hoffentlich geben sie diese Art von Werten und Einteilung, Bewertung und Verurteilung der Menschen nach nur Ihren Eigene Masstäben der Menschen nicht ihren Kindern weiter.

    Hier sei noch eine zusätzliche Kritik an die Seite gerichtet, so einen feindlichen Artikel gegen Andersdenkende überhaupt einen Platz zu geben.

    Gast
    Andreas
    8 Jahre zuvor
    Antworte  christine

    Liebe Christine, das der Artikel polarisiert gebe ich zu und ist sicher auch gewollt. Dass der Artikel unreflektiert ist kann ich aber so nicht stehen lassen.

    Und ich bin immer noch von der Richtigkeit meines Artikels überzeugt.

    Die meisten Leute, die ich kenne, finden dass ein Kind ihrem Leben erst einen Inhalt gibt und wie ich, erachten sie Ihr Leben vor dem Kind zwar als schön, aber doch recht „flach“.

    Gast
    christine
    8 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Ich kenne widerrum so viele Eltern die nichts anderes tun als kaufen und darüber zu reden (prahlen?) was sie kaufen. Nach den Kindern geht nämlich meist (das ist meine Beobachtung) der Shoppingwahn los. Haus, Pool, Garten, Putzfrau, Designer Ausstattung vom feinsten, Auto vom feinsten, selbst der Babywagen muss vom Designer sein, Babymassagen und andere Luxus artikel inklusive. Nicht umsonst ist das ein Riesengeschäftszweig deren Markt und Nachfrage immer grösser wird.

    Polarisieren? Nein, ich finde nach wie vor sie haben einfach nur unglaublich arrogant und dümmlich Menschen beleidigt die nicht Ihre Einstellung teilen. Ich empfehle Ihnen folgende Artikel.
    http://www.focus.de/kultur/leben/trend-mein-haus-mein-auto-meine-kinder_aid_215186.html

    http://www.taz.de/!79576/

    und überhaupt etwas besser zu beobachten und den egoistischen narzistischen und selbstverliebten Blick auf dein / euer Leben am besten dort lassen wo es hingehört: nämlich zu hause

    Gast
    christine
    8 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Und nun gut, nachdem ich ihr Bild und ihre sonstigen Artikel gelesen habe ist mir alles klar 🙂 es sind immer die die so aussehen die sowas schreiben … :D:D:D

    Gast
    Andreas
    8 Jahre zuvor
    Antworte  christine

    Danke für diesen äußerst sachlichen & sachdienlichen Kommentar 😀

    Gast
    christine
    8 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    gerne doch 🙂 ich habe mich ganz auf ihr Niveau begeben und mal so eben mit Klischees gespielt 🙂 Männer ohne Haare und Brille suchen sich die Anerkennung gegenüber anderen (daher die Abwertung deinerseites gegenüber anderen) eben über die Kinder. was Papi nicht bekommt/nie bekommen hat, bekommt er zumindest über die kinder 🙂

    Gast
    Buxbaum
    8 Jahre zuvor

    Ich mag diesen Artikel nicht, und zwar wegen Sätzen wie dieser:

    „Doch unser Leben dreht sich nicht mehr um diese egozentrischen
    Bedürfnisse.“ „Ich dachte bei mir “was führt Ihr eigentlich für ein
    sinnloses Leben, dass sich mit solchen Nichtigkeiten beschäftigt“.“ und
    „Ich habe mich weiterentwickelt, während andere in der
    Post-Pubertätphase stecken geblieben sind.“

    Hier wird ganz schön pausalisiert mit stereotypen Darstellungen von
    klischeehaften Kinderlosen: Karriere, Partys, Oberflächlichkeiten.

    Lächerlich. Ich verstehe nicht, was dieses Herumgetrampel auf einer
    bewussten Kinderlosigkeit soll. Die eigene Vaterschaft zu loben ist gut
    und schön, aber die kinderlosen Mitmenschen zu beleidigen schlicht und
    ergreifend kindisch.

    Gast
    Jaluci
    9 Jahre zuvor

    Hallo Andreas!

    Finde es toll, daß Du als Vater so einen Beitrag schreibst.
    Viele, die sich keine Kinder wünschen können mit diesem Beitrag nichts anfangen und fühlen sich angegriffen.
    Bevor meine Kleine zur Welt kam dachte ich genau so. Ich wollte niemals Kinder und dachte mein Leben würde nun vorbei sein, wenn das Baby erstmal da sei. Bis zur Geburt war ich deprimiert und habe es verflucht ein Kind zu bekommen, weil ich dann mein „Leben“ nicht mehr Leben kann. Aber sobald dieses kleine Wesen auf der Welt war hat sich meine Einstellung komplett geändert und es war wie ein Schalter den man umlegte. Habe meine Tochter sofort geliebt und es nicht bereut sie zu bekommen.

    Ich konnte mir damals nicht im geringsten vorstellen Mutter zu sein oder mich über Kinder zu unterhalten, zur Krabbelgruppe zu gehen oder ähnliches. Fand das alles so was von abtörnend.
    Aber mittlerweile geht es mir wie Dir, wenn ich mich mit kinderlosen ( eher gesagt kinderlosen die absolut keine Kinder wollen ) unterhalte, dann sehe ich auch eher postpubertärende Menschen die nur sich selbst auf dem Höhenflug sehen und vergessen, daß sie älter werden und damit auch die Möglichkeiten abnehmen sich selbst genug zu sein. Partys, Freizeitaktivitäten, Reisen, attraktiv sein, das wollen wir wahrscheinlich alle. Aber es wird mit zunehmendem Alter nicht mehr so reizvoll sein.
    Das wird mir erst jetzt klar, wo ich einen unmittelbaren Vergleich stellen kann.
    Es ist manchmal nicht einfach seine Bedürfnisse zurückzustellen, aber man wird sich umso bewußter welche Bedürfnisse man eigentlich hat.
    Und viele Sachen werden wirklich nicht mehr wichtig. Man hat keine Zeit mehr in Facebook zu schreiben, man hat abends keine Lust noch lange aufzubleiben und geht freiwillig mit Kind einschlafen, man kauft sich einen Kombi und sieht wie praktisch das eigentlich ist. Man wird angeguckt wie eine arme Wurst weil man ein Kind hat, aber das genau ist nicht zum bemitleiden.

    Die Erfahrung die man durch ein Kind macht ist bereichernd.Auch wenn man als Elternteil manchmal verzweifelt, frustriert, beängstigt, resigniert und am Ende seiner Nerven und Kräfte ist weil es wirkliche eine Lebensaufgabe ist Mutter oder Vater zu sein.
    So erfüllend ist es auch. Man wächst über sich hinaus, man stellt sich zurück, gewinnt an Stärke obwohl man totkrank im Bett liegt.
    Aber man weiß wofür, denn diese Erfahrung nennt sich bedingungslose Liebe. Wenn man keine Kinder hat, dann denkt man den Partner bedingungslos zu lieben.
    Aber vom Partner trennt man sich wenn zu viele Dinge nicht übereinstimmen. Sein Kind liebt man egal wie wahnsinnig es einen macht.

    Ich denke, nach diesem Beitrag wird es wieder mal einige Kommentare hageln.
    Es ist eben schwierig, etwas zu äußern ohne daß andere sich provoziert fühlen.
    Normalerweise dürfte es hier keine Kommentare von Kinderlosen geben, da es ihnen egal sein kann was hier geschrieben wird. Aber ich denke, daß gerade diese Leute in ihrer Entscheidung durch solche Foren bestärkt werden sollen.

    Gast
    Libby
    5 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Liebe Jaluci,

    Du sagst: „Normalerweise dürfte es hier keine Kommentare von Kinderlosen geben, da es ihnen egal sein kann was hier geschrieben wird.“

    Was jemand Anderes denkt oder fühlt und was ihm egal ist, kannst aber zum Glück nicht Du entscheiden.

    Und „normal“ ist eine Zensur im Internet zum Glück auch nicht.

    Meinungsfreiheit gilt auch für Kinderlose 🙂

    Gast
    Christian
    11 Jahre zuvor

    Hey Andreas,

    ich versteh Dich, muss aber sagen, dass ich genau so gut verstehen kann dass man sich auch gut gegen Kinder entscheiden kann.
    @Barney: Das ist naütrlich jedem selbst überlassen, aber man darf ja noch seinen Standpunkt von allen Seiten klar machen. Allein die Zahlen und die Vernunft sprechen ja schon dafür, dass Kinder die natürliche Entscheidung sind.

    Gast
    PapaOnline
    10 Jahre zuvor
    Antworte  Christian

    Richtig – es ist jedem selbst überlassen. 
    Ich denke jedoch, dass fast alle, die sich gegen Kinder entscheiden, es später bereuen werden – auch wenn sie es nicht zugeben. 

    Gast
    christine
    8 Jahre zuvor
    Antworte  PapaOnline

    Und mein letztes Kommentar dazu: Im Dritten Reich hätten sie mit ihrer Einstellung einen tollen Posten bekommen! Mutterkreuze verteilen inklusive. Denn auch damals wurde so abfällig über Kinderlose geredet und die Heiligkeit der Elternschaft gepredigt. Wirklich schäbig in der heutigen weltoffenen Zeit solchen Müll von sich zugeben!

    Gast
    Andreas
    8 Jahre zuvor
    Antworte  christine

    Gut, ich finde jetzt bist Du einen Schritt zu weit gegangen.
    In dem Artikel geht es nicht darum das Leben von „Kinderlosen“ schlecht zu machen. Jeder lebt das Leben, dass er will. Ich habe lediglich eine meiner Beobachtungen sowie meine Meinung dazu geteilt.
    Jeder, dem der Schuh passt, der zieht ihn sich an. Wem nicht, der muss meine Meinung nicht teilen.

    Ich propagiere, um mal bei Deinem unpassenden Vergleich zu bleiben, nicht das Elternsein.

    Gast
    christine
    8 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    „Ich habe mich weiterentwickelt, während andere in der
    Post-Pubertätphase stecken geblieben sind.“

    das ist nicht andere schlecht machen oder abwerten? Das ist also nur deine Meinung bzw Beobachtung?

    wer SO austeilt muss auch einstecken können!

    und das im dritten Reich ähnliches von sich gegeben wurde und die Wertvorstellungen sich mit ihren komplett decken, dafür kann ich nichts.

    Gast
    Bilonda Bukasa
    1 Jahr zuvor
    Antworte  PapaOnline

    Hallo Andreas,

    ich bin heute auf Ihren Beitrag gestossen und nachdem ich den Artikel gelesen habe, möchte ich dir sagen: Es war FÜR SIE offensichtlich wichtig, dass sie Kinder bekamen, um ihre Werte im Leben neu zu sortieren. IHR (nicht UNSER) Leben war vorher offensichtlich vom sinnfreien Nachjagen nach Geld und Spaß geprägt. Gleiches gilt offensichtlich für Ihren (!) Bekanntenkreis. Ich möchte mich bewusst, ohne Ihnen Ihr Vaterglück zu neiden oder es mindern zu wollen, denn ich bin selbst ein familienbezogener Mensch, den kritischen und reflektierten Stimmen hier anschließen. Im Hormonrausch, allen Menschen, die keine Kinder haben Shoppingexzesse und Männerrunden anzudichten ist, schlichtweg aus einer, wie der Autor Carlos Castaneda sagen würde, „ver-rückten“ Perspektive Ihrerseits von menschlichen Werten, Interessen und Erleben, und Ausdruck eines verfärbten Bild von Wirklichkeit. Das macht Ihre Wirklichkeit nicht weniger für SIE wirklich und da gibt es bestimmt auch ähnliche Erfahrungen, doch diese Verallgemeinerung zu veröffentlichen ist wirklich haarsträubend. Auch, wenn Sie noch in der Headline des Artikels (als Tarnung?) ein Fragezeichen hinter Ihren von absoluten Aussagen strotzenden Artikel gesetzt haben.

    Natürlich kann man sich nicht vorstellen, wie es ist ein eigenes Kind auszutragen (oder können Sie das?) oder es zu verlieren (oder können Sie das?) , aber dass zum Kriterium zu machen, ob ein Leben sinnerfüllt ist, ist eine gewagte Aussage, die als Hypothese wahrscheinlich durchfallen würde. Ist das Leben ein Vaters sinnlos, weil er nicht nachvollziehen kann, wie es ist Leben in sich heranwachsen zu spüren? Ich vermute Sie fangen an zu verstehen, worauf ich hinaus will. Natürlich haben Menschen mit ihren Kindern meistens besondere Erfahrungen und eine besondere Bindung und Gott sei Dank, wollen viele Ihre Kindern nicht missen, aber manchen Menschen hätte es vielleicht sogar GUT GETAN, sie hätten keine Kinder bekommen, sondern sich selbst gefunden. Auch das ist wahr.

    Es gibt übrigens so viele Kinder auf dieser Erde, die verantwortungsvolle und reife Eltern brauchen und ich bezweifle, dass diesen Kinder nur über ihre biologischen Eltern ein wertvolleres Leben gegeben werden kann. Und ich kenne Menschen, die es in hohem Alter nicht bereut haben, keine Kinder bekommen zu haben. Und ich kenne Menschen die wie Sie reden und e gibt Menschen, die ihr Kind verloren haben und trotzdem ein sehr sinnvolles Leben führen, ich kenne Menschen, die trotz Kinder kein sinnerfülltes Leben haben. Reflektieren Sie sich bitte und treffen Sie differenzierte Aussagen, wenn Sie wirklich einen Beitrag zum Archetyp der Vaterfigur leisten möchten.

    @ Jacuzi: Bedingungslose Liebe nur auf Kinder anzuwenden, wäre ein Verlust für die Welt. Aber für manche braucht es offensichtlich die Kindererfahrung dazu.

    Und ich sag’s gern nochmal: Ich bin froh, dass Eure Kinder Euch zu sensibleren und empathischen Männern und Menschen gemacht haben, Seiten von denen IHR (ganz konkret) vorher abgeschnitten gewesen sein dürftet.

    Mit freundlichem Gruß

    Gast
    Pusteblume
    11 Jahre zuvor

    hui, da hat sich jemand ohne Kind aber gleich ordentlich auf den Schlips getreten gefühlt – und was damit getan? Genau, exakt das beschriebene bestätigt. Bevor man Kind(er) hat kann man sich nicht vorstellen, wie anders dann alles ist….was einen begeistert, frustiert, erfreut etc….

    Und ja..ich würde meine Jungs auch um nichts in der Welt mehr eintauschen, auch wenn das Leben dadurch teilweise wesentlich anstrengender ist….aber eben auch erlebnisreicher und Glücklicher.

    Gast
    PapaOnline
    10 Jahre zuvor
    Antworte  Pusteblume

    Tja, so ist das halt manchmal. 

    Der Sinn des Lebens hat einen NamenPapa-Online – Aktuell | Papa-Online - Aktuell
    11 Jahre zuvor

    […] Der Sinn des Lebens hat einen Namen Publiziert am 27. Oktober 2010 von Andreas Lass Dir alle Beiträge von Papa-Online bequem als RSS Feed oder als e-Mail schicken. Schau doch auch mal in meinem Blog vorbei.Powered by WP Greet Box WordPress PluginMit Kindern verändern sich die Ziele und Prioritäten im Leben. Das Leben fühlt sich plötzlich viel sinnvoller an. Ich hatte darüber kürzlich erst geschrieben. […]

    Tweets that mention Ist unser Leben ohne Kinder "sinnlos"? | Papa Online -- Topsy.com
    11 Jahre zuvor

    […] This post was mentioned on Twitter by Andreas Lorenz, Andreas Lorenz. Andreas Lorenz said: ::: Ist unser Leben ohne Kinder "sinnlos"? http://bit.ly/abj2gy […]

    Gast
    Barney
    11 Jahre zuvor

    Alter, du laberst hier, dass die bösen Kinderlosen dich als Papi nicht verstehen. Du verstehst Kinderlose aber genauso wenig. Ob man sich Kinder wünscht oder nicht, hat absolut null mit „Pubertät“ oder „Sinnlosigkeit“ oder ähnlichem Dummfug zu tun, den du hier bringst. Es ist genauso wie bei homo oder hetero: der Hetero will nun mal eine Frau, der Homo einen Mann. Aussuchen kannste dir das nicht. Schalt mal zukünftig dein Hirn ein, bevor du was ablässt. Ganz ehrlich, wer dich als „Freund“ hat, braucht keinen Feind mehr. So wie du hinterm Rücken anderer über deine kinderlosen „Freunde“ ablästerst, muss man sich schon fragen, weshalb du noch mit denen befreundet bist, wenn du ihren Lebensweg nicht abkannst. Oder biste bloss neidisch? Klingt nämlich schwer nach Neidattacke, deine Tirade.

    Gast
    An Ja
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    „Wenn jemand keine Kinder will, ist das seine Entscheidung (anders als bei der sexuellen Ausrichtung) „.
    Dieser Aussage möchte ich hier ganz klar widersprechen. Wie kommst du darauf, dass bei jeder Frau der Wunsch nach einem Kind emotional gegeben ist? Das ist in keinster Weise der Fall. Ich selbst verspüre keinerlei Kinderwunsch und das auf einer rein emotionalen Ebene. Könnte ich rein rational entscheiden, Kinder zu bekommen? Klar. Aber ich werde ja auch nicht aus rationalen Gründen lesbisch, sondern weil ich es emotional so fühle. Deine Aussage spiegelt- mal wieder- deinen unreflektierten Umgang mit dem Thema wider und ja, auch ich fühle mich dadurch angegriffen. Da hättest du auch gleich einen Artikel darüber schreiben können, wieso du als heterosexueller Mann so viel glücklicher bist, weil es das einzig sinnvolle im Leben ist.

    Gast
    laika
    1 Jahr zuvor
    Antworte  Barney

    Schade nur, dass wenige Männer so denken wie du. Meinem Mann sind Pornos und Zocken wichtiger, als ein Kind zu haben. Ich bin mittlerweile 37 und werde ihn mit der Scheidung drohen, wenn er den Schritt zur Kiwu Klinik mit mir nicht macht .

    Gast
    Frank
    3 Jahre zuvor

    Oh ja fein. Hier mein völlig irrelevanter Kommentar. Also ich möchte mit kinderlosen Paaren möglichst wenig zu tun. An unzähligen Stellen konnte ich vergleichen, wie kinderlose Paare und Paare mit Kinder sich verhalten. Bei den kinderlosen Paaren dreht sich oft vieles um sich selbst, die eigene Person, nicht das Gegenüber. Natürlich gibt es Ausnahmen, die gibt es immer. Kinderlose Paare legen oft sehr viel Wert auf Ihr Äußeres, sorry, aber oberflächlicher geht es nicht. Wie der Autor schon sagte, die Zukunft liegt auch in den Händern unserer Kinder. Man merkt an den Kommentaren, dass wir in einem Zeitalter angekommen sind, wo jeder meint, er müsse zu jedem Scheiss seinen Senf geben. Wie wäre es wenn ihr kinderlosen euch einfach Mal richtig aufregt, viel mehr als das habt ihr ja nicht. Euer Verhalten hat kaum Einfluss auf familiennahe Mitglieder, gootseidank.

    Gast
    Monika Wäldele
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Frank

    Ich habe selbst 3 Kinder, aber ich käme niemals auf die Idee, dass man sich nur weiterentwickelt, wenn man Kinder bekommt. Dazu gehört einfach der Wille, sich weiterzuentwickeln. Es gibt Menschen mit Kindern und ohne Kinder, die auf der Stelle treten und es gibt Menschen mit Kindern und ohne Kinder die reflektieren und dazu lernen. Und dann gibt wohl auch welche, für die erst durch die Elternschaft die Motivation dazu entsteht.

    Gast
    Ronja
    1 Jahr zuvor
    Antworte  Andreas

    Mir gefällt der Artikel insgesamt nicht so gut. Sehr schwarz-weiß-behaftet. Ich habe ein Kind und ich finde mein Leben nicht besser als vorher, nur anders. Und ich könnte mir auch gut ein Leben ohne Kind vorstellen, warum nicht? Als wenn einem nichts anderes einfallen würde, das Sinn macht. Wie armselig scheint der Autor:-).

    Gast
    Monika Wäldele
    8 Monate zuvor
    Antworte  Andreas

    Ja, ich habe mich als Mutter weiterentwickelt. Aber meine Kinder sind mittlerweile erwachsen und ich habe mich seither noch viel mehr weiterentwickelt. Sicher hatten sich meine Prioritäten nach der Geburt verändert, aber nicht so sehr. Und mein Leben war nicht schöner als vorher, nur anders. Ich finde mein Leben jetzt schöner, nachdem ich die Verantwortung für minderjährige Kinder nicht mehr habe. Ich fühle mich jetzt viel leichter und freier.

    Gast
    Helen
    1 Jahr zuvor
    Antworte  Frank

    „Die Zukunft liegt auch in den Händen unserer Kinder.“ Aha, sollen sie sich dann einfach nur fortpflanzen wie Tiere? Und wenn der Sinn der Lebens nur im Kinderkriegen liegt, ist das doch sehr primitiv. Man zieht den eigenen Selbstwert daraus, dass die Kinder von einem abhängen, von einem lernen müssen und damit dieses System funktioniert, müssen die Kinder dann auch wieder Kinder bekommen, um von diesen ihren Sinn des Lebens zu bekommen?! Ich fände es schön, wenn Menschen einen höheren Anspruch an sich stellen würden; wo liegt denn in diesem System der Mehrwert? Kenne zum Glück viele Eltern, für die ihr Leben nicht NUR aus ihren Kindern besteht und die ihr Glück nicht NUR von ihren Kindern abhängig machen. Die sind einfach ausgeglichene Wesen. Und es gibt nicht den perfekten Lebensentwurf der für alle passt. Leben und leben lassen. Bemitleiden sollten wir eigentlich niemanden, der glücklich zu scheinen scheint mit seinem Lebensentwurf. Aber wer angreift, sollte auch einstecken können.

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