Was Väter wissen müssen – die eine Sache (4 Väter berichten)

Was müssen Väter wissen? Das weißt Du erst, wenn Du zurückblickst. Und das tun wir mit diesem Artikel. Vier Väter haben von mir die Frage bekommen: „was ist die eine Sache, die Du vor dem Vater werden gerne gewusst hättest?“. Hier kommen ihre Antworten und ein paar Kommentare von mir.

Erik – was müssen Väter wissen?

Dass es nicht nur aus aller Mund heißt, dass ein Kind ein 24/7-Job ist, sondern es das auch tatsächlich ist. Bevor ich ein Baby hatte, habe ich das immer als Geschwätz wenig belastbarer Eltern abgetan.

Bevor Clara in mein Leben kam, habe ich meine Balance im Leben dadurch gefunden, mir nach stressigen Zeiten, unregelmäßig einen Tag oder ein Wochenende „off“ genommen habe.

Keine Handy, keine Verpflichtungen, kein gar nichts – nur das, worauf ich Lust habe.

Das Doofe:

Mit Baby geht das jetzt erstmal nicht mehr.

@claras.dad 

Gepaart mit sparsamen Nächten sorgt das für einen Zustand, den ich nicht selten als „Dauerfeuer“ wahrnehme. Wie eben andere Eltern sagen als „24/7-Job“.

Kommentar

Um das Vaterleben ranken sich viele Mythen und Legenden.


Wie bereite ich mich auf die Geburt richtig vor?

Lerne wie Du Dich auf die Geburt vorbereitest, so dass Du der stabile Fels in der Brandung sein kannst, den Deine Frau braucht (+ die Geburt genießen kannst).


Dass es ein Vollzeitjob ist, Vater zu sein, ist kein Mythos. Und ich kann Erik’s Gefühl unter „Dauerfeuer“ zu stehen, nachfühlen. Morgens aufstehen und zur Arbeit gehen. Der Feierabend vom Familienalltag geprägt. Natürlich wünschen wir uns das und haben uns daher für ein Kind entschieden. Trotzdem kann es anstrengend werden.

Wie immer, wenn es anstrengend wird, gilt es Ausgleiche zu schaffen.

Aus der Routine auszubrechen. Dazu hilft es, Dir frühzeitig eine Infrastruktur aufzubauen, die Dir und Euch Freiräume schafft. Können Eltern, Großeltern oder Geschwister aushelfen?

Linktipp: Ein guter Onkel zu werden heißt, seine Aufgabe genau zu kennen

Ihr könnt Euch gegenseitig Freiräume schaffen, um Euren Hobbys nachzugehen oder “raus” zu kommen. Mit Freunden treffen oder Sport zu machen.

Sebastian, was hättest Du übers Vater sein gerne eher gewusst?

Dass mir meine Kinder und meine Familie Sicherheit, Vertrauen und einen größeren Sinn im Leben gehen.

Früher dachte ich, mein Leben wäre „vorbei“, wenn ich erstmal Kinder habe. Ich hatte Angst davor, diesen Schritt zu gehen. Heute weiß ich, dass ich niemals mehr committet war, etwas aufzubauen. Etwas, dass größer ist als ich, weil es eben nicht mehr nur um mich geht. Das ist die wertvollste Erkenntnis in meinem Leben. All die Ängste, Zweifel und Sorgen waren unbegründet und vergeudete Zeit.###

Kommentar

Das sind sie, die Vorurteile, die abschrecken und völliger Quatsch sind.

Linktipp: Vorurteile zum Vater werden – und was ich davon halte

Zwischen Eltern und Nichteltern besteht eine Kluft. Und das ist nicht spaltend gemeint. Es sind Tatsachen. Wer keine Kinder hat, kann sich nicht vorstellen wie ein Leben mit Kindern ist.

Und das Gefühl, das Sebastian beschreibt, können nur Eltern nachempfinden.

Dies Gefühl, dass Kinder dem Leben einen anderen Blickwinkel geben. Das Leben fühlt sich auf sinnvoller an, als das Leben ohne Kind

Mein Artikel darüber erntet extrem viel Kritik – ausschließlich von Nicht-Eltern.

Linktipp: Ist unser Leben ohne Kinder “sinnlos”?

Francisco – was hättest Du gerne gewusst?

Ich hätte gerne gewusst… Wie ich am besten privates Leben und professionelles Leben trennen oder miteinander verbinden kann.

Das Leben als Vater, der ich GERNE bin, ist intensiv. Die Tage haben immer noch NUR 24 Std. Diese Brücke, Verbindung, … diesen Übergang zwischen den Rollen, die hätte ich gerne besser planen können“.

Kommentar

Als berufstätiger Vater hast Du schnell ein Gefühl der “Zerrissenheit”. Du spürst die Verantwortung ein Kind zu ernähren und zu versorgen. Deshalb willst Du Dich im Job richtig reinknien. Auf der anderen Seite möchtest Du viel Zeit mit Deiner Familie verbringen. Zwei Wünsche, die im Widerspruch zueinander stehen.

Wichtig ist, dass Du Dich nicht stresst. Es gibt nicht den Moment der völligen Balance. Vielmehr gilt es ständig zwischen Familie und Beruf zu balancieren. Darauf zu achten, dass nicht das eine so viel Zeit in Anspruch nimmt, dass das andere leidet.

Wie Du das hinbekommst, dazu gibt es verschiedene Optionen. Du kannst an Deiner Arbeitszeit schrauben. Dir Deine Freizeit bewusster einteilen (es soll ja nicht nur noch Familie und Job in Deinem Leben geben).

Wichtig ist, dass Du lernst effektiv “umzuschalten”. Also bei der Familie zu sein und abschalten zu können, um Eure Zeit zu genießen.

Linktipp: Wie Du endlich mehr Zeit für die Familie hast

Nico – was sollten Väter noch wissen

Schlafmangel: Es ist eine Foltermethode! 😉 jede Nacht und jeden Tag im 2-Stundentakt zu füttern. Nicht zu wissen, wann sich der Schlafrhythmus auf „Durchschlafen“ einstellt. Forscher sprechen bei fünf Stunden von Durchschlafen 🙂

Langsam geht es bei den Zwillingen in die richtige Richtung. Ich gebe zu Josy hat uns verwöhnt, sie hat mit 3 Monaten bis morgens durchgeschlafen.

Kommentar

Es lässt sich nicht beschönigen. Durch die Phasen mit weniger Schlaf müssen wir alle durch.

Die gute Nachricht zuerst. Es gibt ein paar wirksame Tipps und Strategien den Tag zu überstehen. Ach wenn die Nacht kurz war bedeutet es nicht, dass Du den Tag abschreiben musst.

Linktipp: Schlafmangel nervt – 5 Tipps, wie Du trotzdem den Tag einfach überstehst

Da Du jede Nacht ein paar Mal aufwachen wirst, kannst Du Dir auch dort helfen.

Eine Schichteinteilung hilft Euch, dass Ihr beide zumindest einigermaßen ausreichend Schlaf bekommt. Bei der Einteilung, wer, wann aufsteht, könnt Ihr auf Eure Lebenssituation eingehen. Muss einer von Euch morgens arbeiten gehen? Dann vielleicht eher die Schichten in der ersten Nachthälfte.

Was hilft, ist ein Familienbett. So werden zwar vielleicht beide geweckt. Es muss aber niemand aus dem Bett aufstehen und rüber ins Kinderzimmer wanken. Die Störungen sind daher weniger Schlaf unterbrechend.

Linktipp: Das Familienbett – Fluch oder Segen?

Und jetzt?

Du siehst, ein Vater zu sein ist ein Vollzeitjob der anstrengend und schlafraubend ist. Er ist aber auch das Beste, dass Dir passieren wird und Dein Leben nachhaltig zum besseren verändern.

Der Wissenstransfer von erfahrenen Vätern kann sehr hilfreiche Einblicke geben. Er hilft Mythen und Legenden rund um das Leben als Vater zu entkräften. Die meisten sind ohnehin Quatsch.

Wenn Dir so ein Austausch unter Vätern gefällt, dann empfehle ich Dir unsere papa online Community auf Facebook. Dort ist diese Art von Austausch an der Tagesordnung und jeder kann Fragen stellen.

Was hättest Du gerne über das Vatersein gewusst? Poste gerne Deine Erfahrungen als Kommentar, so dass diese Liste noch länger wird.

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