3 Zutaten für eine erfolgreiche Ehe

Würdest Du sagen, dass Du eine erfolgreiche Ehe führst? Wann hast Du Dir das letzte Mal überhaupt Gedanken zu Deiner Beziehung gemacht?

Kennst Du Deine Frau eigentlich noch?

Ein Bekannter von mir wurde vor kurzem von seiner Frau verlassen. Für ihn brach eine Welt zusammen.

Wie so oft haben sie sich in den 15 Jahren Beziehung auseinander gelebt und mein Bekannter hat es nicht mitbekommen. Daher kam diese Trennung für ihn wie ein Blitzschlag aus heiterem Himmel.

Ich bekomme die Details des Rosenkrieges und die Verzweiflung meines Bekannten recht nah mit und es beschäftigt mich sehr. Ich frage mich immer, wie es mir ginge, wenn mir so etwas passieren würde?

Alleine die Vorstellung, meine Frau würde mich verlassen und ich könnte meine Kinder nur alle 2 Wochen sehen, lässt mich nachts schweißgebadet aufwachen.

Was kann ich tun damit unsere Beziehung hält

Eine erfolgreiche Ehe ist Arbeit

Viele meinen, eine Ehe ist der Gipfel einer Beziehung.


Wie schaffen wir es Kinder und unsere Beziehung zu kombinieren?

Lerne wie Du Eure Beziehung frisch hältst so dass ich weiterhin auch ein Paar und nicht nur Eltern seid.


Du lernst Dich kennen, verliebst Dich, irgendwann ziehst Du zusammen und dann heiratest Du.

Zieleinlauf vor dem Altar.

Danach kannst Du es schlören lassen, wie man bei uns im Münsterland sagt – es also lockerer angehen lassen und Dir nicht mehr ganz so viel Mühe geben, wie in der Zeit davor.

Genau das Gegenteil ist der Fall. Eine Ehe ist ein Neustart für eine Beziehung. Ab dem Tag, an dem Ihr Euch das Ja-Wort gebt, beginnt eine neue Beziehung zu einandern – ein neues Level wenn Du so magst.

Und wie jede Beziehung, erfordert auch diese neue Beziehung Arbeit und vor allem Engagement.

Jeder der denkt, „unsere Beziehung wird schon“ halten ist naiv.

In Deutschland wird mittlerweile fast jede zweite Ehe geschieden. Deine und meine Ehe haben eine 50/50 Chance. Wer also glaubt ein guter Wille und ein bisschen Daumen drücken reichen, der wird sich über kurz oder lang vor dem Scheidungsrichter wiederfinden.

Niemand kann sich 100%ig davor schützen, dass die Ehe nicht doch irgendwann einmal kaputt geht. Es gibt aber ein paar Dinge, die ich für wichtig halte. Es sind die Hauptgründe für eine gescheiterte Beziehung und wenn wir es schaffen diese zu eliminieren, steht unsere Ehe auf deutlich gesünderem Posten.

1. Zeit miteinander verbringen

Erinnerst Du Dich noch an die Anfänge Eurer Beziehung. Keine Sekunde warst Du ohne Deine Partnerin und wenn doch, hast Du Dich gefühlt als fehlte Dir ein Arm.

Mit der Zeit wird das weniger und wenn Ihr verheiratet seit, Kinder habt, nimmt das ganz automatisch ab. Das ist normal und ich denke auch, das es sich nicht anders arrangieren lässt.

Dennoch ist es wichtig das Thema nicht zu vergessen. Auch wenn Ihr viel als Familie unternehmt und das genießt, vergesst nicht das ihr nicht nur Eltern seid sondern in erster Linie Mann und Frau

„Die wichtigste Aufgabe eines guten Vaters ist es, die Mutter seiner Kinder zu lieben!“

Sorgt dafür, dass ihr regelmäßig Dinge zu zweit unternehmt und Zeit miteinander verbringt – so wie früher.

Plant Abende alleine, ohne Kinder. Organisiert einen Babysitter und geht schön essen oder auch mal wieder tanzen.

Quartiert die Kinder übers Wochenende bei Oma und Opa ein und macht einen Wochenend-Ausflug. Es muss nichts teures sein oder ein weit entfernter Ort.

Es geht nicht um das was sondern darum, dass ihr eine schöne Zeit miteinander verbringt.

2. Lernt Euch regelmäßig neu kennen

Würdest Du von Dir behaupten, dass Du heute genau der gleiche bist wie im letzten Jahr?

Oder wie vor 5 Jahren?

Oder wie vor 10 Jahren?

Wohl kaum und das ist auch gut so. Es wäre doch schrecklich, wenn wir uns nicht weiterentwickeln würden.

Was für Dich gilt, gilt aber auch gleichermaßen für Deine Frau. Auch sie verändert sich, entwickelt sich und daran darfst Du bitte regelmäßig denken.

Spule noch einmal zurück und rufe Dir Eure Kennenlernphase in Erinnerung.

Was warst Du neugierig, damals. Du wolltest alles über diese Frau wissen und sie von Dir. Ihr kanntet Euch kaum und wolltet wissen wer das Gegenüber ist.

Kennst Du Deine Frau heute wirklich?

Ich weiß, dass ist eine provokante Frage und die Antwort darauf vielleicht nicht bequem.

Doch bitte jetzt nicht schummeln. Nur weil Du viel über die Vergangenheit Deiner Frau weißt, heißt das noch lange nicht, dass Du weißt wer Deine Frau heute ist.

  • Was ist ihr in ihrer aktuellen Lebenssituation wichtig?
  • Ist sie glücklich?
  • Welche Gedanken bewegen sei?
  • Wo sieht sie sich in 3 Jahren, wo in 5 Jahren?

Auf alle diese Fragen kanntest Du die Antwort – als Ihr Euch kennengelernt habt.

Aber kennst Du sie auch heute?

Gerade weil wir uns alle jeden Tag weiterentwickeln und am Freitag nicht mehr die gleichen Menschen sind wie am Montag davor, ist es so wichtig nicht nur Zeit miteinander zu verbringen, sondern sich auch über diese Dinge zu unterhalten.

Wie?

Stell Fragen.

Im Verkäuferjargon heißt es „… wer fragt, gewinnt…“. Also stell Deiner Frau Fragen und finde heraus wer sie heute ist, was in ihr vorgeht und erzähle ihr wer Du heute bist.

3. Sprich positiv über Deine Frau

Der Nachbar meiner Schwiegereltern redet über seine Frau immer als die Alte. Er meint es vielleicht nicht so böse wie es klingt aber ich habe es noch nie gehört, dass er den Vornamen seiner Frau benutzt, wenn er über sie spricht.

Wie wird wohl die Beziehung der beiden sein?

Positiv über Deine Frau zu sprechen bestätigt Deine Haltung zu Ihr. In dem Du positiv von ihr und über sie sprichst, begibst Du Dich in eine Positiv-Spirale.

Du siehst deutlich mehr von den positiven Eigenschaften Deiner Frau

Der Psychologe nennt es selektive Wahrnehmung. Je mehr Du die positive Seiten Deiner Frau herausstellst, desto mehr von diesen positiven Seiten wirst Du an ihr wahrnehmen.

Das funktioniert natürlich auch ins Gegenteil. Der Nachbar meiner Schwiegereltern, der ständig negativ von und über seine Frau spricht, sieht wahrscheinlich deutlich mehr Fehler und negativen Seiten an ihr und übersieht all die guten Seiten.

Deine Frau macht mehr Dinge, die Dir gefallen

Es geht nicht darum, Deine Frau zu manipulieren. Wir Menschen sind so vernetzt, dass wir mehr Dinge von dem tun, für die wir gelobt werden. Wir machen uns dieses Prinzip bei der Tiererziehung, Kindererziehung und Mitarbeiterführung regelmäßig zu nutze.

Dieses Prinzip funktioniert auch zu Hause. Wenn Du lobend erwähnst z. B.: wie schön Deine Frau aussieht, wenn sie ihre Haare offen trägt, wirst Du feststellen, dass sie ihre Haare immer häufiger offen tragen wird.

Es macht Dich resistent gegenüber der Versuchung

Eine der großen Gefahren für eine Ehe ist die Versuchung. Wenn Männer betrügen, dann meist nicht kalkuliert oder berechnet. Du wachst nicht morgens auf und denkst Dir „heute betrüge ich meine Frau“. Es ist die Versuchung die sich ergibt und der Du erliegst.

In dem Du positiv über Deine Frau sprichst, immunisierst Du Dich in gewisser Weise gegen diese Art von Versuchung.

Wenn Du von Deiner Frau in den höchsten Tönen sprichst, wird in Deinen Augen keine andere Frau Deiner das Wasser reichen können.

Wer könnte Dich da noch in Versuchung bringen?

Auch wenn die Statistiken heute ein anderes Bild malen – eine glückliche Ehe ist kein Glücksspiel.

Ich bin der festen Überzeugung, wenn wir die drei Zutaten – die ich für sehr wichtig halte – in unsere Ehen einbringen, steigern wir die Chancen auch in 20 Jahren noch zusammen zu sein, exponentiell.

Ich gebe das Wort ab an Dich: hast Du noch weitere Ideen, wie wir unsere Ehe erfolgreich gestalten können? Schreibe Deine Antwort in einem Kommentar.


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    Gast
    Michael
    6 Jahre zuvor

    In einer Ehe ist immer ein Geben und ein Nehmen. Und wenn man miteinander über alles reden kann sollte eine Ehe auch funktionieren.

    Gast
    6 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,
    für mich war dein Artikel sehr aufschlussreich, da ich ihn nicht mit den Augen eines verheirateten Mannes gelesen habe, sondern mit denen eines werdenden Vaters und werdenden Ehemannes. All die Punkte die du ansprichst sind wahr – allerdings sage ich das jetzt schon, bevor meine Ehe begonnen hat.

    Ich habe schon immer in der Beziehung eine Menge Arbeit gesehen, die man bereit sein sollte zu leisten. So haben wir von Anfang an z.B. darauf verzichtet, einen Fernseher zu haben. Stattdessen standen Unternehmungen und Unterhaltungen auf dem Programm. So wird ein Film schnell mal zu einem Kino-Ereignis und wenn nicht, ist gemeinsames Kochen und sich mitteilen auch eine schöne Beschäftigung. Nun vielleicht hab ich ja gut reden und einfach nur Glück mit meiner Frau, jedoch sind wir beide uns bewusst, dass wir stets aktiv an uns arbeiten müssen, damit ein WIR funktionieren kann. Passivität und Stagnation langweilen uns beide auch einfach nur.
    Wir schenken uns bspw. zu Anlässen wie Geburtstag und Weihnachten auch so gut wie nie Materielles. Lieber beschenken wir uns mit einer gemeinsamen Unternehmung oder verreisen zusammen. Ansonsten lade ich Madame mindestens 1x im Monat zum Essen ein. Dafür fahren wir auch mal gern quer durch die ganze Stadt, um z.B. eine neue Küche auszuprobieren.
    Solange wir beide dieses Denken teilen, sind wir glaube ich auf der sicheren Seite. Zumal die bevorstehende Hochzeit für uns nur etwas Formelles ist, da sich an unserem Miteinander dadurch (hoffentlich) nichts ändern wird.

    Ich bin dir für deinen Artikel jedenfalls sehr dankbar, da ich mich in meiner bisherigen Haltung bestätigt fühle und nun noch optimistischer in Zukunft schaue!

    LG Indro

    Gast
    6 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,
    ich freue mich schon darauf dich persönlich kennenzulernen!
    Dein Artikel und der Kommentar von Sebastian beschäftigen mich. Auch ich habe jemandem im Bekanntenkreis, der durch so eine Trennung gehen musste. Manchmal frage ich mich, ob man es sich nicht zu einfach macht, wenn man sagt: Ich habe alles getan und Sie/Er ist trotzdem gegangen, weil ich ihm/ihr nicht gereicht habe. Hatten beide so verschiedene Vorstellungen davon in welche Richtung sich das gemeinsame Leben entwickelt? Und wurde währenddessen dieser gemeinsame Weg nie angepasst an die sich entwickelnden Vorstellungen? Deine drei Punkte sind genau das, was man – egal welchen Geschlechts – immer wieder in den Fokus rücken sollte.
    Alles Gute allen die in einer Krise stecken und daran arbeiten dort wieder herauszukommen! Es braucht viel Kraft, aber es lohnt sich!

    Gast
    Sebastian
    6 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,
    sicherlich kann man viel für die Partnerschaft arbeiten und Deine angesprochenen Punkte sind sehr wichtig. Dennoch beruhen die Punkte leider immer auf Gegenseitigkeit! Was nützen die schönsten Urlaube oder die prächtigsten Komplimente, wenn „Frau“ das nicht wertschätzen kann (und dafür gibt es die unterschiedlichsten Gründe!“). Meine Frau hat sich mit den Worten :“…was das schon alles im Leben….“ getrennt. Und mehr konnte ich Ihr in Hinblick auf ein Familienleben inklusive Kind eigentlich nicht bieten…..aber für meine Frau mit Fokus auf die „eigene Selbstverwirklichung“ waren diese Ziele einfach nicht wichtig. Manchmal entwickeln sich Menschen leider unterschiedlich….da kann man dann nichts machen und die Geschichte geht Ihren Weg……

    Gast
    Eva
    6 Jahre zuvor

    Ein wirklich toller Artikel!
    Ich kann es nur unterschreiben. Aus einem nebeneinanderher-leben, sollte eine Gemeinschaft entstehen. Man muss miteinander kommunizieren – das ist für mich eigentlich der wichtigste Punkt!

    LG
    Eva

    Gast
    6 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,

    bin über deinen Betrag zur re:publica auf deinen Blog gestoßen. Hat mich sehr gefreut. Bist gleich im RSS-Reader gefangen. Schreibe hin und wieder über mein VaterSein.

    Beste Grüße.

    Philipp

    Gast
    Bine
    6 Jahre zuvor

    Hi Andreas!
    Der Artikel gefällt mir sehr gut. Sind, wie ich finde, auch DIE 3 essentiellen Punkte, die Du da angesprochen. Vorallem das mit dem „immer wieder neu kennenlernen“ habe ich so auch bereits vor ein paar Jahren für mich entdeckt. Bin zwar eine (junge) Frau, aber die Seite habe ich mir dennoch vorgemerkt, wenn es bei mir bzw. ihm und mir so weit ist. Super Seite, also: Danke also schonmal für die Beiträge 🙂

    Liebe Grüße,
    Bine

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