9 Tipps, wie Du die Motivation zum Lernen bei Deinem Kind hochhältst

Für Kinder ist der Schultag genauso anstrengend wie für uns Erwachsene das Berufsleben. Auch Routine und Gewohnheiten lassen die Anfangseuphorie und Begeisterung für das Lernen und die Schule verblassen.

Als Vater hast Du sicherlich erlebt, wie Dein Kind nach der Einschulung hoch motiviert in die erste Klasse gegangen ist. Jeden Tag hat es Dir begeistert von den Erlebnissen und Fortschritten beim Rechnen und Schreiben erzählt. Das Lernen, an das die Kleinen in diesem Alter oft noch in einer spielerischen Art herangeführt werden, fällt den Kindern leicht. Sie sind wissbegierig und mit viel Freude bei der Sache.

Schade ist, dass die positive Einstellung zur Schule und die Freude am Lernen oft nicht lange anhalten. Der Leistungsdruck, bei dem es nur noch auf gute Noten ankommt, nimmt unseren Kindern leider viel zu früh die Motivation zum Lernen. Frust und Lernvermeidungsstrategien folgen. So wird es immer schwerer, Kinder für die Schule zu begeistern. 

Lesetipp: Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Motivation zum Lernen bei Schülern steigern findet ihr hier im ELTERN!-Magazin von scoyo

Ursachen für mangelnde Motivation zum Lernen

Schon früh werden Kinder damit konfrontiert, dass nur der es im Leben zu etwas bringt, der sich gut in dem bestehenden Schulsystem zurechtfindet und ausgezeichnete Leistungen und Noten vorweisen kann. Kinder belasten diese Anforderungen. Auch wenn Eltern natürlich wollen, dass ihre Kinder durch die Schule gut auf unsere leistungsorientierte Gesellschaft vorbereitet werden, empfindet es der Nachwuchs mitunter als bedrohlich, was alles von ihm erwartet wird. Freude und Begeisterung, die idealerweise unsere Töchter und Söhne beim Erforschen von Zusammenhängen und neuen Wissenswelten antreiben sollten, gehen so schnell verloren.

9 Tipps für mehr Lernmotivation

Was kannst Du also als Vater tun, um den Wissensdurst Deiner Kinder hoch zu halten? Natürlich spielen Belohnungen für etwas, was gut gelungen ist, eine große Rolle. Doch in erster Linie geht es darum, Dein Kind so zu motivieren, dass es möglichst viele Erfolgserlebnisse im Schulalltag hat. Dann ist Dein Kind auch wieder mit Freude bei der Sache.

1. Bewegung macht munter

Wenn Du Dein Kind motivieren kannst, mit Dir jeden Morgen ein paar Bewegungsübungen zu machen, kommt gleich Schwung und gute Laune auf. Doch nicht nur deshalb ist Frühsport sinnvoll: Für Dein Kind ist es auch ein tolles Erlebnis, mit Dir als Vater etwas gemeinsam zu machen. Als Augleich ist es für die Kinder super wenn Du mit ihnen auch am Nachmittag noch etwas unternimmt, um dem Bewegungsdrang zu entsprechen.

2. Musik entspannt

Wecke Dein Kind bereits am Morgen mit Musik, die es mag. So können übrigens nicht nur Kinder schnell in eine beschwingte und positive Stimmung gebracht werden.
Lesetipp: Weitere Tipps für die ersten Schultage nach den Ferien ohne böses „Erwachen“ findest Du hier


Wie bekomme ich das mit der Erziehung richtig hin?

Lerne wie Du Dir einen Erziehungskompass baust, der Dich sicher durch alle Phasen Deines Vaterlebens manövrierst. 


3.  Die Vielfalt nutzen

Heute gibt es neben Büchern eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich mit bestimmten Themengebieten zu beschäftigen. Digitale Medien, ein Besuch im Museum oder ein Spaziergang mit wachen Augen durch die Natur sind nur einige Beispiele dafür, dass Wissensvermittlung nicht nur durch das Wälzen von Büchern geschehen kann.

4.  Belohnung muss sein

Um Dein Kind zu motivieren, am Lernen „dran“ zu bleiben, kannst Du es auch ruhig belohnen, wenn etwas nicht geklappt hat, es sich aber viel Mühe gegeben hat – so lernt es, das nicht nur das Ergebnis zählt, sondern auch der Weg dorthin. So kannst du verhindern, dass Dein Kind sehr frustriert ist, sondern im besten Fall sogar motiviert ist, aus den Fehlern zu lernen und nächstes Mal noch mehr rauszuholen.

5. Ausgewogene Ernährung

Dein Kind sollte am Morgen etwas essen – wenn das Frühstück dann auch noch ausgewogen und gesund ist (z. B. Obst mit Yoghurt und Müsli) kurbelt es den Stoffwechsel an und gibt Kraft für den Tag. Dies ist wichtig, um konzentriert am Unterricht teilnehmen zu können. Und das gemeinsame Frühstück verlängert das Ferienritual in den Alltag.
Lesetipp: Hier findet ihr mehr zum Thema Konzentration steigern mit ausgewogener Ernährung

6. Gemeinsam die Schultasche packen

Vor allem für den ersten Schultag nach den Ferien ist es wichtig, dass alles Notwendige an Büchern, Schreibzeug und anderen Lehrmaterialien vorhanden ist. Nimm Dir als Vater die Zeit und pack gemeinsam mit Deinem Kind bereits ein paar Tage vor Schulbeginn den Ranzen oder die Schultasche. Falls doch noch etwas fehlt, kann es in Ruhe besorgt werden. Wenn alles vorbereitet ist, kann Dein Kind die letzten Ferientage besonders gut genießen. Vielleicht könnt ihr ja zusammen auch das eine oder andere neue Schul-Utensil kaufen, dass sich Dein Kind selbst aussuchen darf, wie eine neue Federmappe oder einen coolen Rucksack. Das steigert die Vorfreude.

7. Einen Rückzugsort schaffen

Wer etwas lernen soll, kann dies nicht gut am Küchentisch erledigen, wenn in der Küche die Geschwister spielen oder das Essen vorbereitet wird. Für die konzentrierte Geistesarbeit, die das Lernen nun einmal ist, benötigt Dein Kind einen ruhigen Platz, an dem es sich wohl und geborgen fühlt.

8. Sonne macht gute Laune

Der persönliche Wohlfühlplatz für Dein Kind sollte idealerweise gleichzeitig ein sonniger Platz sein. Nach dem Klingeln des Weckers fällt auch das Aufstehen einfach leichter, wenn die Sonne ins Zimmer lacht.

9. Lernen lernen

Generell kannst du als Vater viel dazu beitragen, dass Dein Kind frühzeitig lernt, wie es sich effektiv Wissen aneignen kann und das möglichst aus Interesse heraus, nicht nur aus dem „Muss “. Zum „Lernen lernen“ gehört vor allem Eigenständigkeit und zielorientiertes Beschäftigen mit dem Lernstoff – auch über das das absolut Notwendige hinaus. Dies gilt vor allem für Themen, die Dein Kind besonders interessieren – denn nur das lernen sie wirklich gern (und wir Erwachsenen auch).

So könnte ein erster Weg sein, zunächst über verschiedene Lernmethoden zu sprechen und herauszufinden, wie es Deinem Kind am leichtesten fällt, etwas zu lernen. Hilft es vielleicht, Lernkarten zu verwenden, alles in eigenen Worten aufzuschreiben, sich ein Video anzuschauen, Online-Lernplattformen zu nutzen oder sich einfach über Themen zu unterhalten? Probiert es am besten einfach mal aus.

Als Vater solltest Du außerdem wissen, welche Stärken und Schwächen Dein Kind beim Lernen hat. Zusätzlich solltest Du auch darüber informiert sein, welcher Lernstoff gerade in der Schule vermittelt wird. So kannst Du Dein Kind gezielt unterstützen – und das zu Hause auch auf andere Art und Weise.  Wie wäre es mal mit einem englischen Filmabend, einem spannenden Gesellschaftsspiel, bei dem man zufällig auch noch rechnen muss, oder einem Besuch im Planetarium? Auch durch kleine Experimente können sich spielerisch Zusammenhänge erschließen. Dann entsteht durch das besondere „Aha-Erlebnis“ Wissen, das Eindruck macht und erhalten bleibt. Denn: Wichtig ist, dass der Stoff nicht nur gepaukt wird, um den nächsten Leistungstest gut zu überstehen. Lernen heißt auch „Begreifen“.

Und am wichtigsten ist die Freizeit, die Zeit mit der Familie, in der es auch um andere Themen als um Schule geht – denn Kinder lernen immer und überall, auch ohne Schulbuch.

0 0 Stimmen
Artikel Bewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

5 Kommentare
Am meisten bewertet
Neueste Älteste
Feedback
Alle Kommentare
Gast
Tobias Müller
1 Jahr zuvor

Danke fü die Tipps, wie man Kinder zum Lernen motivieren kann. Mein Neffe liest unglaublich gerne die GEO Zeitschrift und meine Schwester meinte, dass sie die Zeitschrift bestellt hatte, um ihn zum Lernen anzuregen. Wie hier auch angesprochen wird, gibt es so viele Möglichkeiten, sich mit verschiedenen Themengebieten zu befassen. Und Zeitschriften werden dabei unterschätzt. Mein Neffe ist begeistert!

[…] 9 Tipps, wie Du deine Kinder nach den Ferien zum Lernen motivierst Papa-Online gibt wertvolle Tipps, wie man Lern-Muffel wieder zum Lernen motivieren kann – hilft sicher auch abseits der Zeit “Nach den Ferien”. […]

Gast
Manfred
6 Jahre zuvor

Interessante Anreize. Teilweise aber etwas oberflächlich. Trotzdem lesenswert. Gerade der Punkt mit den Lerntypen.
Ich zähle aber nur 9 Punkte?

Gast
Helmut Kroos
6 Jahre zuvor

Wieso steht dort Bildrechte Scoyo?
Das Bild stammt von hier: http://pixabay.com/de/buch-gelangweilt-hochschule-bildung-15584/

!!!!

6 Jahre zuvor
Antworte  Helmut Kroos

Ist mir auch aufgefallen. Leider ein Fehler. Wurde korrigiert.

5
0
Meinungen? Feedback? Schreib einen Kommentarx
()
x