Elternzeit für Väter – Chance oder Gefahr?

Sprechen wir heute über Männer und „Vater werden„, so stellt sich oft die Frage nach der Elternzeit für Väter. Eine tolle Möglichkeit für Dich an der Erziehung Deiner Kinder aktiv teilzunehmen und Deine Frau zu unterstützen. Dennoch ist es noch nicht überall salonfähig „Hausmann“ zu sein. Unverständnis aus dem Umfeld und die Sorge um Karrierenachteile halten viele Männer immer noch davon ab Elternzeit einzureichen. In dieser Hinsicht können wir, mal wieder, viel von unseren schwedischen Nachbarn lernen. Dort gibt es die, „Elternzeit“ schon seit den 70er Jahren und wird von knapp 70% der Männer genutzt.

Ob Du Elternzeit einreichen willst hängt von vielen Faktoren ab. Die, aus meiner Sicht, vier wichtigsten (Karriere, Partnerschaft, finanzielle Situation & soziales Umfeld) möchte ich in diesem Blogpost etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Elternzeit für Väter: Auswirkungen auf die Karriere

Laut einer Umfrage von Väter-NRW.de glauben 47% der befragten Männer, dass die Elternzeit negative Auswirkungen auf Ihre Karriere haben könnte. 53% glauben dies nicht, ein ausgeglichenes Verhältnis also. Unklar ist, durch welche Berufsschichten diese Befragung gemacht wurde. Unter Managern ist es größtenteils jedenfalls noch unüblich und unerwünscht Elternzeit zu nehmen. Nichtsdestotrotz ist es eine ermutigende Information, dass keiner der Männer, die bereits ihre Elternzeit genommen haben, über negative Konsequenzen berichten konnte. Die Firmen denken um, denn auf lange Sicht betrachtet ist ein Mitarbeiter der eine ausgeglichene Work-Life-Balance hat, deutlich motivierter und leistungsfähiger als ein Mitarbeiter der sich zwischen Familie und Job zerrissen fühlt. Produktive und motivierte Mitarbeiter zu haben und diese an ein Unternehmen zu binden, wird für Firmen zunehmend wichtiger.

Dies bedeutet nicht, dass jede Art von Elternzeit ohne negative Konsequenzen für die Karriere bleibt. Je länger die Auszeit für die Familie genommen wird, desto schwieriger gestaltet sich der Wiedereintritt ins Berufsleben. Eltern, die länger als ein halbes bis ein Jahr in Elternzeit gegangen sind, sahen sich größeren Schwierigkeiten ausgesetzt – unabhängig ob Mann oder Frau. Dies ist wahrscheinlich einer der Gründe warum 73% der Männer nur 2 Monate Elternzeit in Anspruch nehmen.

Elternzeit schadet nicht – im Gegenteil

Elternzeit muss also der Karriere nicht schaden, im Gegenteil sie kann ihr sogar nützen. Die Zeit zu Hause mit den Kindern und die Erfahrungen die man als Mann in dieser Zeit macht, können sich durchaus – zurück im Berufsleben – positiv nutzen lassen. Der Elternalltag erfordert ein hohes Maß an Organisation und Timing. Zudem musst Du oft auf unvorhersehbare Ereignisse reagieren ohne dabei die Nerven zu verlieren. Sollte Dein Job viel Organisationstalent erfordern oder sehr hektisch und aufreibend sein, so können Dir die neu hinzugewonnenen „Soft-Skills„, wie es im Personalerdeutsch heißt, aus der Elternzeit hilfreich sein.

Elternzeit für Väter: Auswirkungen auf die Partnerschaft

Der Großteil der Männer nimmt die Elternzeit direkt zum Anfang, um die Frau während der ersten Zeit mit dem Kind zu unterstützen. Die zweit beliebteste Variante ist es, die Elternzeit zum Ende der Erziehungszeit der Frau zu legen, um Ihr so den Wiedereinstieg in den Job zu erleichtern. Für welche Variante Du Dich auch entscheidest, als Mann wirst Du in der Zeit zu Hause erleben, welchen Herausforderungen und Aufgaben sich die „Hausfrau & Mutter“ tagtäglich stellen muss. Diese Erfahrungen sind für viele Männer (fast alle die ich persönlich kenne) so einschneidend, dass Sie Ihre Frau nach der Elternzeit nach Kräften unterstützen und deutlich mehr Aufgaben im häuslichen Bereich übernehmen als vorher. Durch diese neue Verteilung der Aufgaben und Rollen innerhalb der Familie entsteht eine ganz neue Form des Partnerschafgefühls. Die Frau fühlt sich verstanden und unterstützt und dem Mann macht die „Teamarbeit“ zu Hause deutlich mehr Spaß als nur die Brötchen zu verdienen.

Elternzeit für Väter: Auswirkungen auf die finanzielle Situation

Wenn Du Elternzeit in Anspruch nimmst, bekommst Du in dieser Zeit 67% Deines Nettoeinkommens. Ein tiefer Einschnitt. Ob Du Dir das leisten möchtest und kannst solltest Du Dir schon genau überlegen. Dennoch rate ich von einer allzu rationellen Betrachtungsweise ab, denn die Zeit mit Deinen Kindern, gerade in den ersten Monaten ihres Lebens, lässt sich schlecht mit Geld aufwiegen.

Damit Du einschätzen kannst was auf Dich zukommt hier eine kleine Beispielrechnung:

Dein Nettoverdienst vor der Elternzeit = 2.000 €
Dein Elterngeldanteil (67% vom netto) = 1.340 €
 
Rechnen wir jetzt das Elterngeld Deiner Frau hinzu. Deine Frau hatte bisher im Schnitt 1.500 € netto und bekommt daher ein Elterngeld von 1.005 €.
Dadurch, dass Du ebenfalls 2 Monate Elternzeit nimmst, bekommt Ihr somit nicht nur 12 Monate die 1.005 € Deiner Frau sondern 12 Monate x 1.005€ + 2 Monate x 1.340€.
Gesamtelterngeld durch Deine Vätermonate: 14.740 €
Hättest Du die Vätermonate nicht eingereicht, hättet Ihr 12.060 € erhalten.

Sicher, wenn Du weiter arbeiten gegangen wärst, hättet Ihr am Ende mehr Geld eingenommen. Hier liegt es an Euch ob es Euch diese „Investition“ wert ist.

Reaktion des Umfeldes

Wie Dein Umfeld auf Deine Ambitionen Elternzeit zu nehmen reagieren wird hängt maßgeblich davon ab, wie viele von Ihnen bereits eigene Kinder haben.

Bist Du der Erste, so rechne nicht mit allzu viel Verständnis und mach Dich bei Eurer nächsten Kneipentour auf ein paar dumme Sprüche gefasst. Die Menschen, zu denen wir aufblicken und die wir idiolisieren, wechseln eben keine Pampers oder machen die Wäsche. Lass Dich dennoch nicht von Deinem Vorhaben abbringen sondern zieh es durch. Du wirst Dich wundern wie viele der Sprücheklopfer selbst die Elternzeit in Anspruch nehmen werden, wenn es erstmal bei Ihnen soweit ist.

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Solltest Du bereits viele Bekannte mit Kindern haben, kannst Du Dir auch nicht automatisch deren Zuspruch gewiss sein. Vielleicht haben sie Ihre Kinder bekommen als die Elternzeit noch nicht in der aktuellen Version existierte. Diese Vertreter können neidisch und mißgünstig reagieren, da Du diese tolle Chance jetzt hast und sie diese nicht hatten. Sprüche á là „… ich habe das damals auch so hin bekommen… „ dürfe aus dieser Ecke kommen.

Und jetzt?

Wie dem auch sei, konzentriere Dich auf das was Du willst. Es ist Deine Chance mit Deinem Kind eine sehr schöne Zeit zu verbringen und das Vatersein in vollen Zügen zu genießen. Das würde ich mir nicht von anderen zerreden lassen.

Ich persönlich habe keine Elternzeit genommen. Bei mir war es die Unvereinbarkeit mit dem Job und ich bedauere es heute sehr. Als wir unser erstes Kind bekamen, hatte ich keine Vorstellung davon, was mir entgehen würde. Jetzt, da unser zweites auf dem Weg ist, würde ich gerne Elternzeit nehmen was leider immer noch nicht möglich ist. Zum Glück habe ich heute die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten, was mir wenigstens die Gelegenheit gibt meine Arbeit ein wenig einzuteilen und meine Frau gerade in der Anfangsphase zu unterstützen.

Wie ist es bei Dir, hast Du Dich für oder gegen die Elternzeit entschieden? Warum hast Du so entschieden? Wenn Du Elternzeit genommen hast, wie war das so und hast Du später Nachteile im Job gespürt? Ich würde mich freuen, wenn Du Deine Erfahrungen als Kommentar posten würdest.

 


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    21 Kommentare
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    Gast
    unbekannt
    2 Jahre zuvor

    Ich habe lange hin und her überlegt.
    Tue ich es oder tue ich es nicht.
    Leicht habe ich es mir nicht gemacht.
    Nach reiflicher Überlegung bin ich den Weg gegangen und habe alles eingereicht.
    Obwohl ich berufliche Risiken und Nachteile eingegangen bin.
    Es mußte eine Vertretung gefunden werden.
    Später auf Arbeit zurückgestellt zu werden und nicht mehr 1. Wahl zu sein.
    Die oberste Geschäftsführung war mir wohlgesonnen mit der EZ.
    Die direkten Vorgesetzten aber hatten eine konservative Haltung und
    waren nicht begeistert. Ich war ein Exot in dem Bereich.
    Die Elternzeit hat mit mir etwas gemacht.
    Sie hat mich verändert.
    Ich sehe die Dinge jetzt aus einer anderen Warte.
    Ich durfte den Rollentausch erfahren.
    Ich bereue diesen Schritt nicht.
    Man muß dem Betrieb nicht allezeit andienend sein und auch mal Prioritäten setzen.
    Was ich bedauere ist es nicht für mein anderes Kind getan zu haben.
    Laßt euch nicht einreden das ihr unersetzbar seid.
    Jeder ist ersetzbar. Und das ist gut so.
    Niemand kann auf Dauer mit der Last der Unabkömmlichkeit leben.
    Genießt die Zeit. Sie kommt nicht wieder.
    Durchlebt sie mit allen Höhen und Tiefen.
    Sie wird Gewinn und Bereicherung sein.

    Gast
    3 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,

    auch bei mir steht bald wieder Elternzeit an – Gott sei Dank! 😉 – auf jeden Fall bin ich wohl einer der die Statistik erfüllt.

    Ich werde 1 Monat direkt nach der Geburt und höchstwahrscheinlich den letzten Monat der Elternzeit meiner Frau nehmen – für einen gemeinsamen Urlaub – bevor uns alle der Ernst des Lebens wieder ereilt!

    Ich bin sehr dankbar dafür diese Zeit mit meinen Kindern verbringen zu können. Mein Vater hatte früher diese Möglichkeit nicht.

    Und ich muss auch gestehen, dass ich keine beruflichen Unannehmlichkeiten fürchte. Das ist es mir einfach wert – und auch als Manager sind mir meine Kinder immer noch wichtiger als meine Firma.

    Ich mag meinen Beruf und dank dir habe ich auch kein schlechtes Gewissen mehr – das ich genau dort wo ich bin mein Bestes gebe.

    Danke dafür!

    Erholsames Wochenende

    Matthias

    Gast
    Denise
    11 Monate zuvor
    Antworte  Matthias

    Mich irritiert sowohl an diesem Post als auch ab dem Artikel selbst: Warum wird hier ausschließlich davon gesprochen, Monate mit der Frau gemeinsam zu nehmen? Das ist kein Vergleich dazu, sich die Elternzeit zu teilen und dann 6 Monate im Betrieb abwesend zu sein und zuhause auf sich alleine gestellt zu sein. Echte Gleichberechtigung funktioniert nun mal anders. Es ist ein Unterschied ob Frau ein Jahr im Betrieb oder Mann zwei Monate fehlt.

    Gast
    Matze
    6 Jahre zuvor

    Ich werde keine Elternzeit nehmen. Meine Zwillinge sind jetzt 10 Wochen alt. Ich arbeite in der Altenpflege und bin durch die Schichtarbeit entweder dem ganzen Vormittag ist den ganzen Nachmittag bei den Kleinen und kann meine Frau unterstützen. somit arbeite ich eigentlich 50% bei 100% Gehalt

    Gast
    Dennis
    6 Jahre zuvor

    Hallo Andreas,

    das Thema Elternzeit für Väter ist sehr spannend und wird für mich nun auch interessant.

    Wir erwarten Anfang kommenden Jahres unseren Nachwuchs. Mit dem Thema Elternzeit habe ich mich auch schon einmal gedanklich befasst.

    Bei uns besteht eine etwas speziellere Situation. Ich bin Angestellter, meine Frau hat einen eigenen Laden.
    Elternzeit wäre für sie dann sowieso nur mit der Gefahr möglich, Kunden zu verlieren.
    Ich arbeite als Manager, und kann nur das bekräftigen, was Du bereits in deinem Artikel geschrieben hast.
    Ich habe auch eher Befürchtungen, negative Konsequenzen in meinem Job durch meine Elternzeit zu erleben. Ich spiele aber mit dem Gedanken, dennoch Elternzeit zu nehmen, dann aber nur für ein paar Monate.
    Da ich aber (ich bin Anfang 30) immer mal wieder auch mit dem Gedanken gespielt habe, noch einen Master-Studiengang zu absolvieren, kommt natürlich auch die Überlegung ins Kalkül, dieses während der Elternzeit vollzeit, statt berufsbegleitend zu tun.

    Mal sehen… ?!

    Gast
    Chris
    2 Jahre zuvor
    Antworte  Dennis

    Hi Denis, was ist aus dem mal sehen geworden? Wie war deine Erfahrung und berufliche Konsequenz?

    Gast
    Jörg
    7 Jahre zuvor

    Hallo,
    eigentlich hatte ich 2mal Elternzeit. Nach der Geburt unseres Sohnes Anton bin ich 2 Monate zu Hause geblieben, um meine Frau zu unterstützen und erste Erfahrungen mit dem Baby zu machen. Da ich beruflich viel unterwegs bin, war das eine prima Sache. Für diese Zeit hatte ich in Absprache mit meinem Chef Überstunden und Urlaub angesammelt. Die reguläre Elternzeit nahm ich dann im Anschluss an die Elternzeit meiner Frau. Ich habe es bis heute nicht bereut, mich so entschieden zu haben. So ist mein Verhältnis zu meiner kleinen Familie trotz der manchmal sehr grossen beruflichen Distanz noch enger geworden. Gern nehme ich auch zwischendurch mal 2 oder 3 Wochen frei, um zu Hause bei meiner Familie zu sein. Mein Chef, selbst Vater von 2 kleinen Kindern,unterstützt mich darin. Find ich klasse!

    Gast
    Paule
    7 Jahre zuvor

    Ich mache gerade ein Dualstudium, mit dem ich zur Hälfte fertig bin(1,5 von 3 Jahren). Meine Freundin, ebenfalls Studentin, hat bei unserem ersten Kind Elternzeit bzw Urlaubssemester genommen. Jetzt ist ein zweites Kind unterwegs. Der Geburtstermin ist ca 1 Monat vor meinen nächsten Klausuren. Finanziell haben wir es mit einem Kind, und meinem Gehalt gerade hinbekommen.

    Das Problem was wir haben ist, dass ich, falls ich Elternzeit beantragen will, mindestens ein Jahr nehmen muss, da meine Ausbildung/Studium es durch seinen Ablauf nicht anders zulässt.
    Jetzt stehe ich vor der schwierigen Entscheidung Elternzeit zu nehmen oder mein Studium in den Vordergrund zu stellen. Einerseits möchte ich mein Studium schnellstmöglich abschließen, da wir dadurch größere finanzielle Sicherheit hätten, andererseits würde ich sehr gerne auch Elternzeit nehmen um mich mit meinen Kindern beschäftigen zu können und meine Freundin zu unterstützen. Auch wenn wir das eine Jahr „finanzielle unsicherheit“ überstehen würden, habe ich große Sorge nach der Elternzeit nicht wieder richtig in mein Studium rein zu kommen.
    Das Dualstudium ist sehr verschult. Das bedeutet, dass ich beim wiedereintritt nicht nur ein Jahr Lernpause hätte, ich würde auch in einen Kurs kommen, bei dem ich keinerlei Anschluss an die Kommilitonen habe.

    Sollte ich das Risiko eingehen, das Studium nicht zu schaffen und dann ohne abgeschlossene Ausbildung da zu stehen aber dafür für meine Freundin und meine Kinder da zu sein oder die Bedürfnisse meiner Freundin nach Unterstützung vernachlässigen und meine eigenen zurück stellen um zukunftsorientiert mich später besser um die Familie kümmern zu können?

    […] Das Elterngeld ist eine tolle Sache. Nicht das deswegen Paare Kinder bekommen die sonst keine wollen aber für die Paare, die Kinder haben wollen, macht es die Entscheidung leichter. Es schließt die Lücke, die ein wegfallendes Gehalt zwangsläufig hinterlässt zu 67 % und bietet einer jungen Familie etwas mehr Luft zum Leben. Ein Rechenbeispiel findest Du hier. […]

    Gast
    YoungDad
    9 Jahre zuvor

    Wie sieht es aus:
    Mutter Hausfrau – also null Einkommen. Vater erwerbstätig.
    Kann Vater 12 Monate Elternzeit nehmen? Bekommt die Familie dann 12x 65% vom Nettolohn des Vaters + 2x 300 Euro als mindestzahlung für die Mutter? Oder hat Vater gar kein Anrecht auf Elternzeit und Elterngeld, da Mutter eh nicht erwerbstätig ist?

    Gast
    PapaOnline
    9 Jahre zuvor
    Antworte  YoungDad

    Vorweg: ich bin kein Experte für Elterngeld, habe mich aber damit ein wenig auseinander gesetzt.
    Grundsätzlich gilt, dass jeder Elterngeld beantragen kann. Das Elterngeld entspricht 67% des letzten Netto-Gehaltes, min. 300 € max. 1.800 €, und wird 12 Monate gezahlt (14 Monate wenn der Partner ebenfalls 2 Monate die Betreuung übernimmt).

    In Eurem Fall rate ich Dir bei Beratungsstelle zu prüfen ob in Eurem Fall eine Auszahlung über 14 Monate überhaupt machbar ist da beide Partner in dem Fall zu Hause sind (http://www.elterngeld.nrw.de/elterngeld/beratung/index.php).

    Bei der Elterngeldfestlegung für die Frau gilt es zudem zu berücksichtigen seit wann sie Hausfrau ist und nicht arbeitet. Ist sie es seit der Geburt des Kindes oder schon länger? Wenn Sie seit der Geburt des Babies nicht mehr berufstätig ist, gilt das Gehalt vor der Geburt als Berechnungsgrundlage für das Elterngeld – also der Durchschnitt der letzten 12 Monate vor der Geburt.

    Ich hoffe, die Infos helfen Dir.

    […] sei hier Papa online erwähnt. Auf diesem Blog findet sich auch ein interessanter Beitrag zum Thema Elternzeit für Papas. Eine gute Idee (mit einer gewöhnungsbedürftigen Website) verfolgen die Leute von Väter.de. Nach […]

    Gast
    Schussel
    11 Jahre zuvor

    Wir werden uns die Elternzeit aufteilen – ich bin jetzt bis zum 11. Monat zuhause, und dann geht mein Mann für ein halbes Jahr in Elternzeit. Elterngeld wird also nicht für die komplette Zeit gezahlt, aber uns war es das wert. Gründe dafür gibt es viele – für mich ist es einfacher, je früher ich wieder einsteige; mein Mann möchte Zeit mit unserem Sohn; und der Partnerschaft tut bestimmt auch gut, wenn man beide Seiten („Ernährer“ und „Kind versorgen“) kennt. Wir sind sehr gespannt, wie es laufen wird. Sein Arbeitgeber war nicht begeistert, aber rechtlich kann er es ja nicht verhindern.
    Du schreibst, es wäre mit Deinem Job nicht zu vereinen – was wäre, wenn Du eine Frau wärst und damit bei einem Kind gezwungenermaßen zumindest einige Wochen aussteigen müsstest? Oder wenn Du einen Unfall hättest und zwei Monate krankgeschrieben wärst? Oft denke ich, es mag schwierig sein und auch Nachteile bringen (karrieretechnisch oder finanziell), aber es geht fast immer.

    Gast
    Schussel
    11 Jahre zuvor
    Antworte  Andreas

    Ah, das macht Sinn. Selbständigkeit ist nochmal eine ganz andere Sache. (und ich merke gerade, dass meine Frage etwas.. barsch formuliert war – das war keine Absicht und sollte kein Vorwurf sein.)
    Ich habe hauptsächlich deshalb gefragt, weil ich oft das Gefühl habe, dass manche Väter genau wie deren Arbeitgeber vorschnell ein „geht nicht“ in den Raum werfen, obwohl mit etwas mehr Flexibilität einiges möglich wäre. Und ich glaube, dass sich in diese Hinsicht noch einiges ändern müsste, um die Situation auch für die Mütter zu verbessern. Siehe auch die von dir angesprochene Situation in Schweden. Oder wie siehst Du das?

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