Können wir uns Kinder leisten? Ein Rechenbeispiel.

„Wir können uns keine Kinder leisten.“ Nicht selten hört man diese Antwort von kinderlosen Paaren als Rechtfertigung für Ihr Leben in Zweisamkeit.

Ich halte das in den allermeisten Fällen für eine schwache Ausrede weil sie nicht den Schneid haben zu sagen, dass Sie keine Kinder wollen oder sich der Verantwortung nicht gewachsen fühlen.

Wenn Kinder eine Frage des Geldes wären, was machten dann die Hartz IV-Familien mit 2 und mehr Kindern?

„Kann ich mir Kinder leisten?“ ist dennoch eine wichtige Frage, die sich viele Paare stellen bevor sie Kinder bekommen. Richtiger formuliert müsste sie eigentlich lauten: „Was kann ich mir zukünftig außer Kindern noch leisten?“

In der Tat ist die Entscheidung zu einem Kind auch eine finanzielle Entscheidung. Es sind hierbei nicht die „Anschaffungs-„ sondern vielmehr die „Betriebskosten“ die ins Geld gehen. Geld, dass zukünftig nicht mehr für andere Dinge zur Verfügung stehen wird.

Linktipp: Kaufen und sparen mit der Baby Erstausstattung Checkliste

Was kostet ein Kind?

Das Statistische Bundesamt hat vor einiger Zeit ermittelt, dass ein Kind im Bundesdurchschnitt ca. 550 €/Monat kostet. Mehrere Kinder zu haben lohnt sich, nach Ansicht der Statistiker, denn dann sinken die pro-Kopf Ausgaben auf 474 € (wahrscheinlich dadurch, dass Kleidungsstücke aufgetragen werden, etc.).

Etwas detailierter sieht es wie folgt aus.


Wie bekomme ich die Finanzen unserer Familie besser im Griff

Lerne wie Du die Finanzen Eurer Familie so managst, dass ihr finanziell sorgenfrei leben könnt. 


Die Anschaffung der Erstaustattung eines Kindes beläuft sich auf mindestens 3.000 €. Wer nicht nur das billigste kauft, muss realistisch mit ca. 5-6.000 € kalkulieren.

In den ersten 6 Lebensjahren geben Eltern für ein Kind im Schnitt 467 €/Monat aus. Dieser Betrag beeinhaltet alle sogenannten Konsumausgaben. Du musst nämlich auch berücksichtigen, dass sich der Energieverbrauch steigert. Es wird mehr geheizt und der Stromverbrauch steigt um über 100 € im Jahr.

Im Alter von 6-12 Jahren, also mit Beginn der Schulzeit steigen die Kosten für Kinder um 15-20% auf 570 €/Monat. Die Kosten für Kleidung und auch die Spritkosten steigen (im Schnitt um 40 €/Monat).

Die letzten 6 Jahre vor der Volljährigkeit sind die teuersten. 655 €/Monat, also weitere 15 % mehr, kostet Dein Kind dann im Schnitt. Die Kosten für Bekleidung steigen und auch der Bedarf an Nahrungsmitteln wächst gewaltig.

Bis hierhin hat Dich ein Kind ca. 128.000 € gekostet – exklusive Versicherungs- & Vorsorgekosten.

Realistisch gesehen ist hier aber nicht Schluss. Im Alter von 18 Jahren sind viele Kinder noch lange nicht finanziell unabhängig. Studium, Ausbildung und Co. kosten weiter Geld.

Gesteigerte Kosten, weniger Einkommen

Experten haben analysiert, dass Kinder 20 % des Haushaltseinkommens verbrauchen – in etwa so viel wie Miete. Jeder 5. Euro wird demnach für Kinder ausgegeben.

Fakt ist, dass neben den gesteigerten Kosten eine Familie mit Kindern meist auch über weniger Einkommen verfügt. Rund 63 % des Einkommens von kinderlosen Paaren haben Familien mit Kindern zur Verfügung.

Linktipp: Plötzlich Alleinverdiener! Kein Grund zur Panik.

Wie sind Kinder finanzierbar?

Wenn ich Dich bis hierher ziemlich geschockt haben dürfte (kaum jemand macht sich Gedanken darüber was ein Kind wirklich kostet), gibt es doch viele Möglichkeiten ein Kind zu finanzieren.

Zunächst einmal ist es wichtig alle Ausgaben zu kennen aber auch alle Einnahmen. Richtig, mit Kindern hast Du auch Einnahmen, die Du vorher nicht hattest und die helfen sollen das 37 %-Loch in Deinem Haushaltsbudget zu schließen.

  • Da wäre zu allererst das Elterngeld. Der Staat zahlt Dir 12 Monate lang 67 % des Einkommens des Partners, der in Elternzeit geht. Mindestens 300 €, maximal 1.800 €.
  • Ausserdem gibt es Kindergeld. 184 €/Kind für die ersten beiden Kinder, 190 € für das Dritte und ab dem Vierten gibt es 215 €/Kind.
  • Neben dem Geld was Du bekommst, sparst Du auch noch Geld – nämlich Steuern. Das geht dank des Kinderfreibetrages. Im Jahr macht das 1.824 € plus 1.080 € Sonderbedarfsbetrag oder, bei zusammenveranlagten Paaren, 3.648 € plus 2.160 €, die Du weniger versteuern musst.

Ich empfehle, eine genaue Aufstellung aller Einnahmen und Ausgaben zu erstellen und Dir so einen Überblick über Deine finanzielle Situation zu verschaffen. Dabei musst Du überlegen welche Kosten Du mit Kind haben wirst. Es wird sich auf der Ausgabenseite einiges verändern. Du wirst mehr Geld für Baby- und Kindersachen ausgeben aber weniger für privaten Konsum wie Kino, Restaurant oder andere Dinge. Vielleicht fällt ja ein Arbeitsweg weg was Spritkosten spart oder gar ein Auto überflüssig macht, das verkauft werden kann?

Grundsätzlich hat sich bei uns folgende Faustregel bewährt:

  • 70 % des Haushaltsbudgets für Lebenshaltung ausgeben (also Miete, Lebensmittel, etc.)
  • 20 % für den Abbau von Schulden ausgeben (wenn Du keine Schulden hast, spar das Geld für größere Anschaffungen oder Investitionen wie Urlaub oder ein neues Auto)
  • 10 % für Kapitalaufbau anlegen

Fakt ist und bleibt: mit einem Kind hast Du weniger Geld für Dich und Deine Bedürfnisse zur Verfügung.

Linktipp: Am Ende des Monats noch Geld übrig – so geht´s

Wird das Geld knapper, müssen die Ausgaben besser geplant werden und disziplinierter mit dem Geld umgegangen werden.

amazon wunschliste

Wenn Du den Wunsch hegst Vater zu werden lohnt sich ein Blick auf Deine finanzielle Situation um Dich darauf einzustellen ob und wie ein Kind Deine persönliche Gesamtsituation verändern wird.

Wie viel ist Dir ein Kind wert?

Bei all der Rechnerei darfst Du eines nicht vergessen. Es ist nicht alles kalkulierbar. Kinder zu bekommen und zu haben ist und bleibt ein kleines Abenteuer.

Die wichtigste Frage ist nicht ob Du Dir ein Kind leisten kannst oder was was Du Dir ausser einem Kind dann noch leisten können wirst.

Die Frage ist, was ist Dir es wert ein Kind zu haben? 

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Melanie
2 Jahre zuvor

Wir haben fünf Kinder, mein Mann ist Alleinverdiener (netto 2.300 €). Wir vermieten einen Teil unseres Hauses und kommen damit ganz gut zurecht. Klar sind wir noch nie in den Urlaub geflogen, aber wir kommen gerade vom Nordseeurlaub mit Pool zurück – und sind glücklich uns alle zu haben. Besitz zu haben, macht nicht glücklich! Einander zu lieben macht glücklich!

Blogparade: Aufgabe 4 | Wir mit Kind
9 Jahre zuvor

[…] Spielzeug und und und. Und danach wird es auch nicht billiger, denn Kinder kosten Geld. Viel Geld. Papa online hat gerechnet, dass ein Kind realistisch betrachtet bis zur Volljährigkeit etwa 128.000,- € […]

Gast
Janina Dietrich
3 Monate zuvor

Also ich muss sagen nach dem ersten Satz habe ich den Text nur noch überflogen. Ich möchte sehr gerne Kinder aber ich zerbrechen mir tagtäglich den Kopf wie ich mir Leisten soll und ja man kann zu arm sein um Kinder zu finanzieren. Es ist nicht selbstverständlich dass niemand ein Problem damit hat sich vom Staat aushalten zu lassen und nur noch in einer staatlichen Abhängigkeitssituation zu leben. Ich arbeite mein Leben lang und dann sozusagen zu sagen “ ja wenn du nicht beim Staat auf pump leben willst und jeden Monat um stattliche Almosen betteln willst- ja dann willst du wohl nicht wirklich Kinder“. Ich finde diese Aussage äußerst unsensibel und wird den Menschen die sich den Kopf zerbrechen wie sie ihren möglichen zukünftigen Kindern ein gutes Leben bieten können nicht gerecht.

Gast
Maren
1 Jahr zuvor

Hallo, mit dem Punkt Einnahmen und sparen habe ich so mein Problem…ich verdiene gutes Geld als Frau da sind die maximal 1800 € Elterngeld schon eine gewaltiges minus, zudem müsste ich mir in der Elternzeitn noch ein Auto anschaffen….da ich seit 7 Jahren einen Firmenwagen zur privaten Nutzung habe….also würden zum Fahrzeug auch noch Benzin kosten dazu kommen.
Für mich bedeutet das wesentlich mehr Kosten und wesentlich weniger Einkommen.

Gast
Frank
2 Jahre zuvor

Wie setzten sich die 467 €/Monat denn zusammen? Ist da auch der Einkommensverlust mit einberechnet wenn ein Partner zuhause bleibt oder nur noch Teilzeit arbeitet? Kommt mir sonst etwas hoch vor.

Warum heizt man denn z.B. mehr? Man hat vorher doch auch nicht mit dicker Jacke im Wohnzimmer gesessen?

Gast
Nina Franke
2 Jahre zuvor

Genau solche Gedanken haben mein Partner und ich auch. Zusammen verdienen wir nicht schlecht, haben keine Kredite, kein Auto und eine günstige zwei Zimmer Wohnung. Jedoch mit Kind, bräuchten wir eine größere Wohnung und die würde z.Z. in Berlin – StadtRand, mit mind. 800-900€ – mehr als das doppelte, was wir jetzt zahlen- zuschlagen. Auch ein Auto ( wenn auch nicht neu und groß), wäre wohl von Vorteil. Und das sind nur zwei Punkte, die monatlich 600-700€ Mehrkosten verursachen würden. Und da sind die Kosten für das Kind selbst noch gar nicht mitgerechnet. Das macht eben nachdenklich. Klar muss man sich finanziell einschränken, aber ich hätte Angst, bei Jobverlust, Krankheit o.ä. vor dem gefühlten Ruin zu stehen und das ist mir auch ein Kind nicht wert.

Gast
Mario
3 Jahre zuvor

Hallo, danke für den interessanten Einblick. Aber wie siehts mit fehlendem Wohnraum aus?

Wohne ich z.B. in getrennten Wohnungen bzw. in einer kleinen Zweizimmerwohnung zusammen kann die Wohnungssuche zum ziemlich großen Hindernis werden. Gerade in Großstädten ist dies ein nicht zu verachtender Hindernisgrund. Auch eine bestehende Familie zu vergrößern kann daran scheitern.

Nur ein noch günstiges Rechenbeispiel. Zweizimmerwohnung für 800 Euro im Monat. Eine größere Wohnung mit Platz für Kind fängt, WENN man sie denn findet, bei 1300 Euro an. So kommen für die 500 Euro Kalkulation die das Kind im Monat kostet einfach nochmal diese 500 Euro drauf. Denn eigentlich bräuchte man die größere Wohnung ja nicht.

Da überlegt man doch Zweimal…

Gast
Sophia
3 Jahre zuvor

Ich stimme nur teilweise zu, dass es eine rein emotionale Entscheidung ist. Zwar habe ich nie erwartet meinen eventuellen Kindern eine Kindheit zu bieten wie ich sie hatte in einem Haus mit Pool mitten in der Großstadt, aber einstecken zu müssen wenn es zur Ausbildung kommt, finde ich schwierig. Heutzutage muss man für einen wirklich guten Lebenslauf im akademischen Bereich für mindestens ein Jahr ins Ausland und das kostet schon viel, aber wenn man von einem Studium in Deutschland ausgeht sind das bereits bis zu 1000€ im Monat für Wohnung, Versicherung etc.
Mein Verlobter und ich verdienen nicht wenig, aber trotzdem wirkt es sehr schwierig für alles Geld zu finden.

Gast
Steffi
2 Jahre zuvor
Antworte  Sophia

Mein Partner und ich legen das Kindergeld, das wir monatlich bekommen, auf ein extra Konto, das tut zwar vor allem mir als „Teilzeittussi“ weh, denn es ist quasi mein Geld, aber mei, da schränk ich mich jetzt halt mit shoppen ein, mein Kleiderschrank ist eh voll und wenn man mal was braucht, gibt ebay-Kleinanzeigen oder diverse zu Verschenken Gruppen auf Facebook so einiges her.
Somit ist für das Studium und die Zeit nach dem 18. Geburtstag schon vorgesorgt.
Man muss seinem Kind auch kein „All inclusive“ Studentenpaket bieten, wir mussten auch während der Semesterferien bzw. auch der Studienzeit arbeiten um uns die eigene Bude, Partys, Urlaube und Klamotten leisten zu können.

Um noch weiter zu Sparen, bekommt unser Sohn hauptsächlich Secondhand Klamotten, es sei denn Oma kauft mal was neues. Das wird sich auch nicht so schnell ändern. Ich hatte als Kind auch nur Secondhand Klamotten und bin trotzdem glücklich groß geworden und wurde nicht gemoppt. (meist sieht man ja auch nicht, dass die Kleidung gebraucht ist)
Spielsachen etc. werden auch nur gebraucht gekauft.

Gast
5 Monate zuvor
Antworte  Steffi

Kollegin von mir hat heuer Kind bekommen. Musste Job aufgeben. Kriegt kein Elterngeld, war selbstständig. Modeljob. Hat gut Geld gemacht, aber nach der Geburt ist die Figur erst mal weg. Kann auch nicht mehr reisen. Wird wohl für immer Hausfrau bleiben……Ihr Mann bekommt nur 60 Prozent, wegen Corona. Laden ist zu. 1200 Miete, 2 Autos, Babyaustattung, und und und…….Kostet ganz schön……Wird wohl Einzelkind bleiben…….

Gast
马玉兰
3 Jahre zuvor

Der Artikel ist ja nun schon lange her, dennoch bin ich gerade zufällig darauf gestoßen und möchte hierzu auch etwas sagen. Ich kann es nämlich absolut nicht verstehen, wieso so viele Menschen darüber nachdenken, ob sie sich Kinder leisten können oder nicht. Klar, diejenigen, die am Existenzminimum leben, machen sich natürlich Sorgen, ob sie – wenn sie Kinder haben – diesen etwas bieten können und selber dabei auch nicht komplett zu kurz kommen müssen. Verständlich. Aber ich kenne so viele Fälle, in denen Menschen, die in meinen Augen absolut genug Geld haben, ebenfalls darüber nachdenken. Unser Nettohaushaltseinkommen liegt bei knapp 2.800 Euro. Ziemlich genau Mittelschicht. Viele, die ich kenne, verdienen deutlich (!) mehr und sagen nach dem ersten Kind: „Wir wollen kein zweites mehr, das ist finanziell kaum zu stemmen.“ Menschen, die ein Netto von 5.000 Euro und mehr haben! Das ist in meinen Augen sehr sehr schrecklich und zeigt im Grunde nur, wie konsumgeil unsere Gesellschaft geworden ist. Man braucht nicht jedes Jahr ein neues Auto, man braucht nicht unbedingt ein Eigenheim, man muss nicht ständig Urlaub auf den Malediven machen, die Kinder müssen nicht ständig Markenklamotten tragen und auch keine drei Hobbys parallel haben. Es ist alles eine Sache des gesunden Haushaltens und natürlich, welche Prioritäten man setzt. Wie auch schon im Artikel gesagt. Klar, dann hat man halt am Ende Kohle en masse, aber niemanden, der im Alter noch für einen da ist. Unsere Eltern, Onkel, Tanten etc. sterben meist vor uns. Ich glaube, viele schätzen das Thema „Alterseinsamkeit“ vollkommen falsch ein. Und zum Thema Baby Erstausstattung. Wer bitte gibt 3.000 Euro oder gar mehr dafür aus?! Wir haben für alles damals im ersten Jahr rund 1.500 Euro ausgegeben (Babybetten, Kinderwagen, Tragehilfe, Tragetuch, Klamotten, Wickelaufsatz, Spielzeug, Krabbeldecke, Baby-Handtücher, Spucktücher, Windeln und und und…). Es gibt sowas, das nennt sich „Second Hand“ und ist – gerade bei Babysachen – absolut empfehlenswert. Es ist günstiger und die Klamotten sind noch dazu schadstofffrei, da schon mehrfach gewaschen. Perfekt! Manchmal verstehe ich echt nicht, wieso so viele Menschen alles neu kaufen müssen. Es gibt so tolle gebrauchte Sachen. Man werfe einen Blick in Ebay. Top Artikel, top Zustand, top Preise. Was will man mehr? Sorry, aber viele Menschen können einfach nicht anständig haushalten und sich deswegen „keine Kinder leisten“.

Gast
Hedonist
2 Jahre zuvor
Antworte  马玉兰

Hey,
ich kann dir überhaupt nicht zustimmen, natürlich ist es total wichtig sich zu fragen, ob man sich ein Kind leisten kann & will.

Als ich das mal durchgerechnet habe, habe ich mich gefragt, was ich mit dem Geld stattdessen oder lieber machen würde. Meine Antwort darauf war: Ich möchte selbst wenn es mich nur 500€ mehr kosten würde im Monat, dieses Geld lieber für mich selber ausgeben. Z.B. ist mir auf Anhieb Bildung, Sportarten/Bewegung die relativ teuer sind, Investitionen in ein eigenes Unternehmen, ein Sabbatical/längere Reise von Zeit zu Zeit. Das neueste Handy oder Fernseher brauche ich auch nicht, auch muss ich nicht ständig Essen gehen oder ins Kino.

Aber den Menschen zu sagen das und das brauchen sie nicht , finde ich schon sehr anmaßend von dir.

Ich warte ja nur auf das Totschlagargument, wer denn mal meine Rente zahlt! Tja da kann ich dir sagen: Vermutlich nicht deine Kinder oder sonst jemand, weil ich allerspätestens mit 67 völlig finanziell frei bin und ich eh weiter arbeiten will solange ich es kann und ich etwas machen kann, was ich liebe und gebraucht wird. Bedeutet, ich werde voraussichtlich keine Rente beziehen, außer alles geht schief was nur schief gehen kann.

Falls es überhaupt eine Rente geben wird, unsere in Sachen Digitalisierung etwas verschlafene Regierung verschließt sich meiner Meinung nach gerade vor dem krassesten gesellschaftlichen Wandel den wir in der Menschheitsgeschichte erleben. In 30-40 Jahren wenn eure Kinder dann quasi meine Rente zahlen würden, werden vermutlich die meisten gering bis mittel qualifizierten Arbeitskräfte nicht mehr gebraucht werden. Vielleicht 15-20% der Bevölkerung werden dann relativ viel verdienen, dann ein paar Prozent so ein bischen und der größte Teil wird vermutlich so etwas wie ein Grundeinkommen beziehen, was nicht weiter schlimm ist, weil durch die Digitalisierung/Automatisierung Waren und Dienstleistungen zu ziemlich geringen Preisen angeboten werden können. Nur Nettosteuerzahler, bedeutet Menschen die mehr an den Staat transferieren, als sie bekommen wird es dann vermutlich nicht soviele mehr geben.

Ja am Ende werde ich Kohle en masse haben und weißte was? Ich werde sicherlich einen Teil meinem Neffen vererben und der Rest wird gespendet. Reich sein und damit Gutes/Bedeutsames tun steht auf meiner Liste ganz oben was ich in meinem Leben noch erreichen möchte. Absolut alles erreicht in meinem Leben hätte ich, wenn ich zu denjenigen gehöre, die durch ihr Tun die Gesellschaft nachhaltig zum besseren verändert haben. Zumindest möchte ich was Einkommen angeht zu den 1% unserer Gesellschaft gehören und dann mit dem Geld viel Gutes tun.

Ja im Alter kann es passieren, dass ich einsam bin, dass kann dir mit Kindern aber genauso passieren, geh doch einfach mal in ein Altersheim und frag die Leute wie oft ihre Kinder sie besuchen kommen. Wenn man das denn dann überhaupt will, ich möchte keine Pflichtbesuche von Kindern und Enkeln.

Am Ende des Tages so habe ich die Erfahrung gemacht, zählt neben Netzwerkpflege einfach die Tatsache, ob man ein interessanter Zeitgenosse ist, mit dem man gerne Zeit verbringt oder nicht.

Wenn alles gut läuft, kann ich auf ein derart interessantes und erfülltes Leben zurück blicken, wo die Leute einfach gespannt lauschen wollen und Zeit mit mir verbringen WOLLEN.

Gast
Liora
1 Jahr zuvor
Antworte  Hedonist

Hallöchen,

ich finde es sehr verständlich, was du geschrieben hast und wünsche dir, dass du deinen Traum erfüllst und reich und wohltätig wirst! Ich glaube aber, du bist mit dem Kommentar gar nicht so gemeint. Weil von Menschen gesprochen wurde, die Kinder haben wollen, allerdings glauben, es sich nicht leisten zu können.
Du möchtest ja prinzipiell einfach keine Kinder haben (klang zumindest danach), was absolut legitim ist.
Ich glaube in Deutschland herrschen ganz gute Voraussetzungen um, wenn man unbedingt Kinder haben möchte, auch finanziell irgendwie klar zu kommen.
Und mal nebenbei bemerkt, ich stimme zu, dass 3000€ völlig übertrieben sind. Wir haben keine 500€ für die Erstausstattung ausgegeben 🙂

Gast
Aha19
4 Jahre zuvor

Bin (m35) selber mit einem Einkommen von knapp über 950 Euro (Studium, Facharbeiter, Jobverlust, danach prekäre Anstellungen) bei relativer Armut. Die Partnerschaftssuche ist hier schon ausgeschlossen. Kinder sind natürlich undenkbar. Man gehört nicht zur Mittelschicht und spürt dies täglich. Nicht zu erwähnen, dass man leider nicht gern gesehen ist als Single mit derartigen „Problemchen“, denn keiner will sich den Standard antun. Muss man wohl mit sich selber ausmachen.

Gast
Christian
5 Jahre zuvor

(Ex-)Frau und ich beide Geringverdiener. Scheidung, wegen andauernder Geldprobleme und Überstunden um die Geldprobleme zu reduzieren. Frau mit Kindern weggezogen. Lebe am Existenzminimum und das noch mit ständiger Kontrolle, ob ich nicht doch noch mehr bezahlen könnte.

Zu eurer Beruhigung. Frau und Kindern geht es gut. Der neue ´Papa`kann den Kindern mehr bieten. Hat den Kindern jetzt sogar Skier gekauft.

Lasst ruhig euer Herz entscheiden und nicht euren Geldbeutel 😉

Gast
Robert
5 Jahre zuvor

Ein guter Artikel. Leider ist es aber dennoch so, das man sich Kinder entweder leisten kann oder nicht. Natürlich geht es „irgendwie“ wenn man unbedingt will, aber man möchte ja nicht wegen der Kinder finanziell total abstürzen und sich nahezu nichts mehr leisten können. Wir stehen gerade vor der Entscheidung: Ein Eigenheim oder ein Kind? Wir verdienen zwar beide nicht schlecht, aber beides ist finanziell nicht drin. Das sagen einem leider auch direkt die Banken und Finanzberater nach Einsicht in die jeweiligen Gehaltszettel. Eine wirklich schwierige Entscheidung, denn das eine ohne das andere macht nur wenig Sinn.

Gast
sky
3 Jahre zuvor
Antworte  Robert

Und wie habt ihr euch entschieden?

Gast
3 Jahre zuvor
Antworte  sky

Dafür. Natürlich.

Gast
Tobi
6 Jahre zuvor

Hallo,

Die steuerrechtlichen Folgen des Elterngeldes möchte ich hier gerne mal an einem Beispiel vorrechnen:

Elterngeld: 1500,-€/Monat
je nach Geburtsdatum des Kindes sind das dann im ersten Jahr 1.500 – 18.000 € und im zweiten Jahr der Rest.

Die günstigste Verteilung erreicht man bei Geburt in der Jahresmitte.

Das Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt, das bedeutet, dass es zunächst steuerfrei ist. Bei der ESt-Veranlagung dann aber den persönlichen Steuersatz erhöht. Liegt der zum Beispiel bei einem Einkommen von 40.000 € bei ca. 31%, so erhöht sich dieser durch beispielsweise 10.000 Elterngeld auf 33%

Steuerliche Mehrbelastung 2% von 40.000 also 800 €.
Das muss sich aber jeder für sich individuell selbst ausrechnen.
Bei mir kamen im Jahr der Geburt noch ordentlich Werbungskosten durch eine ziemlich teure Fortbildung dazu.
Im Jahr nach der Geburt konnten wir die Mehrbelastung durch die im Rahmen der Einkommensteuererklärung geltend gemachten Kinderbetreuungskosten nicht nur kompensieren, sondern auch hier eine Erstattung raus holen.

Gast
Frank
6 Jahre zuvor

Super Artikel. Schön sachlich geschrieben. Sofern das bei dem Thema überhaupt geht.

Klar ist ein Kind etwas emotionales, aber trotzdem „zahlt Kinderlachen keine Miete“ um es mal ganz fies auszudrücken.

Das ein Kind Freude macht ist gar keine Frage, das macht ein Sportwagen aber auch. Den würden sich aber auch die wenigsten kaufen, wenn es dann gerade so langt…

Gast
6 Jahre zuvor

Ich persönlich finde ja, dass der kapitalistische Ansatz der falsche ist – weil Kind(er) dabei nur verlieren können.

Wer sich auf die Kosten fixiert, wird nie ein Kind zur Welt bringen. Aber das Leben besteht aus mehr als Soll/Haben. Das hat nur der westliche Kapitalismus vergessen …

[…] es klappen wird. Denn eine Frau kann gar nicht anders, als sich genug Gedanken darüber zu machen, ob man sich ein Kind auch wirklich leisten kann. Eine Frau macht sich grundlegende Gedanken, ob ein Kind wirklich in die Lebensplanung passt. Ob […]

Gast
6 Jahre zuvor

Super Post und sehr schön übersichtlich! Wobei mich interessieren würde, ob in der Kalkulation der monatliche Beitrag für Kita-Gebühren enthalten ist. Ich kenne mich nur in Süddeutschland aus und dort zahlt man schon mal 300-500€ im Monat für die Betreuung je nach Umfang.
Als wir noch in Deutschland lebten, kam mir übrigens alles sehr „teuer“ vor. Nun, seit wir ausgewandert sind, sind die Kosten für die Kids um ein Vielfaches höher und dazu entfällt das Kindergeld. Wehmütig denke ich an good old Germany zurück…

Zum Thema Altersvorsorge möchte ich noch schnell den Begriff „Riester“ in den Raum werfen. Da kommt natürlich (vor allem bei meheren Kindern) eine Rendite raus, die sonst kaum erzielbar wäre. Vor allem im Jahr nach der Elternzeit, da ist es sogar möglich, nur 5€ monatlich einzubezahlen. Das sind also 60€ im Jahr die einbezahlt werden. Hinzu kommt dann vom Staat die jährliche Zulage für den Sparer (154€) und für jedes Kind (300€ für Kinder, die nach 2008 geboren wurden und 185€ für ältere Kinder).

Gast
GegenRiester_Rürup
6 Jahre zuvor
Antworte  Sarah

Hi,

schon mal ausgerechnet, was Ihr dem Staat dank diesen, wie ich finde, Mogelpackungen zurückzahlt?

Einerseits wird hier über Umgang mit Geld gesprochen, aber vieles nicht wirklich erörtert.

Klar kosten Kinder Geld. Mein Vater hatte mir sehr gut Vorgerechnet, was ich gekostet habe. Diesem Schock möchte ich keinem Kind geben.
Hätte er lieber davon sein Eigenheim bezahlt!!!

Ich möchte ein oder zwei Kinder, weil…
…das Lachen eines Kindes, das aus seinem Herzen kommt, einfach der Hammer ist!!!
…es spannend ist, wie es heranwächst.
…es die tollen Erlebnisse sind, wenn es anfängt zu sprechen, anfängt zu laufen.
…das die schönste Zeit ist, die man haben kann.
…das das schönste Hobby ist.

Das ist unbezahlbar!!!

Vielleicht ist das auch Egoistisch!!! Was nicht?

Das Leben lässt sich nicht aufhalten!!!

Gast
Micaela
2 Jahre zuvor

Kinder sind einfach zu teuer. Ich wollte immer eines oder zwei. Es ging sich nie aus, da ich mit Studium und Beruf voll ausgelastet war. Danach machte ich diverse Zusatzausbildungen. Dann war ich zu alt, hätte keine Zeit für Partner. Heute bin ich froh. Auch ohne Kinder kann man sein Leben genießen. Ich übe gerne meinen Beruf aus. Wenn ich höre, was Kinder heute kosten, dann versäume ich nichts. Schulausflüge, Schikurs, Sprachwochen, Computer. Das ist kein Luxus, es wird verlangt.

Gast
Thorsten
6 Jahre zuvor

Hi,

was ist denn der Sonderbedarfsbetrag? Ich finde dazu nicht wirklich eine Erklärung im Netz.
Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass Kinderfreibetrag und Kindergeld gegeneinander aufgerechnet wird.
Im Großen und Ganzen fühle ich mich schon ganz gut aufgehoben in Deutschland.
Alleine durch die Steuerersparnis durch Ehegattensplitting, sobald ein Partner nicht mehr arbeiten geht, kommt schon deutlich Geld in die Kasse. Der Progressionsvorbehalt ist ja kein richtiges Minus, wie überall behauptet wird, sondern schmälert nur den Bonus durch das Splitting ein wenig. Muss man natürlich alles mal durchgedacht haben, um nicht von einer Nachzahlung überrascht zu werden.

Rechne ich Elternegeld (gerechnet auf zwei Jahre!), Kindergeld und den fehlened Arbeitsweg gegen, dann ändert sich beim Netto nicht viel.

Gruß,
Thorsten

Gast
6 Jahre zuvor

Hallo,

Sehr guter und interessanter Artikel.
Seit der Geburt unseres Sohnes zwickt es auch in der Haushaltskasse. Ich habe das Glück Überstunden machen zu können, so gleicht es sich halbwegs aus.
Aber das Lachen meines Kleinen lässt mich alles finanzielle vergessen…

Liebe Grüße
Roland

Gast
Franky
6 Jahre zuvor

Cooler sachlicher Artikel ohne rosa Babybrille. Finde ich gut.

Gibt es irgendwo auch ein Rechenbeispiel? Mich interessiert vor allem was Eltern in Bezug auf Altersvorsorge/Versicherung tun. Setzt man das aus oder geht das weiter?
Was bekommt der Partner, der zuhause bleibt, nach den 12 Monaten Elterngeld?

[…] Klar, als unsere beiden in dem Alter waren, hätte ich die 150 € im Monat gerne mitgenommen. Vater sein ist ganz schön teuer. Auf der anderen Seite konnten wir es uns leisten das meine Frau zu Hause bleibt. Wenn ich andere […]

[…] so ein Vergleich. Klar, Kinder sind teuer doch gehen wir es pragmatisch […]

Gast
Birgit
9 Jahre zuvor

Eigentlich möchte man diese Summen gar nicht so genau kennen 🙂 Wobei bei unserem 12 jährigen Sohn mir der Betrag noch höher vorkommt. Taschengeld, Klassenfahrten, Kindergeburtstage, Konsumwünsche und und… Aber irgentwie klappt es ja doch und wir haben nur ein kind. Andere Familien haben drei oder mehr Kinder, da sollte dann der finanzielle Aufwand multipliziert werden müssen.

Gast
Andrea
9 Jahre zuvor

Donnerwetter! Das sind ja Summen. Aber ich fürchte, gerade bei Großstadtfamilien in teuren Städten ist das noch nicht alles. Wenn der Wohnraum teuer ist, mietet man nur soviel, wie man wirklich an Platz braucht, und das wird mit jedem Kind mehr.

Ein Tipp: Wer ein Kind plant und vorhat Elterngeld zu beantragen, könnte über einen Wechsel der Lohnsteuerklasse nachdenken. Da bleibt zwar zunächst weniger Geld in der Tasche (was sich aber über die Einkommensteuererklärung wieder ausgleicht), dafür ist das Elterngeld höher, und das bleibt!

Gast
PapaOnline
9 Jahre zuvor
Antworte  Andrea

Danke für den Spezialtipp 🙂

Gast
mark
6 Jahre zuvor
Antworte  Andrea

Und die Rückzahlung könnte dann auch höher werden.

Nicht schlecht.

Was kosten Kinder wirklich?…

Auf der Seite Papa-online.de habe ich einen interessanten Artikel gefunden, was Kinder wirklich – im Durchschnitt – so kosten. Der Artikel ist sehr aufschlussreich und hat mir mal wieder etwas die Augen geöffnet, dass Kinder kein Luxus…

Gast
9 Jahre zuvor

Wow – es ist wirklich interessant, was ein Kind so im Durchschnitt kostet. Dass sie nicht billig sind, war mir klar, aber dass es dann wirklich so viel ist, hätte ich nicht gedacht, vielleicht wollte ich es auch gar nicht so genau wissen 😉
Wir haben nämlich 3 Kinder und da kommt dann ja wirklich ein ganzer Batzen zusammen lach

Vielen herzlichen Dank für deinen tollen und auch kritischen Bericht!!!
Gianna

Gast
Knallfrosch
9 Jahre zuvor

67% Elterngeld stimmt so auch nicht. 1. sind es nur noch 65% und außerdem kommt es immer auf den Beruf an. Oftmals sind es nur noch knapp 50% weil unheimlich viel abgezogen wird (z.B. Zulagen (bei manchen ca.300 Euro pro Monat), Sonderzahlungen, aber auch Gehaltumwandlung!!!) So kann sein, daß, wenn man vorher 1600Euro auf die Hand hatte, nur noch 809Euro bekommt!!!!

Gast
PapaOnline
9 Jahre zuvor
Antworte  Knallfrosch

Sit wann ist das denn mit den 65% so?

Gast
Sadomoto
9 Jahre zuvor
Antworte  PapaOnline

Das ist ganz unterschiedlich, ich denke es sind sogar bis zu 85 % des Einkommens, in Abhängigkeit davon, wie hoch es denn ist/war. Richtig ist, das alles, was nicht Lohn/Gehalt heisst abgezogen wird, sprich 13. Gehalt, Leistungszulagen usw.

Gast
Knallfrosch
9 Jahre zuvor
Antworte  Sadomoto

Verzeihung, wie kommst Du auf 85% wenn das Elterngeld nur 65% beträgt?????

Gast
Knallfrosch
9 Jahre zuvor
Antworte  PapaOnline

Seid Januar 2011

Gast
9 Jahre zuvor

Auch gut zu wissen: Elterngeld „verfällt“ sozusagen nach drei Monaten. Wer also aus was für Gründen auch immer es versäumt oder nicht geschafft hat, das Elterngeld innerhalb der ersten drei Monate nach Geburt zu beantragen, geht für weiter zurückliegende Elternzeit leer aus. Es wird maximal drei Monate im Nachhinein bezahlt.

Gast
PapaOnline
9 Jahre zuvor
Antworte  Kerstin

Bist Du sicher? Ich meine das meine Cousine zu spät war aber alles bekommen hat.

Gast
9 Jahre zuvor
Antworte  PapaOnline

Ja, sicher. Leider 🙁

Gast
Peter
9 Jahre zuvor

Der Kinderfreibetrag greift aber erst, wenn dadurch mehr als das bereits gezahlte Kindergeld rausspringt. Und dann bekommt man auch nur die Differenz zum Kindergeld gutgeschrieben. Ist also eher bei höherem Einkommen der Fall.

Gast
PapaOnline
9 Jahre zuvor
Antworte  Peter

Puh, so tief bin ich in das Thema noch gar nicht eingestiegen. Lohnt sich aber bestimmt – vielleicht wird ja mal ein separater Beitrag draus. Danke für den Hinweis.

Gast
Henrik
9 Jahre zuvor

Mal wieder ein Super-Artikel, wenn auch sicherlich auf den ersten Blick etwas furcht einflößend. ABER: „Die Frage ist, was ist Dir es wert ein Kind zu haben?“ kann ich nur 100%ig unterstreichen!Auch wir sind jetzt schon jeden Cent am umdrehen, aber ich freue mich schon tierisch auf die Geburt unserer „Prinzessin“ im Dezember und (fast) alles was anschließend passiert!

Gast
PapaOnline
9 Jahre zuvor
Antworte  Henrik

Henrik glaube mir, die Vorfreude ist berechtigt.

Gast
Anonym
9 Jahre zuvor

Wir haben uns das vorher gar nicht überlegt, aber es sollte einem klar sein, dass man mit Kinder weniger Geld für sich hat.
Mit der verfügbaren Zeit verhält es sich übrigens genau so! Beim Elterngeld sollte man (wie du in einem anderen Artikel schon geschrieben hast) auf die Steuerprogression achten! 

Gast
PapaOnline
9 Jahre zuvor
Antworte  Anonym

Genau, danke dass Du den Artikel über die steuerlichen Auswirkungen des Elterngeldes noch mal zur Sprache bringst.
Hier nochmal der Link: http://papaonlinecom.wpengine.com/artikel/finanzen-2/2009/11/die-tuecken-des-elterngeld-das-solltest-du-wissen/

Gast
luxuskruemel
9 Jahre zuvor

KLasse Zusammenfassung die einem mal aufzeigen kann wo das Geld so bleibt.

Gruß
C hris

Gast
PapaOnline
9 Jahre zuvor
Antworte  luxuskruemel

Schon beachtlich, was da so zusammenkommt, oder?

Gast
luxuskruemel
9 Jahre zuvor
Antworte  PapaOnline

ja schon, aber darüber macht man(n) sich ja nicht wirklich Gedanken oder? Klar möchte man seinen Kindern etwas bieten können, aber ich denke auch das vielen heute auch die Relation zu Geld und Wert fehlt. Kinder brauchen ein stabiles Umfeld und das ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen, daran muss man arbeiten…

Apropo Elterngeld, dies ist meiner Ansicht nach eines der größten Witze des letzten Jahrzehnts. Egal wieviel Prozent es letztendlich sind, der Hammer kommt immer im Folgejahr mit einer saftigen Steuernachzahlung, bei den meisten die ich kenne zumindest. Diese Nachzahlung ist meist in der Höhe eines Monatselterngeld oder gar mehr! Deshalb muss man diesen „Monat“ finanziell gesehen auch von der Gesamtzeit abziehen.

Gruß
Chris

Gast
Ueberrascht
6 Jahre zuvor
Antworte  luxuskruemel

Hi Chris,

wo erfährt man mehr darüber?
Ist das Elterngeld auch eine, sorry, verar… wie Riester und Rürup? Da zahlt man als Otto-Normal-Verbraucher auch ordentlich die Zuschläge zurück.

Wie ist das beim Elterngeld?
Schade, das hier nicht mehr Info darüber steht.

Gast
Timo
2 Jahre zuvor

Ich finde die einleitenden Worte doch sehr überheblich. Es ist sicher keine Ausrede, wenn das Finanzielle einem Kind im Wege steht. Wir verdienen im Angestelltenverhältnis beide jeweils ca. 5000 Euro netto monatlich. Das „Aussetzen“ eines Elternteils würde uns bei einem Elterngeld von maximal 1800 Euro mtl. also allein im ersten Jahr fast 40 000 (!) Euro (exklusiv nicht gezahlter Rentenbeiträge etc.) kosten. Da keine Verwandten o.ä. zur Betreuung zur Verfügung stehen und wir derzeit beide ca. 60 Stunden pro Woche arbeiten, wäre – um es realistisch zu sehen – ein Elternteil zwingend dazu angehalten, langfristig auf eine 50 % Stelle zu reduzieren. Das Netto-Einkommen würde sich insofern in den Folgejahren um ca. 24 000 Euro jährlich reduzieren. Wenn man das jetzt mal bis zum 12. oder 13. Lebensjahr des Kindes hoch rechnet, ist man schnell bei einem Einkommensverlust in Höhe des Preises eines Einfamilienhauses – ohne dass hiervon für das Kind auch nur eine Scheibe Brot gekauft wurde. Das mit einem Hartz 4 Empfänger zu vergleichen, der zwar hart am Limit lebt, letztlich aber durch ein Kind keine Einkommensverluste, sondern – im Gegenteil – eine kostenlose Wohnungs-Vergrößerung plus zusätzlich monatlich (je nach Alter) 245 bis 322 Euro pro Kind erfährt?

Sicher wären wir mit unserem Einkommen immer noch in der Lage, ein Kind finanziell zu stemmen. Letztlich haben wir uns aber dagegen entschieden, da wir nicht in all den Jahren beruflich 70 Stunden Wochen gegeben haben, um anschließend durch ein Kind auf dem Niveau eines Durchschnittsverdieners zu verweilen. Es hatte den Sinn, sich einen minimalen Hauch von Luxus – immer noch ganz weit weg von all dem, was wirklich Reiche sich gönnen – leisten zu können und das ginge leider durch ein Kind nicht mehr.

Gast
Ruben
1 Jahr zuvor
Antworte  Timo

Sehr interessant die Rechnung von dieser Seite aufzumachen: Anstatt zu rechnen ob man sich ein Kind leisten kann, zu rechnen wieviel weniger Vermögen man aufbauen kann. Nur: Wozu? Braucht ihr die 10k Netto im Monat um glücklich zu sein oder müsst ihr einen Schuldenberg abzahlen? Ich verdiene alleine nicht so viel Netto wie einer von euch. Meine Frau arbeitet nicht und wir haben vier Kinder. 10 Prozent meines Einkommens Spende ich und uns geht es trotzdem sehr gut.
Klar habe ich mir schon mal überlegt welche Fernreisen und Autos ich ohne Kinder haben könnte. Aber wäre ich dann glücklicher?
Ihr könntet ja als Test mal versuchen eine Zeit lang das Gehalt eines Partners nicht anzurühren und wegzusparen und nur mit einem Gehalt klar zu kommen.

Gast
Sarah
1 Jahr zuvor
Antworte  Timo

Ich kann diese Argumente durchaus nachvollziehen.
Mein Partner und ich waren in einer ähnlichen Situation. Wir haben uns nur irgendwann gefragt: auch wenn wir noch so viel besitzen und uns noch so viel leisten können – wird das nicht mit der Zeit fad und es besteht die hohe Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwann zu dem Schluss kommt, dass man etwas wesentliches in seinem Leben verpasst hat.. Letztendlich haben wir uns genau aus diesen Gründen für ein Kind entschieden und es war die Beste Entscheidung die wir treffen konnten! Ein Kind bereichert dein Leben ungemein! Die kleinen Zaubergeschöpfe lehren dich schon von Geburt an mehr Weisheiten des Lebens, als es ein 1000 Seitiges Buch mit Lebensweisheiten jemals vollbringen könnte.

Gast
Lol
3 Monate zuvor
Antworte  Timo

Absolut kapitalistischen Denken, aber wer damit glücklich wird, bitte. Schafft euch bloß keine Kinder an, ihr würdet jeden Cent umdrehen und nicht eine Sekunde an liebe denken!!

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