Du hast Angst Vater zu werden? Lass mich Dir 7 Dinge sagen.

Bereitet es Dir Angst Vater zu werden oder zumindest so ein mulmiges Gefühl in der Magengegend? Dann ist dieser Artikel für Dich. Das mulmige Gefühl ist normal, dagegen kann ich nichts tun. Aber ich möchte Dir 7 Dinge sagen, Dir hoffentlich Deine Angst nehmen.

Es ist wirklich verwirrend.

Wenn Du Dich mit dem Gedanken auseinandersetzt Vater zu werden, laufen in Deinem Kopf alle möglichen Filme.

Du hast schon viel darüber gehört, wie es ist Vater zu sein. Auf einmal siehst Du nur noch Familien um Dich herum. Du beobachtest die Väter mit Ihren Kindern und fragst Dich, wie das wohl ist – das Leben als Vater.

Das ist nur eine der Fragen, die sicher in Deinem Kopf umherschwirren. Und diese Fragen bauen sich vor Dir auf und sorgen für diese Angst Vater zu werden.

Ich möchte Dir mit diesem Artikel ein paar Antworten bieten. Erfahrungen von mir als Vater über das, was Du über das Vater werden wissen solltest.

1. Du solltest bei der Geburt dabei sein

Wenn Du die Suchmaschinen im Netz durchforstest, findest Du immer wieder die Frage: “Soll ich bei der Geburt dabei sein?”.

Wir sind wahrscheinlich die letzte Generation, die sich diese Frage stellen wird. Ein kleines Überbleibsel aus der Vergangenheit, obwohl wahrscheinlich auch schon unsere Väter zu einem sehr hohen Prozentsatz bei der Geburt dabei waren.


Wie bereite ich mich auf die Geburt richtig vor?

Lerne wie Du Dich auf die Geburt vorbereitest, so dass Du der stabile Fels in der Brandung sein kannst, den Deine Frau braucht (+ die Geburt genießen kannst).


Bei der Geburt dabei zu sein ist ein tolles Erlebnis. Es ist super spannend und aufregend.

Neben dem Erlebnis, dass ich Dir empfehlen möchte, hat Deine Teilnahme aber auch noch weitere, positive Wirkungen.

Deine Frau fühlt sich deutlich wohler und sicherer, wenn Du dabei bist. Leider können wir als Männer bei der Geburt nicht viel ausrichten. Wenn Dein Beitrag aber der sein kann, dass Deine Frau sich wohl fühlt, dann ist das eine sehr gute Sache.

Der dritte und letzte Vorteil dreht sich wieder um Dich. Beziehungsweise um Dich und Dein Kind. Deine Beziehung zu dem Kind wird deutlich gefestigt, wenn Du es von Anbeginn seines Lebens begleitest.

Wenn ich daran denke, dass ich dabei war, als meine Kinder das Licht der Welt erblickt haben, bekomme ich immer noch eine Gänsehaut.

Bei der Geburt dabei

2. Du darfst Deinem väterlichen Instinkt vertrauen

Es gibt kaum jemanden, der am sogenannten Mutterinstinkt zweifeln würde. Beim Vaterinstinkt ist das schon anders. Als ich diese Zeilen auf meinem iPad tippe, erkennt die Software zwar den Begriff Mutterinstinkt, Väterinstinkt hingegen nicht.

Das sagt schon viel.

Es gibt ihn aber und er wird in dem Moment geweckt, in dem Du erfährst, dass Du Vater wirst.

Vielleicht verwechselst Du Angst Vater zu werden mit eben genau diesem Väterinstinkt?

Du bist sofort im Beschützermodus, denkst über Eure Zukunft nach, rechnest wie Du Deine Familie ernähren kannst und fängst gedanklich mit dem Ausbau Eures Nestes an.

Der Väterinstinkt hat andere Schwerpunkte als der Mutterinstinkt und das ist auch gut und natürlich so. Die Natur hat uns unterschiedliche Aufgaben gegeben und das findet sich in unseren Instinkten wieder. Deshalb den Väterinstinkt als weniger beachtenswert und wichtig zu betrachten ist falsch.

Sei Dir Deines Vaterinstinktes bewusst und vertraue darauf. Es ist gut und wichtig, dass Du anders bist als Deine Frau. Mach nicht den Fehler eine schlechte Mutter-Kopie zu sein, sondern sei ein gutes Vater-Original. Damit wird Dir im Umgang mit Deinem Kind vieles leichter fallen und Du bist ihm ein besserer Vater.

3. Du wirst in ein Loch fallen

Eine Geburt ist ein Wahnsinnserlebnis, das hatten wir schon. Es ist aber auch der Beginn einer Zeit, in sich vieles in Deinem Leben ändert.

Bisher hast Du mit Deiner Partnerin in trauter Zweisamkeit gelebt. Ihr wart für einander die wichtigsten Menschen. Tritt ein Kind in Euer Leben ändert sich das ziemlich drastisch.

Viele Männer haben auch deswegen Angst Vater zu werden. Sie fühlen sich als der unwichtigste Teil der Familie, weil jetzt alles um das Kind herum kreist.

Das männliche Ego stellt sich Dir in den Weg und fühlt sich zu wenig beachtet.

Lass Dich davon nicht beeinflussen.

Das Wichtigste, dass Du jetzt tun kannst ist, aktiv ein wichtiger Teil der Familie zu sein und an Eurem neuen Leben teilzuhaben.

Lesetipp: 10 Dinge, die Du mit Deinem Baby tun kannst

Das Vater Loch

4. Du steckst in einem Zeit Dilemma

Ein aktiver Vater zu sein benötigt Zeit und davon wirst Du immer zu wenig haben. Und es ist nicht nur die Vereinbarkeitsfalle, die hier zuschlägt.

Du möchtest weniger arbeiten, um bei Deiner Familie sein zu können, hast aber gleichzeitig immer die Angst, nicht genug bieten zu können. Du möchtest Deine Familie absichern und kniest Dich deshalb noch tiefer in die Arbeit.

Linktipp: Welche Ängste eine Schwangerschaft bei Vätern auslösen kann

5. Die Zeit mit Deinem Kind ist das Wertvollste, dass Du hast

Als Papa möchtest Du natürlich so viel Zeit mit Deinem Kind verbringen, wie möglich. Nicht nur für Dich ist das wichtig, sondern besonders für Dein Kind.

Du bist im Idealfall ziemlich anders als Deine Frau. Du spielst wilder, bist körperlicher, machst mehr Quatsch und traust Deinem Kind mehr zu. Kinder lieben und brauchen diese Gegensätze für die Entwicklung.

Deshalb tust Du gut daran nicht eine männliche Mutter sein zu wollen, sondern ein Vater. Sei der Vater, er Du sein möchtest und finde Deinen eigenen Stil.

Lesetipp: Sei der Vater, der Du sein möchtest.

Auch das Vatersein ist Übungssache. Versuche so viel Zeit wie möglich mit Deinem Kind zu verbringen und genieße diese Zeit.

Kinderliebe

6. Dein Kind liebt Dich, wie Dich noch nie ein Mensch zuvor geliebt hat

Es gibt nichts echteres als die Liebe Deines Kindes. Sie lieben Dich, sie brauchen Dich. Für Sie bist Du der beste, stärkste und tollste Mann auf dieser Welt.

Daran darfst Du immer denken und dieses Wissen hilft Dir, in schwierigen Phasen einen klaren Kopf zu bewahren. Kinder können auch mal nerven. Sie fragen Dir Löcher in den Bauch oder reden auf Dich ein wie ein Wasserfall.

Wenn Dich diese Phasen in den Wahnsinn treiben, denk daran, dass sie Dich lieben und Du ihr Star bist. Deshalb verhalten sie sich so.

7. Deine Lebensplanung wird sich verändern

Wir machen uns alle eine Art von Lebensplanung. Manche gehen dabei etwas detaillierter vor als andere aber wir haben alle irgendeine Idee, wie unser Leben aussehen soll.

Wenn ein Kind in Dein Leben tritt, wirst Du feststellen, wie sich diese Planung grundlegend verändert. Was Dir sonst so wichtig war entwickelt sich zur Nebensache. Deine Prioritäten im Leben verschieden sich grundlegend.

Das ist ein schleichender Prozess. Etwas das nicht sofort nach der Geburt geschieht. Nimm Dir nach 5 Jahren mal Zeit und mach Dir den Spaß Deine Ziele und Prioriäten mit denen zu vergleichen, bevor Du Vater wurdest. Du wirst sehen, dass Du ein ganz anderer Mensch geworden bist.

Um das Vatersein ranken sich so viele Geschichten und Gerüchte. Je nachdem welche dieser Geschichten Du aufschnappst, kannst Du ein falsches Bild vom Vatersein bekommen. Vielleicht verunsichert Dich einiges von dem, was Du so hörst.

Ich hoffe ich konnte Dir ein bisschen von dem näher bringen, was Du über das Vater werden wissen solltest. Gerade jetzt hoffe ich für Dich, dass die Vorfreude größer ist als die Fragen und die Ungewissheiten.

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Und jetzt?

Das was da auf Dich zukommt, verändert Dein Leben.

Und das ist toll so.

Es gibt keinen Grund Angst zu haben Vater zu werden. Such Dir aus den 7 Punkten einen oder zwei Punkte heraus, die Dir besonders wichtig sind. Präge sie Dir gut ein oder notiere Sie Dir irgendwo, damit Du sie zur Hand hast.

Wenn Du mal wieder etwas über das Vatersein hörst, was Dich verunsichert, rufe Dir diese beiden Punkte wieder ins Gedächtnis.


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    […] 7 Dinge, die Du vor dem Vater werden wissen solltest stellt Andreas vor. […]

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