Erstausstattung, Kinderausstattung und alles was Du sonst noch kaufen kannst

Familienauto – was man beim Kauf eines Papa-Taxis beachten sollte

Eine Veränderung, die mit Kindern für viele Männer zusammenhängt ist – der fahrende Untersatz.

Schnell wird Dein heißbeliebtes Coupe oder Cabrio zu eng, wenn der Maxi-Cosi auf der Rückbank Platz haben soll. Ein neues Fahrzeug, das berühmt berüchtigte Familienauto muss her.

Was aber gilt es beim Kauf zu beachten? Wie viel Zweck und wie viel Spaß muss bzw. darf sein? Ein heißes Eisen, dem ich mich möglichst pragmatisch nähern möchte. 

Als Single habe ich noch milde darüber gelächelt, als Papa weiß ich aber, wie wichtig ein Familienauto ist. Zählte zu Singlezeiten noch Leistung und Automarke, freue ich mich heute über jeden Kubikmillimeter Kofferraum mehr, den ich zur Verfügung habe.

familienauto - papa alleine

Neben dem Kofferraum bietet das perfekte Familienauto aber noch viele weitere Vorteile, die andere Autos nicht haben. Hier bekommst Du wertvolle Tipps dazu. Sei es die Befestigung für den Kindersitz, genug Platz um die Kuscheltiersammlung und den Kinderwagen gleichzeitig zu verstauen und genügend Sitzplätze, um die ganze Familie mitnehmen zu können. Wichtig ist für mich aber auch eine Steckdose, um das Tablet zu laden, und ein gutes Verbrauchs-Leistungs-Verhältnis, damit ich einerseits nicht ständig tanken muss, aber andererseits auch nicht der lahme Elefant auf der Autobahn bin.

Kombi oder Kleinbus?

Die erste wichtige Frage stellt sich bereits bei der Wahl des richtigen Autotyps: Nehme ich einen Van, einen Kombi, einen Kleinbus oder doch lieber eine Limousine? Jede Variante hat ihre Vor- und Nachteile. Deshalb muss man abwägen, welcher Autotyp es sein soll.

Vans und Kleinbusse bieten sehr viel Stauraum und verfügen meist über Schiebetüren, die das Be- und Entladen leichter machen. Kombis und Limousinen sind dagegen wendiger und benötigen weniger Platz, haben dafür aber auch wesentlich weniger Stauraum.

Persönlich hätte ich ein Auto mit Schiebetür (meine Frau hat aber von ihrem Veto-Recht gebrauch gemacht). Auch wenn der Unterschied auf den ersten Blick unbedeutend erscheint, kann eine Schiebetür im Alltag einen enormen Unterschied ausmachen. Dadurch können die Kinder besser einsteigen, Fahrräder mitgenommen und das Urlaubsgepäck oder andere sperrige Dinge besser verstaut werden.

familienauto - schiebetuer

Sicherheit

Neben dem Komfort mache ich mir als Vater natürlich auch immer Gedanken um die Sicherheit meiner Kinder. Schließlich verbringen wir jede Woche viel Zeit gemeinsam im Fahrzeug und auch wenn meine Frau und ich verantwortungsbewusst fahren, heißt das nicht, dass die anderen das auch tun.

Bei der Auswahl eines neuen Familienautos zählen für mich daher auch die verbauten Sicherheits-Features. Hat der Wagen alle nötigen Airbags, um mich und meine Beifahrer zu schützen? Verfügt er über ein Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) oder das Bremsassistenzsystem (BAS), um auch in brenzligen Situationen auf der Straße zu bleiben? Hat es ein Antiblockiersystem (ABS), damit die Räder beim Bremsen nicht blockieren?

Solche Fragen würde ich mir vor dem Kauf immer stellen. Wichtig ist ebenfalls eine Isofix-Befestigung an den Rücksitzen. Dadurch können Kindersitze schnell und einfach im Auto gesichert werden, ohne dass ich dabei auf die Standardgurte vertrauen müsste.

Verfügt Dein Auto über diese Befestigungsart, empfehle ich Dir den Wagen zum Kindersitz-Kauf mitzunehmen, damit Du den Einbau per Isofix ausprobieren kannst.

Die Kleinigkeiten im Papa-Alltag

Zu guter Letzt kommen wir zu den vielen kleinen Dingen in einem Auto, die mir als Vater das Leben einfacher machen. Dazu gehören ein pflegeleichter Innenraum sowie auch ein Unterhaltungssystem.

  • Ein pflegeleichter Innenraum hat mir als Vater schon häufig die gute Laune erhalten. Oft kommt es vor, dass etwas verschüttet (probiere mal Tipp #2 aus um das zu verhindern) oder fallen gelassen wird. Das ist ganz natürlich. Trotzdem kann es ärgerlich sein, wenn klebrige Getränke in Stoff eindringen und sich in den Polstern festsetzen. Daher empfehle ich jeder Familie Sitzpolster aus Kunstleder oder echtem Leder. Sie sind leicht zu reinigen und jedes Missgeschick lässt sich schnell mit einem Taschentuch beseitigen.
  • Ich halte ebenfalls ein Unterhaltungssystem für wichtig. Dabei muss es sich nicht zwingend um integrierte LCD-Bildschirme handeln, es reicht in vielen Fällen bereits eine gute Stereoanlage oder eine Steckdose. Dadurch können meine Kinder während der Fahrt ein Video auf dem iPad sehen oder Musik hören und sind sie viel geduldiger, wenn ich mich mal wieder verfahre oder im Stau feststecke. (Pro-Tipp: bei vielen Musikanlagen kannst Du Musikquellen per Bluetooth einsteuern. Du kannst also z. B. das Tablet über Bluetooth mit der Stereoanlage verbinden und bekommst kinoartigen Sound.)

Und jetzt?

Ein Auto ist eine höchstpersönliche Angelegenheit. Dem Deutschen ist sein Auto heilig. Daher werde ich mich hüten und bestimmte Marken oder Modelle empfehlen.

Das Einzige, was ich zu diesem höchst emotionalen Thema beisteuern kann, sind einige trockene aber wichtige Fakten. Bei all der Gefühlsduselei, die uns Männer nun einmal mit Autos verbindet, sollten diese nicht ausser Acht gelassen werden.

Wie sieht es für Dich aus, das perfekte Familienauto? Für welche Modelle habt Ihr Euch entschieden, und warum?

 


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    Gast
    Sören
    6 Jahre zuvor

    Hallo zusammen,
    Aktuell fahren wir einen Toyota Auris, der ist nur zwei Kinder und mit Dachbox durchaus als Auto für Familien gut möglich, allerdings kann man niemand mitnehmen, da die Mitte der Rückgang nur als halber Sitz konstruiert ist.
    Da vielleicht noch ein Kind da zu kommen soll begannen wir uns umzuschauen welche Autos denn es schaffen drei Kindersitze am besten mit Isofix hinten m Fahrzeug aufzunehmen.
    Wir wollten nicht das eines der Kinder in dritter Reihe sitzen muss, da man dort die Kinder nicht gut erreicht, sie nur schlecht anschnallen kann und die dritte Sitzreihe oft viel zu eng ist, spätestens in ein paar Jahren wenn die Kinder größer sind wird es unangenehm auf diesen sitzen. Erwachsene können dort meist gar nicht sitzen.
    Beim umschauen muss man feststellen dass viele Autos die groß wirken innen dies oftmals gar nicht sind. In einem SUV wie einem VW Touareg oder einem Audi Q7 kann man keine drei Kinderrsitze neben einander stellen.
    Wegfallen tun auch Mini Vans wie Opel Zafira, VW Touran, oder Toyota Verso.
    Daher muss es meist schon ein echter Van so wie ein VW Sharan oder Seat Alhambra. Zumindest dachten wir das,. Beim ersten schauen schluckt man erstmal bei den Preisen den die sind nicht wirklich mehr Familienfreundlich, 40.000€ für einen weniger durchschnittlich ausgestatteten Neuwagen sind normal, gebraucht sind diese Fahrzeuge beliebt und daher hochpreisig.
    Wir haben weiter gesucht und sind auf das folgende Fahrzeug gestoßen,
    Citroen C4 Picasso (5 Sitze) oder der Citroen C4 Grande Picasso (7 Sitze).
    Diesen bieten drei Einzelzsitze mit jeweils Isofix auf der Rückgang.
    Der Preis liegt bei einem fast voller Ausstattung bei ca. 30.000€ neu, Gebrauchtwagen werden nicht so sehr nachgefragt und sind daher günstig zu haben.
    VW Multivan oder so kam gar nicht in Frage, da die Preise hier schon bei a. 30.000 € für die nackten Grundmodelle beginnen, soviel ich weiß sogar ohne Radio.

    Daher ist der Citroen unsere Wahl.

    Gast
    6 Jahre zuvor

    Als unsere Tochter auf die Welt kam, hatten wir einen 3er BMW und einen Peugeot 307. Beides keine wirklich großen und gut geeigneten Familienautos.

    Den BMW haben wir recht schnell verkauft und hatten danach einige Jahre nur den kleinen Peugeot.

    Irgendwann kam dann ein Nissan Sunny dazu, den man allerdings auch nicht als Familienauto bezeichnen konnte. Dieser wurde dann nach ein oder zwei Jahren durch einen Golf 3 ersetzt.

    Inzwischen besitzen wir einen großen Kombi von Chevrolet. Das ist eigentlich das erste Auto, das man als Familienauto bezeichnen könnte. Wir haben jetzt wirklich sehr viel Platz und wenn ich überlege, wie einfach das jetzt alles ist, dann haben wir uns die Jahre davor das alles schon ziemlich schwer gemacht.

    Inzwischen ist unser Kind etwas über zehn Jahre alt und ich glaube, unser großer Kofferraum und die Möglichkeit etwas aufs Dach zu packen, wird jetzt hauptsächlich von Sportgeräten und Fahrrädern genutzt werden.

    Mein Tipp ist deshalb, wenn man es sich leisten kann, dann sollte man rechtzeitig ein für die eigenen Bedürfnisse passendes Familienauto kaufen. Es ist nicht nur bequemer, sondern auch wesentlich praktischer, da man nicht immer alles ins Auto quetschen muss und eine gewisse Freiheit dadurch gewinnt.

    Gast
    Christian
    6 Jahre zuvor

    Als unser zweites Kind in Anmarsch war und ans dritte gar nicht zu denken war hatten wir bereits 2 Hunde (Schäferhund mix und rauhaardackel), weswegen wir auf der Suche nach einem guten geräumigen Familienauto waren.

    Entscheidung fiel auf einen ca 1 Jahr alten VW sharan 7N, mit möglichen 7 Sitzen.

    Ausschlaggebend war die vernünftige Sprit sparende Motorisierung (140ps, Diesel, 6 Liter pro 100km – der abgasskandal war noch nicht bekannt), die schiebetüren hinten (mit Kindern ein und aussteigen ist selbst bei engen Parklücken kein Problem), die Möglichkeit noch weitere 2 integrierte sitze im Kofferraum zu nutzen und im allgemeinen eine sehr gute Gesamtfunktionalität.

    Der Anschaffungspreis ist sicherlich relativ hoch, aber mit mittlerweile 3 Kindern, einem Doppel Kinderwagen und den 2 Hunden im Kofferraum, möchten wir dieses Auto nicht mehr missen.

    Viel Stauraum, eine sehr gute Funktionalität, angemessene Unterhaltungskosten (ein vw multivan bspw wäre bei ähnlichen Daten sicherlich bei Anschaffung und Unterhalt etwas teurer), angenehmes Reisen machen dieses Auto zu unserem Nr 1 Familienauto.

    Der Zweitwagen (bmw e91 xDrive) bringt wesentlich mehr fahrspaß, jedoch ist es unmöglich auf der Rücksitzbank 3 kindersitze nebeneinander zu platzieren. Zudem ist ein abschaltbarer Beifahrer Airbag nicht serienmäßig….. Das ist eine Sauerei!

    Gast
    Jan
    6 Jahre zuvor

    Hallo zusammen!

    Da ich am 6.12.15 Vater geworden bin, musste Ende letzten Jahres unbedingt ein neues Auto her. Vor allem weil mein vorheriger Benziner Fiat Punto 188er bei 210.000 km definitiv nicht mehr durch den TÜV gekommen wäre und auch zu klein war.

    Schnell war mir klar, dass ich einen Kombi wollte. Natürlich nicht irgendeinen Kombi. Wenn schon, denn schon. Er musste mir optisch gefallen und sparsam sein. Viele PS hatte ich bei meinen Autos nie, brauch ich auch heute nicht. Vor allem mit Kind auf der Rückbank brauch ich nicht rasen. Wobei ich dennoch gern mal je nach Situation auf der Autobahn zügiger fahre.

    Meine Wahl viel schnell auf einen Opel Astra J Sports Tourer CDTI, einen Skoda Octavia und einen Renault Megane Grandtour. Der Opel hat mir da jedoch am besten gefallen. Nicht weil etwas größer war oder mehr Platz bot, sondern weil mir die Form am besten gefiel. Auch von der Innenausstattung war ich positiv beeindruckt.
    Die Verkleidung und die Qualität ist mittlerweile bei Opel wohl echt gut geworden!
    Nach der ein oder anderen Probefahrt wurde es dann der Opel Astra J ST CDTI Diesel.
    Platz ohne Ende, sparsam, bezahlbare Versicherung und Steuern da ich nicht so viel PS habe und durch den Turbo Diesel zieht er ab 2000 Umdrehungen richtig gut. Da macht mir das Fahren unglaublich viel Spaß und das fand ich „auch“ neben der SIcherheit und dem Komfort als wichtiges Kriterium.

    Wie das mit der Unterhaltung während der Fahrt ausschaut, ist bei uns noch kein großes Thema, der Wicht schläft im besten Fall. Ich werde mich aber mit elektronischen Spielereien zurückhalten. Es kann nicht sein, dass ein Kind nur noch ruhig ist wenn es ein Tablet in die Hände bekommt. Wir werden es erstmal mit Kindergeschichten-CD´s versuchen und unserem Sohn so spät wie möglich irgendwelche Displays vor die Nase halten.
    Da ich gern mal was am PC spiele, befürchte ich, dass er ohnehin zu früh Interesse für sowas zeigt.

    Bin gespannt was andere hier noch zu schreiben.

    Viele Grüße
    Jan

    Gast
    6 Jahre zuvor
    Antworte  Jan

    Der Autokauf ist ja schon der zweiten Schritt. Der Stauraum ist da eine fixe Größe an der kaum noch etwas gedreht werden kann. Am Rest möglicherweise schon…

    Vielleicht schadet es nicht schon vorher anzusetzen und die Menge des „Staumaterials“ zu verkleinern. Gut, mit dem Maxi-Cosi geht es nicht – der ist gesetzt. Aber diese ganzen SUV-Kinderwägen verbrauchen ja den ganzen Kofferraums jedes Kleinwagens. Gefühlt ist das doch oft das Hauptproblem bei Babies.

    Wir werden es nächste Woche sehen – da geht es das erste mal mit unserem Opel Cora samt Baby, Kinderwagen und Maxi-Cosi zu den Großeltern. Beim Probepacken hat noch alles wunderbar hineingepasst. Ich bin unserem zusammenklappbaren Kinderwagen unendlich dankbar gewesen :p

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