Darum solltest Du Dein Kind nicht mehr fotografieren.

Wir Väter sind vom Moment der Geburt an Geiseln der Foto- und Videoindustrie. Jeder Schritt, jeder Moment soll festgehalten werden.

„Oh, wie niedlich. Warte, noch nicht den Mund abwischen, das sieht so süß aus…“

„Schatz, mach noch einmal dieses Gesicht…“

„Kannst Du den Teddy noch einmal so halten?“

Unsere Kinder werden als Fotomodelle geboren. Einige Kleinkinder realisieren erst nach einigen Monaten, dass Papa kein eckiges Gesicht mit runder, schwarzer Nase hat. Papa, das ist der hinter diesem Ding.

Früher war alles besser

Hast Du noch einen Überblick wie viele Fotos und Videoschnipsel Du von Deinen Kinder hast?

Ich nicht. 3.000, 4.000 vielleicht noch mehr. Für jedes Lebensjahr 1.000 Fotos? Kommt hin. Wenn ich bedenke, dass ich alleine gestern, auf dem Kindergeburtstag meiner Tochter über 100 Fotos geschossen habe…

Kostet ja nichts.

Genau. Und da liegt wahrscheinlich auch das Problem. Digitale Fotografie ist deshalb heute so inflationär, weil sie kostenlos ist.

In der Film-Ära hat ein 36er Film ca. 3-4 € gekostet. Hinzu kamen Entwicklungskosten von weiteren 12 €. Das macht über 0,40 € pro Foto, fast 1,- DM. Bei diesen Kosten hätte ich gestern sicher zweimal darüber nachgedacht welchen Schnappschuss ich mache und welchen vielleicht lieber nicht.

Für wen eigentlich?

„Die beste Kamera ist die, die Du dabei hast.“

Zitat von Chase Jarvis

Heute kannst Du mit fast allem Fotos machen. Du hast immer ein Handy, eine Kamera, einen iPod, ein iPad (oder ein anderes Tablet) dabei um einen Moment digital festzuhalten.

Diese permanente Verfügbarkeit von Fotogeräten verleitet uns dazu ständig alles zu fotografieren was die Kinder machen.

Was dabei herauskommt ist ein riesiger Haufen Fotos. Eine Aneinanderreihung von Momentaufnahmen.

Einige davon sind bestimmt gut. Der größte Teil, lass uns ehrlich sein, ist Mist. Schlecht belichtet, verwackelt, kein wirklich schöner Hintergrund, etc.

Kaum eines dieser Fotos würdest Du für ein gutes altes Fotoalbum auswählen oder auf einen Fotokalender drucken.

Wofür machen wir denn dann überhaupt die ganzen Fotos?

Für uns? Ich weiß nicht. Wie viele Fotos kannst Du Dir hintereinander ansehen ohne das Dir langweilig wird? Die Fotos haben keinen thematischen Fokus. Wir fotografieren einfach drauf los. Ohne Sinn und Verstand und vergessen oft dabei warum wir das Foto eigentlich machen. OK, einige posten wir in unseren sozialen Netzwerken um den Moment mit anderen zu teilen aber der Rest?

Willst Du in 20 Jahren Du zu Deinem Kind gehen und sagen, „Schatz, hier ist ein 2 TB Memory Stick (die gibt es bis dahin bestimmt für 0,50 €) mit 100.000 Fotos aus Deiner Kindheit – viel Spaß.“?

Wir machen Fotos einfach nur weil wir es können und uns gar nicht mehr fragen warum wir diese oder jene Situation fotografieren sollten.

Wir sollten lernen nicht mehr jede Situation zu fotografieren

Wir Väter und dabei schließe ich mich selbstverständlich mit ein, sind Foto-Junkies.

Gäbe es eine Gruppe der anonymen Fotografieabhängigen, er wäre mit zwei Dritteln junger Väter besetzt.
Kaum macht unser Kind etwas süßes, niedliches, tolles haben wir einen Fotoreflex. Die Hand gleitet in die Tasche und fischt das iPhone heraus. Klick, puh – ein kurzer Adrenalinstoß durchflutet Deinen Körper. Du hast ein Foto gemacht wie Dein Kind das erste Mal die große Wellenrutsche auf dem Spielplatz alleine herunterrutscht. Du kannst es jetzt allen zeigen, Deiner Frau, Oma, Opa und Du kannst es auf Facebook posten.

Mist verwackelt. Naja, für Facebook reicht es und Du hast ein Foto von der ersten Rutschpartie auf der Wellenrutsche gemacht.

Toll oder?

Ja, schon. Was Du allerdings verpasst hast, während Du das Foto gemacht hast, ist wie Dein Kind voller Stolz zu Dir geblickt hat. Dieser Blick war kein Posing für die Kamera. Dieser Blick hat den Papa gesucht. Dieser Blick suchte nach aktiver Anerkennung. Mit diesem Blick hat Dein Kind danach gesucht diesen Augenblick, der Euch beide voll Stolz erfüllt, mit Dir zu teilen.

Und Du hast ein Foto gemacht.

Toll.

Wir sind heute so darauf bedacht Fotos zu machen um den Augenblick konservieren und später noch einmal erleben zu können, dass wir dabei ganz vergessen den Augenblick zu erleben.

Wie viel schöner wäre es gewesen, wenn Du auf dem Spielplatz Dein Kind angefeuert hättest. Ihm auf der Rutsche Mut zugesprochen, es unten in den Arm genommen und Dich mit ihm gefreut hättest. Dieser gemeinsame Augenblick und die Erinnerung daran ist viel mehr wert als ein Foto zu machen, von dem Du später enttäuscht bist weil es nicht gut geworden ist.

Bewusst Bilder machen

Soll das heißen, ich soll keine Fotos mehr von meinem Kind machen?

Nein, natürlich nicht. Fotos sind immer noch eine der tollsten Möglichkeiten Erinnerungen festzuhalten.

Wofür ich plädiere ist lediglich die Kamera häufiger stecken zu lassen und selber aktiv Teil der Situation zu werden.

[bctt tweet=“Was nützt Dir ein Foto eines tollen Moments, wenn Du den Moment verpasst hast?“ username=“DerPapaOnline“]

Du solltest natürlich weiterhin Deine Kinder fotografieren nur schlage ich vor, es bewusster zu tun. Der große Vorteil daran, die Kinder bewusst und vielleicht auch ein bisschen geplant zu fotografieren ist, dass die Bilder viel besser werden.

Plane einmal pro Monat einen Tag an dem Du bewusst die Kinder fotografierst. Mit dieser Frequenz stellst Du sicher, dass Du keinen Entwicklungsschritt festzuhalten versäumst.

Unternehmt etwas schönes. Macht einen Herbst- oder Winterspaziergang. Nimm‘ die Kamera im Sommer mit an den See, ins Schwimmbad oder an einem Sonntagnachmittag mit ins Spielzimmer. Fotografiere die Kinder bei den alltäglichen Dingen.

Schaffe thematische Zusammenhänge und sortiere Deine Bilder entsprechend logisch damit sie nicht einfach nur lose umherliegen.

An besonderen Anlässen gehört die Kamera natürlich auch dazu. Versuche Dich aber etwas zurück zu halten. Fotografiere Schlüsselstellen oder noch besser, bitte einen Verwandten diese zu fotografieren, damit Du Zeit hast für das Erleben dieser Momente.

Du musst die Balance finden zwischen dem Erleben und dem Festhalten der Momente. Denke immer daran, auf dem Foto kann ein Augenblick nie so toll rüberkommen wie im echten Leben und Du kannst ihn nicht erst konservieren und dann erleben. Es funktioniert nur anders herum.

Damit die Fotos, die Du bewusst machst, besonders toll werden empfehle ich Dir meine 6 einfachen Tipps.

Wie siehst Du das? Machst Du mit bei der Initiative, Erleben statt Fotografieren?



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Gast
3 Jahre zuvor

Hi Andreas,
vielen Dank für diesen Artikel. Du sprichst mir aus der Seele. Gerade als Fotograf erwische ich mich immer, dass ich zu viele Aufnahmen produziere und speichere. Zumal die Selektion immer schwieriger ist, bei der Masse an Bilder, die man produziert. Ich habe daher das Ganze auch reduziert und genieße Momente ohne Kasten vor dem Auge. Weil es bleibt auch im Hirn haften. Und ich drucke wirklich nur die schönsten Momente und Bilder aus. Ich gehe immer mehr den Weg des Minimalismus. Fotografiere vermehrt analog. Ich muss überlegen, selektieren und richtige Momente abwarten. Und es sind eben 36 Bilder. Und die entstehen über einen längeren Zeitraum und nicht in einer Stunde.
Viele Grüße
Markus

Gast
Christof
6 Jahre zuvor

Hallo,

ich habe leider nicht die Zeit die ganzen Beiträge zu lesen aber ich habe auch eine Meinung zu dem Thema.

Ich finde es oft schade, dass ich keine Bilder aus meiner Kindheit habe. Die wenigen Bilder die ich habe habe ich alle eingescannt und schaue sie mir oft auf dem Tablet oder dem Fernseher an. Ich habe aus den ersten 14 Jahren maximal 100 Bilder und frage mich oft, wie ich in dem und dem Alter ausgesehen habe, wann ich so groß wurde und was ich für Spielzeug hatte etc.

Ich bin wahrscheinlich durch diese Erfahrung geprägt und denke mir daher, ich werde erst mal ein oder zwei Bilder mehr machen, denn löschen kann ich sie immer noch, eine verblasste Erinnerung kann ich aber nicht wieder zurückholen.

Gast
heico
7 Jahre zuvor

Drei wunderbare Kinder Jahrgang 82,84,86, praktisch alleinerziehende Mutter, da der GÖGA für das Familieneinkommen sorgte..und eigentlich auch immer noch tut!DANKE! Einen „Photoapparat“ konnten wir uns erst ungefähr 1990…leisten. Vorher hat der Opa die wichtigsten Fotos gemacht. Für jedes Kind habe ich ein „Fotoalbum“ gestaltet- und eins für uns, die Eltern. Und jetzt…. 33 und 31 Jahre alt, unsere jüngste leider leider vor 7 Jahren verstorben…. schaut niemand in diese Alben. Wir nicht, die Kinder nicht…und Ihr glaubt es nicht…ich schaue mir auch nicht mehr die Alben an, die mein Vater mit unglaublicher Mühe in den Jahren 1958-1995 gestaltet hat.
Warum nicht? Keine Zeit, kein Interesse, Angst…vor der Erinnerung?
Bilder von unseren liebsten Angehörigen müssen frisch sein, dann haben wir Spass daran- solange sie leben.
Und verstorben? Dann zählen die letzten, die wir von ihnen haben…so wie wir sie noch in Erinnerung haben- lebendig und geliebt.

Gast
Markus
7 Jahre zuvor

Sehr schöner Artikel, danke!

Als Fotograf und Vater mache ich bewusst Foto-Tage, wie du das selber vorschlägst. Je grösser die Kinder werden, desto grösser ist das Intervall zwischen diesen Tagen.
Entgegen der allgemeinen Vorstellung über Fotografen halte ich nicht überall mit der Kamera drauf. Ich möchte nicht, dass meine Kinder immer damit rechnen müssen, dass sie fotografiert werden. Bevor ich die Kamera hervornehme, frage ich sie deshalb um Erlaubnis („Ich möchte mal wieder ein paar aktuelle Bilder von euch schiessen, seid ihr dabei?“). Es kann auch vorkommen, dass sie ablehnen, weil sie gerade nicht in Stimmung sind. Diese Bilder entstehen dann bei der Aktivität, in der sie gerade sind (Spiel, Sport, chillen, lesen, …).

Ich habe mir abgewöhnt, Handyfotos von meinen Kindern zu machen (abgesehen von witzigen WhatsApp-Botschaften an Mama oder Oma, diese Bilder werden nachher aber wieder gelöscht). Nicht, weil Handy-Bilder einfach nur grottig sind, sondern weil ich meine Aufmerksamkeit voll bei meinen Kindern haben möchte (wie du geschrieben hast). Auf Ausflügen nehme ich, wenn überhaupt, eine kleine Kamera mit. Diese macht zum einen besser Bilder als das Handy – und ich bin wieder gezwungen, sie bewusst einzusetzen.
Was ich mit den Bildern mache? Für jedes Kind gestaltet meine Frau für jedes Lebensjahr ein Fotobuch. Dafür braucht es nicht tausende Bilder. Ein paar Dutzend gezielt geschossene Fotos reichen dafür aus.

Meine Faustregel / Mein Ziel deshalb: Von jedem Kind in jedem Monat 5-10 gute Bilder. Nicht weniger, aber auch nicht wesentlich mehr. Der Rest wird gelöscht.

Nicht zu dieser Quote gehören natürlich besondere Anlässe (Geburtstagsfeiern, Auftritte mit dem Verein, Schulanlässe, …). Aber auch hier werden nur gute Bilder behalten. Doppeltes und Mittelmässiges wird gelöscht.

Gast
Markus
7 Jahre zuvor
Antworte  Andreas

Natürlich darfst du. Ich profitiere ja auch von den Ideen und Strategien der anderen.

Gruss Markus

Gast
RR
7 Jahre zuvor

Hallo Andreas,
der reisserische Titel hat bewirkt den Artikel zu lesen. Ich finde den Ton belehrend und damit abschreckend. Fotografieren bewirkt bei mir eine aktivere Art des Sehens. Bei Kindern verpasse ich die guten Situationen meistens, aber was soll’s …… es gibt wichtigeres im Leben, als Zeit mit Initiativen zu vergeuden.

Gast
Juli
8 Jahre zuvor

Wunderbarer, wahrer Artikel! Ich musste schmunzelnd an meine Arbeit mit den Kids denken: Große Aufführung der Kleinen, sämtliche Eltern (Vater und Mutter), Großeltern, Tanten, etc. springen zeitgleich von ihren Plätzen auf, drängen nach vorne, „Schaaaaatz! Hiiiier! Guuuck mal in die Kamera!“ – rufend, winkend. Das Kind, welches in wochenlanger Arbeit seinen Text, oder was auch immer, gelernt hat, ist- trotz Mikro- kaum zu verstehen, oder zu sehen. Alles geht im allgemeinen Foto- und Filmtumult unter. Schätzt man die Leistung auf der Bühne nur in dem man sein Kind wie von Sinnen fotografiert? Bekommt man dabei noch etwas vom Geschehen mit? Kann man es genießen? Im anschließenden Gespräch mit den Beteiligten kamen wir zu dem Entschluss: Nein.

Gast
Annekatrin
8 Jahre zuvor

Oh gott wie furchtbar dein Beitrag klingt. Du hast den Sinn hinter dem Text nicht ganz verstanden oder?

Gast
Kirie
8 Jahre zuvor

Hallo. Ich sortiere und speichere jeden Monat die schönsten Bilder raus und die allerschönsten Bilder drucke ich aus und klebe sie in ein Album. Das mache ich jetzt seit Geburt an. 🙂 Ich blättere lieber in einem Fotoalbum als aufm PC ^^

Gast
Nicole Mendes
8 Jahre zuvor

Durch und durch .. Nicht jeder Schritt muss auf dem Sozialen Portal zur Schau gestellt werden .. Familie und Freunde können auch Fotos live bzw. via Email etc. erhalten !!!! 😉

Gast
bianca
8 Jahre zuvor

Wer macht denn noch Fotoalben?
Unsere Kinder bekommen ein eigenes passwortgeschütztes weblog,in dem jede Woche seit Geburt fotografisch und Textual reflektiert ist. Das ist dann wenn sie so wollen eine Art Vermächtnis,welches sie gerne weiterführen dürfen in die nächsten Generationen…

Da ich generell Fotos Photoshop und bearbeite und schlechte Hintergründe oder Unschärfe lösche bleibt aus den VIELEN alltagsbildern eine qualitative Selektion übrig.

Gast
Sabrina
8 Jahre zuvor

Na das ist doch auch für Mütter ein toller Artikel!

Und wirklich wahr – die Anregungen nehm ich mal mit. Denn nach 5 Jahren, geschätzten 10.000 Fotos und zwei Kindern bin ich quasi nie auf den Bildern – sondern nur hinter dem Auslöser.

Gast
Simone
8 Jahre zuvor

Schöner Artikel, nur wenn man wirklich mal unter „6 einfache Tipps für schöne Kinderfotos“ nachsieht steht bei Punkt 2: Mache viele Fotos… Ohne Worte.

[…] Andreas Lorenz writes in his blog “Papa-Online”. […]

Gast
9 Jahre zuvor

Schöner Artikel,
ja ich bin auch in die „Falle“ getappt und habe in den 14 Monaten seitdem der kleine da ist bestimmt 5k+ an Bildern aufgenommen. Nur ein Bruchteil landet davon ins jährliche Fotoalbum…

Die Idee einmal im Monat einen Tag bewusst für Aufnahmen zu nutzen finde ich klasse und werde die Idee umsetzen! Danke für den schönen Artikel,

viele Grüße

Christian

[…] schreibt Andreas Lorenz in seinem Blog “Papa-Online”. […]

Gast
Peter
9 Jahre zuvor

Da ich dieses Jahr wieder mehr mit meinem Camcorder filmen will, werde ich mich auf ein paar Highlights beschränken (z.B. Urlaub und Geburtstage), denn der Camcorder ist zu groß und zu schwer, um ihn immer dabei zu haben.

Ich handhabe es ohnehin so, dass ich mich zuerst mit meinen Kindern beschäftige und nur dann, wenn sich eine besondere Situation ergibt, den Camcorder zücke. Damit komme ich dann zwar ab und zu zu spät, aber dafür haben meine Kids mehr von mir. Unkritisch finde ich das Filmen dann, wenn die Kinder sich alleine beschäftigen oder mit anderen spielen, was immer häufiger der Fall ist, je älter die Kinder werden (sind 4 und 6 Jahre alt).

Gast
10 Jahre zuvor

WORD! Sehr guter Artikel. Danke dafür.

Gast
10 Jahre zuvor

Danke für die guten Gedanken. Hey, bei mir triffst Du da ins Schwarze – aber wohl in erster Linie, weil ich ohnehin so gut wie niemals fotografiere. Mein Talent, Leute mit offenem Mund und geschlossenen Augen zu fotografieren, teilweise überschattet von meinem eigenen Daumen, unterbelichtet, verwackelt und unscharf, lässt sich auch mit viel Photogeshoppe nicht mehr ausgleichen. Können so ziemlich alle anderen besser, und somit machen auch alle anderen die Bilder. Eine win-win-Situation: Die Bilder sind besser, und ich mache bei allem selbst mit 🙂

Gast
Henrik
10 Jahre zuvor

Sehr guter Artikel.
Ich kenne das selbst bei meinen ganzen Reisen. Man hält einfach zu oft drauf!

Dieser Teil stößt auf jeden Fall zum Nachdenken an:
„Ja, schon. Was Du allerdings verpasst hast, während Du das Foto gemacht
hast, ist wie Dein Kind voller Stolz zu Dir geblickt hat. Dieser Blick
war kein Posing für die Kamera. Dieser Blick hat den Papa gesucht.
Dieser Blick suchte nach aktiver Anerkennung. Mit diesem Blick hat Dein
Kind danach gesucht diesen Augenblick, der Euch beide voll Stolz
erfüllt, mit Dir zu teilen.“

Und wie ich hier lese hast du schon einigen Vätern etwas die Augen geöffnet 🙂

Gast
zwillingswelten
10 Jahre zuvor

Ja, ein wichtiger Denkanstoß. Wir machen zu Weihnachten für uns und die Großeltern immer ein Fotobuch – da muss man sich ja begrenzen, damit die Kosten nicht ausufern. Und es tut gut, nicht einfach immer blind draufzuhalten.

Gast
10 Jahre zuvor

und dazu kommen noch giga-/terrabyteweise HD-Video-Aufnahmen – natürlich
immer noch „roh“ und ungeschnitten. Und Papa setzt sich dann zum 18. des
Juniors über Monate hinweg hin, um das Material halbwegs zu sichten.
Dafür aber über Jahrzehnte hinweg extra sicher, gespeigelt auf dem
Storage liegend und zusätzlich mit externer Festplatte sowie speziellen
Archiv-DVDs gesichert …ja, man kommt ins Grübeln…

Gast
Chris(luxuskruemel.de)
10 Jahre zuvor

Sauber…sehr guter Artikel! und klasse Gedanken. Plädiere auch für weniger das eigene Kind fotografieren und mehr mit ihm zusammen erleben.
Meine älteste Tochter ist mittlerweile 5 und am Anfang hatten wir schnell die 3000(zwei Jahre) Bilder geknackt, mittlerweile sind es im Jahr gerade mal 20-30 Bilder richtig gute Bilder, die dann auch mal entwickelt werden als Foto oder in einem Fotobuch.
Alles was nicht gut ist wird sofort gelöscht und mit dem Smartphone werden gar keine Bilder mehr von den Kids gemacht. Auch nicht für Facebook, denn da kommt sowieso kein einziges Bild von den Kindern rein.

Gast
mario.braco
10 Jahre zuvor

Gut geschrieben! Ich werde versuchen mich daran.zu halten. 😉

Gast
Sven Hennig ✈
10 Jahre zuvor

Ich sehe das nicht ganz so. Natürlich soll das Leben aus leben und nicht aus Fotos bestehen, eine Initiative braucht es dazu mE nicht. Warum? Weil allein gut einzuschätzen ist wann Fotos unangebracht sind und man lieber ohne iPhone spielt.

Andererseits ist es gigantisch wie sich Augenblicke festhalten lassen, ausgedruckt in einem Fotobuch oder einfach mal so am Rechner. Das lieben auch die Kids. Meine zumindest.

Also wir mit allem. Ein gesundes Maß ist wichtig!

Gast
10 Jahre zuvor

Sven, natürlich ist das mit der „Initiative“ nur plakativ gemeint.
Auch ich werde weiterhin meine Kiddies fotografieren um bestimmte Augenblicke festzuhalten – darum geht es nicht.

Was ich bei mir festgestellt habe ist, dass ich andauernd irgendetwas von meinen Kindern fotografiert habe.Vom Feedback hier, bei Facebook und Twitter, entnehme ich, dass ich damit nicht alleine bin. Und das möchte ich ändern.

Gast
RoNaWe
10 Jahre zuvor

Danke für den Denkanstoß. Man erkennst sich wieder 🙂 Jetzt kommt ja bald der 1. Geburtstag des Sohnemann und Weihnachten, da kann ich gleich mal Erleben statt Fotografieren. Ich bin dabei!

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