Leben als Vater

10 praktische Tipps für die moderne Familie

Die moderne Familie ist längst nicht mehr mit dem typischen Idealbild zu vergleichen, wo die Frau sich um Kinder und Haushalt kümmert und die Männer mit harter Arbeit den Lebensunterhalt verdienen.

Kinder sind durchaus auch eine Männersache, denn die Vaterrolle ist selbstverständlich nicht nur alleine auf die Erziehung oder als Geldgeber für benötigte Kindersachen ausgerichtet. Früher wurden Männer, die sich intensiv mit ihren Sprösslingen beschäftigten, eher als Softies und Weichlinge brutal abgestempelt, was natürlich heutzutage ein absoluter Unsinn ist.

In modernen Familien ist Teamwork erforderlich, es geht also vorwiegend darum, auch als Mann seiner Familie eine Unterstützung in jeder Beziehung zu bieten, was selbstverständlich auch das Wechseln von vollgemachten Windeln mit beinhalten sollte.

Allerdings ist es auch absolut verständlich, dass sich junge Väter erst einmal an die neue Situation mit einem Kind gewöhnen und vor allem erst einmal lernen müssen, wie man trotz den typischen Problemen die eine Geburt mit sich bringt, noch glücklich und zufrieden leben kann. Viele Väter haben schon aus beruflichen Gründen nicht so viel Zeit, um eine enge Vater-Kind Beziehung aufzubauen. Es ist also durchaus normal, dass wir uns öfters so richtig ausgeschlossen fühlen, wenn wir Mutter und Baby in vertrauter Harmonie verstohlen betrachten.

Falls für Dich die Rolle als Vater in einer modernen Familie noch etwas ungewohnt ist, zeigen wir Dir hier die besten Tipps, wie Du Dich am besten integrieren kannst. 

Sinnbild für Gedankenaustausch über moderne Familie von zwei Männern

Die besten Tipps für die moderne Familie

  1. Die Geburt eines Kindes bringt in vielen Fällen eine Verschlechterung in der Partnerschaft mit sich. Wir Männer fühlen uns total vernachlässigt, da das Baby verständlicherweise auch die volle Aufmerksamkeit erfordert. Auch wird durch das Kind der komplette Lebensrhythmus vollständig in so gut wie jeder Beziehung verändert. Es ist also sehr wichtig, wenn man sich schon vor der Geburt über diese zukünftigen Änderungen bewusst ist, damit es hinterher nicht zu einem bösen Erwachen kommt.
  2. Wir Väter müssen schon vorab den Grundstein legen, damit wir schon von Anfang an eine enge Beziehung zu unserem Kind aufbauen können. Dadurch sind wir dann später auch problemloser in der Lage, mit ihm viel mehr Zeit zu verbringen und es auch alleine versorgen zu können. Das ist nicht nur für uns sehr wichtig, sondern auch für die Mutter, damit sie auch für sich etwas mehr Zeit hat und sich besser erholen kann. Gegenseitige Unterstützung ist sowieso notwendig.
  3. Ein sehr wichtiger Faktor ist natürlich auch der Sex nach der Geburt. Der erste Kontakt sollte allerdings besonders liebevoll sein. Es ist für beide Partner oft nicht leicht, wieder Freude am Geschlechtsverkehr zu empfinden. Vor allem Frauen sind in dieser Beziehung sehr sensibel, worauf wir also Rücksicht nehmen müssen, um bei diesem wichtigen Thema nicht gleich beim ersten Mal nach der Geburt schon wieder ins typisch männliche Fettnäpfchen zu treten.
  4. Obwohl das neue Baby mit absoluter Sicherheit unsere ganze Zeit in Anspruch nehmen wird, sollte man sich trotzdem auch nach einem geeigneten Babysitter umsehen, was natürlich auch die Oma und der Opa sein können. Wichtig ist, mit dem Partner über alle Gefühle zu reden, bevor sich diese anstauen und in einem bösen und unnötigen Streit ausarten. Ein schönes romantisches Abendessen in unbeschwerter Atmosphäre kann hier übrigens eine gute Investition sein.
  5. Es ist auch verständlich, wenn unsere Partnerin nach absoluten Stresstagen und durchwachten Nächten nicht gerade große Lust auf unsere Zärtlichkeiten hat. Je mehr wir unsere Frau unterstützen, desto besser für sie und eigentlich auch für uns, denn dabei merken wir erst einmal, wie anstrengend das sein kann und dadurch bekommen wir auch mehr Verständnis für die gegebene Situation.
  6. Von Männern wird erwartet, dass wir unsere Bedürfnisse zurückstecken und uns allen Lebenslagen anpassen können. Natürlich ist das nicht gerade einfach, denn wir lernen in diesem Fall ja auch nur aus eigener Erfahrung. Die Lage lässt sich verbessern, wenn wir Fehler eingestehen und uns um Teamwork bemühen. Sich nur gegenseitig Vorwürfe zu machen führt zu nichts und kann die Probleme nur noch verschlimmern. Gegenseitige Unterstützung ist in einer modernen Familie notwendig.
  7. Eine gute und vor allem glückliche Familie entsteht nicht von alleine und schon gar nicht, wenn jetzt dann auch noch Kinder da sind. Es ist also klar, dass wir auch in diesem Fall dazu beitragen und lernen müssen, dass wir jetzt für das Glück von mehreren Personen verantwortlich sind. Aber Kinder und auch Frauen lassen sich doch eigentlich auch schon durch Kleinigkeiten und etwas mehr Aufmerksamkeit durchaus glücklich machen oder meinst Du das nicht auch?
  8. Das tolle an Kindern ist, dass wir für sie zum Helden werden, was allerdings auch von unserem eigenen Verhalten abhängig ist. Unsere Kinder imitieren uns in fast allen Lebenslagen und Lebenseinstellungen. Es ist also notwendig, dass wir uns auch danach benehmen, obwohl Helden und Idole selbstverständlich auch ihre eigenen Gefühle zeigen dürfen. Unsere Kinder übernehmen übrigens nicht nur unsere positiven Eigenschaften, sondern werden auch durch das Negative geprägt.
  9. Ideal ist es natürlich, wenn wir sehr viel Zeit mit der Familie verbringen können. Ein schöner Ausflug am Wochenende fördert die Gemeinsamkeit und bringt meistens wieder viel Schwung in eine eingeschlafene Beziehung. Auch sehen die meisten Probleme eigentlich auch ganz anders aus, wenn man darüber an einem neutralen Ort spricht, also nicht nur immer in den eigenen vier Wänden.
  10. Bei den Mahlzeiten ist unbedingt darauf zu achten, dass Handy, Tablets und auch der Fernseher möglichst tabu sein sollten. Diese leider viel zu häufig verwendeten Kommunikationsmittel sind für fast jede Relation absolut tödlich und entnervend, sie ersetzen auch keinen persönlichen Dialog. Man muss lernen, zumindest bei den wichtigsten Momenten mit der Familie, darauf verzichten zu können.

Und jetzt?

Ein guter Vater und noch dazu das gewünschte Vorbild für die Familie zu sein, ist ehrlich gesagt für keinen Mann sehr einfach. Ein Kind ist eine große emotionale Herausforderung, die anfangs für jeden auch noch sehr belastend ist.

Damit ein harmonisches Familienleben überhaupt funktionieren kann, ist es notwendig, dass alle Familienmitglieder hierzu beitragen, wobei aber wahrscheinlich der größte Teil auf uns zurückfällt. Mit den aufgezählten Tipps wirst Du zwar nicht automatisch zu einem Superpapa, aber auf jeden Fall tragen sie deutlich dazu bei, dass sich das Verhältnis zu unserer Partnerin bessert und mehr gegenseitiges Vertrauen vorhanden ist.

Dadurch sind dann bereits die besten Voraussetzungen für eine glückliche und moderne Familie gegeben.

Über den Autor

Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Du kannst ihn auch direkt über Facebook erreichen.


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