Lebensziele als Vater – warum und wie Du sie formulierst

Für viele ist es ein Lebensziel Vater zu werden. Doch mit der Geburt Deines Kindes fängt es jetzt erst an. Denn Vater zu werden ist meist nicht das Ziel sondern ein guter Vater zu sein. Und darum geht es in diesem Artikel. Du erfährst warum Du Dir überhaupt solche Lebensziele setzt und wie Du das tust.

Musst Du Dir als Vater Ziele setzen oder kommst Du auch ohne ganz gut klar?

Die meisten Männer machen, wenn sie Vater werden, weiter wie bisher und schauen was passiert. Wir nehmen die neue Situation, so wie sie kommt und hoffen, dass es schon hinhaut.

Dabei ist Vatersein wie Autofahren. Du setzt Dich nicht in Dein Auto und fährst einfach drauflos in der Hoffnung irgendwo anzukommen. Normalerweise gibst Du ein Ziel in Dein Navi ein und lässt Dich dorthin führen, oder?

Ich habe lange Zeit nach einem Weg gesucht, wie ich meinen Kindern ein guter Vater sein kann. Natürlich habe ich links und rechts von mir geschaut, um zu verstehen, wie es andere machen, was andere gut machen oder weniger gut. Ich habe viel Bestätigung von außen gesucht, ob ich das Vatersein auch hinbekommen und gutmache. Ich habe sogar meine Kinder nach Feedback gefragt.

Dabei bin ich zu zwei Erkenntnissen gekommen:

  1. es gibt nicht den Weg
  2. ich muss es für mich selbst definieren, wie ich als Vater sein möchte

Mir als Vater Ziele zu setzen, hat mich zu einem viel besseren und selbstsicheren Vater gemacht.

Warum Lebensziele setzen wichtig ist

Wenn Du nicht weißt, wo Du hin möchtest, dann kannst Du nur von Glück sprechen, wenn Du an einem Ort ankommst, der so ähnlich aussieht, wie dort wo Du hin möchtest. Ohne Lebensziel treibst Du dahin und hast das Ergebnis, den Ort an dem Du ankommst, nicht wirklich unter Kontrolle. Viele Menschen merken das leider erst viel zu spät, wenn sie irgendwo ankommen, wo sie gar nicht hin wollten. Stellen sie dann fest, dass sie es die ganze Zeit in der Hand gehabt hätten dorthin zu fahren, wo sie wirklich hin wollen, fängt das große Bedauern an.

Leider zu spät.

Was das Vatersein ein bisschen komplizierter macht ist, das es keinen Standard gibt. Es gibt nichts, an dem Du Dich orientieren kannst und sagst: „das mache ich genauso und dann wird alles prima“. Vater sein ist absolut individuell und Du musst für Dich entscheiden, wie Du als Vater sein möchtest.

Wenn Du für Dich klar hast, wie das aussieht, Dein Vatersein, ist das nicht nur gut für Dich, sondern auch für Deine Kinder. Du kannst nicht heute mal so und morgen ganz anders sein. Das verwirrt und verunsichert sie. Daher ist es auch für Deine Kinder sehr wichtig, dass Du Dir als Vater Ziele setzt und diese verfolgst.

Das heißt nicht, das das Vatersein auf einmal ganz einfach wird, wenn Du ein Lebensziel hast.

Es hilft Dir aber auf Deinem Weg immer wieder nachzuschauen, ob Du in die richtige Richtung unterwegs bist. Denn auch beim Vatersein ist der Weg niemals eine gerade Linie.

Du kannst es mit der Aufgabe eines Flugzeugkapitäns vergleichen. Ein Flugzeug ist 90 % des Fluges nicht auf Kurs. Das aber o. k. weil der Kapitän das Flugziel im Auge hat, immer wieder die Maschine korrigiert und auf Kurs bringt.

Wie Du Dir die richtigen Lebensziele setzt

Ich möchte ein guter Vater sein.

Dass ein frommer Wunsch aber ist das auch ein wirkliches Lebensziel?

Nein.

Ein guter Vater zu sein ist ein Oberbegriff. Die Ziele die Du Dir setzt, sollten deutlich greifbarer und definierter sein. Ich möchte nicht mit Regeln kommen, wie ein Ziel für Dich als Vater ideal aussehen sollte. Es ist aber durchaus nicht schlecht sich an den üblichen Charakteristiken für gute Ziele zu orientieren wie zum Beispiel:

  • Messbarkeit
  • zeitlich abgegrenzt
  • erreichbar
  • etc.
ziele setzen ist ein erster Schritt Deinem Ziel näher zu kommen

Linktipp: Lebensziele: So finden und erreichen Sie sie

3 Fragen für gute Lebensziele als Vater

Wenn Du jetzt vor einem weißen Blatt Papier sitzt und überlegst, welche Ziele Du definieren solltest, dann kann das schnell überfordernd sein. Fangen wir damit an zu überlegen, was für Dich einen guten Vater ausmacht:

  • Wie viele Stunden möchtest Du pro Woche mit Deinen Kindern verbringen?
  • Gibt es bestimmte Aktivitäten, die Du gerne regelmäßig mit ihnen machen möchtest?
  • Gibt es gewisse Dinge für die Du gerne sorgen möchtest?

All das sind Fragen die Dich auf die Ideen bringen, die sich als Ziele für Dein Vatersein setzen lassen.

Nimm Dir eine Stunde Zeit und schreibe alles auf, was Dir einfällt. Sortiere noch nicht aus, sondern sorge erst einmal dafür, dass das Blatt vor Dir voll wird.

Linktipp: Die eine Frage über das Vatersein, die Du Dir unbedingt stellen musst

Ziele hoch aber bleibe am Boden

Dabei kannst Du natürlich nach den Sternen greifen, Du solltest aber auch darauf achten, dass Deine Ziele nicht zu abgehoben und zu ambitioniert sind.

Dass Du Dir Ziele setzt hilft nur, wenn Du auch die realistische Chance hast, diese Ziele zu erreichen.

Ziele setzen sorgt für einen klareren Blick

Formuliere ein Warum für Deine Lebensziele

Wenn Du Dein Motiv kennst, dann fällt es Dir viel leichter Deine Ziele zu erreichen.

Im Idealfall hast Du jetzt eine oder zwei DIN-A4-Seiten voll mit verschiedenen Zielen, die sicher alle lohnenswert und toll sind. Damit Du diese Ziele auch erreichst, geht es jetzt darum, herauszufinden welches Ziel Du wirklich nachhaltig verfolgen kannst.

Und deswegen solltest Du ein neues Blatt nehmen und dieses in zwei Spalten unterteilen. Auf die linke Seite schreibst Du eines der Ziele von Deinem Brainstorming Zettel. In die linke Seite schreibst Du Dein Warum für das jeweilige Ziel.

Was meine ich mit Warum?

Mit der Frage nach dem Warum kratzen wir eine Schicht tiefer. Du hast Dir verschiedene Ziele aufgeschrieben, die für Dich als Vater wichtig sind. Mit der Frage nach dem Warum unterscheiden wir die guten Ziele von den wirklich wichtigen.

  • Warum ist Dir wichtig, 2 Stunden am Tag mit Deinem Kind zu verbringen?

Welcher Wunsch steckt dahinter?

Wie fühlt es sich an, wenn Du Dein Lebensziel erreicht hast bzw. wie sieht Dein Leben aus?

Mit diesen Fragen trennen wir die Spreu vom Weizen. Du erkennst, für welche Ziele Du auch bereit bist zu „leiden“ und welche Du bei den ersten Anzeichen von Schwierigkeiten fallen lässt.

Für manche Ziele die Du Dir setzen wirst, musst Du irgendwann Konsequenzen ziehen, die unbequem sind. Das kann der Jobwechsel sein, wenn Du nicht mehr ausreichend Zeit für Deine Familie hast. Der Umzug aus der Stadt hinaus aufs Land, wenn Du Dir ein behütetes Leben für Deine Kinder wünschst. Oder eine Kleinigkeit wie weniger Zeit mit den Freunden zu verbringen, um die Zeit bei der Familie zu sein.

Und jetzt?

Du wirst nicht von allein ganz automatisch ein toller Vater, der seinen Kindern genau das bietet was sie brauchen. Das musste Du schon wollen und die richtigen Dinge dafür tun. Was die richtigen Dinge sind, findest Du heraus, wenn Du weißt, was Du erreichen möchtest und Dir auf dem Weg dorthin Ziele setzt.

Ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Denkanstoß geben vielleicht machst Du ja am Wochenende eine Liste mit Deinen Zielen fertig.

Was ist Dein Lebensziel?


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