Ab wann in den Kindergarten? 3 Gedanken, die Du Dir dazu machen solltest

Ab wann sollte Dein Kind in den Kindergarten gehen? Damit will ich mich heute beschäftigen. Dabei soll es aber nicht um medizinische Studien rund um den Kindergarten Start gehen oder was das richtige Alter ist etc. Denn am Ende geht es bei der Entscheidung mindestens genauso sehr um uns, wie um unser Kind.

Sprechen wir also darüber, was das richtige Alter für den Kindergarten ist und warum. Wir schauen uns drei Gründe, für eine frühere Anmeldung an und drei Gründe, warum man vielleicht noch ein bisschen warten sollte.


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Ab wann sollte Dein Kind in den Kindergarten?

Mittlerweile findet sich ja fast jedes Alter in einer Betreuung wieder. Das heißt, es gibt Kinderkrippen, es gibt für Gruppen für kleine Kinder.

Gesetzlichen Anspruch auf einen Kindergartenplatz hast Du, wenn Dein Kind drei Jahre alt ist. Seit 2013 hast Du auch gesetzlichen Anspruch auf einen Krippenplatz, wenn Dein Kind ein Jahr alt ist.

3 Gründe für einen frühen Kindergarten Start

Tendenziell wollen wir Eltern, dass unsere Kinder gewisse Dinge möglichst früh können. Das ist so ein Wettkampf. Ein Wettlauf, der in den Köpfen von uns Eltern stattfindet.

Früh in den Kindergarten zu gehen hat auch den ein oder anderen Vorteil. Lass uns doch mal über die Vorteile von einem frühen Kindergarten Start sprechen.

Da ist zum einen das Thema Vereinbarkeit.

Das heißt, Eltern können wieder, wenn Kinder in der Betreuung sind, einem Beruf nachgehen. Häufig ist es ja so, dass die Frau in der ersten Zeit zuhause bleibt, während der Mann weiterhin berufstätig ist. Aber irgendwann wollen und vielleicht müssen beide Elternteile wieder Vollzeit in den Erwerb gehen. Und dann ist so ein Betreuungsplatz Gold wert.

Anders gesagt, ohne einen Betreuungsplatz wird das einfach nicht funktionieren, dass beide berufstätig sind. Und dann können sich ganz viele Familien, gerade im städtischen Raum, den Lebensstil, den sie leben, nicht mehr leisten.


Wie bekomme ich das mit der Erziehung richtig hin?

Lerne wie Du Dir einen Erziehungskompass baust, der Dich sicher durch alle Phasen Deines Vaterlebens manövrierst. 


In den Kindergarten gehen ohne dramatische Abschiedsszenen

Ein zweiter Vorteil ist natürlich, wenn Kinder früh in den Kindergarten oder in eine Betreuung gehen, dass sie sich leichter dort eingewöhnen.

Sie haben weniger Trennungsschmerz weil sie ganz früh schon daran gewöhnt werden, dass sie in die Kindergartengruppe die Kinderkrippe gehen. Die üblichen tränenüberströmten Trennungsszenen, die sich häufig im Kindergarten abspielen, werden deutlich seltener.

Sozialisierung mit anderen Kindern

Ein dritter Vorteil für einen frühen Start in die Betreuung ist natürlich, dass sie sehr früh an andere Kinder gewöhnt werden. Dass sie sehr früh vielleicht auch schon Freunde finden und eine ganz andere Bindung zu diesen Freunden in der Kindergartengruppe oder der Krippe, aufbauen können.

Das soziale Umfeld der Kinder, die Möglichkeit sich auf diese sozialen Geflechte einzulassen, steigt dadurch, weil sie es einfach schon früh kennenlernen. Besonders für Kinder ohne Geschwister, ist das sicherlich ein Riesenvorteil.

Linktipp: DIW Studie: Ein zusätzliches Kita-Jahr beeinflusst die Persönlichkeit bis ins Jugendalter

3 Gründe für einen späteren Kindergarten Start

Doch natürlich hat auch ein etwas späterer Start in die Betreuung einige Vorteile für die Entwicklung der Kinder. Lass uns doch mal anschauen, was das sein könnte.

Hauseigene Prägung

Punkt Nummer eins ist, dass Du Dein Kind deutlich länger selbst prägen kannst. Werte, die Kinder von früh auf mitbekommen, prägen sie ihr gesamtes Leben lang.

Natürlich kannst Du auf die Erziehung und auch auf die Pädagogik in der Betreuung achten indem Du die richtige Kindertagesstätte oder die richtige Kinderkrippe auswählst.

Linktipp: Wie finde ich die richtige Kita für mein Kind?

Aber natürlich ersetzt das niemals Deine Erziehung, Deine Pädagogik und vor allen Dingen Deine eigenen Werte.

Das bedeutet also, wenn Du Dein Kind etwas später in den Kindergarten, in die Krippe oder in die Betreuung gibst, dann hast Du länger Einfluss darauf, wie mit welchem Wertbild sie aufwachsen.

Und vor allen Dingen Du kannst es ihnen vorleben. Denn durch nichts lernen Kinder so gut wie, wenn Du ihnen etwas vorlebst.

Körperliche Entwicklung

Der zweite Grund, warum Kinder vielleicht etwas später in Betreuung starten können, ist dass sie in einem Jahr stärker sind. Denn so ein Jahr macht körperlich sehr, sehr viel mit Kindern. Und gerade in einem Jahr sind sie physisch in einer ganz anderen Verfassung.

Das heißt, sie haben später deutlich weniger Schwierigkeiten bei sportlichen Aktivitäten. Sie können sich auch gegen die etwas älteren Kinder vielleicht schon besser durchsetzen. Und sind körperlich robuster. Und sind nicht so leicht anfällig für Mobbing oder sonstige Fiesheiten, die unter Kindern an der Tagesordnung sind.

Linktipp: Mobbing in der Schule – Verhaltenstipps wenn Dein Kind ein Mobbingopfer wird.

Geistige Reife

Der dritte Punkt ist, dass diese körperliche Reife warum sich natürlich auch im Gehirn bemerkbar macht. Ältere Kinder sind aufmerksamer, auffassungsfähiger und können sich besser konzentrieren.

Und das ist ein Grund, warum vielleicht ein Kind einfach später in den Kindergarten, in die Gruppe, starten kann. Weil es dann einfach noch Zeit hat zuhause etwas besser heranzureifen.

Gemeinsame Zeit

Das ist jetzt so ein kleiner Bonuspunkt für all die Helikopter Papas, wie ich auch einer bin.

Du hast einfach ein Jahr länger etwas von ihnen. Kinder werden so unglaublich schnell groß. Und ich habe einfach die Beobachtung gemacht, dass sobald Kinder selbstständiger werden, in den Kindergarten gehen, in Gruppen gehen, in die Schule gehen, dass dann dieser Reifeprozess, dieses Erwachsenwerden noch viel, viel schneller voranschreitet.

Wenn Du sie ein Jahr länger zuhause lässt, dann hast Du einfach ein Jahr lang, ein bisschen länger, was zum Knuddeln, zum Liebhaben und einfach zum da sein und Erleben.

Linktipp: Der Grund, warum Ihr als Familie so wenig Zeit miteinander verbringt

Und jetzt?

Also fassen wir zusammen.

Es gibt für jedes Kindergartenstartalter Vor-, aber auch Nachteile. Eine Empfehlung was für Dich oder für Euch und für Dein Kind das Beste ist, kann ich Dir hier nicht geben.

Es ist eine Entscheidung, die ihr individuell für Euch und natürlich auch für euer Kind fällen müsst und wo ganz viele unterschiedliche Lebenssituationen mit eine Rolle spielen.

Aber was mich interessiert ist, wie hast Du entschieden?

Wann habt Ihr Euer Kind oder wann plant ihr euer Kind in den Kindergarten oder in die Betreuung hineinzugeben?

Ich freue mich, wenn Du mir Deine Meinung hier in den Kommentaren schreibst.

Übrigens, hast Du vielleicht jemanden im Bekannten- oder im Freundeskreis, der sich gerade genau mit dieser Frage beschäftig?

Dann sei doch so nett und leite das hier einfach an die Person weiter. Vielleicht helfen ihm oder ihr ja die Vor- und Nachteile, die ich gerade aufgeführt habe um sich besser entscheiden zu können.

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