Jetzt geht´s los. Die 5 wichtigsten Fragen wenn die Geburt bevorsteht.

Geburt

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Du hast Dich gut vorbereitet und diesen Moment über 9 Monate lang herbeigesehnt. Jetzt, da es loszugehen scheint, schwimmst Du völlig auf. Du läufst kopflos umher, die Gedanken schießen kreuz und quer, Du hast den Überblick verloren.

Geht es jetzt wirklich los?”

Wann sollten wir ins Krankenhaus fahren?”

“Wie viel Zeit haben wir noch?”

Sollte ich einen Krankenwagen rufen?

Was muss ich denn jetzt alles mitnehmen?”

Es ist eine Mischung aus Vorfreude auf das Kind und der Angst vor der unbekannten Situation. Das, was bei der Geburt auf Dich zukommt ist eine Extremsituation – da kann der Puls schon mal steigen.

In der Tat ist es so, dass man sich auf alle Details der Geburt und der Zeit danach vorbereitet, doch wichtige Fragen die sich unmittelbar davor stellen wurden übersehen. Damit Dir es nicht so ergeht und Du von Anfang an weißt was los ist und was zu tun ist, habe ich die 5 wichtigsten Fragen, die sich stellen wenn es losgeht, beantwortet.

Wissen wann es los geht

Trotz all der Berechnung und Untersuchungen, die im Vorfeld angestellt werden um vorauszuahnen wann es los gehen könnte, bestimmt letztenendes das Kind wann es im Bauch der Mutter zu eng wird. Du und Deine Partnerin könnt nur abwarten und auf der Ziellinie mit dem einen oder anderen Hausmittelchen das Kind versuchen herauszulocken.

Ist es dann soweit, wird Deine Frau Dir zu verstehen geben das es jetzt ernst wird. Der Wehenschmerz verändert sich von Senkwehe zur wirklichen Eröffnungswehe und das können Frauen sehr gut voneinander unterscheiden.

Jetzt geht es los. Für Dich heißt es, Ruhe bewahren.

Wann sollten wir ins Krankenhaus fahren?

Gerade bei der ersten Geburt ist es schwer den Zeitpunkt abzuschätzen, wann Ihr ins Krankenhaus fahren solltet. Umgehend solltet Ihr dorthin aufbrechen wenn:

  • Blutungen auftreten
  • die Fruchtblase geplatzt ist bzw. der Verdacht darauf besteht
  • schmerzhafte, andauernde Wehen eintreten
  • Scherzen in der Gebärmutter auftreten
  • Deine Partnerin das Gefühl hat, das Kind bewegt sich deutlich weniger als in den Tagen zuvor

Solltet Ihr Euch unsicher sein, ruft entweder Eure Hebamme oder die Entbindungsstation Eures Krankenhauses an und fragt um deren Meinung. In der Regel sagen die Krankenhäuser, dass man lieber etwas früher kommen soll, wenn man sich unsicher ist oder ein ungutes Gefühl hat.

Transport im eigenen Auto oder im Krankenwagen?

Wenn die Wehentätigkeit ganz normal eingesetzt hat, kannst Du Deine Partnerin mit Deinem eigenen Auto ins Krankenhaus fahren. Ein Krankenwagen kommt erst ins Spiel, wenn die Fruchtblase geplatzt ist. Für diesen Fall wird Deine Partnerin Anweisungen von ihrem Frauenarzt erhalten haben. Sitzt das Kind bereits fest im Beckenbodenbereich der Frau, spricht auch bei geplatzter Fruchtblase nichts gegen das Auto fahren. Sollte dies jedoch noch nicht der Fall sein, muss Deine Partnerin liegend im Krankenwagen transportiert werden. Der Grund hierfür ist, dass sich sonst die Nabelschnur mit dem austretenden Fruchtwasser in den “Ausgangsbereich” legen und sich später bei der Geburt entweder um den Hals des Kindes wickeln oder abgedrückt werden kann. Beides kann zu kritischen Situationen während der Geburt führen.

Wie viel Zeit haben wir?

Die Zeitfrage ist schwierig allgemeingültig zu beantworten. Bei einigen geht es schneller als bei anderen. In der Regel ist es so, dass Du bei dem ersten Baby ausreichend Zeit hast Deine Partnerin ins Krankenhaus zu fahren ohne eine Geburt in Deinem Auto zu riskieren. Die Hetzjagd zum Krankenhaus, wie sie aus Filmen bekannt ist, mit allerlei überfahrenen Ampeln ist unnötig. Der Stress, den ein “Schumacher-Fahrstil” erzeugt, ist sogar kontraproduktiv, denn Deine Partnerin braucht nun Kraft und Ruhe um sich auf sich selbst und das bevorstehende Ereignis vorzubereiten.

Was müssen wir mitnehmen?

Auf keinen Fall solltet Ihr die, bereits vor Wochen gepackten, Krankenhaustasche für die Frau und für den Mann vergessen. Prüfe kurz vor Abfahrt noch einmal ob alle Batterien OK sind und nimm ggf. die Ladegeräte mit. Um die Formalitäten bei der Ankunft im Krankenhaus schnell zu erledigen solltest Du die Unterlagen kontrollieren. Notwendig sind:

  • Personalausweis
  • Mutterpaß
  • Überweisung des Frauenarztes an das Krankenhaus
  • Versichertenkarte Deiner Frau.

Wie geht es weiter?

Nachdem ihr sicher im Krankenhaus angekommen habt, folgt der spannende Teil. Und so geht es im Krankenhaus weiter…


Ähnliche Beiträge:

  1. Die Geburt – das erwartet Dich Lesezeit: ca. 5 Minuten Je näher der Tag der Geburt rückt, desto mulmiger wird das Gefühl in der Magengegend – besonders wenn es das erste Kind ist und Du nicht weißt was auf Dich zukommt. Die Theorie hast Du, dank … Weiterlesen →...
  2. 11 Dinge die Du bei der Geburt dabei haben solltest. Lesezeit: ca. 5 Minuten Hast Du Dir schon überlegt ob Du bei der Geburt Deines Kindes mit im Kreißsaal sein möchtest? Ich war dabei. Die ganzen 20 Stunden lang und bin heute wirklich froh darüber. Auf der einen Seite, weil … Weiterlesen →...
  3. Formalitäten nach der Geburt – so bereitest Du Dich optimal vor Lesezeit: ca. 4 Minuten Zum “Papa werden” gehört nicht nur die Vorbereitung auf die Geburt, die Krankenhaustasche zu packen und die ersten Kindersachen einzukaufen. Die Geburt Deines Kindes bedeutet auch einiges an Formalitäten zu erledigen. Manches muss vor der Geburt … Weiterlesen →...
  4. Nach der Geburt richtig “Danke” sagen Lesezeit: ca. 4 Minuten Die Zeit um die Geburt eines Kindes ist für die Eltern die spannendste in Ihrem Leben. Vor der Geburt wartet man gespannt darauf das es losgeht. Nach der Geburt schwebt man auf Wolke 7, zudem gibt … Weiterlesen →...
  5. Beim zweiten Kind ist alles anders – leichter! Lesezeit: ca. 3 Minuten Am 11.11. bin ich zum zweiten Mal Vater geworden. Nachdem wir bereits einen Sohn haben, ist es diesmal eine Tochter geworden. Wir sind sehr glücklich und alle sind gesund und munter. Ich war natürlich wieder bei … Weiterlesen →...

Über Andreas

Sammelt Lebenserfahrung seit 1979, Erfahrungen als Ehemann seit 2005, als Vater eines Sohnes seit 2008 und als Vater einer Tochter seit 2009.
Dieser Beitrag wurde unter Papa werden abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

1 Other Comment

Einen Kommentar hinterlassen

Your email address will not be published. Required fields are marked *

*

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Additional comments powered by BackType