So schützt Du Dein Kind im Internet

Lesezeit: ca. 6 Minuten

Was macht Dein Kind eigentlich gerade vor dem Computer? Welche Seiten “surft” es an? Mit wem chattet es?

Egal was Du jetzt sagst die Wahrscheinlichkeit, dass Du total daneben liegst, ist erschreckend hoch.

40% der Eltern, so eine Studie, hält sich für bestens über das Surf-Verhalten der Kinder im Internet informiert. Leider beruht diese eigene Sicherheit auf mangelnden Kenntnissen des Surfverhaltens der Kinder oder fehlenden Kenntnissen über Technologien, mit denen sich das Surfen der Kinder tatsächlich kontrollieren und steuern lässt.

Meine Kinder sind noch nicht in dem Alter, dass Sie selbst im Internet surfen, obwohl mein Sohn schon erstaunlich sicher mit dem iPhone umgehen kann. Dennoch fand ich dieses Thema interessant genug mich darüber zu informieren und einen Artikel für Euch zu schreiben. Ich hoffe, der eine oder andere Papa mit älteren Kindern findet hier interessante Infos.

Wenn Du Dich mit dem Thema auseinander gesetzt hast, wirst Du wahrscheinlich den gleichen Eindruck haben wie ich. Es gibt viele Lösungen wie ich meine Kinder von Websites, die ich nicht gut finde oder die sie nicht sehen sollen, fernzuhalten. Doch hier fängt es auch schon an zu haken. Kennst Du alle Seiten, die Deine Kinder nicht ansteuern sollten? Anders herum, welche Seiten willst Du Ihnen freigeben und in wie weit stört Dich die Blockade, wenn Du den PC mal selber nutzen möchtest? Es gibt über 200 Millionen Websites im Netz und diese Anzahl macht es schlicht unmöglich Kinder durch Restriktion im Internet umfassend zu schützen.

Peter Sanner hat sich ähnliche Gedanken gemacht, als seine Tochter in dem Alter war und das Worldwide Web erkunden wollte. Als er keine zufriedenstellende Lösung finden konnte, hat er sich selbst daran gemacht das Thema anzugehen. Entstanden ist daraus kinkon.de – wie ich finde ein beeindruckendes Projekt, dass ich Euch gerne etwas näher vorstellen möchte.

Was ist Kinkon.de

Kinkon ist eine webbasierte Kindersicherung mit Elterncommunity. Alles klar?

Im Grunde ist das Konzept von Kinkon sehr einfach und gerade deshalb gefällt es mir gut. Anstatt eine Software auf dem Rechner zu installieren, die regelmäßig aktualisiert und gepflegt werden muss, setzt Kinkon auf das Internet. Eltern und Kinder stehen über die Schnittstelle im Internet im Dialog. Genau wie die Kinder zu den Eltern gehen um Erlaubnis für dieses und jenes zu bitten, so können die Kinder über Kinkon.de die Eltern um Erlaubnis bitten die eine oder andere Website anzusteuern.

Darüber hinaus können sich die Eltern in der Kinkon-Community über das Thema Kindersicherheit im Internet und kindgerechte Websites austauschen und bekommen viele interessante Surftipps für die Kinder. Auch Kinkon.de selbst durchforstet das Web nach Seiten, die für Kinder geeignet sind und veröffentlicht diese, unterteilt nach Alterseignung, auf der Seite. Papa-Online.com ist übrigens auch schon gelistet.

Wenn Du noch mehr über die Entstehung von Kinkon erfahren möchtest, findest Du hier den N-TV Bericht über Kinkon.de.

Wie funktioniert Kinkon.de

Um Kinkon.de nutzen zu können, musst Du zunächst einmal einen Familien Account anlegen. Das geht einfach und schnell auf der kinkon.de Seite.

Du kannst hier Deine Familie “verwalten”, Deine Kinder anlegen und verschiedenste Einstellungen vornehmen. Du kannst entscheiden, ob Du den Kinkon Seitenempfehlungen folgen willst und altersgerechte Inhalte automatisch freigeben möchtest ohne sie selbst vorher gesichtet zu haben. Du kannst einstellen, ob Deine Kinder Kontakte auf Kinkon.de hinzufügen dürfen, ob es den speziellen Kindernewsletter erhalten darf, etc.

Das Herzstück von Kinkon.de ist natürlich die Seite selbst. Wenn Du Kinkon.de besuchst, siehst Du zuallererst die Kinkon-Leiste

Als nächstes lädst Du den Kinkon-Client auf Deinen Rechner herunter und installierst ihn. Der Client wird später die Schnittstelle sein über die Du Deinen Kindern Websites freigeben und sperren kannst. Damit ist die meiste Arbeit schon getan. Jetzt kannst Du die Seiten, als sogenannte Lesezeichen, für Deine Kinder freigeben und sie können lossurfen.

Was kostet kinkon.de

Für die Nutzung von Kinkon.de hast Du zwei Möglichkeiten.

Einmal gibt es eine kostenlose (in Fachkreisen auch “Freemium” Variante) die, wie gesagt, nichts kostet und Dir dennoch viele Funktionen bietet.

So kannst Du, ebenso wie bei der Premium Mitgliedschaft, den Kinkon Client herunterladen und installieren. Du kannst 2 Erwachsene und beliebig viele Kinder zu Deiner Familie hinzufügen und es wird, dort wo die Kinder surfen, keine Werbung eingeblendet.

Hingegen kannst Du mit der kostenlosen Mitgliedschaft nur 10 Lesezeichen (also Websites) pro Kind freigeben. Du kannst Kontaktanfragen von anderen Kinkonern nur erhalten aber selbst keine Kontaktanfragen versenden, Du kannst Nachrichten nur innerhalb Deiner Familie versenden, nicht an andere Kinkoner und Du hast nur Zugriff auf ausgewählte Gruppen und deren Foren, nicht – wie bei der Premium Mitgliedschaft – auf alle Foren. Bei der Erstanmeldung zu Kinkon ist Dein Account für 30 Tage automatisch ein Premium-Account und ermöglicht Dir die volle Funktionalität von Kinkon.de ausgiebig zu testen.

Die Premiummitglieschaft für ein Jahr kostet 59,88 € dazu gibt es den 13. Monat geschenkt. Das sind 4,61 €/Monat oder 15 Cent pro Tag. Es gibt auch eine Halbjahresvariante, diese kostet dann 29,94 € für 6 Monate – also 4,99 €/Monat oder 16 Cent am Tag.

Tolle Idee in der Startphase

Das Konzept von Kinkon.de gefällt mir sehr gut. Speziell der Ansatz webbasiert, also von überall, auf die Surfanfragen meiner Kinder reagieren und so ihr Surfverhalten überwachen zu können ohne Verbote auszusprechen oder sie beim surfen lange zu behindern finde ich sehr gut.

Kinkon.de ist ein sehr junges Projekt daher sind die, auf der Seite angebotenen zusätzlichen Services wie z. B. die Community noch nicht wirklich den Aufpreis für die Premium-Mitgliedschaft wert. Es befinden sich beispielsweise noch keine Beiträge in den Foren.

Was den Preis angeht so kostet die Premium-Mitgliedschaft etwa so viel wie ein Premium Account beim Netzwerkportal Xing. Der Preis geht noch in Ordnung, ist aber meiner Meinung nach die obere Schmerzgrenze für Online Dienste. Die interaktive Verwaltung der Surfrechte für Kinder ist, in der Art wie Kinkon sie bietet, einzigartig und daher kostenseitig schwer vergleichbar. Software basierte Lösungen, beispielsweise von gängigen Anti-Virus Herstellern, inklusive Virenschutz kostet um die 50 €/Jahr und sind damit für ca. 20% weniger zu haben – jedoch ohne die Interaktivität.

Wem die Premium-Mitgliedschaft zu teuer ist, der fährt mit der kostenlosen Mitgliedschaft nicht viel schlechter. Die einzige, zurzeit nennenswerte, Einschränkung im Vergleich zur Premium-Mitgliedschaft sind die limitierten Lesezeichen (10 pro Kind) die freigegeben werden können. Ob ich mir jetzt mit anderen Kinkon-Nutzern Nachrichten schicken kann oder nicht, bzw. eine der aktuell noch leeren Foren ansehen kann, fällt für mich nicht ins Gewicht.

Kinkon.de ist seit Februar in der “Open-Beta“-Phase. Das heißt das an der Seite noch gearbeitet wird um die Funktionalitäten zu verbessern. Peter und sein Team freuen sich daher auf möglichst viele neue Anmeldungen die ihnen Feedback und mehr Erfahrung bringen. Ich würde mich freuen, wenn Dich mein Beitrag neugierig gemacht hat und Du Kinkon.de ausprobieren möchtest – wie gesagt, Du bekommst für 30 Tage einen Test-Premium Account und kannst Dich danach entscheiden.

Wenn Du irgendwelche Anregungen und Verbesserungsvorschläge hast, bzw. Dir irgendetwas auffällt, dass noch nicht funktioniert kannst Du eine Mail mit Deinen Erfahrungen an Peter (peter [@] kinkon.de) schicken.

Foto: Mads Boedker

1 Kommentar

  • Lustig, dass Du gerade darüber was schreibst. Mein Sohn kommt nach dem Sommer in die Schule, da haben meine Frau und ich gedacht so ein kleiner Rechner wäre nicht schlecht. Es gibt viele geeignete Lernseiten im Internet aber halt auch viel Quatsch den er nicht sehen soll.
    Werde mir diese kinkon mal ansehen.
    Danke für den Tip

    PS
    cooles Blog. Bin über die Blog WM hier her gekommen und habe Dich gleich im Feedreader eingereiht – (thumbs up!)

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    Besonders Abends sind sie müde und wollen schlafen.

    Wenn Du dann mit einer Zahnbürste ankommst ist Geschrei keine Seltenheit.

    Du bist auch müde vom Tag und hast auf diesen Kampf keine Lust mehr.

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    Fatal.

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

    Ich hoffe, Du hast die Feiertage und besonders das gestrige Silvester gut überstanden und verlebt. Ich weiß nicht wie es Dir geht aber seid dem ich Vater bin, freue ich mich immer auf das kommende Jahr.

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    Es stehen aber auch viele Entscheidungen an. Besonders viele Kaufentscheidungen.

    Väter sind heute mehr gefragt als früher sich bei der Entscheidung mit einzubringen, gerade was größere Investitionen anbelangt.

    Welches Familienauto soll es sein, welchen Kinderwagen, wie sollte das Kinderzimmer sein, etc.

    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

    Ich habe die größten Anschaffungen, die wir in den letzten 4 Jahren getätigt haben, notiert und dazu die Gedanken, die wir uns vor dem Kauf gemacht haben.

    Um die Kaufentscheidung zu beurteilen habe ich sie, aus heutiger Sicht, nach dem Schulnotensystem bewertet.

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    Es ist wie Versicherungsbetrug und Steuerhinterziehung – alle tun (oder versuchen) es aber keiner mag darüber reden.

    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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