Die Geburt – das erwartet Dich

Geburt

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Je näher der Tag der Geburt rückt, desto mulmiger wird das Gefühl in der Magengegend – besonders wenn es das erste Kind ist und Du nicht weißt was auf Dich zukommt.

Die Theorie hast Du, dank der Geburtsvorbereitung für Männer, drauf. Du bist ebenfalls für Deine Zeit im Krankenhaus bestens ausgerüstet und weißt genau was Du alles mitnehmen musst. Dennoch bereitet Dir der Gedanke an die Geburt noch ein unbehagliches Gefühl – etwas zwischen Angst und unangenehmer Spannung. Du hast dieses Gefühl wahrscheinlich, weil Du nur erahnen kannst was Dich erwartet und wie es abläuft. Ich möchte Dir aus meiner Erfahrung schildern, was bei einer “normalen” Geburt passiert, was Deine Rolle ist und welche Komplikationen auftreten können. Ich bin mir sicher, wenn Du genau weißt was Dich erwartet, kannst Du wesentlich entspannter und mit gestärkter Selbstsicherheit dem Moment entgegen blicken.

Ankunft im Krankenhaus

Nachdem Ihr im Krankenhaus angekommen seid, geht es erst einmal darum “einzuchecken“. Meist ist das Deine Aufgabe. Das geht recht flott und kann erledigt werden nachdem Du Deine Partnerin in die Hände des Pflegepersonals übergeben hast. Denke bitte an die benötigten Unterlagen:

  • Überweisung vom Frauenarzt
  • Krankenkassenkarte
  • Stammbuch (kann man auch zur Anmeldung des Kindes Nachreichen)
  • Personalausweis der Frau

Auf der Station

Sofern es keine Sturzgeburt ist, werdet Ihr nicht sofort in den Kreißsaal kommen sondern erst einmal auf einem der Krankenzimmer einquartiert. Es folgen die Routineuntersuchungen wie CTG, Muttermunduntersuchung, usw.. In der Regel kommt die Hebamme vorbei und stellt sich vor – es sei denn Ihr habt Eure eigene Hebamme mitgebracht.

Nun heißt es warten. Je nach Tages- oder Nachtzeit bekommt Ihr Getränke und Essen gebracht. Um die Wehenaktivität zu fördern, schicken Euch die Hebammen vielleicht noch auf einen Spaziergang oder ein wenig die Treppen im Krankenhaus auf und ab. Auch ein warmes Bad kann angeboten werden, dies hängt von der Ausstattung des Krankenhauses ab.

Was passiert im Kreißsaal?

Jetzt wird es ernst. Wenn die Wehen in regelmäßigen Abständen kommen und sich der Muttermund entsprechend geöffnet hat, wird man Euch in den Kreißsaal führen. Das heißt noch nicht, dass es jetzt bald kommen muss aber Ihr seid auf der Zielgeraden. Wie sich die Geburt nun weiter gestaltet hängt davon ab, für welche Geburtsmethode Ihr Euch im Vorfeld entschieden habt. Hier ein paar Möglichkeiten:

Für welche Variante Ihr Euch letztlich entscheidet hängt natürlich von den angebotenen Möglichkeiten des Krankenhauses ab und davon womit Ihr am besten klar kommt.

Ein weiteres Thema, dass zu diesem Zeitpunkt akut werden kann und über das Ihr Euch auch am besten im Vorfeld Gedanken machen solltet ist die PDA (Peridualanästhesie). Hierdurch werden die Schmerzen für die Frau erträglicher. Habt Ihr Euch dafür entschieden, wird irgendwann der Anästhesist vorbei schauen und eine schriftliche Einwilligung zur Durchführung der PDA einholen, bevor er mit den Vorbereitungen beginnt. Dies ist deshalb notwendig, da es nicht ohne Risiken ist die PDA zu setzen (näheres erfährst Du hier). Um die Frau nicht mit den bürokratischen Vorgängen zu belästigen ist dies in der Regel Aufgabe des Mannes. Solltet Ihr nicht verheiratet sein, ist es sinnvoll im Vorfeld entsprechende Vollmachten auszustellen.

Welche Komplikationen können auftreten?

Bei jeder Geburt können Komplikationen auftreten. Natürlich wünscht sich das niemand aber wenn Du weißt was passieren kann und was dann gemacht wird, hilft es Dir die Ruhe zu bewahren denn im Kreißsaal haben die Hebammen und Ärzte vielleicht nicht die Zeit es Dir zu erklären.

  • Das Kind liegt falsch (Beckenend- oder Steißlage). Die Ärzte werden in diesem Fall beurteilen, ob das Kind auf normalem Wege geboren werden kann oder ein Kaiserschnitt notwendig wird. Weitere Infos.
  • Wehenschwäche. Von Wehenschwäche spricht man, wenn die Wehen nicht stark genug sind um die Geburt voranzutreiben. Hier kann ein Wehentropf weiterhelfen. Ggf. wird die Geburt mit dem Einsatz einer Saugglocke oder Zange unterstützt.

Es gibt noch weitere Komplikationen aber ich will Dir ja keine Angst machen. Diese beiden Fälle sind wohl mit die üblichsten Komplikationen. Die Ärzte wissen in solchen Fällen sehr genau was zu tun ist. Bei der Geburt unseres Sohnes hatte meine Frau auch zu schwache Wehen so dass die Saugglocke zum Einsatz kam.

Was ist Deine Rolle bei der Geburt?

Deine Hauptaufgabe bei der Geburt ist es Deine Partnerin so gut es geht zu unterstützen. Das kann vieles bedeuten:

  • Sie stützen (abhängig von der Geburtsposition für die Ihr Euch entschieden habt)
  • Sie massieren
  • Sie an die richtige Atemtechnik erinnern
  • das “Organisatorische” übernehmen
  • Wasser holen

Wie Du siehst, kannst Du während der Geburt eigentlich nicht viel tun. Das Wichtigste ist einfach Ruhe auszustrahlen und für Deine Partnerin da zu sein. Wenn das Kind erstmal auf der Welt ist, kommst Du endlich zum Zug indem Du die Nabelschnur durchtrennen darfst.

Ich hoffe, dass Dir dieser Post hilft der Geburt etwas gelassener entgegen zu sehen – auch wenn die Aufregung bleibt, wie bei allen wichtigen bevorstehenden Terminen.

Foto: svensonsan

PeriduralanästhesiePer

6 Kommentare

  • Meine Tochter kam im KH zur Welt; mein zweites Kind wird im Januar bei uns Zuhause das Licht der Welt erblicken; Geburtspool usw.
    Freuen uns drauf.

    Gruß
    Marc (@digicamclub bei Twitter) und http://www.facebook.de/Thomalla

  • Hallo,

    mein Sohn ist damals im Krankenhaus zur Welt gekommen, mein 2. Sohn wird es wahrscheinlich aus. Das Thema Hausgeburt finde ich sehr heikel, weil las doch mal irgendwas sein, bis dann Kind dann bei einem fachkundigen Kinderarzt ist oder ein Notarzt der ein Kind Intubieren darf zur Hand ist, das empfinde ich zu gefährlich.

    • Hallo Thomas
      ich sehe das ähnlich daher kommt für meine Frau und mich auch nur eine Geburt im Krankenhaus in Frage. Aber jeder sieht das anders und muss es für sich entscheiden. Der Vorteil einer Hausgeburt ist sicher die gewohnte und vertraute Umgebung.

  • ich finde es wirklich gut und wichtig, dass es solche seiten für männer gibt. leider les ich aber überall ” als mann kann man nicht viel machen”…und das obwohl hier sogar einige dinge aufgelistet sind! wenn man all das über stunden hinweg macht, kann man wohl nicht von “nicht viel” sprechen!
    ich würde mit außerdem eine bildreihe mit massagetechniken und geburtsstellungen (natürlich zu zweit) bzw. vielleicht auch ein paar tipps mit welchen statements man helfen kann und welche eher unterlassen werden sollten!
    alles liebe für die väter!

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

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    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

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    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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