Sex in der Schwangerschaft(?)!

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Lesezeit: ca. 5 Minuten

Wenn Deine Partnerin schwanger ist ändert sich vieles – wenn auch nicht gleich alles sofort. Nach einigen Wochen siehst Du den Babybauch Deiner Partnerin, wie er wächst und wächst. Du weißt, das darin Dein Baby liegt und ebenfalls immer größer wird. Von den Ultraschallbildern her weißt Du, dass das Baby jetzt schon viele Körperteile ausgebildet hat, schon hören kann und viel von dem was um sich herum passiert mitbekommt. Moment mal. Ja, es bekommt jetzt auch schon mit, wenn Ihr Sex habt.

“Sollten wir jetzt eigentlich noch Sex haben?”

Jeder sorgende Vater stellt sich diese Frage zu irgend einem Zeitpunkt im Verlauf der Schwangerschaft – besonders dann, wenn es die erste ist. Oft aus Sorge, man könnte das Baby oder die Mutter verletzten.

Evolutionstechnische Fakten

Was ist Lust? Warum haben Menschen, wie auch alle anderen Lebewesen, Lust auf Sex? Warum wohl hat die Natur es so eingerichtet, dass wir soviel Spaß an der schönsten Sache der Welt haben? Genau – Sex dient einem einzigen Zweck – der Reproduktion, Fortpflanzung. Nicht sehr romantisch, aber so ist es nun mal. Warum sonst sollte ein Löwe wohl bis auf seinen Tod um ein Weibchen kämpfen, wenn es ihm nicht so viel Spaß bereiten würde sie später zu besteigen?

Nachdem Du den Akt der Befruchtung durchgeführt hast, wechselt Du in die zweite von zwei Rollen, die Dir die Evolution und Mutter Natur zugedacht hat: Du wirst vom Erzeuger zum Beschützer Deiner Familie. Auch die Beziehung zu Deiner Partnerin verändert sich. Sie bekommt nun einen tieferen Sinn. Bisher seid Ihr zusammen, weil Ihr Euch beide liebt, miteinander leben wollt. Jetzt habt Ihr zudem neues Leben gezeugt und seid auf dem Weg eine Familie zu werden – evolutionstechnisch betrachtet die Erfüllung Eurer Aufgabe – Repoduktion und “Aufzucht”.

Auch bei den Frauen läuft nun ein anderer Film. Sie haben weiterhin Verlangen nach Sex – einige sogar mehr als vorher – wobei nun nicht mehr die Befruchtung auf der Prioritätenliste steht sondern die Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.

Gefahren für Mutter & Kind

Im Verlauf einer regulären Schwangerschaft besteht kein wissenschaftlicher Nachweiß für negative Auswirkungen von Sex während der Schwangerschaft. Ganz im Gegenteil, eine amerikanische Studie hat sogar herausgefunden, dass es bei Paaren mit regelmäßigem Sex weniger häufig zu vorzeitigen Entbindungen kommt.

Beim Bier wird oft flapsig davon gesprochen, dass “mein Bestes Stück doch nicht das erste sein soll was mein Kind von mir zu sehen bekommt”. Völliger Quatsch und anatomisch eher ausgeschlossen. Egal wie gut Du bestückt sein solltest, die Gefahr dass Du und Dein Johannes auch nur in die Nähe des Kindes kommen liegt bei null. Der Muttermund ist geschlossen und Deine Partnerin wird Dir sicher zu verstehen geben wenn Du ggf. in Bereiche kommen solltest, die für sie nicht so angenehm sind.

Es ist anders

Gut, wir haben nun geklärt:

  • es ist nicht schlecht während der Schwangerschaft Sex zu haben
  • im Gegenteil, es ist sogar gut in der Schwangerschaft Sex zu haben

Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto größer wird auch der Bauch Deiner Partnerin. So wie der Bauchumfang zunimmt, so nimmt gleichzeitig der Aktionsradius ab. Mit der Zeit sind einige Stellungen einfach nicht mehr drin. Hier heißt es also nun, kreativ sein und schwangerschaftskompatible Stellungen finden oder kreiren. Da der Körper Deiner Partnerin sich ständig verändert, heißt es teilweise vorsichtiger zu sein. Bestimmte Körperregionen, wie z. B. Busen, können jetzt empfindlicher sein als vorher. Hier gilt es verstärkt auf die Signale des Partners zu achten. Wenn Du es gewohnt warst mit Deiner Lieben immer die Federn “durchzurocken”, so solltest Du Dich jetzt wohl eher auf Blümchensex einstellen. Mit dem dicken Bauch ist es für die Frau meist angenehmer wenn es weniger wild zu Sache geht.

Wann lieber nicht

So schön und gut der Sex in der Schwangerschaft auch ist, es kann auch sein, dass Ihr darauf verzichten müsst. Wann solltet Ihr besser keinen Sex haben:

  • der Muttermund ist verkürzt
  • es kommt zu Blutungen
  • es kommt zu vorzeitigen Wehentätigkeiten
  • es kommt zum vorzeitigen Blasensprung

Grundsätzlich wird Euch der Frauenarzt schon sagen, ob aus medizinischer Sicht etwas gegen Sex spricht. Bei Unsicherheiten lieber noch einmal mit dem Doc Rücksprache halten.

Freiwillige Enthaltsamkeit

Zusammenfassend kann man sagen, dass nichts dagegenspricht sich auch während der Schwangerschaft körperlich miteinander zu vergnügen. Dennoch gibt es einige Männer, die durch den Babybauch so blockiert sind, dass sie es nicht wollen oder können. Solltest Du noch überlegen ob Du die geänderten Umstände in Kauf nehmen möchtest oder doch lieber bis nach der Schwangerschaft wartest, bedenke bitte folgendes:

  • 9 Monate (= 270 Tage) sind eine lange Zeit
  • Deine Partnerin hat auch Wünsche und teilt Deinen Wunsch nach Enthaltsamkeit in der Schwangerschaft vielleicht nicht
  • nach der Entbindung geht mehrere Wochen lang nichts (Wundheilung, Naht, etc.)
  • manche Frauen werden nach der Entbindung vom “Babyblues” heimgesucht – ob sie dann Lust haben ist fraglich
  • auch ohne Babyblues steht nun das Baby im Vordergrund – viele Frauen haben dann deutlich weniger bis gar keine Lust

Meine Meinung zum Thema ist: solange es mit dem Sex für beide Partner Spaß bringt und gesundheitlich nicht schädlich ist solltet Ihr Eure Zeit gemeinsam genießen. Wenn das Baby erstmal auf der Welt ist wird sich auch im Schlafzimmer einiges ändern.

Foto: Stoichiometry

5 Kommentare

  • Hast Du schon mal mit ihm darüber gesprochen wie Du Dich fühlst und warum er keine “Lust” hat?

  • Als meine Freundin schwanger war, gings am Anfang (bis etwa zum 6. Monat) noch Sex mit ihr zu haben. Danach wars einfach zu schwierig mitm Bauch..

    Bei der Geburt musste man aufschneiden (sonst hätte mein Sohn nicht durch gepasst).. Ergab 8 Wochen Pause damit die Naht gut verheilt.  Als die verheilt war, hatte sie Angst davor, daß die wieder aufreißen könnte. Das warn wieder 4 wochen Enthaltsamkeit.

    Sie hatte sich dann doch mal durch gerungen und wir konnten dann doch endlich mal wieder Sex haben.  4 Wochen später durfte ich dann nochmal mit ihr Zärtlichkeiten austauschen..

    Das ist jetzt aber auch schon wieder fast 2 Monate her..

    Ich hab mir immer Vorwürfe gemacht, daß ICH daran Schuld wäre.. Ist aber nicht so..
    Im Normalfall muß immer noch die Partnerin damit einverstanden sein.. Da hilft die beste Unterstützung, gut zureden etc. ÜBERHAUPT gar NICHTS!

    Es ist IHR FILM den sie schiebt.. Da kann der Partner nur jeden Tag hoffen, daß der endlich mal zu Ende is.. :-(

    • Klar geht Sex nur wenn es beide wollen.

      Deine Situation klingt ähnlich wie die vieler frisch-gebackener Eltern und es liegt auch viel an Dir das daraus keine ernste Beziehungskrise wird.

      Viele Frauen, die gerade Mutter geworden sind müssen erstmal mit sich selbst klar kommen. Das Leben hat sich für sie ziemlich geändert, Hormone sind im Spiel, ein Mensch ist unlängst aus ihnen herausgekommen (wie auch immer) – da muss sie erstmal mit fertig werden.

      Lass ihr Zeit und dränge nicht. Aber reden solltest Du schon mit ihr. Mach ihr klar, dass Du sie immer noch liebst und begehrst. Viele Frauen haben nach der Geburt ein komisches Verhältnis zu ihrem Körper. Vielleicht denkt sie ja Du fändest sie nicht mehr attraktiv?

      Suche das Gespräch in einer entspannten Atmosphäre und rede offen und vorwurfsfrei über Deine Wünsche und Bedürfnisse ohne jedoch zu vergessen nach ihren zu fragen und ob eventuell Sorgen und Ängste mit im Spiel sind.

      Meine Frau und ich haben immer schon viel und ohne Tabu´s oder Schamgefühle mit einander gesprochen. Ich denke, dass ist das wichtigste für eine gute Beziehung.

  • Bei mir war es genau anders herum.. Meine Freundin hatte so gut wie nie Lust auf Sex..

    Auch nach der Geburt hatt sich nichts dran geändert.. Und als Mann ist das auch echt sch**ße.. :-(

    Siehe mein Kommentar (muß noch frei gegeben werden)

    Gruß Mario

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

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    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

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    Es ist wie Versicherungsbetrug und Steuerhinterziehung – alle tun (oder versuchen) es aber keiner mag darüber reden.

    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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