Aller Anfang ist schwer – was tun wenn es mit dem schwanger werden nicht klappt?

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Lesezeit ca. 6 Minuten

Dies ist mein erster Beitrag auf Papa-Online (PO), dem Blog in dem ich meine Erfahrungen als Vater sowie den Einstellungen und Meinungen, die ich dadurch gewonnen habe mit Euch teilen und diskutieren möchte. Über meine Motive zu diesem Blog im Detail findet Ihr an anderer Stelle im Blog mehr. Grundsätzlich war jedoch die Motivation, dass wir als Männer, Väter, eine viel zu kleine Lobby haben. Väter wollen sich heute vorab informieren was durch die Geburt auf sie zukommt oder wie andere Väter mit bestimmten Situationen umgehen. Es fehlt an Informationenquellen für Männer und genau dies soll PO leisten.

Ich bin kein Pädagoge oder Experte. Ziel von PO ist es auch nicht der ultimative Ratgeber zu sein. Es sind schlicht, wie der Titel schon sagt: “Erfahrungen, Meinungen und Ansichten” – und zwar meine – die ich gerne mit Euch teilen möchte und über die wir hoffentlich im Laufe der Zeit diskutieren werden.

Ich habe lange überlegt, mit welchem Thema ich meinen Blog über das Vater werden und Vater sein anfange. Dabei liegt es doch eigentlich auf der Hand. Vater werden bzw. sein fängt mit dem schwanger werden an. Doch was, wenn es nicht sofort mit der Schwangerschaft klappt?

Für ein Paar mit Kinderwunsch, ist es eine schwierige Zeit wenn der gewünschte Nachwuchs auf sich warten lässt. Ich weiß wovon ich rede bzw. schreibe, denn auch bei uns hat das erste Kind eine ganze Weile auf sich warten lassen. Frauen reagieren, glaube ich, empfindlicher auf das Thema. Ich habe mir zwar auch immer gedacht, dass es jetzt bald mal klappen könnte. Meine Frau hat das Thema aber richtig mitgenommen – das Schlimmste war jedoch, dass wir nicht wussten woran es lag.
Hier liegt oft das Problem – die Forschung nach der Ursache. Wenn man weiß warum etwas nicht klappt, kann man es ändern: lösungsorientierte Ursachenforschung.

Körperliche Ursachen

Ob eine körperliche Zeugungsfähigkeit vorliegt, egal ob bei Mann oder Frau, kann der jeweilige Facharzt herausfinden. Für Frauen ist der Gang zum Gynäkologen Routine. Ich persönlich gehe ja allgemein eher ungern und selten zum Arzt – besonders ungern zum Urologen. Ich kann jeden, der eine solche Untersuchung in Erwägung zieht, beruhigen – sie ist weit weniger schlimm als ich es mir vorgestellt hatte. Ein bisschen abtasten lassen, Ultraschall-Untersuchung, Blutprobe und das war’s. Na gut, nicht ganz. Der Doc benötigt auch eine Spermaprobe zwecks Zählung. Das kann man aber zu Hause erledigen und nach reichen.

Schwanger werden ist Kopfsache

Weit weniger eindeutig feststellbar sind psychische Blockaden der Schwangerschaft – betroffen sind davon eher Frauen.
Warum werden zum Beispiel Paare schwanger die einen One-Night-Stand haben oder keine Kinder wollen?
Warum klappt es auf einmal bei einem Paar, das sich mit der Kinderlosigkeit abgefunden hat, weil die Ärzte dem Mann Unfruchtbarkeit attestiert haben?
Warum klappt es aber bei einem Paar nicht, dass sich nichts mehr wünscht als Kinder zu haben?
Die Psyche spielt beim Thema Schwangerschaft eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bei uns war es ganz ähnlich – meine Frau wollte gerne das Thema Kinder mit 30 abgeschlossen haben. Als es im Beruf nicht ganz optimal lief, wuchs der dadurch keimende Wunsch nach einer baldigen Babypause. Es gab nur noch ein Thema, egal ob im Gespräch oder als Lektüre. Ich habe immer wieder zur Gelassenheit gemahnt, was aber Monat für Monat, der erfolglos verstrich, schwieriger wurde. Die medizinischen Untersuchungen haben nichts ergeben und trotzdem passierte nichts.

Was kann “Mann” tun?

Es gibt leider nicht allzu viel, was der Mann machen kann. Hier eine kleine Liste der Dinge die ich getan habe:

  • Checkup – lass Dich vom Urologen durchchecken bevor Deine Partnerin etwas unternehmen lässt. Man nimmt an, dass die Ursachen für eine ausbleibende Schwangerschaft zu 50 % beim Mann zu finden sind
  • Druck nehmen - versuch den Druck von Deiner Partnerin zu nehmen. Sag ihr, dass es im Schnitt 12-18 Monate dauert bis es klappt. Vorsicht! Sei Dir sicher, wie lange Ihr es schon probiert sonst kann das nach hinten losgehen. Diese Werte sind aller höchstens Durschnittswerte. D. h. bei einigen geht es deutlich schneller, es kann aber auch länger dauern. Jeder Fall ist individuell.
  • Tapetenwechsel – macht zusammen den Fernurlaub den ihr schon lange plant – mit Kindern wird das erstmal nicht mehr gehen
  • Unternehmungen - geht öfters abends schön aus (Abendessen, Kino, Disco) – auch das geht bald nicht mehr so einfach
  • Andere Träume erfüllen – schon immer mal Lust auf Bungeespringen gehabt – jetzt ist die Zeit
  • Habt weiterhin Spaß – lass Dich nicht zum Zuchthengst degradieren – habt nicht nur Sex wenn es gerade “passen” könnte. Die Zeugung sollte nicht im Vordergrund stehen, sondern weiterhin der Spaß.
  • Was wenn? – bespreche mit ihr Alternativen (künstliche Befruchtung, Adoption, etc.) – das beweist ihr, dass ihr am gleichen Strang zieht und das Thema für Dich den gleich hohen Stellenwert hat

Alternative Methoden

Auch wenn Du im Zuge des Projektes “Schwangerschaft” so manche Arztpraxis von innen gesehen hast, sollte man sich nicht nur auf die Meinungen des Facharztes beschränken. Sprecht mit Eurem Hausarzt über das Problem. Er kennt Euren Gesundheitszustand meist am umfassendsten und kommt vielleicht auf ganz andere Ansätze. Unser Hausarzt hat meine Frau untersucht und eine ziemlich heftige Lebensmittelallergie festgestellt. Ursache und Wirkung will ich hier gar nicht allzu sehr zusammenführen, aber nachdem meine Frau Ihre Ernährung umgestellt hat – funktionierte es.
Klammert alternative Medizin nicht aus – Schulmedizin ist kein Königsweg. Holt Euch Rat bei einem Homöopathen, sprecht mit einem Akkupresseur, etc. Für den Kinderwunsch ist kein Weg zu weit.

Es klappt dann, wenn man nicht mehr damit rechnet

Lockerheit ist meiner Meinung – besser – meiner Erfahrung nach, der Schlüssel schwanger zu werden. Soweit kein körperlicher Grund existiert, der einer Schwangerschaft im Wege steht, geht es darum die Partnerin so locker wie möglich zu machen. Je weniger man sich auf den Gedanken, schwanger werden zu wollen, versteift desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es bald funktioniert.
Ich kann dies an zwei Beispielen belegen:
Nachdem wir gut 18 Monate lang alles probiert hatten, sind wir zu der Einstellung gekommen, dass es vielleicht gar nicht klappt oder zumindest jetzt noch nicht. Wir haben uns entschlossen unser Leben zu zweit zu genießen und uns zu diesem Zweck ein Mini-Cabrio angeschaut. Die Probefahrt war gemacht, der Preis ausgehandelt – alles wunderbar. Einige Wochen später kam meine Frau zu mir und sagte, dass es nun doch wohl eher ein Kombi werden sollte.
Zweites Beispiel:
Vor gut einem halben Jahr, unser Sohn war mittlerweile knapp ein Jahr alt, haben wir uns entschlossen das zweite Kind in Angriff zu nehmen. Ziemlich knapp auf einander, stimmt. Da wir jedoch mit einer ähnlichen Vorlaufzeit, wie bei dem ersten Baby, gerechnet haben erwarteten wir, dass unser Sohn gute zwei Jahre alt ist wenn das Zweite zur Welt kommt. Alle Planung dahin: Anfang November kommt unser zweites Baby zur Welt – gut ein halbes Jahr schneller als “geplant”.

Foto von limaoscarjuliet

1 Kommentar

  • Wir sind da wohl die glückliche Ausnahme: Zwei Schuss, zwei Treffer! Nachdem klar war, wir wollen Kinder hat meine Frau die Pille abgesetzt. 6 Wochen später war der Braten in der Röhre :-) Und als dann unser Monster.No.1 da war, wurde auch schnell klar, dass No.2 recht bald kommen darf (Darf, nicht soll oder muss) und so haben wir erst garnicht über Verhütung nachgedacht. Und siehe da: Meine Frau hatte nach dem Stillen genau einmal ihre Tage und war dann wieder schwanger.

    Aber! Das kommt nicht von ungefähr. Ich bin mir sicher, ein Großteil machen unsere Lebensumstände aus: Landleben, viel, sehr viel Bewegung. Nie geraucht. Alkohol ist selten und Kaffee auch nur immer ab und an…

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

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    Es stehen aber auch viele Entscheidungen an. Besonders viele Kaufentscheidungen.

    Väter sind heute mehr gefragt als früher sich bei der Entscheidung mit einzubringen, gerade was größere Investitionen anbelangt.

    Welches Familienauto soll es sein, welchen Kinderwagen, wie sollte das Kinderzimmer sein, etc.

    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

    Ich habe die größten Anschaffungen, die wir in den letzten 4 Jahren getätigt haben, notiert und dazu die Gedanken, die wir uns vor dem Kauf gemacht haben.

    Um die Kaufentscheidung zu beurteilen habe ich sie, aus heutiger Sicht, nach dem Schulnotensystem bewertet.

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    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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