Zum Valentinstag – 3 Ideen wie Eure Beziehung nicht zu kurz kommt

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Eine Beziehung ist Arbeit, in die man regelmäßig Zeit investieren muss damit sie funktioniert. Mit Kindern, wird diese “Arbeit” nicht leichter da man viel weniger dieser Zeit hat, die man in die Partnerschaft investieren kann.

Die komplette Tagesplanung dreht sich um die Kinder. Morgens werden sie fertig gemacht für Spielgruppe, Kindergarten und was sonst noch so auf dem Plan steht. Nach dem Mittagessen vielleicht ein bisschen spielen, eine(n) Freund(in) besuchen oder andere Aktivitäten der Kinder. Abends dann noch das gemeinsame Abendessen, etwas Zeit mit Papa, der gerade von der Arbeit kommt, verbringen und dann ins Bett. Im straffen Familienzeitplan bleibt meist wenig bis gar keine Zeit, in der man sich um die Beziehung Gedanken machen, geschweige denn sich aktiv Zeit dafür nehmen könnte.

Sind die Kinder im Bett, stehen noch Erledigungen im Haushalt an und danach ist man oft müde und will nur noch kurz vor den Fernseher oder direkt ins Bett – und zwar um zu schlafen.

So oder ähnlich sieht es bei vielen Familien aus und die Beziehung der Eltern kommt, gerade bei “frischen” Eltern, häufig zu kurz. Auf Dauer kann das zur Belastung werden und nicht selten scheitern Beziehungen und Ehen daran.

Damit Du schon frühzeitig dagegen steuern kannst um gar nicht erst in dieses Fahrwasser hinein zu geraten, habe drei Ideen aufgeschrieben damit Eure Partnerschaft, trotz Kindern, nicht zu kurz kommt. Am kommenden Montag ist Valentinstag – ein guter Tag um damit anzufangen.

Zeit für die Partnerschaft einplanen

Eine Familie mit Kindern zu haben ist, neben allem anderen, auch eine große Organisationsaufgabe. Genau wie Du die Fußballtrainings Deines Sohnes oder die Reitstunden Deiner Tochter zeitlich einplanen musst, solltest Du auch für Eure Beziehung Zeit einplanen. Schaufelt Euch Zeit für die Beziehung in Eurem Terminkalender frei und haltet Euch an diese “Termine“. Das muss nichts großes sein. Es reicht schon abends, wenn die Kinder im Bett sind, sich mit einem Glas Wein an den Tisch zu setzen und eine halbe Stunde zu reden. Oder, wenn es Eure Lebenssituation erlaubt, trefft Euch in der Stadt auf einen Kaffee wenn Deine Frau die Kinder gerade zum spielen, turnen oder ähnlichem abgesetzt hat. Legt einen Abend in der Woche fest, an dem Ihr Euch ein schönes Essen kocht (oder bestellt etwas) und ein romantisches Abendessen zu Hause zelebriert.

Babysitter nutzen

Um Euch aus dem Alltagstrubel zu befreien und Eure Beziehung zu pflegen sind Babysitter eine super Sache. Es gibt viele Teenager, die sich gerne mit Kindern beschäftigen und ihr Taschengeld mit ein paar Euros aufbessern wollen. Viele Kindergärten oder KiTas haben Kontakt zu ausgebildeten Babysittern und können Dir bei der Vermittlung helfen. Wenn Ihr keine “Fremden” im Haus haben wollt, sprecht mit Omas und Opas oder mit den Onkel und Tanten, ob sie Euch ab und zu bei der Beschäftigung mit den Kindern ablösen. Die Kinder lieben, in der Regel, die Abwechselung sich mal mit anderen beschäftigen zu können und Ihr habt endlich den Freiraum in dem Ihr Euch um Eure Beziehung kümmern könnt.

Tipp: organisiere einen Babysitter für den kommenden Valentinstag und führe Deine Partnerin mal wieder schön aus.

Integriert Eure Partnerschaft in den Alltag

Die wichtigste Aufgabe eines Vaters ist es, die Mutter der Kinder zu lieben. Das klingt sehr pathetisch, glaube ich aber wirklich. Kinder sind, in jedem Alter, sehr sensibel für Emotionen und Gefühlssituationen zwischen den Eltern. Wenn sich die Eltern sicht- und spürbar lieben ist das Kind wesentlich entspannter. Versteckt also Eure Liebe nicht vor den Kindern sondern lebt sie vor ihnen aus. Küsst Euch – ruhig auch mal leidenschaftlich – nehmt Euch in den Arm und kuschelt vor den Kindern. Es wird Zeiten geben, da werden die Kinder eifersüchtig oder finden es einfach nur peinlich (besonders wenn sie später mal Freunde da haben). Doch mit diesem Verhalten bewirkt Ihr gleich drei Dinge. Zum einen schafft Ihr es Zärtlichkeiten mit dem Partner in Euren Alltag zu integrieren und zum anderen zeigt Ihr Euren Kindern, dass Mama und Papa sich lieben und in der Beziehung alles in Ordnung ist. Die Sicherheit und Liebe der Eltern und die Stabilität der Familie ist die wichtigste Stütze im Leben von Kindern. Zuguter letzt legt Ihr mit Eurer gelebten Liebe wichtige Grundsteine für die zukünftigen Beziehungen Eurer Kinder. Denn nur wenn sie es als normal empfinden seine Gefühle zueinander offen zu zeigen, werden sie später selbst in der Lage sein eine Beziehung so zu führen.

Ich denke, mit diesen kleinen Tipps kann man es ganz gut hinbekommen das Familienleben mit dem Liebesleben zu kombinieren, so dass keines der beiden leidet. Am Montag ist Valentinstag – vielleicht nutzt Du diesen Tag und denkst mal über Eure Beziehung nach und wie sie sich verändert hat seitdem Ihr Kinder habt. Vielleicht findest Du einen meiner Tipps ganz gut und versuchst ihn ab dem Valentinstag in Euer Leben zu integrieren – das würde mich ein bisschen stolz machen. Oder habt Ihr für Eure Beziehung andere Tricks und Kniffe herausgefunden um die Partnerschaft frisch zu erhalten? Ich würde mich sehr über Deinen Kommentar freuen.

Foto: ^Zara

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6 Kommentare

  • Hallo Andreas, toller Beitrag. Ich finde auch, dass man sich mehr Zeit für die Partnerschaft nehmen sollte, gerade im Alltag kommt sie meist zu kurz. Deshalb habe auch ich einen Beitrag zum Valentinstag verfasst, der Tag der Liebe, jedoch sollte nicht nur dieser Tag für den Partner genommen werden.

    http://www.rausgerutscht.de/valentinstag-2011/

    Eine Partnerschaft bedeutet harte Arbeit, deshalb sollte man so oft wie möglich an der Beziehung arbeiten. Dein Beitrag ist natürlich viel besser als meiner, aber im Großen und Ganzen kommt es auf die Umsetzung an. Die Umsetzung die Liebe auch im Alltag nicht zu vergessen. Liebe Grüße Jessi

    • Hi Jessi danke für Dein Lob – und für den Hinweis auf Deinen Post. Einen Tag frei nehmen um Zeit mit der Familie zu verbringen ist definitiv eine gute Idee. In diesem Sinne – schönen Valentinstag…

  • Moin Andreas,

    das ist echt ein heikles Thema. Die Theorie war mir und meiner Frau vorher auch bewußt, aber wie man dann von der Realität teilweise überfahren wird, steht auf einem ganz anderen Blatt. ;-) Nun ja, wir haben uns aber eigentlich ganz gut an unseren neuen Mitbewohner gewöhnt und wissen jetzt um die kurzen Timeslots, die wir für unsere Beziehung nutzen. Fakt ist aber auf jeden Fall: in den ersten Monaten nach der Geburt, fährt man dermaßen im Autopilotmodus, dass es eigentlich keinen Sinn macht, sich noch ein zusätzliches Thema, wie Beziehung (was ja auch noch beliebig komplex ist) aufzuhalsen. Mein Tipp ist da: einfach Augen zu und durch. Natürlich mit gegenseitiger Rücksicht und Unterstützung. Wenn sich dann alles eingespielt hat, kann man und sollte man sich auch wieder stückchenweise die “Freiheit” wieder zurückerobern ;-)

    Huch, jetzt ist der Beitrag doch länger geworden als ich beabsichtigt habe. ;-)

    LG, Mattes

    • Schon richtig, dass sich erst mal alles einspielen muss. Dennoch ist es, auch am Anfang, wichtig, dass die Beziehung nicht in die Ecke gedrängt wird. Die erste Zeit mit einem Baby ist immer stressig und kann ganz schön an die Nerven gehen. Wenn sich dann noch das Gefühl einschleicht, dass die Beziehung auf der Strecke bleibt, ist Frust vorprogrammiert. Bei kleinen Babies hat man abends meist mehr Zeit, weil sie früh schlafen gehen. Diese eignet sich doch ganz gut um sich Zeit für einander zu nehmen.

  • Ja, das Glas Rotwein: Immer wieder herrlich, gerade dann wenn die Tochter schläft.

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