6 Dinge, die Du heute tun kannst um ein guter Vater zu sein

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Ich bin jetzt schon seit über 2 Jahren Vater. Ich habe einen Sohn und seit letztem Jahr auch eine Tochter. Beide Kinder machen uns sehr glücklich und es ist toll sie beim großwerden zu begleiten.

Im täglichen Leben ist unser Alltag so vollgepackt, dass es manchmal schwer fällt inne zu halten und die Situation zu genießen. Gerade mit zwei Kindern ist es schon eine Aufgabe das tägliche Leben zwischen Beruf, Familie, Hobbies und Freunden zu managen.

In stillen Momenten, wenn ich bei meinen Kleinen sitze und sie um mich herum spielen, denke ich oft “ob ich sie wohl genau so glücklich mache wie sie mich?”

“Bin ich ein guter Vater?”

Und genau das wollen wir doch alle sein – gute Väter.
Was macht einen guten Vater aus? Was kann ich tun um ein guter Vater zu sein?

6 Dinge, die Du heute tun kannst um ein guter Vater zu sein

Guter Vater sein, das klingt sehr groß obwohl es gar nicht die großen Dinge sind, die Dich zu einem guten Vater machen. Es sind die Kleinigkeiten, die sich anfühlen als würden sie nebenbei passieren. Und hier liegt die Gefahr: es sind gerade diese Kleinigkeiten, die wir nur zu gerne mal vergessen ohne es zu bemerken.

Diese 6 Dinge versuche ich in den Alltag bewusst zu integrieren und hoffe dadurch meinen Kindern ein guter Vater zu sein:

  1. Vorlesen - eines der besten Dinge, die Du für die Frühbildung Deines Kindes tun kannst ist ihm oder ihr regelmäßig vorzulesen. Es ist dabei nicht entscheidend was Du vorliest sonder das Du vorliest. Durch das Vorlesen lernen Kinder die Sprache kennen und können entspannen. Als Vater ist es eine tolle Gelegenheit, gemeinsam mit dem Kind in eine andere Welt abzutauchen und beim Vorlesen ein wenig zu kuscheln.
  2. Unterhalte Dich - eine Vater-Kind Unterhaltung beim Abendbrottisch oder abends vor dem Einschlafen ist toll. Ihr redet über die Dinge, die Dein Kind den Tag über erlebt hat, gibt es Dinge die es belasten oder die ihn besonders gefreut haben? Wenn Du den Tag über gearbeitet hast, kannst Du Dir durch eine solche Unterhaltung einen genauen Einblick verschaffen wie es Deinem Kind geht. Für Kinder ist eine solche Unterhaltung ungemein bildend, denn sie lernen durch Unterhaltung ihre Sprache einzusetzen und sich auszudrücken.
  3. Kuscheln - Kinder brauchen Liebe und Körperkontakt. Ein paar Sekunden reichen schon, eine herzhafte Umarmung oder das liebevolle Kuscheln beim Vorlesen. Jungs sind nicht immer in der Stimmung zu kuscheln – aber auch Jungs brauchen den körperlichen Kontakt. Anstatt der Kuschelstunde, kann es auch ein wenig wilder zugehen wenn Ihr beiden tobt. Hauptsache es ist physisch.
  4. Sei nicht so übervorsichtig – als Vater willst Du selbstverständlich Dein Kind vor allem Unheil dieser Welt bewahren. Es soll nicht stürzen, sich nicht verletzten – schlicht alles was Schmerzen verursacht soll vermieden werden. Bei all dem “Übervaterseinwollen” solltest Du jedoch nicht vergessen, dass Deine Aufgabe darin besteht Dein Kind auf ein selbstständiges Leben in dieser Welt vorzubereiten. Schmerzen und Verletzungen gehören dazu. Hör auf übervorsichtig zu sein, achte darauf dass nichts Schlimmes passieren kann und lass Dein Kind die Welt entdecken.
  5. Fasziniere Dein Kind – es gibt nichts tolleres als in die funkelnden Augen eines Kindes zu sehen. Kinder zu faszinieren ist nicht schwer, ein Besuch im Zoo, die Besichtigung der Abflugterassen eines Flughafens – bei meinem Sohn reicht es schon wenn wir uns eine Baustelle ansehen auf der möglichst viele Baufahrzeuge umherfahren oder den Landwirten auf ihren Traktoren bei der Arbeit zuschauen. Wichtig ist, dass Du ebenfalls eine gewisse Begeisterung, für das was Ihr Euch anseht, aufbringst und Deinem Kind versuchst so viel wie möglich zu erklären.
  6. Beachte Dein Kind - auch wenn Du jetzt denkst, klar beachte ich mein Kind, gibt es doch viele Momente im Alltag in denen wir genau das, unbewusst, nicht tun. Kinder machen so viele Dinge täglich zum allerersten Mal oder zum allerersten Mal richtig, dass man ihnen gar nicht genug Beachtung schenken kann. Sie sprechen Wörter zum ersten Mal richtig aus, bauen einen Turm zum ersten Mal auf ohne dass er zusammenbricht, sie fahren alleine Fahrrad, … Ich könnte die Liste ins Endlose fortsetzen aber ich denke Du weißt worauf ich hinaus will. Bei all diesen Dingen sind sie sehr stolz und werden noch stolzer, wenn Sie die Anerkennung der Eltern finden. Wenn unsere Kinder etwas neues machen oder können bekommen sie von uns immer einen kleinen Applaus. Die Augen werden dabei ganz groß und funkeln – ein tolles Bild.

Was tust Du um Deinen Kindern ein guter Vater zu sein? Schreib es mir als Kommentar.

Foto: Maureen Lunn

2 Kommentare

  • Sehr schöner Artikel, der genau das widerspiegelt was ich mir selbst immer wieder vornehme und auch mache.

    PS: diese ganzen Twitter “Kommentare” nerven wirklich…Twitter ist die Pest…so das musste mal raus

    • Danke für Deinen Kommentar Chris. Ich freue mich, wenn Dir mein Artikel gefällt.

      Was die Twitter-Kommentare anbelangt habe ich darüber lange nachgedacht. Heute nutzen viele Leute Twitter und verleihen über dieses Medium Ihrer Meinung Ausdruck.
      Daher erachte ich die Integration von Twitter für Kommentare & Feedback, direkt im Blog, als wichtig.

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    Besonders Abends sind sie müde und wollen schlafen.

    Wenn Du dann mit einer Zahnbürste ankommst ist Geschrei keine Seltenheit.

    Du bist auch müde vom Tag und hast auf diesen Kampf keine Lust mehr.

    Natürlich bist Du dann als Vater oder Mutter geneigt zu sagen “OK, dann heute abend nicht – sind ja nur Milchzähne”.

    Fatal.

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

    Ich hoffe, Du hast die Feiertage und besonders das gestrige Silvester gut überstanden und verlebt. Ich weiß nicht wie es Dir geht aber seid dem ich Vater bin, freue ich mich immer auf das kommende Jahr.

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    Es stehen aber auch viele Entscheidungen an. Besonders viele Kaufentscheidungen.

    Väter sind heute mehr gefragt als früher sich bei der Entscheidung mit einzubringen, gerade was größere Investitionen anbelangt.

    Welches Familienauto soll es sein, welchen Kinderwagen, wie sollte das Kinderzimmer sein, etc.

    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

    Ich habe die größten Anschaffungen, die wir in den letzten 4 Jahren getätigt haben, notiert und dazu die Gedanken, die wir uns vor dem Kauf gemacht haben.

    Um die Kaufentscheidung zu beurteilen habe ich sie, aus heutiger Sicht, nach dem Schulnotensystem bewertet.

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    Es ist wie Versicherungsbetrug und Steuerhinterziehung – alle tun (oder versuchen) es aber keiner mag darüber reden.

    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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