Urlaub ohne Familie – mein persönlicher Rückblick

Lesezeit: ca. 4 Minuten

Wie viele von Euch mitbekommen haben, hatte ich mir in der letzten Woche ein paar Tage Auszeit genommen.

Auszeit vom Job, Auszeit von der Familie, Auszeit von Papa-Online. Es war keine Auszeit, die ich dringend gebraucht habe weil es mir mit Familie, Job oder Blog zu viel wurde. Nein – es war einfach eine, von langer Hand geplante, Reise mit den besten Freunden aus der Jugendzeit, mit denen ich mal wieder ein paar schöne Tage haben wollte.

Ich kenne viele junge Väter, die mir Ihr Neid ausgesprochen haben und so etwas auch gerne einmal wieder machen möchten. Daher habe ich mich entschieden, meine Erfahrungen während diese Reise mit Euch zu teilen.

Vor der Reise.

Schon viele Wochen bevor es endlich los ging waren wir alle sehr euphorisch. Es hatte etwas von Klassenfahrt. Ich erinnere mich noch gut an meine Schulzeit und wie sehr wir uns in der Gruppe hochgepusht haben wenn im Unterricht über die Planung der Fahrt gesprochen wurde. Danach waren alle so ausgelassen und voller Vorfreude, dass die Lehrer größte Mühe hatten uns wieder auf den normalen Unterricht einzunorden.

Ähnlich erging es uns auch. Wann immer wir uns trafen, miteinander telefonierten oder chatteten, wurden die wildesten Pläne gemacht. Die Erwartungen waren hoch, denn eine gemeinsame Reise oder auch nur die gemeinsame Zeit ohne Partnerinnen und Familien – also nur unter uns Jungs – lag Jahre zurück.

Kurz vor der Reise.

Der Tag vor der Abreise war alles – nur nicht euphorisch. Als unser Großer mir beim Koffer packen half und mir beim Einpacken meiner Badehose verständlich machen wollte das er auch mit schwimmen geht, viel mir der Gedanke, die Familie für 4 Tage alleine zu lassen wirklich schwer. Ich bin zwar beruflich häufiger weg und dachte eigentlich es würde mir weniger ausmachen, doch ohne Familie in den Urlaub zu fliegen ist dann doch etwas anderes. Hinzukam, dass meine Frau einen Kurzurlaub mit den Kindern an der Ostsee eingeplant hatte und ich am Tag vor der Abreise viel lieber dorthin mitgefahren wäre.

Als es dann hieß loszufahren und sich zu verabschieden viel mir dies wirklich sehr schwer. Da ich kein Freund von großen Abschiedszeremonien bin, habe ich kurzerhand meinen Koffer gepackt, allen einen dicken Kuss aufgedrückt, eine kleine Träne weggedrückt und bin losgefahren.

Erst einmal unterwegs, wich der Abschiedsschmerz nach und nach der wiederaufkeimenden Vorfreude die, als ich am Treffpunkt ankam und all meine Freunde traf, wieder in vollem Umfang da war.

Während der Reise.

Der Urlaub war toll. Es ging nach Cala Ratjada (oder Cala Rajada) auf Mallorca und was soll ich sagen – super Wetter, tolles Essen und eine phänomenale Stimmung. Das Fronleichnam-Wochenende ist berüchtigt (wurde mir später gesagt) für Clubs, die dort ihre Saisonabschlussfahrten machen und entsprechend bevölkert waren Hotels, Strand, Bars und Discos. Wir haben es uns richtig gut gehen lassen. Gut gegessen, gefaulenzt und abends ordentlich gefeiert – so wie früher.

Und doch war es nie so ganz wie früher. Immer wieder schweifte der Gedanke an die Kinder und die Frau, die jetzt an der See sitzen. An meinen Sohn der am Strand eine Sandburg baut und Muscheln sammelt – ohne Papa. Besonders wenn ich am Pool Kinder mit Ihren Vätern habe spielen sehen, wollte ich eigentlich nur noch nach Hause. In solchen Momenten merkt man doch stark, wie sehr Dich Kinder und Familie verändert haben.

Nach der Reise – Fazit.

Nachdem ich nun wieder heil und gesund bei meiner Familie bin, blicke ich auf schöne Tage zurück und habe einige Erkenntnisse gewonnen:

Es ist wichtig, auch als Vater, die Kontakte zu den Freunden zu pflegen, was bei mir zugegebenermaßen aufgrund von Familie, beruflichem Engagement, räumlicher Distanz und Hobbies nicht immer ausreichend gut gelingt.

Nichts ist so kostbar wie die Zeit mit der Familie.

Dennoch kann ein bisschen Abstand helfen den Sinn für das Wesentliche, der im Alltagsgetümmel schon einmal verloren gehen kann, wieder zu erlangen.

Und nicht zuletzt: ich bin definitiv zu alt für 4 Tage Mallorca – die nächste Tour muss kürzer sein.

Warst Du schon einmal ohne Familie im Urlaub? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Ich würde mich über Dein Feedback als Kommentar sehr freuen.
Foto: hola-amic.com

2 Kommentare

  • Hi!

    Ich und mein Partner von Social Web Blog haben für Dich bei der Blog-WM gevotet und wünschen Dir dass Du weiterkommst :) . Wir sind übrigens auch dabei. Wenn Dir unser Blog zusagt, dann einfach im Duell 14 für uns voten ;)

    die besten Grüße aus dem Schwarzwald
    SocialwebBlog.de / Waldemar

  • Schöner Blog!

    Bin durch die Blog WM drauf aufmerksam geworden und gerade das Design gefällt mir sehr und kann durch Übersichtlichkeit überzeugen. :)

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    Wir stehen auf und putzen unsere Zähne, wir essen etwas und viele putzen sich die Zähne spätestens aber kurz bevor wir ins Bett gehen wird erneut die Zahnbürste geschwungen.

    Ziemlich einfache Routine. Wir machen das seit Jahrzehnten so.

    Warum aber, vernachlässigen viele Eltern diese fleischgewordene Routine bei ihren Kindern?

    Kindern die Zähne zu putzen kann mühselig sein.

    Besonders Abends sind sie müde und wollen schlafen.

    Wenn Du dann mit einer Zahnbürste ankommst ist Geschrei keine Seltenheit.

    Du bist auch müde vom Tag und hast auf diesen Kampf keine Lust mehr.

    Natürlich bist Du dann als Vater oder Mutter geneigt zu sagen “OK, dann heute abend nicht – sind ja nur Milchzähne”.

    Fatal.

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    Väter wollen weniger arbeiten heißt es da.

    Auf den ersten Blick nicht gerade ein arbeitgeberfreundlicher Slogan.

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

    Ich hoffe, Du hast die Feiertage und besonders das gestrige Silvester gut überstanden und verlebt. Ich weiß nicht wie es Dir geht aber seid dem ich Vater bin, freue ich mich immer auf das kommende Jahr.

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    Es stehen aber auch viele Entscheidungen an. Besonders viele Kaufentscheidungen.

    Väter sind heute mehr gefragt als früher sich bei der Entscheidung mit einzubringen, gerade was größere Investitionen anbelangt.

    Welches Familienauto soll es sein, welchen Kinderwagen, wie sollte das Kinderzimmer sein, etc.

    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

    Ich habe die größten Anschaffungen, die wir in den letzten 4 Jahren getätigt haben, notiert und dazu die Gedanken, die wir uns vor dem Kauf gemacht haben.

    Um die Kaufentscheidung zu beurteilen habe ich sie, aus heutiger Sicht, nach dem Schulnotensystem bewertet.

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    Es ist wie Versicherungsbetrug und Steuerhinterziehung – alle tun (oder versuchen) es aber keiner mag darüber reden.

    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Die 8 Geheimnisse der Super-Eltern aus Deiner Umgebung

    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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  • Artikel Papa sein Vätermotivation – 4 Tipps für Mütter.

    Vätermotivation – 4 Tipps für Mütter.

    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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