Nützliche Informationen für die Unterstützung von Babysitter, Tagesmutter & Co.

Lesezeit: ca. 7 Minuten

Mit Kindern kommt jedes Paar irgendwann an den Punkt an dem es sich Gedanken macht ob und wie man Dritte in die Betreuung der Kinder mit einbezieht. Der Grund dafür kann sein, dass die Partner beide wieder arbeiten gehen oder einfach nur um mal wieder als Paar gemeinsam und ohne Kinder etwas unternehmen zu können. Wer nicht ständig Oma & Opa oder andere Verwandte bemühen möchte, dem bleibt nur die Option einer “fremden” Person – entweder als Tagesmutter oder Babysitter.

Das Kind einer fremden Person zu überlassen erzeugt bei allen Eltern anfängliches Unbehagen. Im Hinterkopf spuken die schlimmen Geschichten und Reportagen von Babysittern, die Kinder gegen Wände werfen. Die Auswahl der Menschen, denen wir unsere Kinder anvertrauen ist sehr wichtig. Ich möchte mich heute mit diesem Thema näher befassen und einige interessante Informationen mit Euch teilen.

Tagesmütter

Wir haben für unseren Kleinen eine Tagesmutter gefunden, bei der er sich sehr wohl fühlt. Ein großer Vorteil der Tagesmutter, so wir es erleben, ist dass dort mehrere Kinder sind und unser Kleiner das Spiel mit diesen Kindern toll findet. Es ist ein erster Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Er ist pro Woche 1-2 Mal für 2 Stunden alleine dort.

Wichtig für die Auswahl einer Tagesmutter

Wenn Ihr Euch für eine Tagesmutter entscheiden wollt ist es gut über einige Dinge Bescheid zu wissen:

  • Was muss eine Tagesmutter leisten und welche Rechte hat sie? Für den reibungslosen Umgang miteinander ist es wichtig, dass jede Partei wirklich genau weiß was verlangt wird und was geleistet werden kann. Ein offenes Gespräch über die gegenseitigen Erwartungen helfen Mißverständnisse und falsche Erwartungshaltungen von vorneherein auszuschließen. Eine weitere Übersicht, welche Rechte und welche Pflichten eine Tagesmutter hat findest Du hier.
  • Worauf soll ich bei der Auswahl einer Tagesmutter achten? Bevor Du Dein Kind an eine Tagesmutter übergibst, ist es sinnvoll sich mehrere “Kandidaten/-innen” (es gibt ja schließlich auch Tagesväter!) anzusehen. Mit einer Checkliste zur Beurteilung von Tagesmüttern, wird Dir die Auswahl leichter fallen.
  • Was kostet eine Tagesmutter? Die Kosten für die Betreuung einer Tagesmutter sind frei verhandelbar, da Tagesmütter keinem Tarifvertrag unterliegen. Die Preise schwanken in Abhängigkeit von den vereinbarten Leistungen z. B. ob das Kind bei der Tagesmutter verpflegt wird. In der Regel liegen die Preise zwischen 4-8 €/Stunde wobei die 8 € wohl eher nur inklusive Verpflegung anfallen.
  • Worauf sollte ich noch achten? Um rechtliche Sicherheit in die Beziehung zu einer Tagesmutter zu bekommen und um alle besprochenen Rechte und Pflichten zu dokumentieren, ist es ratsam einen Vertrag mit der Tagesmutter abzuschließen. Dies verhindert Mißverständnisse und alle Details der “Zusammenarbeit” werden schriftlich fixiert. Zudem ist ein solcher Vertrag für eine spätere steuerliche Absetzbarkeit der Kosten relevant – hierzu aber etwas später mehr. Damit Du das Rad nicht neu erfinden musst, habe ich zwei Musterverträge hier als Download für Dich (Mustervertrag 1, Mustervertrag 2).

Babysitter

Wenn Du abends ins Kino oder mal wieder nett Essen gehen möchtest, ist es schön jemanden zu haben, der die Kinder zu Hause beaufsichtigt. Babysitter sind hier in der Regel die erste Wahl. Bei der Wahl des Babysitters spielen neben dem Umgang mit den Kindern noch andere Aspekte eine Rolle. Da die Betreuung bei Dir zu Hause stattfindet, muss eine große Vertrauensbasis bestehen damit Du eine fremde Person alleine in Deiner Wohnung lässt.

Tipps für die Auswahl eine Babysitters:

  • Teenager aus der Nachbarschaft oder Profi? Die Entscheidung ob Du die Nachbarstochter fragst oder doch jemanden kommen lässt, der mehr professionelle Erfahrung hat, hängt in erster Linie davon ab, wie alt Dein(e) Kind(er) ist/sind. Bei Säuglingen oder Kleinstkindern ist sicher der Profi mit entsprechender Erfahrung, Referenzen und Ausbildung die richtige Wahl. Wenn Dein Kind schon 2-3 Jahre alt ist, kann das Mädchen von nebenan, aufgrund des Vertrauensverhältnisses, eine gute Wahl sein, die auch Deine Kinder favorisieren werden.
  • Probesitten. Um zu sehen, wie sich der Babysitter-Aspirant im Umgang mit Deinen Kindern anstellt, ist es gut einen Probedurchlauf zu machen. Lade ihn oder sie einen Nachmittag lang ein mit den Kindern zusammen zu sein und versuche Dich selbst unsichtbar zu machen um das “Testergebnis” nicht zu verfälschen.
  • Auf die nötigen Formalitäten achten. Wenn Du einen Babysitter auswählst, solltest Du darauf achten, dass dieser eine erweiterte Haftpflichtversicherung abschließt. Bei dem Verhältnis zwischen Babysitter und Deinen Kindern handelt es sich um “Betreuung im Auftrag” oder “Betreuung gegen Entgeld“. Für Schäden, die hierbei entstehen kommt die normale Haftpflicht nicht auf. Da ein Babysitter, rein rechtlich, als Haushaltshilfe gilt, ist es auch für Dich ratsam für den Babysitter eine Unfallversicherung abzuschließen.
  • Was kostet ein Babysitter? Die Kosten für den Babysitter schwanken sehr stark und hängen von vielen Faktoren ab, wie: Alter des Babysitters, Qualifikation aber auch davon ob Du in einem Ballungsgebiet lebst oder eher zersiedelt. Wer Teenies als Babysitter einstellt der muss mit 3-4 € pro Stunde kalkulieren. Reifere Babysitter kosten schon mal schnell 5-8 € in der Stunde. Wer den Profi engagiert oder in einem Ballungsgebiet lebt, der durchbricht nicht selten die 10 €-Schallmauer und zahlt bis zu 15 €/Stunde.
  • Ist ein Vertrag notwendig? Wer gelegentlich einen Babysitter kommen lässt für den ist ein Vertrag sicher verzichtbar. Wird die Betreuung durch einen Babysitter aber zu einem festen Bestandteil in der Wochenplanung, kann es sinnvoll sein einen Vertrag abzuschließen. In diesem Vertrag sollten die Zeiten festgelegt werden, damit es für beide Seiten eine Planungssicherheit gibt. Wenn ein solch längerfristiger Vertrag existiert, lässt sich auch über die Stundensätze verhandeln. Wichtig auch beim Babysitter, die Kosten dokumentieren, sonst kann man sie nicht beim Finanzamt einreichen.

Betreuungskosten für Kinder steuerlich absetzbar?

Wer Betreuungskosten für Kinder hat, kann grundsätzlich 2/3 dieser Kosten absetzen. Doppelverdiener profitieren dabei am meisten und können bis zu 4.000 €/Jahr ansetzen. Absetzbar sind die Kosten für den Kindergarten, den Babysitter und die Tagesmutter oder Erzieher. Für Alleinerziehende gilt diese Regelung gleichermaßen, wenn auch nur mit halbem Betrag, also maximal 2.000 €/Jahr. Alleinerziehende und Doppelverdiener können die Kosten als Werbungskosten ansetzen, was dabei hilft die Grenze der Werbungskostenpauschale zu überschreiten und dadurch das zu versteuernde Einkommen zu reduzieren.

Wenn Du Alleinverdiener bist, kannst Du ebenfalls 2/3 der Kosten von der Steuer absetzen, jedoch nur vom 3. bis zum 6. Lebensjahr Deines Kindes. Für die restliche Zeit bis 14 Jahre kannst Du 20 % der Kosten als Betreuungshilfe ansetzen und hast eine Obergrenze, da es sich um haushaltsnahe Dienstleistungen handelt, von 600 €/Jahr. Alleinverdiener müssen die Betreuungskosten als Sonderausgaben ansetzen und können diese nicht als Werbungskosten abziehen.

Wichtig für alle, die Kosten für die Betreuung muss nachgewiesen werden. Mein Tipp daher, regelt die Zusammenarbeit mit Tagesmüttern und auch ggf. mit dem Babysitter vertraglich, lasst Euch die Stunden quittieren und überweist das Geld (ganz wichtig) anstatt es bar auszuzahlen. Im Rahmen der Schwarzarbeit-Kampagne legt das Finanzamt die Latte hoch wenn es darum geht, die Betreuungskosten anzuerkennen.

Wo finde ich eine Tagesmutter/-vater oder den Babysitter?

Wie es sich für Papa-Online gehört, wobei die Betonung auf “online” liegt, habe ich 3 Internetseiten für Euch auf denen Ihr Eure Babysitter oder Tagesmütter finden könnt. Alle agieren bundesweit und machen einen guten Eindruck – wobei dies subjektiv ist und über die Qualität der Vermittlungsleistung keine Aussage gemacht werden kann da ich sie nicht getestet habe.

Solltet Ihr noch weitere Seiten kennen, Erfahrungen mit diesen oder andere Tipps zum Thema Babysitter, Tagesmütter & Co. haben, freue ich mich über Euren Kommentar.

Foto: Ed Yourdon

2 Kommentare

  • Meine Tagesmutter möchte ich nicht missen,
    auch wenn es zu Beginn schon Überwindung gekostet hat sein ein und alles in die Obhut anderer zu geben. Doch alles in allem war es die richtige Entscheidung.

    Mein Rat : Es sollte wohl bedacht werden, und ein Auswahlverfahren durchgeführt werden.

    Liebe Grüße Waltraud

  • [...] This post was mentioned on Twitter by Andreas Lorenz, Andreas Lorenz, Andreas Lorenz, BABYBAUCHSINGEN, BABYBAUCHSINGEN and others. BABYBAUCHSINGEN said: RT @papaonlinetweet: Nützliche Infos zur Auswahl & Zusammenarbeit mit Babysittern & Tagesmüttern: http://ow.ly/1qdOl [...]

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

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    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

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    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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