Urlaub mit Kindern: Planung

Lesezeit: ca. 5 Minuten

Das ich im Januar keinen Frühbucherrabatt mehr bekomme, das war mir klar. Aber, dass es im Januar schon so schwierig ist eine Ferienunterkunft zu bekommen, die nicht aus den 60er Jahren stammt und einigermaßen bezahlbar ist, das hätte ich nicht gedacht. Daran sieht man, die Vorbereitungen auf die Urlaubszeit laufen schon in vollem Gange.

Ich plane schon seit langem einen Artikel über die Urlaubsplanung mit Kindern zu schreiben, denn es ist einer der vielen Bereiche des Lebens, de sich mit einem Kind drastisch ändern. Die Wahl heißt nun Föhr oder Fehrmarn statt Karibik oder Kanaren. Aufgrund der Komplexität dieses Themenbereiches, habe ich mich entschlossen eine Artikelserie zu schreiben anstatt einem großen Artikel. Ich möchte so viele Bereiche wie möglich abdecken und mich jedem der einzelnen Themen mit der gebotenen Sorgfalt widmen.

Fangen wir ganz vorne an. Bevor Du Dich überhaupt an die Urlaubsplanung wagst, machst Du Dir Gedanken in welche Richtung Euer Familienurlaub gehen soll. Der Hauptfaktor, den Du bei Deiner Planung berücksichtigen solltest, ist das Bedürfnis Deiner Kinder. Nur wenn Sie zufrieden sind, kann es auch für Dich und Deine Partnerin ein erholsamer Urlaub werden. Kinder haben, abhängig von ihrem Alter, unterschiedliche Anforderungen an den Urlaub. Im ersten Beitrag zur Serie geht es darum, welche Anforderungen das sind und was Du bei der Planung der Reise berücksichtigen solltest.

Altersgerechte Urlaubsplanung

Ab wann kann ich mit einem Baby in den Urlaub fahren und was sollte ich bei der Urlaubsplanung mit dem Großen beachten? All diese Fragen stellen sich in der frühen Phase der Urlaubsplanung. Je älter Dein Kind wird, desto mehr musst Du es und seine Bedürfnisse bei der Planung des Urlaubszieles aber auch des Transportmittels berücksichtigen.

  • Baby. Das Babyalter ist zum Verreisen wahrscheinlich eines der komfortabelsten. Es hat noch keine großen Ansprüche und will, außer gefüttert zu werden, nicht sonderlich unterhalten werden. Ist Dein Baby 3 Monate oder älter kannst Du im Prinzip überall in den Urlaub. Es gibt auch keinerlei Einschränkung bei der Frage des Verkehrsmittels. Wenn das Baby ihm vertraute Personen um sich hat und sich an seinen Fütter-Schlaf-Rythmus gehalten wird, ist ein Baby der angenehmste Reisebegleiter.
  • Kleinkinder. Kinder im Alter zwischen 9 Monate und 2 1/2 Jahren haben gerade ihre persönliche Mobilität entdeckt und wollen sich in dieser nur ungerne einschränken lassen. Da dies auf längeren Reisen nur bedingt möglich ist, solltest Du ausreichend Pausen einplanen bei denen Dein Kind seinem Bewegungsdrang nachkommen und etwas spielen kann. Für die Zeit dazwischen ist es ratsam Spielzeug sowie Knabbereien und Getränke parat zu haben. Lange Autofahrten oder Flugreisen sind mit Kleinkindern eher anstrengend. Bei der Wahl des Ferienortes solltest Du darauf achten, dass es genug Dinge gibt, die Dein Kind unternehmen kann und dass es sich dort sicher frei bewegen kann.
  • 3-6 Jahre. Ab diesem Alter kannst Du schon wieder etwas weiter entfernte Ziele anpeilen denn Kinder verstehen es, dass die Reise zum Urlaubsort auch mal länger dauern kann. Dennoch sollte es keine 12 Stunden Tour am Stück sein. Plane immer ausreichend Pausen ein, bei denen sich die Kinder austoben können. Wenn es wirklich weit weg gehen soll, ist es ideal die Urlaubsstrecke durch einen Zwischenstopp, beispielsweise auf halber Strecke, aufzulockern. Strandburg schlägt Sightseeing - die Kinder haben keine Lust auf Museen oder Sehenswürdigkeiten (außer es gibt einen tollen Spielplatz vor Ort). Plane also nicht zu viel sondern lebt einfach in den Tag hinein. Rundreisen mit Kindern zwischen 3 und 6 Jahren machen wirklich niemandem Spaß.
  • 6-12 Jahre. Schulkinder brauchen Action. Sie wollen spielen, toben, klettern und das alles am besten mit gleichaltrigen Kindern. Wenn Du wirklich einen entspannten Urlaub verbringen möchtest, bietet sich jetzt wohl kaum etwas so sehr an wie ein Cluburlaub. Für die Reise dorthin kann sich Dein Kind selbst beschäftigen. Lass es vor Reiseantritt auswählen womit es sich beschäftigen will – achte jedoch darauf, dass es nicht allzu geräuschintensive Dinge sind. Ab diesem Alter ist Deine terminliche Flexibilität bei der Urlaubsplanung eingeschränkt. Konntest Du bisher den Urlaub planen wann Du wolltest, musst Du Dich ab jetzt an den Ferienzeiten orientieren. Urlaub in der Hauptsaison buchen hat zwei Nachteile 1.) es ist teurer und 2.) Du musst deutlich früher mit Deiner Urlaubsplanung beginnen um noch freie Unterkünfte und ggf. bezahlbare Flüge zu ergattern.
  • Jugendliche. Mit der Pubertät wachsen auch die Ansprüche an die Urlaubsgestaltung. Ein Strand reicht da nicht mehr aus – es muss auch etwas geboten werden. Das einzige was in diesem Alter noch wichtiger ist als Abwechslung und interessante Beschäftigungsmöglichkeiten vor Ort, ist die Anwesenheit anderer Jugendlicher. Solltest Du diese Komponente bei der Planung ausser Acht lassen, kannst Du Dich auf eine schwere Zeit gefasst machen.

Wenn Du bei Eurer Urlaubsplanung die Ansprüche des Kindes berücksichtigst, kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen. Ich wünsche Dir nun viel Spaß bei der Sondierung des richtigen Urlaubszieles.

Wir werden in diesem Jahr mal wieder an die schöne Nordsee fahren. Da Juist scheinbar schon vollständig ausgebucht ist, verschlägt es uns auf die benachbarte Insel Norderney. Hier wird gerade sehr viel neu gebaut und man kann noch gut etwas bekommen (kleiner Tipp für alle die, wie ich, spät dran sind). Norderney ist aus dem Grund gut für uns weil es einen schönen Strand hat, von uns mit dem Auto innerhalb von 2-3 Stunden zu erreichen ist (zzgl. Fährfahrt) und es vor Ort viel zu unternehmen gibt – bei guten wie bei schlechtem Wetter.

Im weiteren Verlauf meiner kleinen Urlaubsserie werde ich die verschiedenen Verkehrsmittel für den Urlaub unter die Lupe nehmen, sowie weitere Tipps und Ratschläge für das Reisen mit Kindern vorbereiten. Vielleicht bist Du ja gerade auf der Suche nach Informationen zu einem ganz bestimmten Thema, dass Dich interessiert? Hinterlasse doch eine kurze Info in den Kommentaren und ich werde versuchen es in einem der kommenden Artikel unterzubringen.

Foto: claydevoute

2 Kommentare

  • Vielen Dank für diesen (ersten) Beitrag deiner (neuen) Serie. Jetzt weiß ich, dass unser Nachwuchs beim Urlaub “wenig Arbeit” macht. ;-)

    Meine Frau und ich wollen mit der Tochter spätestens im Herbst innerhalb Deutschland Urlaub machen: Ich bin gespannt.

    MfG

    Tobias

  • Anonymous

     Kurz und prignante (und vor allem) sinnvolle Tipps – freut mich; danke dir ;)
    Dieses Jahr verschlägt es mich jedoch mit meinen Kleinen (2 Jahre und 4
    Jahre)  in ein Kinderhotel – http://www.facebook.com/MAMBabyartikel
    –> kann man hier sogar gewinnen… argh.. hätt ich das nur vorher
    gewusst (: – aber bin gespannt wie das aussieht :)
    Grüße!

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    Wenn Du dann mit einer Zahnbürste ankommst ist Geschrei keine Seltenheit.

    Du bist auch müde vom Tag und hast auf diesen Kampf keine Lust mehr.

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    Fatal.

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    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

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    Es stehen aber auch viele Entscheidungen an. Besonders viele Kaufentscheidungen.

    Väter sind heute mehr gefragt als früher sich bei der Entscheidung mit einzubringen, gerade was größere Investitionen anbelangt.

    Welches Familienauto soll es sein, welchen Kinderwagen, wie sollte das Kinderzimmer sein, etc.

    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

    Ich habe die größten Anschaffungen, die wir in den letzten 4 Jahren getätigt haben, notiert und dazu die Gedanken, die wir uns vor dem Kauf gemacht haben.

    Um die Kaufentscheidung zu beurteilen habe ich sie, aus heutiger Sicht, nach dem Schulnotensystem bewertet.

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    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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