Mit dem Auto in den Familienurlaub

Lesezeit: ca. 7 Minuten

Die Urlaubszeit kommt unaufhaltsam näher, auch wenn man es gerade kaum glauben mag.  Im ersten Beitrag meiner kleinen Artikelserie zum Thema Urlaub mit Kindern habe ich mich der allgemeinen Planung des Familienurlaubs beschäftigt. Heute soll es darum gehen, wie Du mit Deiner Familie an den Urlaubsort kommst, beziehungsweise was dabei zu beachten ist.

Wenn Ihr Urlaub in Deutschland oder in nicht all zu weiter Entfernung machen wollt, wirst Du es wahrscheinlich 50% aller Deutschen gleichtun – Du fährst mit dem Auto in die Ferien. Damit die Reise mit dem Auto nicht zur Strapaze für die Urlaubsstimmung wird, habe ich einige gute Tipps von Bekannten gesammelt und zusammen mit eigenen Erfahrungen (auch aus meiner eigenen Kindheit) und etwas Recherche einen kleinen Ratgeber zusammengestellt.

Der Urlaub beginnt mit dem Beladen des Autos.

Früher als Kind habe ich es immer geliebt mit meinem Vater gemeinsam das Auto für den Urlaub zu beladen. Dieser Aufbruch in die Ferien hatte schon fast etwas “rituelles“. Für mich war dies der Startschuss in die Sommerferien. Egal ob es nach Süddeutschland, an die Nordsee oder nach Italien ging – es fing immer mit dem Koffer packen und verstauen im Auto an. Ich finde dies ein schönes “Ritual” und möchte es mit meinen Kindern ähnlich halten. Die Kinder sollen dabei sein, wenn ich unser Urlaubsmobil startklar mache. Helfen können sie dabei noch nicht aber sie  spielen und t0oben um mich herum und machen sich dabei schön müde für die kommende Fahrt.

Das Auto richtig zu beladen, ist sehr wichtig. Zum einen weil Du sonst niemals alles mitbekommst, was Du mitnehmen möchtest – und das ist mit 2 Kindern eine ganze Menge. Zum anderen weil es ein enormer Sicherheitsaspekt ist. Einige wichtige Tipps:

  • Verstaue so viel wie möglich in den Kofferraum oder anders ausgedrückt, so wenig wie möglich in die Fahrgastzelle. Im Falle einer scharfen Bremsung oder eines Crashs verwandelt sich alles umherliegende in Geschosse. Daher gilt es alles im Kofferraum zu verstauen. Wenn dieser mit den Gepäckmengen überfordert ist, besser eine Skibox aufs Auto montieren
  • Schwere Gepäckstücke nach unten und direkt hinter die Rückbank packen. Taschen und Koffer möglichst quer zur Fahrrichtung einladen
  • Bei Vans oder Kombis nicht höher als die Oberkante der Rücksitzbank beladen, es sei denn Du hast ein Gepäcktrenngitter oder -netz
  • Weitere nützliche Tipps und Hinweise findest Du auf der Homepage des TÜV

Sicherheit vor allem anderen

Gerade zur Urlaubszeit hört man immer wieder von vielen tragischen Unfällen. Klar, wenn halb Deutschland innerhalb von 2 Monaten die Autobahnen bevölkert wird es voll und kracht eher mal. Teilweise fahren aber auch Autos und Fahrer auf Autobahnen herum, die diese sonst nur selten benutzen. Entsprechend unvorbereitet sind Mensch und Material. Lass daher Dein Auto vor der Urlaubsreise durchchecken ob technisch alles in Ordnung ist. Vor allem Bremsen und Kühlmittel sowie den Reifen sollte Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Auch im Auto gilt es auf die Sicherheit zu achten. Die Kinder sollten immer angeschnallt sein, auch wenn sie sich noch so sehr streuben mögen. Deine Partnerin und Du müsst natürlich mit gutem Beispiel vorangehen und ebenfalls angeschnallt sein. Beim Beladen des Fahrzeuges solltest Du darauf achten, dass die Kinder nicht zwischen Koffern und Taschen eingepfercht werden. Sie brauchen während der Fahrt deutlich mehr Bewegungsfreiräume als Erwachsene. Gepäck gehört in den Kofferraum. Viele neue Autos bieten Kindersicherungen für die hinteren Fahrzeugtüren. Eine Aktivierung verhindert, dass die Kinder die Türen selbstständig öffnen können.

Routenplanung

Je kürzer die Fahrt in den Urlaub, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es den Kindern langweilig wird und sie Deine Nerven während der Fahrt strapazieren werden. Eine gute Routenplanung gehört daher zur Reisevorbereitung zwingend dazu.

  • wenn möglich, die Hauptferienzeit meiden. Dieser Tipp fällt bei Eltern mit schulpflichtigen Kindern natürlich weg. Wenn Ihr also in den Schulferien in den Urlaub fahrt, versucht die Hauptreisetage wie z. B. Freitage und Samstag zu meiden
  • plant ausreichend Pausen ein, damit sich die Kinder aber auch der Fahrer die Beine vertreten und frische Luft schnappen können. Ideal ist es alle 2 Stunden für 30 Minuten zu rasten. Klar, willst Du schnell am Urlaubsziel ankommen, doch versuche auch schon auf der Fahrt zum Urlaubsort den Urlaub zu beginnen. Vielleicht gibt es besondere Sehenswürdigkeiten entlang Eurer Reiseroute, bei der sich eine kleine Pause lohnt?
  • bei längeren Reisen mit kleineren Kindern ist es ratsam die Strecke nicht an einem Tag zu fahren sondern einen Zwischenstopp mit Übernachtung einzuplanen. Gerade wenn Ihr in der Ferienzeit unterwegs seit ist es dringend empfehlenswert auch die Unterkunft für den Zwischenstopp im Vorfeld zu planen und zu buchen. Eine lange Umherfahrerei auf der Suche nach einer Herberge kann mit quängelnden Kindern zu einer Nervenprobe werden und die Urlaubsstimmung nachhaltig belasten.
  • viele Autobahnraststätten sind heute längst keine schäbigen Truckstops mehr sondern familiengerechte Gastronomiebetriebe, die sich auf die Betreuung unserer Kleinen spezialisiert haben. Dort findet Ihr schöne Spielecken, Wickelgelegenheiten, Gläschen- und Fläschenwärmer etc. Am besten Du informierst Dich vorher welche Raststätte für einen geplanten Stopp, zum Beispiel zum Mittagessen, am besten geeignet wäre. Einfach die “Raststätten” und eine der Autobahnen Deiner Route als Suchbegriff bei Google eingeben und Du wirst fündig.
  • selbst bei bester Routenplanung wird eine Fahrt in den Urlaub an einen Punkt kommen, an dem sich die Kinder langweilen. Für diese Fälle ist es gut, wenn Du Dein Repertoire an Autobahnspielen aufgefrischt hast um ein bisschen “Entertainment on the road” zu vollziehen.

Urlaubsfahrt bei Nacht

Wenn es wirklich weit weggehen soll, kann es sich anbieten bei Nacht zu fahren. Zum einen sind die Straßen in der Regel nicht so voll und zum anderen sind die Kinder müde vom Tag und werden mit ziemlicher Sicherheit mehrere Stunden am Stück schlafen. Verlockende Vorstellung: man fährt los, die Kinder schlafen bereits kurz nach dem Erreichen der Autobahn ein und werden am nächsten Morgen am Urlaubsort wach. Perfekt. Damit es jedoch so funktioniert gilt es bei “Nachtfahrten” einiges zu berücksichtigen:

  • der Fahrer muss gut ausgeschlafen sein
  • auch der Beifahrer sollte fit sein um den Fahrer zu kontrollieren und eventuell zu unterhalten
  • ein häufigerer Fahrerwechsel erlaubt dem Fahrer immer mal wieder kurz abzuschalten und ein Nickerchen zu machen
  • auch bei Nachtfahrten solltest Du alle 2 Stunden stoppen. Frische Luft hilft besser als Kaffee
  • wenn kein Navi zur Hand ist, sollte die Route sorgfältig geplant und vorbereitet sein. Nachts fällt die Orientierung schwerer.
  • die Kinder sollten Schlafstützen haben, damit der Kopf während der Fahrt entspannt gelagert werden kann

Übelkeit im Auto

So fängt der Urlaub ja gut an; 35° C im Schatten und Dein Kind hat sich gerade das Mittagessen nochmal durch den Kopf gehen lassen.

Kindern wird bei längeren Autofahrten häufig schlecht. Das noch nicht vollständig ausgereifte Gehirn unserer Kleinen kommt mit der “Passivbewegung” noch nicht klar. Das Gehirn registriert, dass es sich bewegt. Wenn Dein Kind aber auf der Rückbank sitzt, liest, spielt oder einfach nicht nach draußen schauen kann, um zu registrieren dass es sich in Bewegung befindet, kann das Gehirn diese Bewegung nicht verarbeiten und dem Kind wird schlecht.

Abhilfe kannst Du schaffen in dem Du Dein Kind so setzt, dass es nach draußen schauen kann. Spielt verschiedene Spiele bei denen es nach draußen sehen muss. Bei den regelmäßigen Pausen schafft es das Gehirn Deines Kindes die Wahrnehmung und Bewegung wieder zu synchronisieren. Auch daher sind diese Pausen so wichtig. Abruptes Bremsen und rasante Kurvenfahrten verschlimmern die Wahrnehmung der Passivbewegung für Dein Kind. Versuche also möglichst gleichmäßig zu fahren, damit Deinem Kind nicht schlecht wird.

Ich hoffe ich konnte Dir den einen oder anderen nützlichen Tipp geben und würde mich freuen, wenn Du noch weitere Erfahrungen oder Tipps hast und diese mit uns als Kommentar teilen würdest.

Foto: schatz

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    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

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    Ja richtig, sechs Wochen.

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    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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