Plötzlich Alleinverdiener! Kein Grund zur Panik.

Alleinerzieher
Lesezeit: ca. 4 Minuten

Mit der Entscheidung für ein Kind ändert sich vieles im Leben – nicht zuletzt die wirtschaftliche Situation eines Paares. Wart Ihr bis zur Geburt noch ein “Double Income No Kids” Haushalt, steht der Mann nach der Geburt in der Regel als Alleinverdiener da und Ihr müsst von einem Einkommen leben. Staatliche Hilfen wie das Elterngeld federn diesen Einschnitt etwas ab – Fakt bleibt jedoch, dass das liebe Geld mit Kind knapper wird. Kein Wunder also, dass viele Paare heute als Grund für ihre Kinderlosigkeit den finanziellen Aspekt vorschieben und sagen, “sie können sich kein Kind leisten“.

Für viele Männer ist diese Verantwortung eine große Belastung. Ich möchte Dir heute zeigen wie Dein Leben als Alleinverdiener seinen Schrecken verliert und wie Du Dich mit Deiner Familie auf die neue finanzielle Situation einstellen kannst. Du musst hierfür kein Finanzgenie sein sondern solltest Dich ein bisschen mit Deinen Finanzen beschäftigen, um zu wissen wo Du stehst. Auch wenn Du nicht zu den 12,5% der Deutschen gehörst, die von sich behaupten sie können nicht mit Geld umgehen hoffe ich, das der eine odere andere nützliche Tipp für Dich dabei ist.

Verschaffe Dir einen Überblick

Der erste Schritt ist der Wichtigste. Du musst Dir einen Überblick verschaffen was im Monat an Geld reinkommt und was, wofür, ausgegeben wird. Liste alle Deine Einnahmen auf und berücksichtige hierbei auch die Einnahmen, die Ihr nach der Geburt haben werdet. Dies könnte dann so aussehen:

  • Gehalt
  • Elterngeld
  • Kindergeld
  • Mutterschaftsgeld

Nachdem Du weißt was im Monatsverlauf alles reinkommt, solltest Du alle Ausgaben notieren die Ihr habt bzw. haben werdet. Es ist sinnvoll eine Momentaufnahme Eurer Ausgaben zu machen wie z. B. Miete, Versicherungen, Auto, etc. Du solltest aber auch die Ausgaben berücksichtigen, die sich nach der Geburt verändern. Zum Beispiel werdet Ihr weniger ausgehen, dafür aber mehr Geld für Pampers, Babynahrung und Babykleidung ausgeben. Solltest Du Deine Ausgaben nicht genau kennen, empfehle ich Dir ein Haushaltsbuch zu führen und sämtliche Ausgaben aufzuschreiben.

Finde heraus wo Du sparen kannst?

Nachdem Du weißt wofür Ihr, wie viel, Geld ausgebt kannst Du überprüfen ob sich an der einen oder anderen Stelle Einsparungen machen lassen.

  • Kannst Du Deine Lebensmittel woanders günstiger einkaufen?
  • Kaufe dort ein wo es Angebote gibt.
  • Lassen sich Versicherungen optimieren oder gibt es vergleichbare Versicherungen bei einem anderen Anbieter günstiger?
  • Vermeide Impulskäufe in dem Du alles was Du kaufen willst auf eine “30-Tage Liste” setzt und nach 30 Tagen das kaufst was Du dann noch haben willst.
  • Kündige ungenutzte Verträge (Fitnesstudio, Zeitungen, Magazine, Pay TV).
  • Zahle bar oder mit EC Karte. Kreditkarten sind teuer und machen Deine Ausgaben unübersichtlich.
  • etc.

Budgetiere Deine monatlichen Ausgaben

Die ersten beiden Schritte sind notwendig um Deine Ausgaben zu budgetieren. Wenn Du Schritt 1 und 2 vollzogen hast, wirst Du einen genauen Überblick über Deine Einnahmen- und Ausgabensituation haben. Du kannst jetzt Deine Einnahmen so “verplanen” dass Ihr damit auskommt. Hierzu habe ich folgende Tipps:

  1. Lege konkrete Maximalbeträge fest, die Ihr nicht überschreitet
  2. Verplane 70% Deiner Einnahmen für Ausgaben zum täglichen Leben (Wohnen, Essen, Kleidung, etc.). Vorsicht bei der Verplanung des Elterngeldes. Unter Berücksichtigung der steuerlichen Aspekte des Elterngeldes solltest Du nur 80% des Elterngeldes verplanen und den Rest für etwaige Steuernachforderungen zurückstellen.
  3. Verplane 20% Deiner Einnahmen um Schulden zu tilgen. Schulden verursachen Kosten in Form von Zinsen. Je schneller Du davon loskommst, desto mehr Geld hast Du zur Verfügung. Solltest Du keine Schulden haben, lege die 20% jeden Monat für eine größere Anschaffung zur Seite zum Beispiel das neue Auto oder der schöne Familienurlaub.
  4. Verplane 10% Deiner Einnahmen für die langfristige Geldanlage, lege dieses Geld langfristig zum Vermögensaufbau an und rühre es nicht für andere Dinge an.

Elektronische Helferlein

Es ist aufwendig Deine Finanzen in Schuss zu halten doch lass Dich davon nicht abschrecken. Es gibt nützliche kleine Helferlein, die Dir die Arbeit erleichtern.

  • WISO Mein Geld 2010* – Mit Mein Geld kannst Du Deine gesamten Finanzen übersichtlich verwalten und hast alles auf einen Blick. Ich nutze Mein Geld seit seit 4 Jahren und kann es jedem empfehlen.
  • WISO Haushaltsbuch 2010* – Für alle die ein weniger umfangreiches Programm wünschen.
  • Quicken 2010* – die Alternative zum Wiso Programm

(* es handelt sich um Afiliate-Link. Solltest Du aufgrund meiner Empfehlung eines der Prdukte kaufen bekomme ich eine kleine Provision – Du bezahlst keinen Cent mehr.)

Foto: poolie

4 Kommentare

  • vielen dank für den beitrag!!

    but sry 4 the bombs..

    –>ne! was gibt es besseres als gutes qualitativ hochwetiges essen?
    für uns & den/die kleine/n

  • post war zu @
    Kannst Du Deine Lebensmittel woanders günstiger einkaufen?

    • Hallo Thomas
      ich meine damit ja nicht, dass man minderwertige Lebensmittel kaufen sollte nur um Geld zu sparen. Oftmals reicht es schon aus einen Preisvergleich zwischen den Supermärkten zu machen um bei den gleichen Produkten den einen oder anderen Euro zu sparen.

  • Ich finde es zu aufwendig Preisvergleiche anzustellen. Dann muss man ja in zwei Supermärkte rennen. Versuche ich vielleicht später mal wenn jeder Markt eine Preis-API hat und ich das online machen kann. ;-)

    Ansonsten gute Tipps, würde vielleicht noch ein neues Konto hinzufügen.
    Gibt ja mittlerweile gute Onlinekonten bei denen das Guthaben der Kreditkarte verzinst wird.

    Ich bin persönlich ein Fan von WISO auch wenn es jährlich geupdated werden muss. Habe Quicken ausprobiert, es kann aber immer nur auf einem Rechner installiert werden. WISO geht auf allen Familienrechnern gleichzeitig und mit einer zentralen Datenbank sogar synchron.

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    Warum aber, vernachlässigen viele Eltern diese fleischgewordene Routine bei ihren Kindern?

    Kindern die Zähne zu putzen kann mühselig sein.

    Besonders Abends sind sie müde und wollen schlafen.

    Wenn Du dann mit einer Zahnbürste ankommst ist Geschrei keine Seltenheit.

    Du bist auch müde vom Tag und hast auf diesen Kampf keine Lust mehr.

    Natürlich bist Du dann als Vater oder Mutter geneigt zu sagen “OK, dann heute abend nicht – sind ja nur Milchzähne”.

    Fatal.

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    Auf den ersten Blick nicht gerade ein arbeitgeberfreundlicher Slogan.

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    In diesem, Verzeihung – im letzten, Jahr habe ich bewußt auf Wunschposts á la “Frohes Fest”, etc. verzichtet.

    Ich weiß nicht wie es Dir geht, doch mich haben diese Kettenmails, mit lustig animiertem Schneefall oder bauchwackelnden Weihnachstmännern ziemlich genervt.

    Ich will nicht nerven.

    Was ich aber wohl will, ist Dir ein tolles Neues Jahr zu wünschen.

    Ich hoffe, Du hast die Feiertage und besonders das gestrige Silvester gut überstanden und verlebt. Ich weiß nicht wie es Dir geht aber seid dem ich Vater bin, freue ich mich immer auf das kommende Jahr.

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    Mit einem Kind stehen viele Veränderungen ins Haus, klar.

    Es stehen aber auch viele Entscheidungen an. Besonders viele Kaufentscheidungen.

    Väter sind heute mehr gefragt als früher sich bei der Entscheidung mit einzubringen, gerade was größere Investitionen anbelangt.

    Welches Familienauto soll es sein, welchen Kinderwagen, wie sollte das Kinderzimmer sein, etc.

    Als kleine Unterstützung, bei all den Kaufentscheidungen, soll Dir dieser Beitrag dienen.

    Ich habe die größten Anschaffungen, die wir in den letzten 4 Jahren getätigt haben, notiert und dazu die Gedanken, die wir uns vor dem Kauf gemacht haben.

    Um die Kaufentscheidung zu beurteilen habe ich sie, aus heutiger Sicht, nach dem Schulnotensystem bewertet.

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    Sex ist ein schwieriges Thema.

    Es ist wie Versicherungsbetrug und Steuerhinterziehung – alle tun (oder versuchen) es aber keiner mag darüber reden.

    Im Dunstkreis des Entbindungstermins wehen im Schlafzimmer die Fahnen auf Halbmast und das Bett wird statt zum Bei- nur noch zum Nachtschlaf aufgesucht.

    Die Zeit der kalten Kissen beginnt oft einige Wochen vor der Entbindung. Der Babybauch Deiner Partnerin ist, neben anderen Körperteilen, so groß geworden, dass der Akt nicht mehr das ist was er sein sollte.

    Die Angst vieler Männer, dem Kind in diesem (oder irgendeinem anderen) Stadium der Schwangerschaft Schaden zuzufügen ist zwar in der Regel unbegründet – doch Spaß macht Sex jetzt nur noch bedingt.

    Sechs Wochen, nachdem die Frau niedergekommen ist, wird Enthaltsamkeit empfohlen.

    Ja richtig, sechs Wochen.

    Eventuell sogar länger, je nachdem wie die Entbindung gelaufen ist.

    Die Wunden, die die Geburt hinterlassen hat, müssen zunächst verheilen. Eine lange Zeit – sag jetzt nicht ich hätte Dich nicht rechtzeitig gewarnt!

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    Du kennst sie bestimmt.



    Aus dem Kindergarten, der Krabbelgruppe oder der Schule.

    Die Super-Eltern. 


    
Immer gut gelaunt, gut gekleidet, frisch geduscht und herausgeputzt. 



    Sie lachen, rennen mit Ihren Kindern um die Wette und scheinen vor Energie nur so zu strotzen.

    Die nerven.

    Und zwar nerven die Dich und mich, weil wir nicht so sind.

    

Wir kommen morgens nicht und schon gar nicht ausgeschlafen aus dem Bett.

    

Am Kindergarten angekommen sind wir von den ersten Debatten mit den Kleinen schon angenervt und ausserdem unter Termindruck, weil wir jetzt dringend ins Büro müssen.

    Die nerven, weil sie neben der scheinbar mühelosen Kindererziehung auch noch Zeit für sich selbst haben.

    

Sie gehen Hobbies nach, treffen sich mit Freunden und treiben sogar Sport.

    Heute lüfte ich das Geheimnis und verrate Dir, wie auch Du zu einem gut gelaunten, erholten Superpapa wirst.

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    Papa-Online ist ein Väterblog.

    Bei meinen Themen dreht es sich um Dinge, die für Väter wichtig sind.

    Trotzdem lesen viele Frauen mit – und das ist auch gut so.

    Besonders heute, denn heute wende ich mich direkt an Euch, liebe Frauen & Mütter.

    Wieder einmal möchte ich die Brücke schlagen um durch mehr Verständnis für einander, das gemeinsame Leben zu erleichtern.

    Väter wollen mehr Zeit mit den Kindern verbringen und sich aktiver in die Erziehung einbringen.

    Auch viele Mütter wünschen sich Entlastung durch Ihren Mann.

    Idealsituation, doch warum sollte ich dann darüber etwas schreiben wollen?

    Die Harmonie trügt.

    Auch wenn beide Partner ein Ziel haben, das in gleiche Richtung geht, gibt es im wahren Leben immer wieder Konflikte und Enttäuschungen auf beiden Seiten.

    Denn obwohl Mütter sich mehr Unterstützung von den Vätern wünschen, können sie sich schlecht raushalten und reden den Vätern ständig rein was die Väter frustriert und demotiviert.

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